Beiträge von Schokojunkie

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    Das Problem mit Tests an Kindern ist,dass sie sehr oft falsch durchgeführt werden.

    Ein richtig durchgeführter Test macht keine Freude. Je kleiner das Kind, umso fieser.

    Bei 10 jährigen ist es schon eine Herausforderung anständig die rachenhinterwand abzustreifen ohne Tränen und ohne das Mittagessen noch einmal zu sehen. Deshalb glaube ich an eine hohe Dunkelziffer bei den Schülern

    Schoko

    Fiawin ihr seid ja auch an einer tollen schule.

    Hier gibt es das nicht, da könnte ja jeder kommen.

    Ich denke aber dass die supertolle Deutschlehrerin meiner großen eine Wichtelaktion organisieren wird.

    Bei der kleinen bin ich diesbezüglich eher skeptisch. Die Klasse ist sehr heterogen und es gab auf dem Elternabend schon Beschwerden warum die Kinder soviele Hefte bräuchten. Ich fürchte dass da Fünf Euro für ein Wichtel ein Problem darstellen, bzw dass dann einzelne Kinder in die Röhre gucken. Dann lieber gar nicht.

    Zumal in der Klasse auch mit Abschaffung der Maskenpflicht am Platz fast alle Kinder ihre Maske abgenommen haben, obwohl ein Mädchen drum gebeten hat sie möglichst weiter zu tragen da ihr Vater schwer vorerkrankt sei. Das lässt mich nicht gerade entspannt auf eine Weihnachtsfeier mit Maske hoffen

    Schoko

    Ich bin sehr froh um diese beiden zusätzlichen Tage. Denn es ist keine Option Weihnachten nicht zu meiner Mutter zu fahren. Ich vermeide Kontakt zu ihr aktuell weil ich in einem extrem hohen Risikoumfeld arbeite. Sie würde tatsächlich in ein tiefes Loch stürzen. Vorbestehende Depression und Weihnachten alleine ist eine miese Kombination. Ich beobachte mich und die Befindlichkeiten meiner Atemwege akribisch, trage auf Arbeit stets ffp2 Maske oder höher. Ich habe einige Tage vorher frei.

    Das einzige was mir noch einen Strich durch die Rechnung machen kann,ist wenn die Zahlen durch die Decke gehen.

    Ende November werden wir auf den Intensivstationen schauen müssen wie die Lage ist, ich tippe auf hohe Coronazahlen auf intensiv. Dann wird moralischer Druck aufgebaut die freien Tage zu verschieben. Dann glaube ich auch wird der lockdown verlängert und es wird sehr von den Infektionszahlen im Dezember abhängig sein ob die Schulen wieder öffnen.

    Ich habe ordentlich Respekt vor diesem Virus und mich gruselt regelmäßig wenn ich die Schüler vor der Schule in grüppchen stehen sehe. Und sich umarmen, und das ganze ohne Maske.

    Natürlich, erkranken die allermeisten dieser Jugendlichen nicht schlimm, aber sie sind ein Reservoir aus dem es immer mal wieder in die Familien getragen wird.

    Und wenn Papa dann Krankenpfleger ist, und es im zu engen Dienstzimmer bei der Übergabe an die Kollegen weitergibt und alle es dann zu den Patienten tragen kann vielleicht keiner mehr nachvollziehen dass das Virus in der Schule sich unbemerkt hält.

    Wir werden die Kids nicht zu dauerhaftem Abstand erziehen können. Wie schwer das ist, merken wir doch selbst. Ich persönlich fände eine Entzerrung der Schulanfangszeiten zumindest für die älteren da sinnvoll. So bilden sich nicht mehr diese Gruppen vor Schulbeginn und am Schluss.

    Schoko

    Eigentlich mag ich Karneval gerne. Aber ich mag nicht die besoffenen die hier die Stadt dann bevölkern.

    Mal schauen ob wir dieses Jahr mit den Kindern Karneval feiern. Eventuell Kostüme basteln und selbst damit rumlaufen. Die Unmengen an ollen kamelle vermisse ich auch nicht.

    Ansonsten habe ich grade ein paar warme Gedanken an kölsche Bands.

    Schoko

    Lachgas als Beruhigungsmedi funktioniert nur bei kooperierenden Kindern ... ausser man gibt es bis das Kind wirklich schläft, dann aber nur durch einen Anästhesisten, keinen Hausarzt oder Zahnarzt oder so ...

    Lachgas ist ungeeignet um jemanden wirklich schlafen zu lassen. Das geht nur in Kombination mit anderen Narkosegasen.

    Und außerdem ist es nicht sehr wahrscheinlich dass das Kind eine lachgasmaske toleriert, wenn noch nicht einmal Emla Pflaster akzeptiert werden.

    Mein Vorgehen wäre, dass ich die Notwendigkeit erkläre und dann das Kind zum Arzt schleppe. Tatsächlich würde ich emla Pflaster großzügig kleben und ausreichend lange wirken lassen.

    Dann ruhig das Problem vorher besprechen in der Praxis. Wenn die Person die das Blut abnehmen soll souverän auftritt ist das kein Fehler. In dem Fall würde ich um eine erfahrene Kraft bitten.

    Schoko

    In "Vollmontur" richtig zu arbeiten ist eine Herausforderung.

    Ich durfte das am Wochenende. Mit ffp3 Maske und zusätzlich Mundschutz mit Visier um die Augen als Eintrittspforte zu schützen. Selbstverständlich Kittel und doppelte Handschuhe die andauernd gewechselt werden.

    Da war ich froh dass alles glatt lief und keine Notfallsituation entstand.

    In diesem Fall lag eben eine bestätigte Coronainfektion vor.

    Da werden die Schutzmaßnahmen nochmals hochgefahren.

    Das tragen von ffp2 Schutzmaske ist mittlerweile Standart bei Patientenkontakt face top face ohne Abstand.

    Im übrigen ist die Kommunikation hinter diesen Masken plus Schutzbrille sehr interessant. Man versteht deutlich schlechter sein Gegenüber. Es ist ein bisschen wie Stille Post. Unter dem Strich war ich froh als ich wieder meinen normalen OP Mundschutz vor dem Gesicht hatte. Den nehme ich eigentlich gar nicht mehr wahr, er gehört aber auch schon seit sehr langer zu meinem Arbeitsalltag.

    Das hat sicher auch Einfluss auf die Kids. Meine Kinder tragen die Maske ohne murren. Sie wissen um den Sinn und die Notwendigkeit. Und haben auch während der Zeit als es freiwillig war die Maske getragen.


    Ich glaube dass es wichtig wäre wenn jeder sich selbst beobachten würde und bei leichten unspezifischen Symptomen bereits zu Hause bliebe.

    Trotz Halskratzen noch zum Einkaufen zu gehen (bevor man womöglich positiv getestet wird und in Quarantäne geschickt wird) ist auch ein Weg es zu verteilen.

    Im Grunde ist jeder für das Monitoring seiner Symptome verantwortlich, bloß ist das nicht vermittelbar.

    Schoko

    Vielleicht ist französisch auch einfach ungeliebt. Wenn sie sich damit schwertut, wäre jetzt vielleicht noch Zeit für Hilfe .

    Wenn sie gleich am Anfang bei den Grundlagen probleme hat, wird es später echt übel.

    Deshalb, entweder mit Nachhilfe / Vokabeln abfragen sanften Druck ausüben oder wenn es eine Option ist die Sprache wechseln.

    Französisch ist nicht ganz leicht.

    Schoko

    Doch, ich würde in die Notaufnahme..


    Katzenbiss ist nicht zu unterschätzen und gerade an der Hand kann das üble Folgen haben. So eine Hand ist ein mechanisches Wunder an Feinabstimmung und verzeiht größere Infektionen nicht.

    Antibiotikum ist sinnvoll


    Schoko

    Tests auf Mucoviszidose sind verbreitet und ich würde, wenn ich im weiteren Verwandtenkreis eine betroffene Person hätte tatsächlich einen Gentest machen. Ich habe es im Bekanntenkreis erlebt was Mucoviszidose bedeutet, und dass trotz hervorragender medizinischer Versorgung die Prognose bescheiden ist.

    Die Verwandtenehe ist ja auch in vielen orientalischen Ländern nicht unumstritten.

    Die meisten arabischen Ärzte die ich kenne rollen nur noch mit den Augen wenn Mal wieder so ein Fall auftritt.

    Diese oft sehr seltenen syndrome sieht man nicht im Ultraschall und selbst in der Fruchtwasser Untersuchung muss gezielt danach gesucht werden, wenn es überhaupt geht. Deshalb glaube ich nicht an eine Verfälschung durch Pränataldiagnostik. Im Gegenteil, viele dieser Syndrome benötigen komplexe Therapie und evtl korrigierende Operationen. Diese stehen dem durchschnittlichen Einwohner dieser ärmeren Länder eher nicht zur Verfügung.

    Ich würde es aber bei Gesprächen die schon so einen braunen Verlauf nehmen nicht thematisieren. Aber so genau möchte ich gar nicht drüber nachdenken wie klein der Genpool in abgelegenen Gebieten in Europa noch vor hundert Jahren war.


    Schoko

    Ich bin zuversichtlich dass es

    a) einen hinreichend guten Impfstoff geben wird

    b) wir mit der Zeit bessere Behandlungsstrategien entwickeln um erkrankten zu helfen

    Ich rechne damit im Laufe von 2021.

    Danach wird es auch ein Leben mit Corona geben, aber deutlich kalkulierbaren.

    Außerdem wird irgendwann die durchseuchung der Bevölkerung so hoch sein dass die neuansteckungen gering sind.

    Es wird sich ja nicht ausrotten lassen und es wird weiterhin schwere Verläufe geben aber es ist wichtig dass nicht zuviele Menschen zur gleichen Zeit daran erkranken. Dann können diese Leute nicht mehr adäquat versorgt werden. Und dann sterben auch Patienten die mit besserer Behandlung überlebt hätten.

    Wir haben in Deutschland ein luxuriöses Gesundheitssystem. Die Zahl der Intensivbetten ist um ein Vielfaches höher als bei unseren Nachbarn (von Frankreich weiß ich es, von den NL glaube ich es zu wissen, bei den anderen Ländern ist es mehr gefühlt und ich habe keine Lust zu recherchieren)

    Ich glaube schon dass das uns erlaubt mit Corona zu leben, irgendwann.

    Schoko

    Fannie das ist wirklich aggressiver Rassismus den Du da beschreibst.

    Und es tut mir sehr leid für deinen Sohn.


    Die schwarzen deutschen die ich persönlich kenne (ein Elternteil weiß, das andere schwarz) haben immer mehr Beziehung zu Deutschland als zum afrikanischen Land . Sie leben halt hier, und regelmäßig ins Herkunftsland des Elternteils reisen ist finanziell nicht so einfach. Sie sind hier zur Schule und zur Uni gegangen und sind oft "deutscher" als jemand dessen einer Elternteil aus Frankreich oder England stammt, eben weil man nicht Mal eben mit dem Zug zur Oma nach Paris oder London fährt.

    Ich kann mir vorstellen dass es sich dann besonders bitter anfühlt wenn man von seinem Gegenüber vermittelt bekommt dass man nicht dazugehört.

    Ich glaube schon dass es viel Rassismus gibt, aber nicht alles was einem an Unbill widerfährt ist Rassismus. Ich möchte nur auch das Recht haben in manchen Situationen zu sagen dass eine Reaktion vielleicht auch am eigenen auftreten liegt ohne gleich selbst mit dem vorwurf konfrontiert zu werden Rassismus zu negieren , bzw. es doch gar nicht beurteilen zu können".

    Schoko

    Viele Menschen die hier leben sprechen erschreckend schlecht deutsch. Und in der besonderen Situation beim Arzt, wo selbst eloquente Muttersprachler manchmal die Hälfte vergessen wird es kritisch.

    Ich kenne es tatsächlich so dass manche Praxen gezielt Mitarbeiterinnen mit "den üblichen Verdächtigen"Fremdsprachen einstellen. Es ist tatsächlich oft leichter seine Beschwerden in der Muttersprache zu schildern.

    Schoko