Schmerzen in der Nacht

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  • Hallo zusammen,

    unser kleiner Liebling ist mittlerweile schon 2 Jahre alt. Er war noch nie der beste Schläfer aber wir haben immer gehofft dass es mit der Zeit besser wird. Unsere Nächte sind bis auf wenige Ausnahmen alle sehr ähnlich. Max schläft nach dem vorlesen ganz passabel ein. Nach ca. 30 Minuten wacht er auf und schreit wie am Spieß. Wir können dann nahezu machen was wir wollen, er beruhigt sich quasi nicht mehr. In seltenen Fällen klappt es durch Tragen und gut zureden. Das einzige was zuverlässig hilft ist Schmerzsaft. Wir sind am Ende unserer Kräfte, wollen dem kleinen aber nicht alle zwei Tage Schmerzsaft geben. Die Kinderärztin haben wir bereits mehrfach um Rat gefragt. Sie möchte uns in die kostenpflichtige Regulationsstörungssprechstunde schicken. Wir sind jedoch der Meinung dass der kleine tatsächlich schmerzen hat. Die Ärztin meint jedoch dass der kleine körperlich gesund ist. Wir wissen nicht mehr weiter und abends haben wir Angst ins Bett zu gehen, da die nächste schwierige Nacht lauert.

    Falls also jemand von euch dieses Schlafbild kennt, freuen wir uns auf Tipps und Hinweise wie ihr euch geholfen habt.


    LG

    Dennis

  • Willkommen im Forum!

    Das hört sich anstrengend an, für Max noch mehr als für Euch.

    Ist er ansprechbar, wenn er so aufwacht? Ich meine, richtig wach?

    Wenn nicht, dann könnte es Nachtschreck sein. Mein älteres Kind hatte das lange, er schrie dreimal pro Nacht für jeweils eine halbe Stunde, bevor er wieder in Schlaf fand. Insofern weiß ich, was Ihr durchmacht. Mein Mitgefühl!

    Nachtschreck ist harmlos und wächst sich aus.


    P.S. magst Du Dich im Foyer kurz vorstellen?

  • Hallo,

    nur kurz: Kann es sein, dass das Kind einschläft, weil der Schmerzsaft müde macht? Habt Ihr die Möglichkeit, die Kinderärztin zu wechseln? Habt Ihr abgeklärt, ob z. B. eine Blockade der Wirbelsäule vorliegt? Was sagt das Kind denn selbst tagsüber, warum es schreien muss?

    Bin gerade auf dem Weg ins Bett, andere antworten sicherlich noch umfangreicher.

    Fiawin mit d9be21343ykoa.gif

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    Eigentlich bin ich ganz anders. Ich komme nur so selten dazu.

    Lass die Hoffnungswaschmaschine laufen!

    Whatever you want, it isn't me.

    Other people's ambitions are not my specialty.

    Sometimes I can see from here clear to the ocean.

    Sometimes I'm blind.

    Als die Vielfalt ging, entzündete die Einfalt ein Freudenfeuer.

  • Hey, danke für Deine Rückmeldung. Schwierige Frage. Also er ist so halb ansprechbar. Manchmal mehr manchmal weniger. Wir fragen schonmal ob er "aua" hat und dann auch wo er es hat. Er sagt dann ja und aua Mund. Wir haben auch lange Zeit geglaubt es sind die Zähne, aber bis auf 4 Backenzähne hat er alle Und der Zustand dauert nun bereits ca. 9 Monate. Wir glauben also nicht mehr so recht an die Zahntheorie.

    Vorstellung hole ich bestimmt noch nach.

  • Hallo,

    nur kurz: Kann es sein, dass das Kind einschläft, weil der Schmerzsaft müde macht? Habt Ihr die Möglichkeit, die Kinderärztin zu wechseln? Habt Ihr abgeklärt, ob z. B. eine Blockade der Wirbelsäule vorliegt? Was sagt das Kind denn selbst tagsüber, warum es schreien muss?

    Bin gerade auf dem Weg ins Bett, andere antworten sicherlich noch umfangreicher.

    Hallo Fiawin,

    Auch dir schon einmal vielen Dank! Die Vermutung mit dem müde machen hatten wir auch mal. Allerdings bspw. wenn er krank ist und tagsüber mal Saft braucht, schläft er danach auch nicht. Aber wir kennen uns da auch nicht sooo gut aus.

    Die Idee die Ärztin zu wechseln kam uns diese Woche auch. Das werden wir wohl einmal versuchen. Blockaden haben wir zwei mal abklären lassen - ohne Befund.

    Wenn man ihn nachts fragt klagt er über Schmerzen im Mund. Tagsüber haben wir ehrlich gesagt nicht gefragt. Das versuchen wir mal, allerdings weiß ich gar nicht ob er sich dann daran erinnert.

    Es ist zum Mäusemelken :-\

  • Was habt Ihr außer Schmerzsaft probiert, um die Beschwerden zu lindern?

    Halb ansprechbar ist auch bei Nachtschreck möglich. Mein Kind antwortete in dem Zustand auch. Aber irgendwann weinte er ganz verzweifelt, "Mama, ich kann meine Mama nicht finden!" Dabei hatte ich ihn im Arm...

    Nachtschreck ist unvollständiges Aufwachen aus einem Alptraum. Daran erinnert sich das Kind am nächsten Morgen meistens nicht mehr, die Eltern umso besser.

    Es könnte alles Mögliche sein, was Max hat.

  • Was habt Ihr außer Schmerzsaft probiert, um die Beschwerden zu lindern?

    Halb ansprechbar ist auch bei Nachtschreck möglich. Mein Kind antwortete in dem Zustand auch. Aber irgendwann weinte er ganz verzweifelt, "Mama, ich kann meine Mama nicht finden!" Dabei hatte ich ihn im Arm...

    Nachtschreck ist unvollständiges Aufwachen aus einem Alptraum. Daran erinnert sich das Kind am nächsten Morgen meistens nicht mehr, die Eltern umso besser.

    Es könnte alles Mögliche sein, was Max hat.

    Wir haben Zahnungsgel und Sabsimplex probiert und natürlich stundenlanges tragen. Manchmal schläft er nach dem Tragen und ner Stunde weinen wieder ein. Dann dauert es 30 Minuten und es geht von vorne los. Wir haben auch mal fettige Speisen vom Speiseplan gestrichen sowie Milch etc.. Außer dass er nun ständig genau diese Dinge tagsüber möchte, hat sich nachts keine Änderung eingestellt.

    Uns ist klar dass es alles mögliche sein könnte. Leider kann er es mit 2 Jahren noch nicht genau erklären warum er weint.

  • Leider kann er es mit 2 Jahren noch nicht genau erklären warum er weint.

    Das dauert noch. Viele Kinder malen mit vier Jahren Kopffüßler, da kann eine Mittelohrentzündung "Bauchweh" genannt werden. Mit zwei Jahren ist dem Kind nur klar, dass irgend etwas unangenehm ist. Es kann im Mund sein, im Hals oder sonstwo.

    Wir haben auch mal fettige Speisen vom Speiseplan gestrichen sowie Milch etc.

    Wird Max noch gestillt? Falls ja, hilft das?

  • Leider kann er es mit 2 Jahren noch nicht genau erklären warum er weint.

    Das dauert noch. Viele Kinder malen mit vier Jahren Kopffüßler, da kann eine Mittelohrentzündung "Bauchweh" genannt werden. Mit zwei Jahren ist dem Kind nur klar, dass irgend etwas unangenehm ist. Es kann im Mund sein, im Hals oder sonstwo.

    Wir haben auch mal fettige Speisen vom Speiseplan gestrichen sowie Milch etc.

    Wird Max noch gestillt? Falls ja, hilft das?

    Nein, Max wird nicht mehr gestillt. Er hatte jedoch auch zu Stillzeiten keinen guten Schlaf und hat ebenfalls nachts häufig geweint.

    Er schläft noch bei uns im Bett und ist ein sehr nähebedurftiges Kind, auch tagsüber.

  • Nähe ist für Kleinkinder ein Lebensmittel.

    Wie ist das eigentlich bei Tagschläfchen - wacht er dann auch so auf?

  • Für mich klingt das leider sehr nach Nachtschreck.


    Zum Ausschluss, ob er doch Schmerzen hat, würde ich ihm für 3 Tage VOR dem Schlafen den Schmerzsaft geben.

    Denn dann kann er nicht wegen Schmerzen aufwachen. Sondern es liegt an etwas anderem.

    Liebe Grüße
    Martina

    Tochter 05/2004
    Sohn 04/2015

    Tochter 01/2019

  • Ich denke da auch eher in Richtung Nachtschreck. Unser Kleiner hat auch recht regelmäßig nachts angefangen aus dem Nichts loszubrüllen und war ganz schwer zu beruhigen. Das einzige, was half, war ihn richtig munter zu machen (z.B. auch mit richtig Licht anmachen) und erst dann wieder hinzulegen. Alles, was ich vom Großen kannte, um ihn nachts zu beruhigen, hat überhaupt nicht geholfen.

    30min nach dem Einschlafen klingt für mich aber so, als wenn das noch nicht in Eurer Schlafenszeit ist. Wie ist denn der Rest der Nacht?

    Und gibt es irgendwelche Hinweise auf Schmerzen tagsüber? Mir kommt es etwas seltsam vor, dass Schmerzen nur nachts auftreten. Macht er noch Mittagsschlaf? Ist da irgendwas auffällig?

  • Wow wir sind überwältigt von so vielen Rückmeldungen. Lieben Dank euch allen.

    Max kommt erst im August in die Kita und wird tagsüber durch meine Frau und hin und wieder Omas/Opas betreut.

    Da sein Mittagsschlaf lediglich ca. 45 Minuten dauert (meist wacht er selbst auf) oder auch schon mal etwas über eine Stunde: hier weint er nie und wacht demnach auch nicht auf. Sprich keine Schmerzen/kein Weinen.

    Tagsüber haben wir ein super ausgeglichenes Kind das nicht über Schmerzen oder dergleichen klagt. Er ist meist gut gelaunt, spielt, lacht und genießt die Zeit mit seinen Eltern/Großeltern.

    Max geht meist gegen 20:30 Uhr ins Bett. Manchmal sind wir so platt von der vorherigen Nacht, dass wir direkt mit ihm liegen bleiben. Manchmal stehen wir dann nochmal auf und gehen auf die Couch. In beiden Fällen kommt es dann zum aufwachen und schreien. #heul Wenn es dazu kommt ist der Rest der Nacht der Horror und es hilft nur noch Schmerzsaft. Wenn nicht schläft er mal wie ein Stein und mal relativ unruhig.

    Wie gesagt wir können es uns nicht erklären dass das nur nachts auftritt. Wenn wir das jemandem erzählen der ihn kennt, denken die Leute wir würden flunkern.

    Ihn richtig wach zu machen könnten wir mal versuchen. Das ist gar nicht so leicht, weil er so im Schreimodus ist. Licht anmachen und klar und deutlich ansprechen haben wir versucht.

  • Kannst du mit dem Vorschlag, dass es Nachtschreck sein könnte, etwas anfangen?

    Oh ja, sorry. Da haben wir auch schonmal dran gedacht. Teilweise sind es die Symptome, teilweise passt es aber auch nicht. Insbesondere der Punkt, dass beim Nachtschreck sich die Kinder nach wenigen Minuten wieder fangen trifft bei uns überhaupt nicht zu. Bei uns dauert das schnell ne Stunde wenn er sich denn überhaupt fängt. :-\

    Wir wissen es nicht :(

  • Ich finde den Vorschlag von Kontextfrei sehr gut.
    So könntet ihr Schmerzen richtig gut ausschließen oder eben nicht.
    Allerdings hört es sich auch für mich nach Nachtschreck an.
    Meine Tochter ist 9 ! und ganz selten hat sie es immer noch. #augen Es ist also auch nicht immer wie im Lehrbuch beschrieben.

  • Hmmm, ist nicht nach 30 Minuten der Wechsel in die Tiefschlafphase? Ich würde mir wohl Infos zu Regulationsstörungen mal anhören. Mein Kind war fast immer nach 30 Minuten wach, drüber weg kam er nur mit Stillen.
    Geholfen hat Ergotherapie unter Berücksichtigung der Sensomotorik.

  • Vielleicht kannst du nochmal schreiben, seit wann genau und wie oft das auftritt? Rausgelesen habe ich jetzt seit 9 Monaten, aber mir ist nicht ganz klar, ob das wirklich jede Nacht der Fall ist? Wie waren die Nächte vorher?

    Schmerzmedikamente machen schon müde. Tagsüber auch, aber wenn das Kind da generell aktiv ist, wird es allein davon nicht einschlafen. Das ist nachts, wenn es eh schon im Halbschlaf ist, natürlich anders. Da kann das durchaus dazu führen, dass es besser schläft. Außerdem ist der Saft ja oft lecker/süß, auch das beruhigt ein Kind.

    Ich finde den Vorschlag nicht schlecht den Saft mal bewusst vor dem Einschlafen zu geben, ggf. auch ruhig schon 60 min vorher. Aber ich würde wohl umgekehrt auch mal einen Placebo geben, wenn er wach wird und weint. Also in dem Fall ähnlich dickflüssigen Saft aus der Spritze bzw. dem Becher. Damit schließt ihr aus, dass es einfach nur eine liebgewonnene Gewohnheit ist, die dafür sorgt, dass Max wieder einschläft.

    Ich habe selbst ein Kind gehabt, was arg mit Zahnungsschmerzen zu kämpfen hatte, auch über lange Zeiträume. Oft wochenlang für jeden einzelnen Zahn. #kreischenAber das waren schon erkennbare Phasen, nicht 9 Monate durchgehend und vor allem nicht in einem so festen Rhythmus. Die Nächte allgemein waren schlimm, aber das Kind ist nicht immer zur genau gleichen Zeit aufgewacht. Und oft war es dann tagsüber auch schlechter gelaunt als üblich, hat gesabbert, auf Sachen rumgekaut. Außerdem hat euer Kind ja nun schon fast alle Zähne.
    Dass er bei Nachfrage auf den Mund zeigt würde ich nicht hoch gewichten. Auch das kann einfach Routine sein (er zeigt auf den Mund, dann gibt es lecker Saft) bzw. mit zwei Jahren können sehr viele Kinder sowas noch gar nicht richtig zuordnen. Oder er will einfach nur irgendwas antworten, wenn du fragst, auch wenn vielleicht überhaupt nichts weh tut. Leider schwierig in dem Alter #hmpf

    Ich tippe ehrlich gesagt auch eher auf Nachtschreck als auf Schmerzen.

  • Wenn Maxi tagsüber ohne Schmerzen aufwacht, dann ist das nichts, was ihm in dieser Schlafhaltung weh tut. Das Aua im Mund könnte dann einfach eine wundgeschriene Kehle sein...

    Sears hat ein gutes Buch zu Schlafphasen bei Kindern geschrieben. Vielleicht magst Du das mal für Euch besorgen?

    Bei Nachtschreck hören die Kinder nicht unbedingt nach wenigen Minuten zu weinen auf. Sie müssen entweder richtig wach werden und sich dann beruhigen (Das dauerte bei uns immer mindestens 30 Minuten), oder sie müssen ohne richtig wach zu werden aus dem fortgesetzten Alptraum in einen friedlicheren Traum hinübergleiten. Als damals mein Kind mich nicht fand, obwohl ich es im Arm hielt, habe ich es nicht geweckt, sondern das Schlaflied gesungen, was ausschließlich ich ihm immer sang. So wusste er, dass Mama da ist, und schlief weiter.