Interne Bewerbung

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  • Hallo :),


    ich überlege, mich intern zu bewerben. Die Stellenanzeige wurde über Email geteilt, die Stelle, die mich interessiert ist im gleichen Unternehmen an einem anderen Standort (den ich nicht kenne).

    Die Bewerbung selbst soll per Email an die Personalabteilung geschickt werden (keine konkrete Person), die ebenfalls an einem noch anderen Standort ist.

    Nun habe ich zwei Fragen: ich bin vor ca 2 Jahren eingestellt worden, muss ich dann trotzdem Lebenslauf, Zeugnisse etc hinzufügen? Das liegt ja alles relativ aktuell vor.

    Die zweite Frage: sollte ich vor der Bewerbung mit meinem/meinen Vorgesetzten sprechen? Das wäre (zumindest bei der einen) nicht ganz einfach, ich müsste extra einen Termin ausmachen und die Frist ist schon nächste Woche. Mit dem anderen ist die Kommunikation etwas holprig. Zusätzlich bin ich auch gar nicht 100% sicher, ob ich, wenn ich sie bekäme, die Stelle nehmen würde. Das würde ich abhängig von der Atmosphäre dort machen wollen. Aber an meiner jetzigen Stelle fühle ich mich halt auch nicht so richtig wohl. Es geht schon und ich mache das beste draus, aber wünschen würde ich es mir anders. Aber würde es als Affront aufgefasst werden, wenn ich nichts sage und „erstmal gucke“? Wahrscheinlich schon, oder? Allerdings wäre es mir lieber, wenn ich die Stelle nicht bekomme oder selbst nicht haben will, dass es hier nicht so an die große Glocke gehängt wird.


    Schon jetzt Danke für Input!

  • Kannst du dir den anderen Standort vor der Bewerbung einmal anschauen um ein Gefühl dafür zu bekommen, ob das atmosphärisch etwas für dich ist?

    LG
    rotesPesto mit ♂ Frühling '10, ♂ Sommer '06 und ♂ Herbst '12

  • Nein, nicht wirklich. Es geht mir ja um die Atmosphäre im Team und auch um Arbeitsabläufe, dafür müsste ich dann hospitieren. Theoretisch könnte ich danach fragen, aber praktisch bleibt dafür keine Zeit. Und dann müsste ich ja auch den Grund für die Hospitation offen ansprechen.

  • Du kannst ja parallel zur Abgabe der Bewerbung fragen. Dann bleibt noch ggf bis zum Vorstellungsgespräch Zeit zur Hospitation.
    Bei einem Vorstellungsgespräch lernt man doch auch nicht das Team kennen und kann die Abläufe vermutlich nur grob erfragen.
    Würdest du dann vor Vertragsunterschrift hospitieren wollen?
    Das wäre für mich als Arbeitgeber sehr irritierend. Da müsste für mich spätestens vir dem Bewerbungsgespräch klar sein, ob man die Stelle möchte. Sonst kann man ja die Bewerbung zurückziehen.

    LG
    rotesPesto mit ♂ Frühling '10, ♂ Sommer '06 und ♂ Herbst '12

  • Da müsste für mich spätestens vir dem Bewerbungsgespräch klar sein, ob man die Stelle möchte. Sonst kann man ja die Bewerbung zurückziehen.

    Man bekommt im Bewerbungsgespräch nicht alles raus, aber letztlich ist es für beide Seiten da. Und man kann eine Stelle sehr wollen und dann im Bewerbungsgespräch feststellen, dass das keine gute Idee ist.

  • Ich hab mich auch intern wegbeworben und meiner Vorgesetzten erst etwas davon gesagt als alles in trockenen Tüchern war. So kenn ich das auch von anderen hier. Letztendlich bringt es ja auch nichts Pferde scheu zu machen, wenn du am Ende die Stelle gar nicht bekommst oder doch nicht willst.

    Was ich gemacht habe, ist meine zukünftige also jetztige Vorgesetzte anzurufen. Ich hatte noch ein paar Fragen zur Stellenbeschreibung und sie hat mich dann gleich eingeladen mal vorbeizukommen, sich kennenzulernen. Das war mega gut, weil es kein formelles Bewerbungsgespräch war und wir so relativ offen sprechen konnten. Ich hab dann noch die schriftliche Bewerbung eingereicht, musste aber kein offizielles Gespräch mehr machen.

    Bei den Zeugnissen usw. würde ich nachfragen. Ich weiß nicht, ob sie alles aufheben?

  • ich würde das sehr davon abhängig machen, wie die Atmo bei Deiner jetzigen Stelle ist und wie das Verhältnis zum Team und der/den Vorgesetzten.

    Du bist zu nichts verpflichtet, aber ein Gebot der Fainess wiegt schon schwer, sofern man das derzeitige Team sehr mag. Ich habe das dewegen einmal gemacht, weil ich meinen damligen Vorgesetzten sehr mochte und fair sein wollte. In anderen Fällen habe ich es nicht gemacht. Bei mir ist das also von diversen Faktoren abhägig und ich würde das immer situativ entscheiden.

    LG,
    Anne

    "Wer nicht mehr liebt und nicht mehr irrt, der lasse sich begraben" ~ Johann Wolfgang von Goethe

  • Nun habe ich zwei Fragen: ich bin vor ca 2 Jahren eingestellt worden, muss ich dann trotzdem Lebenslauf, Zeugnisse etc hinzufügen? Das liegt ja alles relativ aktuell vor.

    Ich habe mich vor etlichen Jahren intern beworben, allerdings nachdem ich schon lange auf meiner Stelle war. Ich habe einen aktualisierten Lebenslauf mitgeschickt, bei den Zeugnissen aber auf meine Personalakte verwiesen. Das war allerdings in einer Behörde, die heben eh alles auf.

    Die zweite Frage finde ich sehr schwer zu beantworten. Ich finde es wenn möglich besser, mit offenen Karten zu spielen. Das kann aber auch in die Hose gehen, falls du die Stelle nicht bekämst oder antreten möchtest. Bei einer anderen internen Bewerbung sagte meine damaligeChefin wirklich drohend: " Na, dann hoffe ich mal für dich, dass du genommen wirst." #hmpf

    Gute Erfahrunge habe ich auch damit gemacht, die künftige Vorgesetzte anzurufen und mit ihr zu reden.

  • Hatte ich vorhin vegessen zu beantworten:

    Ich habe mich vor etlichen Jahren intern beworben, allerdings nachdem ich schon lange auf meiner Stelle war. Ich habe einen aktualisierten Lebenslauf mitgeschickt, bei den Zeugnissen aber auf meine Personalakte verwiesen.

    So würde ich das auch machen. Ggfs eher einen Anhang zu viel mitschicken als zu wenig, um den Leuten schnellstmöglichen und unkomplizierten Zugriff auf das zu geben, was sie interessiert.

    LG,
    Anne

    "Wer nicht mehr liebt und nicht mehr irrt, der lasse sich begraben" ~ Johann Wolfgang von Goethe

  • Ich würde bei einer Personalabteilung an einem anderen Standord nicht davon ausgehen, dass die Unterlagen vorliegen (angefordert werden können sie vermutlich, aber das ist ja was anderes).

    Ich persönlich würde außer bei sehr gutem Verhältnis zur Führungskraft diese erst spater informieren und beinder Bewerbung um Vertraulichkeit bitten.

  • Vielen Dank für eure Rückmeldungen!


    Die dortige Leitung anzurufen, ist auch eine Idee. Mal schauen, ob ich das vielleicht morgen noch mache.

    Zu den Unterlagen: Dann schicke ich einfach alles noch mit, per Email ist das ja unproblematisch.


    Ich habe gerade aus einem Gefühl heraus meine eine Vorgesetzte, zu der ich einen besseren Draht habe und mit der ich tatsächlich auch schon mal über meine Überlegungen des internen Wechsels gesprochen habe, angerufen und gefragt, ob die Stelle mglw. schon inoffiziell anderweitig besetzt ist. Die war ganz locker und hat mir zugeraten, mich zu bewerben. Aber sie selbst ist nicht direktes Teil vom Team und ist auch wieder in einem anderen Haus. Sie selber würde das arbeitstechnisch also gar nicht tangieren. Bei der direkten Kolleg:innen werde ich mich noch bedeckt halten.


    Danke für eure Gedanken und Infos, das war sehr hilfreich!


    Gwynnia das ist ja ein heftiger Spruch. Unter so jemandem möchte man ja tatsächlich nicht arbeiten…

  • Allerdings ist es blöd, wenn Du die Stelle bekommst und nicht antrittst.


    Wir haben auch jemanden einstellen wollen, der nur mal ausprobieren wollte, ob er die Stelle bekommt. Und dann hat er sie nicht genommen. Für uns hiess das, dass wir einen ganzen Vormittag umsonst damit verbracht haben, ihn auszusieben und dass letztendlich ein neuer (kostenpflichtiger) Bewerbungsprozess gestartet werden musste. Es fehlte ein Kollege und musste von uns aufgefangen werden.

  • Es ist sicher nicht so, dass ich „nur mal ausprobieren“ will. Dafür würde ich mir die Mühe nicht machen. Wenn ich mich bewerbe, dann habe ich auch echtes Interesse.


    Aber mir vorzubehalten die Stelle nicht anzutreten, auch wenn ich mich beworben habe, würde ich doch wollen, je nachdem, wie das Bewerbungsgespräch läuft. Da bin ich bei Astarte, das beide Seiten für sich prüfen dürfen, ob das passen kann.

  • Es ist sicher nicht so, dass ich „nur mal ausprobieren“ will. Dafür würde ich mir die Mühe nicht machen. Wenn ich mich bewerbe, dann habe ich auch echtes Interesse.


    Aber mir vorzubehalten die Stelle nicht anzutreten, auch wenn ich mich beworben habe, würde ich doch wollen, je nachdem, wie das Bewerbungsgespräch läuft. Da bin ich bei Astarte, das beide Seiten für sich prüfen dürfen, ob das passen kann.

    Natürlich, das würde ich auf alle Fälle so machen.


    Gibt es für euch die Möglichkeit, zu hospitieren? Wir machen das teilweise so, dass wir bei Einladung zur Bewerbungsgespräch gleich fragen, ob der oder diejenige Interesse hätte, einen halben Tag im Team zu hospitieren.

  • Spannend, wir haben auch gerade eine Stelle ausgeschrieben und ich würde mich über interne Bewerbungen immer sehr freuen, weil ich da einige Sachen einfach voraussetzen kann.

    Ich halte dir die Daumen für einen interessanten ersten Austausch.

    Frau Carlina mit einigen Rabenkindern #rabe