Ihr habt sicher auch vom Fall Block gehört.
Als das erste Mal davon hörte, ging es um die Entführung der zwei Kinder.
Und natürlich habe ich zuerst gleich gedacht: "Wie kann Christina Block das nur machen!"
Aber dann merkte ich, dass ich da schon dene misogynen Darstellung auf den Leim gegangen war.
Der Vater hat die Kinder einfach entzogen. Selbst bei Zweifeln am Wohlergehen der Kinder, ist das doch Ultima Ratio.
Warum ist er überhaupt nach DK gezogen? Hängt das damit zusammen, dass DK Familienrechtsurteile anderer Länder nicht anerkennt?
Warum hat die Mutter die Kinder vor der Entführung 2,5 Jahre nicht gesehen? Hier müssen so viele Frauen auch bei Gewalt durch den Ex dafür sorgen, dass Kinder zu ihre Väter besuchen.
Zudem wird in DK - wenn ich es richtig verstanden habe - das sogenannte "Parental Alienation Syndrome" anerkannt.
Die Entführung selbst geht gar nicht - diese Überwältigung im Dunkeln durch maskierte Männer, das Knebeln und Fesseln, die Drohungen. Das muss für die Kinder traumatisch gewesen sein.
Trotzdem ist es so, dass Christina Block oft als vollkommen besessen dargestellt wird. Der Fokus der Berichterstattung liegt voll auf ihr und wie schlimm das alles sei.
So habe ich gestern Abend eine 30minütige Spiegel-Doku gesehen. Da lauerten die Medien nur ihr auf und ihrem Partner Delling. Der Entzug des Vaters wurde zwar angerissen, aber nur aus seiner Perspektive ("Die Kinder wollten nicht zurück!").
Mich nervt diese Berichterstattung und die Schwarzweißmalerei, die mit so vielen misogynen Untertönen durchsetzt ist, so sehr.
Wie seht ihr das?
Hier der Link zur Doku: