Beiträge von Schokojunkie

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    Ich frage auch oft ob jemand deutsch versteht. Und natürlich frage ich das Menschen die einen ausländischen Namen haben und "nach Ausländer" aussehen eher als jemanden der blond, blauäugig ist und Peter Maier heißt.

    Es ist nunmal auch manchmal wichtig dass ich weiß dass Patienten mich verstehen.

    Und wenn man eine Situation verbessern kann,sollte man es gleich tun. Wenn mir jemand sagt dass er ganz hervorragend finnisch spricht,aber leider sehr schlecht deutsch versuche ich einen Kollegen mit entsprechenden Sprachkenntnissen aufzutreiben. Bei vielen Sprachen funktionniert das. Insbesondere auch deshalb weil man von Kollegen weiß welches ihre Muttersprache ist. Oder dass sie mit jemandem aus diesem Land zusammen sind und die Sprache sprechen.

    Ich finde das wahrnehmen von Unterschieden bereichernd, und sehe es nicht perse als rassistisch an.

    Mich stört an der ganzen Debatte dass poc die alleinige Deutungshoheit für sich beanspruchen, bzw deren Blickwinkel als allein richtiger dargestellt wird.

    Ich persönlich habe durchaus ein Problem damit dass ich einen Unterschied fühle ob mich nun Lieschen Müller fragt wo ich herstamme oder ob es Ali Ben Hassan tut.

    Bei ersterer unterstellt Frau leicht ein "und wann gehst du zurück?", Beim zweiten ist es eher die Freude jemanden kennenzulernen der möglicherweise eine ähnliche Geschichte hat.

    Dabei weiß ich doch gar nicht ob Lieschen nicht gerne meine Freundin sein will und einfach einen Einstieg ins kennenlernen braucht.

    Ich habe es übrigens schon so erlebt dass es eine "Komplizen Schaft" zwischen Kindern binationaler Eltern gibt.

    Da kann man sich nämlich durchaus gemeinsam darüber austauschen dass man die Sprache des migrierten Elternteil s nicht beherrscht, und wie es war als Kind immer Mal wieder die Verwandtschaft zu besuchen mit der man unter dem Jahr nix zu tun hatte.

    Ich empfinde mein Gegenüber dann durchaus als Deutsch, aber mit einer zusätzlichen Erfahrung die ich ähnlich gemacht habe.

    Schoko

    Na ja, Rassist ist ja auch etwas schlimmes. Ganz normal dass normale Menschen das nicht sein wollen.

    Aber man kann und darf durchaus sagen dass einem etwas unangenehm war oder sich abwertend angefühlt hat.

    Im besten Fall lernt das gegenüber sensibler zu sein.

    Schoko

    Ziemlich genau was janos schreibt.

    Klar kann es sein dass ein schwarzer mit vermutlich ausländischem Namen sehr gut deutsch spricht, aber es ist oftmals anders. Wenn er dann auch noch Luftnot hat und es ihm sichtlich schwer fällt zu sprechen dann spreche ich die Begleitung an.

    Ich frage Patienten ziemlich oft ob sie deutsch sprechen. Viele verstehen das als Angebot zu sagen dass sie besser Englisch, französisch,arabisch oder klingonisch können.

    Da kann ich dann das Gespräch auf französisch oder english führen und je nachdem auch den klingonischen Kollegen bitten die Patienten zu übernehmen.


    Das mit der Betreuung finde ich allerdings auch schräg. Sieht der Mann so minderjährig aus? Oder war es nur ein falscher Begriff für Übersetzer, Helfer?


    Ich finde das kann man in einem kurzen Gespräch klären. Ich würde definitiv kein Fass aufmachen.


    Wahrnehmen dass jemand vermutlich nicht aus Deutschland stammt und darauf eingehen zu wollen ist nicht perse rassistisch.

    Schoko

    Ich kenne das Phänomen von Magersucht. Da haben die Patienten auch ein gestörtes Wärmemanagement. Ab welchem Grad an "dünn" das anfängt weiß ich nicht, aber es ist denkbar dass es durch die mangelnde Speckschicht bedingt ist.

    Ich würde das Zimmer auch wärmer heizen, dann das Bett vorwärmen (dafür sind so alte Metallwärmflasche genial). Und schauen dass dann alles dicht ist wenn sie sich darunterlegt.

    Alternativ würde ich einen Schlafsack ausprobieren.

    Möglicherweise braucht ihr Körper die Energie gerade an anderer Stelle (Heilung der OP ) und sie nimmt ja wahrscheinlich immer noch recht wenig zu sich.

    Vorsicht mit Wärmflasche mit heißem Wasser drin. In Krankenhäusern sind die mittlerweile verboten weil die Verbrennungen verursacht haben.(auslaufen) Da würde ich eher zu Kirschkernkissen raten.

    Mir selbst hilft heiss duschen oder baden und dann ins Bett gehen.

    Schläft sie denn ausreichend? Wenn sie nachts immer vor Kälte aufwacht?

    Das kann zu einem Teufelskreis werden, Müdigkeit macht auch Frieren.

    Schoko

    Da würde ich lieber

    Psychotherapeut kann meines Wissens nach nur werden wer ein abgeschlossenes Medizin oder Psychologie Studium mitbringt.

    Daran schließt sich die Facharzt Ausbildung bzw die Therapeuten Ausbildung an.

    Aufgrund der studienplatzknappheit und des unverschämten NC gibt's mittlerweile etliche private "Universitäten "zumindest im Bereich Medizin.

    Dort kann man in der Tat ein Medizin Studium absolvieren, Muss auch nicht schlecht sein. Allerdings fehlt in allen privaten Unis der Blick über den Tellerrand. Man hat eben nicht die Vielfalt einer Uni wo man Kreuz und quer durchs Studium Generale schnuppern kann, und man lernt nicht Mal eben Leute kennen die "Exoten"studieren.

    So etwas dürfte es auch für Psychologie geben.

    Allerdings würde ich mit erheblichen Kosten rechnen.

    Schoko

    Gehen tut das sicherlich, aber hier war es wichtig dass wir einen Takt von aussen vorgegeben bekommen. Weil , ansonsten hätte ich jede Woche eine Ausrede gehabt um nicht hinzugehen. Es ist nämlich mühsam nach der Arbeit noch ins Schwimmbad zu müssen, und am Wochenende ist es so voll dass es keinen Sinn hat dort zu üben.

    Im Urlaub hat die kleine dann jeweils Riesenschritte gemacht. Zum Beispiel zum ersten Mal eine Bahn geschwommen. Da war die exklusive Betreuung durch Mama wieder gut. (Wir sind damals öfters in Ferienparks mit Schwimmbad gefahren, und die Kids haben auf schwimmen gehen bestanden).

    Wenn ihr keinen Kurs findet, wäre vielleicht eine Option sich mit anderen zusammen zu tun. Motiviert halt auch zum durchhalten.

    Schoko