steinbrück - will die SPD gar nicht regieren?

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  • Kann das sein, dass der Steinbrück nur deshalb Kanzlerkandidat der SPD ist, weil die sich momentan nicht regierungsfähig fühlt?


    Erst fordert er ein höheres KanzlerInnen-gehalt und nun erzählt er, dass Merkels Beliebtheit nur darauf zurückzuführen ist, dass sie eine Frau ist ...


    Ein Elefant im Porzellanladen hat da ja mehr Feingefühl.

  • huhu,


    wenn ich das richtig gelesen habe, dann fordert er nicht ein höheres gehalt, sondern eine angemessende bezahlung. und hat als vergleich die gehälter z.b von bankern genommen. so ein kanzler hat um die 16000 eur (vor steuern) im monat und ist dafür quasi rund um die uhr im einsatz.


    und was den frauenbonus angeht...ich kenne viele (gerade ältere) frauen, die das ähnlich sehen...so nach dem motto "endlich mal eine frau dei sich durchsetzt und den kerlen mal zeigt wo der hammer hängt"
    ob sie deshalb die nächste wahl gewinnt...keine ahnung


    hier noch das interview inder faz faz

    LG paulina mit paula (11.05)
    + paul (04.08)

  • Ich finde Steinbrück leider unwählbar und bin das erste Mal seit ich wählen darf unsicher wen ich nehmen soll. Die Grünen wären ja ne Alternative wenn sie sich nicht jetzt schon so anbiedern würden für ne grün schwarze Koalition. Und wer bleibt dann ? Tja, nix mehr. #heul

  • Ich finde Steinbrück leider unwählbar und bin das erste Mal seit ich wählen darf unsicher wen ich nehmen soll. Die Grünen wären ja ne Alternative wenn sie sich nicht jetzt schon so anbiedern würden für ne grün schwarze Koalition. Und wer bleibt dann ? Tja, nix mehr. #heul


    Mir gehts ganz genau so. Sonst hätte ich die Grünen genommen, aber grün-schwarz will ich nicht.

    Liebe Grüße, Cornelia


    mit #male (13), #female (12), #female (9), #female (6) und #male (2)

  • Ich tue mich momentan schwer, Steinbrück mit seinen Bemerkungen überhaupt noch ernst zu nehmen. Und habe starke Zweifel daran, ob die SPD sich mit dieser Kandidatenwahl einen Gefallen getan hat. Da guckt man sich die Nachrichten an, sieht den SPD-Kanzlerkandidaten, der das Kanzler-Gehalt unangemessen findet und fühlt sich sogleich an die Schlagzeilen um die Honorarzahlungen erinnert. Ist das jetzt schon Wahlkampf und wenn ja, welche Strategie steckt dahinter #confused


    Dass die Grünen ernsthaft eine schwarz-grüne Koalition nicht ausschließen, hab ich so deutlich noch gar nicht mitbekommen. Dann stehe ich hier auch vor der großen Frage: Und was wähle ich jetzt?

  • Das sich die Grünen bei den Schwarzen so anbiedern habe ich so noch gar nicht mitbekommen.
    Wer von den Grünen macht den solche Andeutungen, das würde mich schon interessieren.

    "Es ist schlimm, in einem Lande zu leben,
    in dem es keinen Humor gibt.
    Aber noch schlimmer ist es, in einem Lande zu leben,
    in dem man Humor braucht."


    Bertolt Brecht

    Einmal editiert, zuletzt von Richard ()

  • Wir hatten das Thema hier neulich schon mal, ich finds aber grade nicht. Ich verlinke der Einfachheit halber mal ein bisschen:


    http://www.fixmbr.de/grne-besi…warz-grne-koalition-2013/


    In der Öffentlichkeit heisst es zwar immer wieder dass sich die Spitzenpolitiker eine Schwarz-Grüne Regierung nicht vorstellen können aber anders wird es kaum machbar sein. FDP wird 2013 unter ferner liefen laufen, Steinbrück ebenso und da niemand mit den Linken oder den Piraten regieren will (ich halte beide auch nicht für regierungsfähig) läuft es darauf hinaus.


    Ich weiß wirklich nicht wen ich wählen soll, wahrscheinlich trotzdem grün, aber vielleicht streiche ich auch durch oder wähle was feministisches. Mal sehen.

  • Ja, ich auch. Und dann läuft wieder nichts, weil sich die Lager gegenseitig blockieren. *seufz*


    Schwierig... Ich weiß auch nicht mehr, was ich wählen soll. #gruebel

    • Offizieller Beitrag

    Ich finde eine schwarz-grünen Regierung gar nicht so schlecht. Ich finde aber auch, dass alle drei großen Parteien wichtige Themen vertreten (Wirtschaft, Soziales, Umweltschutz). Die CDU ist mir zwar nicht sehr nahe, aber umso mehr können sie einen grünen Einschlag brauchen.

  • Ich geb Steinbrück ja durchaus recht, in Relation zu anderen Top-Jobs werden Regierungsmitglieder schlecht bezahlt.
    Wahlen gewinnt man so aber nicht.


    Ich find Steinbrück auch keine gute Wahl, aber hätte die SPD denn eine gute Alternative gehabt? Ich sehe keine/n andere/n Kandidaten/in.


    Wieso läuft es darauf hinaus? Ich sehe eher eine große Koalition am Horizont dräuen.


    Ich leider auch.

    "Über besorgte Bürger wusste er Bescheid. Wo auch immer se sich aufhielten: Sie sprachen immer die gleiche private Sprache in der "traditionelle Werte" und ähnliche Ausdrücke auf "jemanden lynchen" hinaus lief." Terry Pratchett: Die volle Wahrheit
    LG Bryn mit Svanhild (*01), Arfst (*02), Singefried (*09) und Isebrand (*12)

  • Der Unterschied ist allerdings, dass der "Sparkassendirektor" aus den Gewinnen der Bank bezahlt wird, während die Politiker von den Steuerzahlern bezahlt werden. Der Bundestag ist im Vergleich zu anderen Regierungen eh personenmäßig aufgebauscht und wenn man dann sieht, wie wenige Abgeordnete da jedes Mal sitzen, wenn mal eine Sitzung im Fernsehen gezeigt wird (bei N24 etc.), ist das irgendwie nicht einzusehen, dass die noch mehr Geld kriegen sollen. *hüstel*

  • Schwarz-gruen #angst neee, im leben nicht. Dafür geben sich die grünen nicht her, kann ich mir nicht vorstellen #finger aber ich denke auch, dass es auf ne grosse Koalition hinauslaufen wird #yoga

    "Erziehen heißt Vorleben, alles andere ist höchstens Dressur."

  • wenn man dann sieht, wie wenige Abgeordnete da jedes Mal sitzen, wenn mal eine Sitzung im Fernsehen gezeigt wird (bei N24 etc.), ist das irgendwie nicht einzusehen, dass die noch mehr Geld kriegen sollen.


    Na, das ist aber nicht ganz fair. ;) Die Debatten im Plenum sind doch mehr Show als sonstwas. Die inhaltliche Arbeit wird v. a. in den Ausschüssen und zuhause geleistet.



    Steinbrück hat keine Begründung dafür geliefert, warum es für uns sinnvoll sein sollte, ihm oder Merkel mehr Geld zu zahlen. Es gibt doch offenbar genug fähige Leute (u. a. ihn), die die Arbeit auch für das gebotene Gehalt machen wollen. Oder will er uns sagen, dass wir für mehr Geld jemanden bekämen, der sehr viel hochwertigere Arbeit leisten würde als er selbst?


    Der Sparkassendirektorvergleich hinkt in alle Richtungen *kopfschüttel* Der Wert einer Position bemisst sich doch nicht nur in den finanziellen Gegenleistungen, sondern auch in Prestige und Macht/Einflussmöglichkeiten – und da ist der Posten der Bundeskanzlerin doch etwas besser ausgestattet als der einer Sparkassendirektorin.

  • ... und wenn man dann sieht, wie wenige Abgeordnete da jedes Mal sitzen, wenn mal eine Sitzung im Fernsehen gezeigt wird (bei N24 etc.), ist das irgendwie nicht einzusehen, dass die noch mehr Geld kriegen sollen. *hüstel*


    Es war schon immer so, dass man die Debatten vom Bundestag auch am Bildschirm im Abgeordneten-Büro verfolgen kann - und nebenher auch noch arbeiten kann - und dann, wenn eine wichtige Abstimmung ist oder man selber mit Reden dran ist, eben ins Parlament selber geht. Die werden ja nicht fürs Rumsitzen bezahlt und haben durchaus wesentlich mehr zu tun.

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  • Vielleicht rechnet er auch gar nicht ernsthaft damit Kanzler zu werden und erhöht durch solche Schlagzeilen einfach nur seinen eigenen Marktwert. Wird dadurch in Talkshows eingeladen, gibt Interviews, etc. Lässt sich das auch bezahlen.


    Diese Überlegung hatten wir gerade beim Frühstück.


    Sabine

  • Ob Ihr CDU/CSU, SPD, FDP oder die Grünen wählt ist doch einerlei. Die verfolgen alle denselben neoliberalen Quatsch und es macht wirklich keinen Unterschied. Erinnert euch an Gerhard und Joschka. Die SPD hat damals Hartz4 eingeführt und die Grünen haben mitzuverantworten, dass die Bundeswehr unsere Freiheit am Hindukusch verteidigt.


    Die Piraten haben sich auch schon mit neoliberalen Gedankengut angefreundet und die Linken würden sich dem auch anschließen, wenn sie einen Regierungsauftrag hätten (wobei ich mich mit deren Reden im Bundestag noch am ehesten identifizieren kann).


    Im Endeffekt wird fast nur noch Lobbypolitik von Brüssel aus betrieben und das was im Bundestag geschieht ist nur noch Kasperletheater.


    Ich denke an folgendes Zitat: "Wenn Wahlen etwas ändern würden, wären sie schon längst verboten."


    Bis jetzt bin ich dennoch immer fleißig wählen gegangen, um die Opposition zu stärken. :wacko:

    ...und Punkte sind doch Rudeltiere...



  • Wer Frau Merkel nicht als Bundeskanzlerin haben will, hat keine andere Wahl als bei der SPD sein Kreuz zu machen und so Herrn Steinbrück zu unterstützen.


    Bei Kreuzen an anderer Stelle ist nicht sicher, dass Frau Merkel nicht wieder ins Bundeskanzleramt "einzieht" (Sie würde ja gar nicht ausziehen ;) )


    So: Wer macht jetzt für D die bessere Politik? Was den Euro betrifft scheinen die beiden auf einer Wellenlänge zu sein, das Kriterium scheidet aus.


    Für mich ist das die Wahl zwischen Pest und Cholera! - Aber nicht wählen ist für mich auch keine Alternative.

    „Ich mache nicht nur leere Versprechungen, ich halte mich auch daran.“
    (Edmund Stoiber im Wahlkampf 2005)