Einschlafen in Betreuung ohne Körperkontakt

Liebe interessierte Neu-Rabeneltern, wenn Ihr Euch für das Forum registrieren möchtet, schickt uns bitte eine Mail an kontakt@rabeneltern.org mit eurem Wunschnickname. Auch bei Fragen erreicht ihr uns unter der obigen Mail-Adresse. Übrigens: Wir nutzen keine Bots. Der Account wird vom Team, also von echten Menschen, betreut. 😃 Herzliche Grüße das Team von Rabeneltern.org
  • Hallo,

    unser gerade 1 Jahr alt gewordener Bub ist nun in der Eingewöhnung bei einem Tagesvater. Dabei stellt sich die Frage, wie er dort einschlafen soll, da er das bei uns nur in der Trage oder mehr oder weniger an der Brust tut.

    Ich weiß, ihr sagt, dass er vor Ort einen anderen Weg finden wird, aber der Tagesvater möchte, dass wir zu Hause das Einschlafen ohne Körperkontakt üben (er hat Einzelbettchen für die Kinder). Vom Üben halte ich auch nicht viel, eigentlich möchte ich ihm in der ohnehin schon aufregenden Eingewöhnung eher mehr Körperkontakt geben und nicht weniger... Aber wie gehen wir stattdessen vor, der Tagesvater scheint sich da von uns Unterstützung zu wünschen, er hat Sorge dass es sonst nicht klappt. Der Papa könnte das vielleicht vor Ort üben, er begleitet den Buben in der Eingewöhnung, wir brauchen also den Umstieg von Tragenschlaf auf Bettchenschlaf... Habt ihr da vielleicht gute Tipps und Ideen? :)

  • Ich würde da nichts zu Hause ändern. Das ist für das Kind nur noch mehr Aufregung.

    Meine Kinder send jeweils mit 1 Jahr in die Kita gekommen. Beide sind zu der Zeit kocj stillend im Familienbett eingeschlafen.

    In der Betreuung muss der Weg gefunden werden, und nicht zu Hause. Der Tagesvater muss schauen, ob er an das ganze offener rangehen kann. Meine Große ist in der Kita am Anfang im Buggy eingeschlafen. Den kannte sie ja.

    Liebe Grüße von Peppi mit Groß-S, Klein-S und Mini-S

  • Ich würde das nicht üben. Der Tagesvater kann das zwar als Voraussetzung angeben, aber dann passen die beiden evtl. nicht zusammen. Ich kann mir aber vorstellen, dass die zwei das dann schon hinbekommen. Ob es ein Vorteil ist, wenn Dein Mann das mit dem Kind vor Ort "übt"? Ich bin mir da nicht sicher. Ich könnte mir vorstellen, dass es für Dein Kind schwerer ist, wenn der Vater neben dem Bett sitzt. Ich meine, was soll der Vater tun, das Kind ferbern?

    Da würde ich übrigens auch drauf schauen, dass der Tagesvater nichts in Richtung Ferbern macht.

    Fiawin mit d9be21343ykoa.gif

    age.png


    Eigentlich bin ich ganz anders. Ich komme nur so selten dazu.

    Lass die Hoffnungswaschmaschine laufen!

    Whatever you want, it isn't me.

    Other people's ambitions are not my specialty.

    Sometimes I can see from here clear to the ocean.

    Sometimes I'm blind.

    Als die Vielfalt ging, entzündete die Einfalt ein Freudenfeuer.

  • Meine Erfahrung: das funktioniert woanders bzw. Bei Abwesenheit der Eltern komplett anders und es macht keinen Sinn, das zu Hause zu üben.

    Hat der Tagesvater Erfahrung mit der Alterklasse (außer ggf. Eigenen Kindern)?

  • Ich glaube, dieser Wunsch von Tageseltern oder Kita-Personal ist nicht selten.

    Ich kenne ihn auch, ich sollte das auch üben, ich sollte auch überlegen abzustillen.

    Hab beides ziemlich deutlich abgelehnt und deutlich gemacht, dass das Kind ja durchaus mehrere Möglichkeiten zum Einschlafen kennt (Bett, Trage, Auto), also definitiv nicht auf eine Variante festgelegt ist.

    Schlussendlich schlief es zunächst im Pausenraum der Erzieher auf dem Schoß der Bezugserzieherin, einfach aus Erschöpfung und dann haben sie es nach und nach auf die Matte geschafft, anfangs lag die Erzieherin sogar noch mit am Boden.
    Ich war sehr dankbar, dass man nach ersten Bedenken einen eigenen Weg gesucht und gefunden hat.

    (Fairer Weise muss man sagen, dass mein Kind direkt in der Ü3 Gruppe eingewöhnt wurde und da wenig Erfahrung damit bestand, weil das Thema idR die Krippe erledigt)

    Als positives Beispiel: das Kind einer Freundin hat sich beim ersten Versuch des Mittagschlafes in der Krippe einfach wie alle anderen ins Bett gelegt und ist eingeschlafen - das Kind hat zuvor nur stillend oder in der Trage geschlafen 1,5 Jahre lang.

  • Meine Kinder haben in der Betreuung auch anders geschlafen. Die Tagesmutter von meinem Großen hatte ein Matratzenlager für alle Kids, hat sie da zusammen hingelegt, Musik angemacht und sie sind eingeschlafen. Der Kleine hat teilweise im Buggy geschlafen oder in der Kita auch Mal mitten im Gruppenraum in einer Art Spielzelt.

    Beide haben zu Hause nur mit Stillen und/oder Körperkontakt geschlafen.

  • Ich habe selbst im Kindergarten gearbeitet und kann den Wunsch nicht so ganz nachvollziehen.

    Es läuft im Kindergarten, in der Krippe, bei Tageseltern einfach anders. Egal was Kinder zu Hause "gewöhnt" sind. Damit müssen die Kinder, die Eltern und auch die Erzieherinnen umgehen lernen.

    Miteinander reden ist wichtig.

    Aber so wie du nicht verlangen kannst, dass der Tagesvater sich mit dem Kind hinlegst, so kann er nicht verlangen, dass ihr euch zu Hause nicht mehr mit dem Kind hinlegt.

    Ich schreibe meine persönlichen Erfahrungen und über mein persönliches Umfeld. Manchmal schreibe ich auch davon, was mir Familie oder Freunde so berichten, das steht dann aber dabei.
    Ich schreibe nicht über ein anderes Umfeld oder andere Erahrungen und tatsächlich nicht über ein ganzes Land oder die ganze Welt.
    Dafür bin ich viel zu klein und unwissend, als dass ich der Meinung sein könnte, dass ich weiß, wie es überall so funktioniert. #herzen

  • Da wird nix zu Hause geübt.

    Da wird der Tagesvater einen Weg in der Betreuung finden müssen, wie ER das Kind zum Schlafen bekommt.

    Hier hat die Kurze im Kiga eine Kuscheldecke von zu Hause mit, und ihren Stöpsel.

    Meisterschülerin mit dem großen Meister(02/11), dem Möppi (09/13), dem Kleinchen (07/15) und ohne Ticker, dafür nur mit der Hälfte der Kinder.

  • Danke schon mal #blume

    Hat der Tagesvater Erfahrung mit der Alterklasse (außer ggf. Eigenen Kindern)?

    Ja, er nimmt sogar nur Kinder zwischen 1 und 3. Anscheinend ist das Problem trotzdem nicht so häufig.

    Ich könnte mir vorstellen, dass es für Dein Kind schwerer ist, wenn der Vater neben dem Bett sitzt. Ich meine, was soll der Vater tun, das Kind ferbern?

    Die Idee war eher, in der Trage einschlafen zu lassen und dann abzulegen oder ähnliche Experimente. Aber vermutlich sollten Tagespapa und Kind direkt ihre eigenen Erfahrungen machen...

    Schlussendlich schlief es zunächst im Pausenraum der Erzieher auf dem Schoß der Bezugserzieherin, einfach aus Erschöpfung und dann haben sie es nach und nach auf die Matte geschafft

    So ungefähr könnte es wohl laufen.


    Ihn in der Gruppe einschlafen zu lassen ist erst mal leider keine Option, weil er als Einziger noch 2 Tagschläfchen braucht und entsprechend andere Zeiten hat. #rolleyes

  • Ihn in der Gruppe einschlafen zu lassen ist erst mal leider keine Option, weil er als Einziger noch 2 Tagschläfchen braucht und entsprechend andere Zeiten hat. #rolleyes

    Das kann sich aber auch ganz schnell ändern. Ungefähr in dem Alter haben meine alle zu einem Tagschläfchen gewechselt, und der Rhythmus bei der Tagesmutter hat das sicher beschleunigt.

    Ich habe übrigens alle noch gestillt, als sie mit 1 zur Tagesmutter kamen (auch wenn ich das der Tagesmutter bei Kind 2 und 3 nicht verraten habe...) und bei der Tagesmutter sind sie ganz anders eingeschlafen als zuhause.

  • Ich würde auf gar keinen Fall etwas an der Einschlafsituation zuhause ändern-denn ich würde befürchten, das Kind zu verunsichern.

    Mein Kind 2 wurde im Familienbett einschlafgestillt, als es mit 14 Monaten in die KiTa kam.

    Dort haben sie das Kind erst auf dem Arm kuscheln müssen und dann ans Bett gewöhnt.

    Ich würde gerade bei dieser großen Veränderung, dass das Kind ausserhalb der Familie ist, ihm die Sicherheit und Geborgenheit beim Einschlafen zuhause keinesfalls nehmen. Die Kinder können das gut unterscheiden.

    (Wir haben damals bei Geburt von Kind2 auch nichts an der Schlafsituation von Kind 1 geändert-das war gut für Kind 1, da seine Sicherheit und seinen Anker zu behalten, wenn schon der Rest des Lebens so auf den Kopf gestellt wird).


    Und wenn Du Dich nicht traust, das zu sagen, dann sage, dass ihr das übt….manchmal ist es vorteilhaft, dass die kleinen Kinder nicht sprechen können😛

  • Das kann sich aber auch ganz schnell ändern. Ungefähr in dem Alter haben meine alle zu einem Tagschläfchen gewechselt

    Es scheint sich tatsächlich auch bei ihm eine Umstellung anzukündigen. Mal sehen, wie lange er dafür braucht.

    Ich würde gerade bei dieser großen Veränderung, dass das Kind ausserhalb der Familie ist, ihm die Sicherheit und Geborgenheit beim Einschlafen zuhause keinesfalls nehmen.

    Genau, das fühlt sich falsch an.

    Und wenn Du Dich nicht traust, das zu sagen, dann sage, dass ihr das übt….manchmal ist es vorteilhaft, dass die kleinen Kinder nicht sprechen können😛

    #super

  • Ich würde da nichts zu Hause ändern. Das ist für das Kind nur noch mehr Aufregung.

    Meine Kinder send jeweils mit 1 Jahr in die Kita gekommen. Beide sind zu der Zeit kocj stillend im Familienbett eingeschlafen.

    In der Betreuung muss der Weg gefunden werden, und nicht zu Hause. Der Tagesvater muss schauen, ob er an das ganze offener rangehen kann. Meine Große ist in der Kita am Anfang im Buggy eingeschlafen. Den kannte sie ja.

    Ich denke auch, jetzt zu Hause etwas ändern, wird ihn nur verunsichern. Lehnt der Tagesvater Körperkontakt bei so kleinen Tageskindern grundsätzlich ab? Das würde mich eher irritieren. Mein Großer war in einer Krippe - sogar dort wurde, wenn dies für die Kinder anfangs wichtig war - z.B. die Hand gehalten, der Rücken gekrault o.ä. Der Kleine hatte die weltbeste Tagesmutter (rüberwink zu Morgain26 ), da war die Bedürfnisorientierung sowieso nie Diskussionsthema.

    Räubermutter mit Räubersohn (01/2006), Rumpelkind (06/2013) und Räuberhund (09/2011)


    “We don’t stop playing because we grow old; we grow old because we stop playing.” (G.B. Shaw)
    G.B. Shaw
  • Räubermutter Der Thread ist schon älter, aber lustig, dass du ihn gerade jetzt wieder hochholst, denn das Thema wird vermutlich nächste Woche aktuell! 8o

    Der Bub erreicht tatsächlich erst seit ca 2 Wochen verlässlich die Mittagszeit (für die Statistik: wir hatten Anfang Januar begonnen...) und letzte Woche war die erste Woche, wo er durchgehend recht entspannt war, sodass wir ihm langsam das Einschlafen dort zutrauen würden. Mittlerweile hat er auch gelernt, bei meinem Mann mittags quasi ohne Körperkontakt einzuschlafen, insofern würden wir den Tagespapa und den Buben mal machen lassen. Ja, zum Zeitpunkt meines letzten Posts hatte der Tagespapa eins der Kinder zum Einschlafen in eine Decke gewickelt und getragen, mittlerweile ist das nicht mehr nötig und seine Arme wären wieder frei, falls benötigt. #cool Wir sind gespannt...