Gründe nicht zu taufen

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  • Es gibt viele christliche Glaubensgemeinschaften, in denen es keine Kindstaufen gibt. Da findet man sicher auch noch schön formulierte Argumente, wenn man sucht.

  • Da beißt sich doch die Katze in den Schwanz... Die Eltern werden von der Instution nich als vollwertige Mitglieder akzeptiert, ihr Kind darf aber eintreten... Nun ja...


    Aber ihr habt Recht, ich könnte nichts gegenteiliges finden. Es gibt wohl, gerade bei den Katholiken, immer wieder Stimmen, die die Kindstaufe bei homosexuellen Paaren verbieten wollen. Aber scheinbar gibt es da (noch) nichts Offizielles.

    Die katholische Kirche ist aber in Sachen "Kundenbindung" schon immer sehr, sagen wir, progressiv. Hauptsache, es kommen Schäfchen rein.

  • Ich glaube nicht an Gott, finde die bekannten Kirchen ziemlich daneben und wollte meinem Kind die Möglichkeit lassen, sich irgendwann selbst zu entscheiden. Hätten wir Dich früher schon gekannt, hätte ich ein Willkommens-Namensfest haben wollen. Damals fehlte mir irgendwas und ich verstand nicht was.

  • Es gibt viele christliche Glaubensgemeinschaften, in denen es keine Kindstaufen gibt. Da findet man sicher auch noch schön formulierte Argumente, wenn man sucht.


    da gibt es seitenlange theologische abhandlungen dazu #tuppern

    mit elfchen 04/09 und minielfchen 03/12


    quand ta thèse te pousse à bout et que tu veux tout arrêter kannste vergessen.


    #rose 49,7


  • Grüße vom NSG


    Ich bin mir ziemlich sicher, dass zwei Frauen, oder zwei Männer in eingetragener Lebensgemeinschaft keine Chance haben, ihre Kinder taufen zu lassen...
    Aber da müsste ich nochmal genau recherchieren.


    Immer mehr evangelische Gemeinden bieten sogar Segnungsfeiern für homosexuelle Partnerschaften an. Warum sollte dann das Kind nicht getauft werden?


    In der kath. Kirche muss bei einer Säuglingstaufe jemand im Umfeld (Eltern, Großeltern, Paten) sein, der/die dem Kind den Glauben näher bringen kann. Das ist entscheidend.

    #post*#post*#post*#post*#post*#post*#post *8 * 9 * #post * 11 * #post * 13 * 14 * 15 * 16 * 17 * 18 * #post * 20 * #post * 22 * 23 * 24

    Einmal editiert, zuletzt von Astarte ()

  • Ich würde die Frage genau andersherum stellen, nämlich "Warum lasse ich ein Kind taufen?".
    Es gibt doch einen bestimmten Grund, warum die Eltern ein Kind taufen lassen, z.B. weil sie sich Gottes Segen für ihre Kinder erhoffen oder oder oder.
    Wenn ich keinen solchen Grund sehe, dann lasse ich es eben bleiben.

    • Offizieller Beitrag

    Die katholische Kirche ist aber in Sachen "Kundenbindung" schon immer sehr, sagen wir, progressiv. Hauptsache, es kommen Schäfchen rein.


    So simpel ist das nicht. Gemäß katholischen Glaubens ist es zwar nicht unmöglich, aber doch erheblich schwerer, "Gottes Heil" zu erlangen (in den Himmel zu kommen), wenn man nicht der katholischen Glaubensgemeinschaft angehört. Aber Gott will ja, dass "alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen". Daher hat die katholische Kirche den Auftrag, diese Wahrheit zu verbreiten, ergo zu missionieren und somit möglichst viele Menschen zu taufen und dann im katholischen Glauben zu erziehen. Ein Auftrag direkt von Gott quasi.
    Einem Kind die Taufe zu verweigern ist nicht vereinbar mit dem Missionsauftrag. Alle Seelen sollen gerettet werden, das ist das Ziel.
    (sinngemäß aus einer Rede Ratzingers, als er noch Kardinal war)

  • Ach du meine Güte ... naja, wenn man nicht weiß, dann ist glauben wirklich besser! :D

    Die Menschen erstaunen mich,
    weil sie die Gesundheit aufs Spiel setzen, um Geld zu verdienen,
    danach geben Sie es wieder aus, um ihre Gesundheit wieder zu erlangen;
    und weil sie sehnsüchtig an die Zukunft denken,
    genießen sie die Gegenwart nicht,
    weshalb sie weder in der Gegenwart noch in der Zukunft leben.
    Und sie leben so, als ob sie nie sterben müssten.
    Und sterben so, als ob sie nie gelebt hätten.
    (Geshe Yonten)

  • OT:

    In der ev. Kirche kann man sogar sein Tier taufen lassen. So geschehen mit meinem Haflinger, als er noch ein Fohlen war, hat die Züchterin einen Pfarrer bestellt, Pferd in der Reithalle taufen lassen und eine Riesensause im Stallcasino abgehalten.


    Das ist aber doch eher die Ausnahme, auch in der evangelischen Kirche, hoffe ich …
    Will dir damit nicht auf den Schlips treten, aber finde es doch ziemlich, ähm abgefahren, auch wenn ich nicht zum ersten Mal davon höre.

    Murmel 12/05 Murmelini 12/07


    Es gibt eben so wenig hundertprozentige Wahrheit wie hundertprozentigen Alkohol. (Sigmund Freud)


    262 Beiträge im alten Forum – war ich so stolz drauf, deswegen steht's jetzt hier. #baden

  • In der ev. Kirche kann man sogar sein Tier taufen lassen. So geschehen mit meinem Haflinger, als er noch ein Fohlen war, hat die Züchterin einen Pfarrer bestellt, Pferd in der Reithalle taufen lassen und eine Riesensause im Stallcasino abgehalten.

    8I was für mich einen Grund mehr pro- katholische Kirche darstellen würde, die da eine aus meiner Sicht angemessenere Haltung zur Taufe einnimmt.


    Bist du sicher, dass du da nicht was falsch verstanden hast? Ein Fest mit Namensgebung für ein Pferd zu feiern, finde ich keine verwerfliche Idee. Da eine christliche Taufe draus zu machen, finde ich geschmacklos und kann es mir auch nicht vorstellen, dass da ein Pfarrer mitmacht.


    lg martita

  • Ich denke, hier vermischen sich viele Aspekte:


    - Taufen wegen christlicher Erziehung/christlichem Glauben:
    Die Taufe ist doch nicht obligatorisch, wenn man sein Kind christlich erziehen möchte. Die Taufe ist die Aufnahme in eine Kirchengemeinde. Wenn ich will, dass mein Kind sportlich wird, mache ich mit ihm Sport und biete ihm viel Bewegung an. Aber ich melde es nicht mit drei Monaten in einem Sportverein an. Das mache ich, wenn ich zu dieser Gemeinschaft gehören möchte und will, dass mein Kind es auch tut. Ein Kind anzumelden und das als christliche Erziehung zu verkaufen ist ebenso mager wie einem Kind den ganzen Tag Fußbälle um die Ohren hauen, ständig mit ihm Fußballspielen zu gehen, ihm Vereins-Wimpel ins Zimmer zu hängen, aber drauf zu bestehen, dass man es nicht im Verein anmeldet, weil es sich ja selbst entscheiden soll ;)


    - Selbst entscheiden:
    Ich finde dieses Argument ziemlich seltsam. Man erzieht sein Kind doch immer in einem Wertekontext. Ich will auch, dass mein Kind sich selbst für ein Hobby entscheiden kann oder dafür, welche Freunde es sich aussucht. Trotzdem werden hier bestimmte Traditionen gepflegt und Werte vorgelebt. Ich werde nicht all unsere Bücher rausschmeißen, damit ich das Kind damit ja nicht beeinflusse. Ich gehöre auch zu diesen Kindern, die nicht getauft wurden, um sich später selbst zu entscheiden. Unsere Erziehung in punkto Religion/Religiösität war deshalb nicht toleranter als bei typisch-rheinländischen katholischen Karteileichen ;)


    - Die Haltung zur Institution Kirche:
    Das ist für mich ein schlüssiges Argument. Kann ich dieser Institution guten Gewissens ein Mitglied bescheren? Stehe ich hinter deren Werten und/oder bin ich innerhalb der Organisation engagiert, sie zu gestalten und zu verändern?


    - Kirchenaustritt im Lebenslauf:
    Das ist ein wirklich wichtiger Punkt, auch wenn er sehr pragmatisch und berechnend daher kommt. Wenn sich mein getauftes Kind irgendwann entschließt, aus der katholischen Kirche auszutreten, sinken seine Berufschancen im sozialen Bereich um ein Vielfaches, weil ein Großteil der möglichen Arbeitgeber wegfällt. Ich als Ungetaufte kann dort relativ problemlos arbeiten, solange ich mich mit dem Menschenbild identifiziere (was ich kann).

    Das B in Pegida steht für Bildung.

  • 8I was für mich einen Grund mehr pro- katholische Kirche darstellen würde, die da eine aus meiner Sicht angemessenere Haltung zur Taufe einnimmt.


    Bist du sicher, dass du da nicht was falsch verstanden hast? Ein Fest mit Namensgebung für ein Pferd zu feiern, finde ich keine verwerfliche Idee. Da eine christliche Taufe draus zu machen, finde ich geschmacklos und kann es mir auch nicht vorstellen, dass da ein Pfarrer mitmacht.


    lg martita


    Ich verstehe gerade Deine Aufregung nicht wirklich. Das ist schon knapp 28 Jahre her (so alt ist mein Pferd heute) und das war der Wunsch bzw. die Entscheidung der Vorbesitzerin. Nein, ich habe das nicht falsch verstanden, der Pfarrer war da und hat mein Pferd getauft und ich kann gerade nicht wirklich nachvollziehen, was daran "geschmacklos" sein soll. Vielleicht war der Pfarrer mit der Züchterin befreundet. Vielleicht war es auch keine "richtige echte" Taufe sondern nur ein symbolischer Akt. Vielleicht auch nicht und es ist Mitglied in der evangelischen Kirche. Keine Ahnung, ist mir auch latte, hat mich bisher auch keine Sonderkirchensteuer gekostet #freu


    Es gibt schließlich auch Tiersegnungen u.ä. an bestimmten Festtagen, auch durch die katholische Kirche. Also.


    edit: Hilda, nein, damit trittst Du mir nicht auf den Schlips. Es war ja nicht meine Entscheidung und mir wäre das auch nicht eingefallen. Trotzdem finde ich das jetzt auch nicht so dramatisch, immerhin habe ich ein schönes Erinnerungsbild aus der Fohlenzeit von meinem Pferd von damals behalten.

    2 Mal editiert, zuletzt von verrücktes Ringelblümchen ()

    • Offizieller Beitrag

    Ich kann die "Aufregung" jetzt aus - katholisch sozialisierter Sicht - schon ein bisschen verstehen, Ringelblümchen.
    Im katholischen Taufverständnis fühlt sich das doch recht seltsam an (bzw. ist meines Wissens gar nicht möglich, weil Tiere eine komplett andere "Stellung" haben). Und Segnungen sind wiederum etwas komplett anderes als eine Taufe, segnen kann man auch unbelebte Dinge.


    Aus "ungläubiger Sicht" hingegen finde ich es eigentlich witzig und sage mir, warum nicht, ist ja schliesslich jedem überlassen, was und wie er den Glauben leben möchte.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Stimmt, Georg und ich glaub, das Thema hatten wir mal im Archivforum lang und breit und mindestens 10 Seiten lang diskutiert. Ich erinnere mich noch, wie sich einige darüber echauffierten, wie man so dämlich sein kann und an sowas glauben und zeitgleich in einem anderen Thread über Heilsteine mitschrieben, wie man damit arbeitet. Ja, das war auch sehr amüsant.


    Talpa, es ist aber doch eine evangelische Taufe gewesen und dementsprechend doch eine komplett andere Baustelle, oder? Als evangelische Christin sehe ich es auch ähnlich wie Du, Talpa. Ich fands nett :)

    2 Mal editiert, zuletzt von verrücktes Ringelblümchen ()

  • Naja, seltsame Dinge gibt es eine Menge.


    Wenn man Kinder taufen lässt finde ich die Taufe seines Haustieres eigentlich nur konsequent.


    Ich persönlich kann auch nichts damit anfangen, dass es in der katholischen Kirche die Möglichkeit eines Haussegens gibt, wo ein Haus/Wohnung durch einen geistlichen gesegnet wird und mit Weihwasser besprenkelt. Ist doch nur ein Ding.
    Oder dass die Gebeiner irgendwelcher Verstorbenen bei der Prozession durchs Dorf getragen werden (und ich einen Umweg fahren muss).
    Aber es bringt mich jetzt auch nicht aus der Fassung. Solange es den Beteiligten etwas gibt, ist es doch schön.

    We must accept finite disappointment, but never lose infinite hope.

    Martin Luther King, Jr.

    ———-

    ebura mit S (*04), E (*05) und I (*12/21)


  • Wenn man Kinder taufen lässt finde ich die Taufe seines Haustieres eigentlich nur konsequent.


    Nein, konsequent wäre eine Segnung. Eine Tiertaufe fänd ich persönlich unlogisch, schließlich brauche ich ein Tier von keiner (Erb?)-Sünde zu befreien und es kann nicht zum gläubigen christen erzogen werden und Sakramente kann es auch nicht empfangen. #weissnicht


    Ansonsten schließe ich an: Auch wenn mir ein Ritual seltsam vorkommt oder ich es heimlich für affigen Hokuspokus halte- wenn es niemandem schadet und jemandem Wohlbefinden, Sicherheit oder ein sonst wie gutes Gefühl vermittelt, hab ich nicht das Recht, es ihm madig zu machen. Menschen mögen solche Rituale offensichtlich und brauchen sie bis zu einem gewissen Grad vielleicht auch- also bitte sehr, ich würd auch keine Tiertaufe stürmen...

    Das B in Pegida steht für Bildung.

  • Nein, konsequent wäre eine Segnung. Eine Tiertaufe fänd ich persönlich unlogisch, schließlich brauche ich ein Tier von keiner (Erb?)-Sünde zu befreien und es kann nicht zum gläubigen christen erzogen werden und Sakramente kann es auch nicht empfangen. #weissnicht



    mmm, ja, ok. Wahrscheinlich habe ich das in meinem Hirn eh nur vermischt. Ich meine, wenn einem die Taufe seines Kindes wichtig ist (und da habe ich wohl vorrangig auch an den Segen gedacht), dann kann ich verstehen, wenn man auch sein geliebtes Haustier unter diesen Schutz stellen möchte.


    Ich persönlich bräuchte es nicht. Aber ich finde es nicht merkwürdiger als andere Bräuche.

    We must accept finite disappointment, but never lose infinite hope.

    Martin Luther King, Jr.

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    ebura mit S (*04), E (*05) und I (*12/21)