9 Jähriger kann nicht einschlafen

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  • Hallo Liebe Raben,


    mein Sohn (*08.03) hat neuerdings Einschlafprobleme.


    Er hat immer gut geschlafen, als Baby schnell durch geschlafen, ist immer innerhalb von Minuten eingeschlafen.
    Er war schon immer ein Frühaufsteher. Gerne auch schon mal vor 5h morgens.
    Er hat relativ schnell/früh gelernt, sooo früh steht Mama (und Papa sowieso) nicht auf. Er kann sich also wunderbar alleine beschäftigen.
    Im letzten Jahr haben wir vereinbart, das er vor 6 zwar zur Toilette gehen kann (das ist scheinbar der Grund für sein frühes aufwachen) aber danach wieder zu Bett geht.
    Das klappt mal besser mal schlechter ;)


    Er geht, wenn Schule ist, so gegen 20.00h zu Bett. Morgens muss er spätestens um 6h aufstehen. In der Regel ist er dann schon wach.


    Das letzte mal das er normal eingeschlafen ist, war wenn ich mich recht erinnere, vom 23.12 auf den 24.12. Am 24.12 ist er um 23h zu Bett und dann auch recht schnell eingeschlafen. Aufgestanden ist er nach eigener Aussage um 3.27h. Um dann mit seinen neuen Sachen zu spielen.
    Ich habe ihn dann gegen 18h ins Bett geschickt und er konnte erstmalig vor 23h nicht einschlafen. Seitdem geht das jeden Abend so.


    Er war zwischendurch bei den Großeltern, auch da das selbe.


    In den letzten Tagen ist er auf eigenen Wunsch zu Bett gegangen und sagte er sei müde. Konnte aber trotzdem nicht einschlafen.
    Wir schicken ihn immer wieder zurück in sein Zimmer, legen ihm nahe noch ein paar Seiten zu lesen oder mal eine andere CD anzumachen.
    Nichts hilft.


    Nun habe ich schon daran gedacht das er sich das selbst einredet, er könne eh nicht schlafen und dann ist das eben so. Habe mit ihm übe die Macht der Gedanken gesprochen und ihm positive Gedanken erklärt.


    Auch das hilft nicht.


    Auf Nachfrage, warum er denn nicht schlafen könne kommt nur ein "weiß nicht" Auf die Frage woran denkst du denn?? Bekomme ich auch keine Antwort.


    Es gab keine Veränderungen hier. Meine Krankenhausaufenthalte liegen schon 8 Wochen zurück. Das war zwar unschön für ihn, hat er aber eher mit Fäusten an seiner Schwester ausgelassen. Aber auch das ist inzwischen wieder im normalen Rahmen.


    Und nun?? Habt ihr noch Ideen??

  • Ich würde ihn sich einfach mal richtig übermüden lassen und das ganze nicht so thematisieren.
    Auch Kinder haben mal Episoden wo sie schlecht schlafen können, das gibt sich auch wieder, nicht immer muss da eine Ursache hinter stehen.
    Ich habe das immer so gemacht, so um 20 Uhr ist Feierabend,wer noch nicht schlafen kann soll sich leise im Zimmer beschäftigen.
    Das hat ein paar Tage gedauert, dann waren die so müde das sie wieder im normalen Ablauf waren.

  • Hallo,


    FÜr meinen 9-jährigen wäre 20 Uhr zu zeitig. Er muss so gegen 6.30 Uhr aufstehen.


    Er entscheidet selbst, wann er schläft und das ist in der Regel zwischen 21 und 22 Uhr.


    Er ist dann morgens schon sehr müde - nur ändert eine früherre Bettgehzeit DARAN auch nichts, wir haben es probiert.


    Jetzt in den Ferien ging er meist mit den älteren Geschwistern zu Bett und dann reden sie noch, Ruhe ist selten vor Mitternacht. Morgens sind sie dann gegen 9 wach (und dann auch wirklich wach), das ist völlig OK so. Wenn Schule ist, regelt sich das meistens nach ein paar TAgen etwas besser ein (siehe oben), ein Früh-Schläfer und Frühaufsteher wird er aber nie werden.


    Generell ist es bei meinen Kindern so, daß sie schlechter einschlafen, wenn sie zu FRÜH ins Bett gehen, mirt geht es genau so (Wobei ich dann zwar einschlafe, aber dafür anchts wach liege und nicht schlafen kann).


    Unsere Vereinabarung ist: Ab 20 Uhr verhält sich jeder so ruhig, daß er keinen stört und acuh der eigene Körper spürt, wann er müde ist. Also leise reden, kleine Spiele, lesen, Hörbuch hören... ist alles OK, toben "Daddelgeräte" usw. dagegen nicht.


    Ich würde ihn wohl einfach rumwuseln lassen. Mag er reden - gerne, dann reden wir halt. Mag er massiert werden? Auch gut, 2 meiner Kinder konnten dabei körperlich gut entspannen. Ein Kind nimmt sich gerne so einen Wärmeknickie mit, die Wärme hilft ihr entspannen, obwohl sie sonst nie friert.
    Die Schwester hörte über Jahre hinweg jeden abend 1-2 CDs der Harry Potter Hörbuchreihe. die konnte sie fast auswendig, aber gerade das war gut. Interessant genug, um die eigenen, beim einschlafen störende laute und bunte Gedankenfülle zu übertönen, aber auch bekannt genug, so daß sie einschlafen konnte und nicht das Ende unbedingt hören "musste". "Früher mal" hätte ich das ganz furchtbar gefunden, aber sie brauchte es eben so. (Inzwischen hört sie wieder lieber Musik)


    Weihnachten, Silvester... da ist doch eh Ausnahmezustand. Ich würde es einfach erst mal laufen lassen, ihn selber über seine Schlafzeit bestimmen lassen, ohne es groß zu thematisieren. Also weder groß zum Schlafen drängen noch fragen oder Vorschläge machen. Es ist wie es ist, solche Zeiten gibt es, mach es dir damit so gemütlich wie es geht.
    Mal schauen, wie es dann in einer Woche oder auch 14 Tagen aussieht.

  • Hallo,


    vielen Dank für eure Antworten.


    Weihnachten hatte ich nur erwähnt, weil es damit seinen Anfang gefunden hat.


    Das Problem ist, er selber ist nicht entspannt. Ich sage gar nicht du musst schlafen, sonst bist du nicht ausgeschlafen, oder dergleichen.


    Er selber macht sich Druck. Sagt ich kann nicht schlafen, ich muss doch jetzt schlafen. Ich kann aber einfach nicht, ich bin doch müde... usw.


    Er ist auch so ein Hörspiel-Kind. Er hört altbekanntes, weiß wie die CDs enden. Weiß das er neue Hörspiele nicht das erste mal zur Nacht hören sollte. Daran hält er sich auch. Wir haben nun beschlossen das er heute (und die nächsten Tage) mal später zu Bett geht. Ich werde ihm das weitest gehend selbst überlassen. Nur gehen wir halt unter der Woche selbst auch (weit) vor 22h zu Bett.

  • Genauso machen wir das mit Schnupp (11) auch. Irgendwann gegen 21 Uhr ist Ruhezeit, dann ist er im Schlafi und das Bett ist aufgeschlagen und es ist leise (damit Schnüppchen schlafen kann), er hört oder liest (neuerdings!!! Gott sei's getrommelt und gepfiffen!!!) nix Aufregendes mehr. Und schläft meist mit kleiner Lampe an unter'm Buch oder beim leisen Hörspiel ein, gegen 23 Uhr, würde ic als Durschschnitt schätzen.


    Ich bin selber eine wenig schlafende Nachteule (selten vor 1 im Bett, spätestens um halb 6 wieder wach) und hab ziemlich drunter gelitten, dass meine Eltern früher fanden, ich müsse mehr schlafen oder um 8 ins Bett oder so.

  • Meiner ist wie Deiner. Eigentlich immer ein unkomplizierter Schläfer und auf einmal ging es nicht mehr. Er lag dann ewig wach im Bett, fast schon am heulen, weil er schlafen wollte aber nicht konnte. Wir haben das gute 3 Wochen so hingenommen, es hat nichts geholfen, Kind war total am Ende. Dann hat er Globuli bekommen, ein paar Tage lang, seitdem ist sein Schlafverhalten wie immer. Das hält jetzt seit ca. einem Jahr. Er tat mir echt leid, das hatte nichts mit Einschlafzeitverschiebung zu tun oder so, er grübelte auch nicht.

  • Was für Gobuli hast du genommen??


    Mein Sohn scheint aber tagsüber nnicht sonderlich müde zu sein. Allerdings klagt er öfter als vorher mal über Kopfweh. Aber auch nicht so regelmäßig...

  • Fingerreck... wir hatten das hier auch gerade mit unserer Tochter, gerade 8. Im Oktober ist es schlimmer geworden, November war sehr anstrengend, so langsam haben wir uns wieder eingegroovt... ganz "Normalzustand" ist aber noch nicht. Und sie war immer auch ein unkompliziertes Schlafkind.


    Ganz furchtbar war es in den Ferien nochmal, als wir bei Freunden übernachtet haben und als eine Freundin hier geschlafen hat.


    Teilweise waren es Ängste, da haben wir nochmal wieder "familiengebettet".
    Teilweise war es das Gedankenkarussell... ich habe mit ihr so ein abgewandeltes Autogenes Training gemacht und sie animiert, dass auch mal selber auszuprobieren. Das fand und findet sie sehr hilfreich.
    Und ein weiterer Teil ist, dass sich ihr Schlafbedarf einfach nochmal total gewandelt hat. Während sie im 1. Schuljahr noch Schlag 8 umgefallen ist und geschlafen hat, ist sie tagsüber auch fit, wenn sie später (viel später) schläft. Sie hält auch mit Schlafmangel unheimlich gut durch, das wäre vor einem halben Jahr noch anders gewesen.
    Hier haben wir immer wieder mantramäßig wiederholt, dass sich der Körper schon holt, was er braucht. Man "ruht" sich auch aus, wenn man im Dunkeln auf den Schlaf wartet. Wenn man dann partout nicht einschläft, ist man vielleicht noch nicht müde genug und kann noch was malen oder lesen und es später nochmal versuchen.


    Jetzt hat sie sich langsam entspannt. Sie macht sich bettfertig wie immer, malt, liest oder schreibt aber noch was und geht etwas später "schlafen". Das klappt gut. Der ganz fiese "Druck" ist raus.

  • So ein Kind war ich auch.


    Ich schlief völlig unkompliziert ab Geburt bis ich 9 Jahre alt war, und seither habe ich Einschlafprobleme. Damals war es das Gedankenkarussell, was mich wach hielt - nur mein Vater konnte es beenden, er war aber berufsbedingt abends meist außer Haus. Wenn er heim kam, ging er zu mir und brachte mich zum Lachen, das half.
    Außerdem half ein pflanzliches Präparat aus mexikanischem Baldrian, aber das machte mich auch tagsüber müde. Alle anderen medizinischen Behandlungsversuche schlugen fehl.


    Inzwischen weiss ich, dass mein Biorhythmus länger als 24 Stunden ist. Ich muss also, um genügend Schlaf zu bekommen, relativ regelmäßige Tagesstrukturen pflegen. Einen Ausnahmetag vertrage ich, der zweite kann mich schon wieder aus der Bahn werfen. Und ich muss passend zu einem toten Punkt ins Bett gehen; liege ich wach im Bett, dann schlafe ich auch zu sonst günstigen Zeitpunkten nicht ein.


    Deswegen wäre meine Empfehlung, so ein Kind jeden Morgen zur gleichen Zeit zu wecken, für Mahlzeiten zu gleichbleibenden Zeiten zu sorgen und dafür, dass das Kind jeden Tag in Ruhe erzählen kann, was in der Schule so passiert ist. Hausaufgaben müssen vor dem Abendessen fertig sein, nach dem Abendessen gibt es nur noch leichte, ruhige Beschäftigung, und dann ist ab einem vom Kind gewählten Zeitpunkt an Bettruhe. Wahrscheinlich muss das Kind ein mal durch die totale Übermüdung hindurch, bis der neue Einschlafzeitpunkt "sitzt" - das muss ich etwa zwei mal jährlich - aber für die Zeiten dazwischen lohnt sich diese Rosskur sehr!


    Gute Besserung!
    Silbemöwe

    Weitermachen. Nicht nur denken, sondern tun.

  • mmmh ja, wir haben relativ feste Strukturen und Zeiten.
    Das wird mittags nur mal durch unterschiedliche Schulschlusszeiten um eine Stunde verschoben.
    Zwei mal die Woche hat er eine Stunde länger Unterricht. Dann essen wir halt später. Ich kann aber an den restlichen Tagen nicht auch verschieben, weil beide Kinder dann "am verhungern" sind. ;)


    Er kämpft nach wie vor mit sich selbst und kann nicht von diesem Zwang loslassen schlafen zu müssen. Obwohl wir es schon ein paar Tage nicht wirklich thematisieren.