Die Eckdaten, junger Mensch 19 Jahre, erw. Sek I Abschluss, 2,5 Jahre mit Schule/ nicht hingehen/ abbrechen hinter sich, aktuell jobben 20h/ Mindestlohn, wohnt bei den Eltern (Zusammenleben kann man es aber nicht nennen).
Träumt davon selbstständig zu sein, viel (!!) Geld zu haben
Aus meiner Sicht fehlt dafür aber einiges.
Aktuell ist „Geld haben“ und nicht übertrieben dafür arbeiten ganz in Ordnung.
Nun kommt meinerseits mal wieder das Thema Ausbildung, er überlegt keine zu machen. Denn da muss man zuviel arbeiten, wird schlecht behandelt und verdient nichts. (Er hat da so seine Quellen, und ja das wird überall so sein….) (und natürlich kommen sämtliche Freiwilligendienste erst recht nicht in Frage) Er überlegt jetzt irgendwo 4,5 Jahre zu arbeiten und dann die externen Prüfung zu machen, soll ganz easy sein, in der Berufsschule lernt man eh nichts. Und außerdem wird eine Ausbildung überschätzt und die Einstellung etwas soldides zu haben ist eh oldschool.
Wir hatten hier im Forum schön öfter das Thema, dass diesem Mensch vielleicht irgendwas fehlt, ja kann ich mir auch vorstellen (absolut antriebslos, Tendenzen zu kiffen/ feiern etc., unstrukturiert, etc) aber in dieser Hinsicht bringt reden nichts. Hilfsangebote/ -Anregungen werden abgeblockt.
Im Endeffekt ist es mir mittlerweile egal, ich bin froh über jedes Stückchen Initiative die dieser Mensch zeigt/ aufbringt.
Aber wie ist es denn, ist es übertrieben und oldschool eine Ausbildung zu haben? Meine Erfahrung ist, dass es leichter ist mit Abschluss sich weiterzuqualifizieren/ höher eingruppiert zu werden. Aber ja ich kenne auch sehr viele Menschen, die nicht mehr in ihren gelernten/ studierten Berufen arbeiten. Ist es denn noch so wichtig wie ich es immer gedacht habe?
Ich hätte gerne Ideen für diesen Menschen, Kraft für mich und Einschätzung zu den Themen demografischer Wandel und Ausbildung.