Ich gestalte mein Leben immer stärker vegan: Fleisch gibt es hier schon lange kaum noch, (abgesehen von Weihnachten), und seit diesem Jahr kommen wir auch immer weiter von Tierprodukten weg, wobei ich feststelle, dass es mir ohne Kuhmilch viel besser geht.
Zucker muss ich vermeiden, wegen der Diabetes, wobei mich aktuell mein Beruf rettet, weil er für Bewegung sorgt, die Zucker abbaut.
Und das beißt sich ja schon: Die zuckerärmste Ersatzmilch, die ich finden konnte hat immer noch mehr Zucker, als Kuhmilch und vegane Ernährung ist nicht per se Zuckerfrei. Da müssen wir also immer neu gucken.
Und der dritte Punkt wird dann richtig schwierig: Plastik.
So vieles an veganer Ernährung, und auch an Zuckerfreier Ernährung ist in Plastik eingepackt.
Die Lösung wären dann die Rohprodukte gleich am Biohof und Unverpacktladen kaufen, um dann alles zu Hause selbst herzustellen.
Aber das kostet Zeit und oft auch Geld, vor allem aber Zeit und Kraft, die ich einfach nicht habe, und mein Mann auch nicht.
WIr arbeiten beide Vollzeit, wir zahlen noch den Kredit für die Wohnung ab, finanzieren unserer Tochter das Studium und haben ein Kind mit Behinderung, dass wir noch nicht wirklich richtig untergebracht haben (wird vermutlich auch noch Thema im Forum werden). Ich kann nicht auch noch alle meine Ansprüche an Ernährung und Konsum wirklich umsetzen, ich schaffe das einfach nicht.
Aber ich fände es schön, sich über diese drei Punkte (vegan, Zuckerfrei und plastikfrei) auszutauschen, und freue mich über jeden Tipp, was ich tun kann, der nicht darauf hinausläuft, dass ich jedes Wochenende mehrere Stunden damit verbringe, politisch korrekt zu kochen oder regelmäßig das Umland von Hamburg zu bereisen, um einzukaufen.
Und ein wenig möchte ich auch einfach über das blöde System jammern, dass es mir so schwer macht, so zu leben, wie ich möchte.