Ab wann ist der Schulweg zu gefährlich?

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  • Bei uns (NRW) hat es stark geschneit und es soll die ganze Nacht durchschneien. Natürlich muss ich morgen früh entscheiden, ob der Weg zu gefährlich ist, nicht jetzt, aber ich frage mich, wie ich die Entscheidung treffen soll?

    Heute Nachmittag ist der Busverkehr eingestellt worden (für die Busse war es also schon zu gefährlich) und wir mussten die Kinder selber abholen. Ich bin langsam gefahren, so 30 obwohl auf der Strecke 70 ist und meistens noch etwas schneller gefahren wird. Es war ganz schön glatt, teilweise war die Straße komplett schneebedeckt, aber wir sind zum Glück heil nach Hause gekommen. Ein Bus hat wohl die Kurve nicht gekriegt und hing halb in einem leicht darunterliegenden Garten.

    Dazu kommt, dass die Stadt die Mitarbeiter zum Räumen der Straßen nachts einsetzt und dann nachmittags keine Kapazitäten mehr hat. Also hin kommen die Buskinder evtl noch, aber nicht mehr zurück, bzw. nur unter Einsatz und auf Risiko der Eltern.

    Ich würde schon sagen, es ist zu gefährlich, aber warum sagen die nicht einfach, in dem und dem Kreis findet Home-Scooling statt. So ist die halbe Klasse da (die zu Fuß kommen können oder wo die Eltern es anders einschätzen und den Weg wagen) und die andere Hälfte Zuhause. Da kann ja gar nichts stattfinden.

    Wie schätze ich die Situation realistisch ein?

  • Wenn kein öffentlicher Verkehr mehr fährt und man nicht zu Fuß zu Schule kommt, würde ich die Kinder daheim lassen. Ich bin früher, als es noch regelmäßig so viel Schnee gab, dass meine öffentliche Verbindung zur Schule (ca 20 Min. Fahrzeit) nicht mehr fuhr, zu Fuß zur Schule gegangen, kam ich halt etwas zu spät. Tochter hat das auch ein oder zwei Mal gemacht.

    Ich finde es etwas verwunderlich, dass die Reinigung bei euch nicht entsprechend funktioniert.

  • Ich vermute, "home schooling" ist für viele Familien nicht gut machbar, zumal so kurzfristig.

    Aber wenn Du zuhause betreuen kannst oder die Kinder groß genug sind, sich selbst zu betreuen, würde ich an Deiner Stelle morgen gepflegt ausschlafen, Kakao ans Bett bringen und fröhlich kältefrei feiern.

  • Corvidae Keine Ahnung, die Stadt informiert, dass die Mitarbeiter eine verpflichtende Pause von mindestens 10 Stunden zwischen zwei Schichten haben müssen. Wahrscheinlich sind sie auch noch unterbesetzt und mit den Fahrzeugen müssen sie auch jonglieren, es sind nur 2,5 von vier einsatzbereit (das halb-gezählte kann aktuell nur streuen, nicht räumen, Schaufel-Mechanismus kaputt).

    (Und bitte @all: ich meckere nicht darüber, ich frage mich, wie ich das einschätzen soll und ärgere mich ein bisschen, dass der schwarze Peter wieder mal bei den Eltern liegt. Aber hauptsächlich ging es mir um die Frage der Einschätzung.)

  • Corvidae Keine Ahnung, die Stadt informiert, dass die Mitarbeiter eine verpflichtende Pause von mindestens 10 Stunden zwischen zwei Schichten haben müssen. Wahrscheinlich sind sie auch noch unterbesetzt und mit den Fahrzeugen müssen sie auch jonglieren, es sind nur 2,5 von vier einsatzbereit (das halb-gezählte kann aktuell nur streuen, nicht räumen, Schaufel-Mechanismus kaputt).

    Ohoh - da hat wohl niemand damit gerechnet, dass es noch Schnee im Winter geben kann.

  • Also hier war es für den Landkreis wohl das stärkste Argument für einen flächendeckenden Schulausfall, dass die Busunternehmen es zu gefährlich einschätzten zu fahren. Sehr viele SuS kommen über größere Entfernungen zur Schule(zu Fuß bräuchten unsere Kinder bei flottem Schritt ohne Eisglätte um die 2,5 Stunden zur Schule#nägel)Und wir haben bei weitem nicht den längsten Schulweg.

  • Wenn der Bus nicht fährt und Du Dir nicht zutraust Auto zu fahren und man nicht zu Fuß hinkommt, ist es zu gefährlich.

    Das darf der Nachbar anders sehen, vielleicht hat der Schneeketten oder kann besser Auto fahren. Da gibt es kein richtig oder falsch.

  • Heute Nachmittag ist der Busverkehr eingestellt worden (für die Busse war es also schon zu gefährlich)

    Ich möchte nur kurz rückmelden: das muss nicht unbedingt ein Zeichen dafür sein, dass die Straßen gefährlich sind. Ich hatte mich mal mit einem Busfahrer unterhalten und die Unternehmen sind (zumindest bei uns) aus zwei Gründen sehr schnell dabei, die Busfahrten einzustellen: 1. da in Bussen die Personen oft nicht angeschnallt sind, passiert bei einem leichten Unfall mehr als bei einem PKW, 2. wenn ein Bus tatsächlich von der Straße rutscht und kaputt geht, sind das direkt 100.000 € Schaden, von den Ausfällen ganz zu schweigen.

    Zum eigentlichen Problem: ich habe gelernt eher vorsichtig als nachsichtig bei so einem Wetter zu sein. Das liegt aber auch daran, dass zwischen uns und der nächsten Stadt ein Berg liegt. Wenn der Schnee zu heftig wird, kommt man einfach nicht mehr heim, zumindest nicht mit einem Auto. Entweder die eigenen Reifen drehen durch, oder die der anderen und die verstopfen die Straße. Man kann dann halt die zwei-drei Stunden durch den Wald laufen. Geht natürlich nur, wenn es nicht schon dunkel ist...

  • Derzeit ist in Niedersachsen für 15 Landkreise der Unterricht an den Schulen für Donnerstag und Freitag abgesagt. Bis morgen früh kommen bestimmt noch einige hinzu. Da hatte ich auch in der Umgebung keine Skrupel, den Weg für die eigenen Kinder zu gefährlich zu finden.

    Ansonsten finde ich, dass meine Kinder nicht in die Schule können, wenn die Busse nicht fahren. Es macht auch keinen Sinn, wenn bei den dann schwierigen Verhältnissen sich noch besonders viele Elterntaxen auf der Straße tummeln. Dann ist es nicht nur unsicher, sondern auch noch eng.

    Es ist natürlich unglücklich, wenn die Busse morgens fahren und mittags plötzlich nicht mehr.

  • Wenn hier der Bus entscheidet, dass es zu gefährlich ist - also Schulbus, 9-Sitzer - dann fahre ich als Elternteil auch nicht die Kinder nach. Andere machen das schon - aber wenn der Wetterbericht den ganzen Tag Regen bei -2° ansagt, wie schon einmal gehabt, dann bringe ich die Kinder auch nicht, wenn morgens die Straße noch ok ist. - Das Busunternehmen hat sich ja auch am Wetterbericht orientiert. Mittags lagen dann Äste auf der eisbedeckten Straße.

    Wenn Bus oder Zug wegen technischer Dinge ausfallen, bringe ich die Kinder uu schon.

    Ich würde mich am Wetterbericht orientieren. Wenn der über den Tag noch schlechter meldet, würde ich sie daheim lassen.

    In meiner Kindheit gab es die Regel - wenn nach 1 h Wartezeit der Bus nicht kommt, geht man heim.

  • nirtak schau mal, beim WDR (Klick) gibt es was zur Rechtslage in NRW.

    Generell gilt, dass Du bei jeder Unwetterwarnung des Wetterdienstes abschätzen musst, ob es Euch betrifft. Wenn ja, dann darfst Du das Kind wetterbedingt abmelden und später für die Abwesenheit eine Entschuldigung schreiben. Spiegelblankes Glatteis gefährdet meine Jungs nicht auf dem Schulweg, weil wir in der Innenstadt wohnen und sie zu Fuß zur Schule schliddern könnten, aber wer einen Hügel weiter südlich wohnt hätte damit ein Problem. So etwas liegt im Ermessen der Elternhäuser.

    Ist das Wetter so, dass ein relevanter Teil der Lehrkräfte nicht ungefährdet zur Schule und zurück kommen kann, dann wird behördlicherseits schulfrei gegeben. Dann müssen alle in den Distanzunterricht.

    Es gibt in Deutschland mehr Frauen als Männer.

  • Ja, ich weiß, Silbermöwe. Die Schule hat auch schon geschrieben, dass es von Seiten der Bezirksregierung morgen keinen Unterrichtsausfall gibt, es aber im Ermessen der Eltern liegt, zu entscheiden, dass der Schulweg zu gefährlich ist.

    Das ist ja mein Problem...

  • Du schreibst oben, dass Du sagen würdest, es sei zu gefährlich - glaube Dir selbst!

    Es gibt in Deutschland mehr Frauen als Männer.

  • Ich finde das auch sehr nervig. Der Wetterdienst sagt man soll am besten nicht vor die Tür. Ja aber zur Arbeit muss jeder selbst schauen wie er es hinbekommen #rolleyes

    Die Schüler würden ich zu Hause lassen, wenn nichts wichtiges ist.
    Meine sind ja schon größer ….
    Uni ist schon blöder ….es gibt Anwesenheitspficht und nur 20% Fehlzeiten sind erlaubt.

  • Hier entscheidet die Schulbehörde bei Schneefall.

    "C'est ici que l'aventure se mêle au vent de la mer."

    Pierre Marc Orlan

    If something won't matter in 5 years, don't waste more than 5 minutes worrying about it now.

  • Du schreibst oben, dass Du sagen würdest, es sei zu gefährlich - glaube Dir selbst!

    Ja, genau. Es wird morgen früh nicht besser sein.
    Wenn du dadurch kein Betreuungsproblem hast, dann entscheide ruhig jetzt, kein großes Risiko einzugehen.

    Danke euch beiden! ❤️

    Und auch allen anderen! Ich habe da immer irgendwie ein schlechtes Gewissen.

    Die Kinder sind schon 12 und 16, die brauchen keine großartige Betreuung mehr.

    Beim Großen steht jetzt der Abschluss an und er muss eigentlich einen kleinen Endspurt einlegen, weil die Noten etwas abgesackt waren, aber wenn da morgen eh nur die halbe Klasse anwesend ist (es sind nämlich einige aus Außenortschaften in der Klasse), verpasst er wahrscheinlich sowieso nicht viel.

    Aber das hat ja nichts mit gefährlich oder nicht zu tun....

  • Ja, ich weiß, Silbermöwe. Die Schule hat auch schon geschrieben, dass es von Seiten der Bezirksregierung morgen keinen Unterrichtsausfall gibt, es aber im Ermessen der Eltern liegt, zu entscheiden, dass der Schulweg zu gefährlich ist.

    Das ist ja mein Problem...

    Lass dein Kind Zuhause, wenn das möglich ist. Unsere Schule schließt quasi auch nie, schon weil es immer Kinder gäbe, die dann trotzdem vor den (verschlossenen) Türen stünden. Aber bei entsprechend schlechtem Wetter, fehlen auch viele Lehrkräfte und es findet eher Betreuung denn Unterricht statt.

  • Die Schulen dürfen nicht schließen. IDamit kein Kind alleine ohne Betreuung dasteht. Das heißt aber nicht, dass die Kinder zum Unterricht kommen müssen.

    "C'est ici que l'aventure se mêle au vent de la mer."

    Pierre Marc Orlan

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