Trockener Januar - macht jemand mit?

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  • Morgen habe ich ein Treffen mit einer Freundin, mit der es immer sooo nett ist, doch ein bisschen mehr Wein zu trinken...

    Das ist der erste Moment, wo mir der Verzicht doch etwas schwer fällt. Ich beginne, mich auf so eine Gelegenheit nach der Abstinenz zu freuen :wacko:

    Das hatte ich letzte Woche. Und habe zu meiner eigenen Überraschung völlig ungerührt Tee getrunken, während wir leckere Pasta gegessen haben und danach Chips auf dem Tisch standen. Für meine Freundin hatte ich Weißwein aufgemacht, den sie auch getrunken hat.

    Also es war von vorneherein klar, dass sie dann auch nicht trinkt und wir hatten bis eben einen netten Abend mit 0,0% Bier.

    Aber es ist eben doch ein spürbarer Unterschied zu etwas angeschiggert und leider kann ich für mich nicht behaupten, dass ich nichts vermisse.

    Es geht ohne, aber an und wann mit ist netter. Naja, mein Vorsatz ist, das "mit" noch stärker zur Ausnahme zu machen und öfter bewusst gewisse Zeitstrecken "ohne" einzupflegen.

  • Hat jemand ein bewährtes alkoholfreies Rezept für Käsefondue?

    Wir machen alkoholfreies Käsefondue mit Wasser und Zitronensaft und finden es sehr lecker. Hier ein Rezept dazu

    Käsefondue mit Schweizer Käse ohne Alkohol
    Schweizer Käsefondue ist vor allem im Herbst und Winter ein beliebtes Essen. Was könnte gemütlicher sein, als in geselliger Runde frisches Brot in cremigen…
    web.archive.org
  • @Sorry Kanin , aber die Beschreibung eures Abends beschreibt exakt das gesellschaftliche Problem.

    Das liegt aber nicht nur an der Gesellschaft, sondern auch schon an einem selbst. Der Geburtstag meiner Freundin war mit viel Lachen, Tanzen, Philosophieren genauso wie ohne Alkohol. Für mich hat sich das überhaupt nicht anders angefühlt. Und ob ich eine Weinschorle oder gar nichts trinke, ändert am Gefühl doch nichts.

  • Ich finde es etwas mühsam wenn jedes Glas Wein gleich ein gesellschaftliches Problem wird ehrlich gesagt.


    Ich hab ganz sicher kein Alkohol Problem, aber jeder Schluck den ich alleine trinke oder weil ich das Gefühl mag ruft jemanden auf den Plan der meint das wäre der erste Schritt zur Abhängigkeit.

    Normal is just a setting on a dryer.

  • Das "gesellschaftliche" Problem sehe ich in der Beschreibung jetzt eigentlich nicht 🤔

    Das sehe ich eher in der Verharmlosung (-chen bei vielen Beschreibungen etc), in der Verknüpfung feiern=trinken, Darstellung in den Medien usw

    Das andere ist doch eher Individuell.

    ICH merke, dass ich lockerer, lustiger, entspannter bin mit etwas Promille. Ist ja biochemisch auch ein deutlicher Zusammenhang.

    Und natürlich geht das vielen Menschen ganz genau so, aber es ist eben der individuelle Umgang damit, der problematisch ist oder eben nicht.

    Ich erlebe das in meinem Umfeld und auch bei unseren Kindern, dass es zum Glück total normal geworden ist, ohne Alkohol zu feiern. Für Partys kaufen wir mittlerweile immer einen erheblichen Anteil an alkfreien Getränken und die werden dann auch viel getrunken. Und niemand achtet darauf, wer was konsumiert oder spricht gar drauf an. Das finde ich eine erfreuliche Entwicklung!

  • Ich finde es etwas mühsam wenn jedes Glas Wein gleich ein gesellschaftliches Problem wird ehrlich gesagt.


    Ich hab ganz sicher kein Alkohol Problem, aber jeder Schluck den ich alleine trinke oder weil ich das Gefühl mag ruft jemanden auf den Plan der meint das wäre der erste Schritt zur Abhängigkeit.

    Genau das.

    Wie mit allem : Ein vernünftiger Umgang damit stellt für mich kein Problem dar und nicht jedes Glas Wein führt in die Abhängigkeit.

    Ich mach' mir die Welt...widdewidde wie sie mir gefällt...

    Trallari trallahey tralla hoppsasa...#banane

  • Ich finde es etwas mühsam wenn jedes Glas Wein gleich ein gesellschaftliches Problem wird ehrlich gesagt.


    Ich hab ganz sicher kein Alkohol Problem, aber jeder Schluck den ich alleine trinke oder weil ich das Gefühl mag ruft jemanden auf den Plan der meint das wäre der erste Schritt zur Abhängigkeit.

    Genau das.

    Wie mit allem : Ein vernünftiger Umgang damit stellt für mich kein Problem dar und nicht jedes Glas Wein führt in die Abhängigkeit.

    Danke.

    Liebe Grüße
    Silke mit dem Großen 06/2006 und der Kleinen 06/2009

  • Das ist richtig.

    Leider wird auch von denen, die wirklich süchtig sind, genau so argumentiert. Fernschriftlich traue ich mir nicht zu, den Unterschied zu erkennen. Benennen kann ich Suchtdruck, wenn jemand entsprechendes formuliert, mehr nicht.

    Es gibt in Deutschland mehr Frauen als Männer. Andernfalls wäre unser Staat längst zusammengebrochen.

  • Das ist richtig.

    Leider wird auch von denen, die wirklich süchtig sind, genau so argumentiert. Fernschriftlich traue ich mir nicht zu, den Unterschied zu erkennen. Benennen kann ich Suchtdruck, wenn jemand entsprechendes formuliert, mehr nicht.

    Oh bitte, Du willst doch jetzt nicht allen Ernstes sagen, dass jeder, der gerne Mal ein Glas Wein/ Bier etc. trinkt, "Suchtdruck" hat und abhängig ist?

    Sorry, aber das ist einfach Quatsch!

    Niemand, der nicht abhängig ist, muss Alkohol trinken. Wenn jemand nicht möchte ist das doch kein Problem. Aber anderen, die Alkohol trinken, sofort zu unterstellen, sie wären abhängig ist einfach nur absurd!

    Ich mach' mir die Welt...widdewidde wie sie mir gefällt...

    Trallari trallahey tralla hoppsasa...#banane

  • Nein. Ich unterstelle den meisten, die gern mal Alkohol trinken, dass sie nicht süchtig sind.

    Von denen, die süchtig sind, die ich kennengelernt habe, habe ich nur leider die selben Argumente gehört. Mehrere der betreffenden Leute sind am Alkohol gestorben.

    Deswegen spiele ich hier im Strang über trockenen Januar den advocatus diaboli. Erklärt Euch bitte hier, in diesem Monat, nicht, Alkohol sei harmlos! Wäre er es, dann wäre ein trockener Januar nicht nötig.

    Es gibt in Deutschland mehr Frauen als Männer. Andernfalls wäre unser Staat längst zusammengebrochen.

  • Niemand hier sagt, Alkohol sei harmlos.

    Ebenso wenig ist ein "normaler" Umgang damit per se problematisch.

    Ich mach' mir die Welt...widdewidde wie sie mir gefällt...

    Trallari trallahey tralla hoppsasa...#banane

  • Auf Tagesschau.de war gestern ein Artikel und diese Fragen zur Sucht finde ich schon immer bemerkenswert:

    Dry January: Alkohol und die oft unbemerkte Sucht
    Immer mehr Menschen verzichten im Januar auf Alkohol. Trotzdem gelten mindestens 2,2 Millionen Deutsche als alkoholabhängig. Woran erkennt man problematischen…
    www.tagesschau.de

    Frage 1 z.B. müssen ja schon alle, die einen dry january machen, mit ja beantworten.

    Mir fällt es sehr leicht, aber das gilt nur halb, denn ich bin es ja einfach inzwischen gewöhnt, nicht zu trinken. Früher wäre mir das schwerer gefallen.

  • Ich weiß, Du meinst es gut, liebe Silbermöve, aber mich vertreiben solche Worte hier aus dem Strang. Nur mal so als Rückmeldung. Ich mag es überhaupt nicht, patologisiert zu werden. Du kennst mich nicht, deshalb weißt Du nicht, mit wieviel Disziplin ich gesegnet bin. Und genau, weil Du "fernschriftlich" genau gar nichts wissen kannst, bitte ich Dich, Dich zurückzuhalten.

  • Auf Tagesschau.de war gestern ein Artikel und diese Fragen zur Sucht finde ich schon immer bemerkenswert:

    https://www.tagesschau.de/wissen/gesundh…isiken-100.html

    Frage 1 z.B. müssen ja schon alle, die einen dry january machen, mit ja beantworten.

    Mir fällt es sehr leicht, aber das gilt nur halb, denn ich bin es ja einfach inzwischen gewöhnt, nicht zu trinken. Früher wäre mir das schwerer gefallen.

    Wieso? Ich persönlich mache den dry January ja gerade, um mein Gefühl, dass ich diesen "Druck oder Zwang" eben nicht verspüre, zu verifizieren?

    Im übrigen finde ich auch diese Frage, die ich häufig irgendwo lese "machen Sie sich Gedanken über Ihren Alkoholkonsum?" schwierig. Ab welcher Trinkmenge man sich Gedanken macht, hängt meines Erachtens so sehr von der Persönlichkeit ab, dass ich mir nicht sicher bin, ob draus irgendetwas valides abzulesen ist.

  • Auf Tagesschau.de war gestern ein Artikel und diese Fragen zur Sucht finde ich schon immer bemerkenswert:

    https://www.tagesschau.de/wissen/gesundh…isiken-100.html

    Frage 1 z.B. müssen ja schon alle, die einen dry january machen, mit ja beantworten.

    Mir fällt es sehr leicht, aber das gilt nur halb, denn ich bin es ja einfach inzwischen gewöhnt, nicht zu trinken. Früher wäre mir das schwerer gefallen.

    Nach der Logik wäre ich nicht süchtig wenn ich einfach weiter trinke, da ich aber nach einem fetten Dezember ( nicht nur Alkohol, Kekse, Festessen, Torte, Fondues usw) nun im Januar gesünder esse ist es ein Problem?

    Nein. Ich unterstelle den meisten, die gern mal Alkohol trinken, dass sie nicht süchtig sind.

    Von denen, die süchtig sind, die ich kennengelernt habe, habe ich nur leider die selben Argumente gehört. Mehrere der betreffenden Leute sind am Alkohol gestorben.

    Deswegen spiele ich hier im Strang über trockenen Januar den advocatus diaboli. Erklärt Euch bitte hier, in diesem Monat, nicht, Alkohol sei harmlos! Wäre er es, dann wäre ein trockener Januar nicht nötig.

    Und hier muss ich Miss Ellie zustimmen, nur weil ich eine Weile auf etwas verzichte mag ich nicht permanent hören ich sei quasi an der Schwelle zur Sucht. Ich verzichte auch mal auf andere Dinge. Fastenzeit zB. Dieses Jahr halt im Januar.

    Normal is just a setting on a dryer.

  • Mich betrifft es nicht, aber trotzdem meine Meinung: Aus der Ferne oder von der Schreiberei lässt sich so etwas nicht beurteilen und daher finde ich manche Antworten wirklich unpassend, die gleich Abhängigkeit unterstellen.
    Ich denke aber, wenn man vom direkten Umfeld auf seinen Konsum angesprochen wird und da sich Menschen sorgen, dann müsste man mal in sich gehen und ehrlich zu sich selbst sein.

    Noch ein anderer Punkt, weshalb ich hier mitlese.
    Ich trinke seit 20 Jahren nur noch 1-2 x im Jahr Alkohol (bei Einladungen, wo es sich wirklich nicht höflich umgehen lässt und ich dann so nippe, um das Thema nicht aufzubauschen). Seit 2 Jahren trinke ich gar nichts mehr und ich brauche nie zu diskutieren, ich sage dann aufgrund der vielen Medikamente (Krebs) darf ich nichts trinken. Da wird mir nie widersprochen.

    Aber es gibt einen Punkt, der mich erschreckt hat und an dem ich innerlich knabbere. In den ersten Wochen nach der Diagnose bin ich morgens wach geworden und habe sofort den Gedanken gehabt, ich bräuchte jetzt mehrere Cocktails oder andere Drogen 🥺um den Tag nach dem Aufwachen auszuhalten. Und das nach so langer Zeit, wo Alkohol keinerlei Rolle in meinem Leben gespielt hat. Meine Familie war der Grund, diesem starken Drang nicht zu folgen und mir wurde klar, der innerliche Stress ist gerade so hoch, das andere Mittel zur Entspannung nicht hilfreich erscheinen.

    Mir ist aber auch außer evtl extremen Sport nichts bekannt, was so gut und schnell bei Anspannung und Stress hilft.

    Natürlich gibt es Yoga, Baden, Meditieren usw., aber im Notfall habe ich es als nicht hilfreich empfunden.

    Die Frage, was mir in künftigen Ausnahmesituationen helfen soll, habe ich für mich nicht geklärt.

  • Auf Tagesschau.de war gestern ein Artikel und diese Fragen zur Sucht finde ich schon immer bemerkenswert:

    https://www.tagesschau.de/wissen/gesundh…isiken-100.html

    Frage 1 z.B. müssen ja schon alle, die einen dry january machen, mit ja beantworten.

    Mir fällt es sehr leicht, aber das gilt nur halb, denn ich bin es ja einfach inzwischen gewöhnt, nicht zu trinken. Früher wäre mir das schwerer gefallen.

    Ich kann mir vorstellen, dass die Fragen in dem Artikel sehr verkürzt wiedergegeben wurden.

    5 von 6 Fragen kann ich zwar entspannt mit nein beantworten, aber an Frage 1 denke ich rum:

    Einen Zwang verspüre ich nie, einen Wunsch gelegentlich schon. Aber wie oft?? Ich meine, dieser Faktor gehört zwingend in die "Diagnostik".

    Wenn ich beispielsweise ein, zwei Mal im Jahr zu einem speziellen Event wirklich gerne trinke und es richtig bedauern wurde, wenn ich das aus irgendwelchen Gründen nicht dürfte, entspricht das doch keiner Sucht.

    Und was, wenn ich super gerne 1* im Monat oder Woche was trinke? Wo ist die Grenze? Das finde ich pauschal gar nicht zu beantworten.


    Meine Eltern beispielsweise sind in den 80ern. Beide außergewöhnlich fit, meine Mutter geht mehrmals die Woche reiten #applaus ,mein Vater ist auch total aktiv, beide geistig extem gut aufgestellt.

    Seit ich denken kann, trinken die jeden Abend 2 kleine Gläser Wein.

    Als Jugendliche, junge Erwachsene, habe ich ihnen Diskussionen zum Thema Sucht aufgedrängt. Ihre stoische Antwort war, dass sie gar kein Interesse daran haben, darauf zu verzichten und ohne Notwendigkeit es auch nicht, um mir etwas zu beweisen, tun werden. Ich war damals natürlich überzeugt, es besser zu wissen! Aber was soll ich sagen, ich habe sie nie im Leben erkennbar betrunken erlebt, ich glaube mehr als 3 Gläser bei großen Feiern haben sie in all den Jahrzehnten nicht getrunken. Und das ist es halt, Maß halten und gucken, was einem gut tut! Sie haben das beneidenswerterweise auch bei anderen Genussmitteln wie Essen immer geschafft, alles in gesunden Verhältnissen zu genießen und eben einen ausgewogenen, aber undogmatischen Umgang damit zu pflegen.

    Ich für mich möchte nicht täglich Alkohol konsumieren, aber mir dafür an und wann den Spass gönnen, auch etwas mehr zu trinken.