Beiträge von Schokojunkie

    Tests auf Mucoviszidose sind verbreitet und ich würde, wenn ich im weiteren Verwandtenkreis eine betroffene Person hätte tatsächlich einen Gentest machen. Ich habe es im Bekanntenkreis erlebt was Mucoviszidose bedeutet, und dass trotz hervorragender medizinischer Versorgung die Prognose bescheiden ist.

    Die Verwandtenehe ist ja auch in vielen orientalischen Ländern nicht unumstritten.

    Die meisten arabischen Ärzte die ich kenne rollen nur noch mit den Augen wenn Mal wieder so ein Fall auftritt.

    Diese oft sehr seltenen syndrome sieht man nicht im Ultraschall und selbst in der Fruchtwasser Untersuchung muss gezielt danach gesucht werden, wenn es überhaupt geht. Deshalb glaube ich nicht an eine Verfälschung durch Pränataldiagnostik. Im Gegenteil, viele dieser Syndrome benötigen komplexe Therapie und evtl korrigierende Operationen. Diese stehen dem durchschnittlichen Einwohner dieser ärmeren Länder eher nicht zur Verfügung.

    Ich würde es aber bei Gesprächen die schon so einen braunen Verlauf nehmen nicht thematisieren. Aber so genau möchte ich gar nicht drüber nachdenken wie klein der Genpool in abgelegenen Gebieten in Europa noch vor hundert Jahren war.


    Schoko

    Ich bin zuversichtlich dass es

    a) einen hinreichend guten Impfstoff geben wird

    b) wir mit der Zeit bessere Behandlungsstrategien entwickeln um erkrankten zu helfen

    Ich rechne damit im Laufe von 2021.

    Danach wird es auch ein Leben mit Corona geben, aber deutlich kalkulierbaren.

    Außerdem wird irgendwann die durchseuchung der Bevölkerung so hoch sein dass die neuansteckungen gering sind.

    Es wird sich ja nicht ausrotten lassen und es wird weiterhin schwere Verläufe geben aber es ist wichtig dass nicht zuviele Menschen zur gleichen Zeit daran erkranken. Dann können diese Leute nicht mehr adäquat versorgt werden. Und dann sterben auch Patienten die mit besserer Behandlung überlebt hätten.

    Wir haben in Deutschland ein luxuriöses Gesundheitssystem. Die Zahl der Intensivbetten ist um ein Vielfaches höher als bei unseren Nachbarn (von Frankreich weiß ich es, von den NL glaube ich es zu wissen, bei den anderen Ländern ist es mehr gefühlt und ich habe keine Lust zu recherchieren)

    Ich glaube schon dass das uns erlaubt mit Corona zu leben, irgendwann.

    Schoko

    Oh menno, ich will auch ein Gehirn. Zumindest eine was nach dem Nachtdienst noch tut.

    Ich meinte natürlich dass so viele anscheinend gut Entfernungen Abschätzen können ohne räumliches sehen zu haben. Obwohl, vielleicht haben sie ja doch ein räumliches sehen, nur eben nicht als zwei miteinander "verrechnete"Bilder, sondern als ein Bild das mit Erfahrungswerten abgeglichen wird.

    Schoko

    Dass so viele Menschen anscheinend keine Probleme mit räumlichen sehen haben obwohl sie stark unterschiedliche Augen haben wusste ich nicht.

    wahrscheinlich ist so ein Gehirn doch eine feine Sache, ich bin tatsächlich immer noch verblüfft darüber was es so kann.

    Einparken ist imho kein ganz gutes Beispiel weil man ja mit seinem Auto feste Landmarks hat an denen man sich orientieren kann. Aber das mit dem Torwart finde ich krass

    Schoko

    Fannie das ist wirklich aggressiver Rassismus den Du da beschreibst.

    Und es tut mir sehr leid für deinen Sohn.


    Die schwarzen deutschen die ich persönlich kenne (ein Elternteil weiß, das andere schwarz) haben immer mehr Beziehung zu Deutschland als zum afrikanischen Land . Sie leben halt hier, und regelmäßig ins Herkunftsland des Elternteils reisen ist finanziell nicht so einfach. Sie sind hier zur Schule und zur Uni gegangen und sind oft "deutscher" als jemand dessen einer Elternteil aus Frankreich oder England stammt, eben weil man nicht Mal eben mit dem Zug zur Oma nach Paris oder London fährt.

    Ich kann mir vorstellen dass es sich dann besonders bitter anfühlt wenn man von seinem Gegenüber vermittelt bekommt dass man nicht dazugehört.

    Ich glaube schon dass es viel Rassismus gibt, aber nicht alles was einem an Unbill widerfährt ist Rassismus. Ich möchte nur auch das Recht haben in manchen Situationen zu sagen dass eine Reaktion vielleicht auch am eigenen auftreten liegt ohne gleich selbst mit dem vorwurf konfrontiert zu werden Rassismus zu negieren , bzw. es doch gar nicht beurteilen zu können".

    Schoko

    Ich bin überrascht dass man mit so krassen Differenzen bzw einäugin Auto fahren darf. Imho kann es bei so starken nichtkorrigierten Unterschieden kein räumliches sehen geben. Und einäugig schon mal gar nicht.

    Wie kann man da Entfernung abschätzen?

    Schoko

    Viele Menschen die hier leben sprechen erschreckend schlecht deutsch. Und in der besonderen Situation beim Arzt, wo selbst eloquente Muttersprachler manchmal die Hälfte vergessen wird es kritisch.

    Ich kenne es tatsächlich so dass manche Praxen gezielt Mitarbeiterinnen mit "den üblichen Verdächtigen"Fremdsprachen einstellen. Es ist tatsächlich oft leichter seine Beschwerden in der Muttersprache zu schildern.

    Schoko

    Ich frage auch oft ob jemand deutsch versteht. Und natürlich frage ich das Menschen die einen ausländischen Namen haben und "nach Ausländer" aussehen eher als jemanden der blond, blauäugig ist und Peter Maier heißt.

    Es ist nunmal auch manchmal wichtig dass ich weiß dass Patienten mich verstehen.

    Und wenn man eine Situation verbessern kann,sollte man es gleich tun. Wenn mir jemand sagt dass er ganz hervorragend finnisch spricht,aber leider sehr schlecht deutsch versuche ich einen Kollegen mit entsprechenden Sprachkenntnissen aufzutreiben. Bei vielen Sprachen funktionniert das. Insbesondere auch deshalb weil man von Kollegen weiß welches ihre Muttersprache ist. Oder dass sie mit jemandem aus diesem Land zusammen sind und die Sprache sprechen.

    Ich finde das wahrnehmen von Unterschieden bereichernd, und sehe es nicht perse als rassistisch an.

    Mich stört an der ganzen Debatte dass poc die alleinige Deutungshoheit für sich beanspruchen, bzw deren Blickwinkel als allein richtiger dargestellt wird.

    Ich persönlich habe durchaus ein Problem damit dass ich einen Unterschied fühle ob mich nun Lieschen Müller fragt wo ich herstamme oder ob es Ali Ben Hassan tut.

    Bei ersterer unterstellt Frau leicht ein "und wann gehst du zurück?", Beim zweiten ist es eher die Freude jemanden kennenzulernen der möglicherweise eine ähnliche Geschichte hat.

    Dabei weiß ich doch gar nicht ob Lieschen nicht gerne meine Freundin sein will und einfach einen Einstieg ins kennenlernen braucht.

    Ich habe es übrigens schon so erlebt dass es eine "Komplizen Schaft" zwischen Kindern binationaler Eltern gibt.

    Da kann man sich nämlich durchaus gemeinsam darüber austauschen dass man die Sprache des migrierten Elternteil s nicht beherrscht, und wie es war als Kind immer Mal wieder die Verwandtschaft zu besuchen mit der man unter dem Jahr nix zu tun hatte.

    Ich empfinde mein Gegenüber dann durchaus als Deutsch, aber mit einer zusätzlichen Erfahrung die ich ähnlich gemacht habe.

    Schoko

    Na ja, Rassist ist ja auch etwas schlimmes. Ganz normal dass normale Menschen das nicht sein wollen.

    Aber man kann und darf durchaus sagen dass einem etwas unangenehm war oder sich abwertend angefühlt hat.

    Im besten Fall lernt das gegenüber sensibler zu sein.

    Schoko

    Ziemlich genau was janos schreibt.

    Klar kann es sein dass ein schwarzer mit vermutlich ausländischem Namen sehr gut deutsch spricht, aber es ist oftmals anders. Wenn er dann auch noch Luftnot hat und es ihm sichtlich schwer fällt zu sprechen dann spreche ich die Begleitung an.

    Ich frage Patienten ziemlich oft ob sie deutsch sprechen. Viele verstehen das als Angebot zu sagen dass sie besser Englisch, französisch,arabisch oder klingonisch können.

    Da kann ich dann das Gespräch auf französisch oder english führen und je nachdem auch den klingonischen Kollegen bitten die Patienten zu übernehmen.


    Das mit der Betreuung finde ich allerdings auch schräg. Sieht der Mann so minderjährig aus? Oder war es nur ein falscher Begriff für Übersetzer, Helfer?


    Ich finde das kann man in einem kurzen Gespräch klären. Ich würde definitiv kein Fass aufmachen.


    Wahrnehmen dass jemand vermutlich nicht aus Deutschland stammt und darauf eingehen zu wollen ist nicht perse rassistisch.

    Schoko

    Ich kenne das Phänomen von Magersucht. Da haben die Patienten auch ein gestörtes Wärmemanagement. Ab welchem Grad an "dünn" das anfängt weiß ich nicht, aber es ist denkbar dass es durch die mangelnde Speckschicht bedingt ist.

    Ich würde das Zimmer auch wärmer heizen, dann das Bett vorwärmen (dafür sind so alte Metallwärmflasche genial). Und schauen dass dann alles dicht ist wenn sie sich darunterlegt.

    Alternativ würde ich einen Schlafsack ausprobieren.

    Möglicherweise braucht ihr Körper die Energie gerade an anderer Stelle (Heilung der OP ) und sie nimmt ja wahrscheinlich immer noch recht wenig zu sich.

    Vorsicht mit Wärmflasche mit heißem Wasser drin. In Krankenhäusern sind die mittlerweile verboten weil die Verbrennungen verursacht haben.(auslaufen) Da würde ich eher zu Kirschkernkissen raten.

    Mir selbst hilft heiss duschen oder baden und dann ins Bett gehen.

    Schläft sie denn ausreichend? Wenn sie nachts immer vor Kälte aufwacht?

    Das kann zu einem Teufelskreis werden, Müdigkeit macht auch Frieren.

    Schoko

    Da würde ich lieber