Beiträge von petit_escargot

    Ich hab Grad wenig Zeit, daher nur kurz: Ich kann dich soo gut verstehen und bei mir sind die Voraussetzungen doch noch einfacher. Ich hatte keinen KS sondern ambulant entbunden und war erst nach drei Wochen das erste Mal einen ganzen Tag mit beiden alleine. Ich würde dir auch eher raten dich im Moment zu schonen und den Grossen bespassen lassen, es müssen ja nicht gerade ganze Tage sein. Dabei hält darauf achten, wie sich das Grosskind fühlt.
    Ach ja, Mittagsschlaf wenn der Kleine beim Einschlafen nicht schläft ist hier auch #kreischen

    Kannst du mit dem Baby vielleicht den Zug nehmen? Ich nehme an, das Auto muss zwingend mit da ihr das ja in die Ferien mitnehmt.
    Wir sind, als unser Grosser ca 4 Monate alt war, auch mal mit dem Auto gefahren bei ziemlicher Hitze. Das waren aber vielleicht mal eine Stunde oder so. Er hat immer spätestens nach 10min zu Schreien begonnen und hasste von da an Autofahren.

    Das wäre hier auch möglich gewesen, allerdings hätt ich das AB oral schlucken müssen (in der Klinik bekommt man das intravenös). Laut meiner Hebamme muss man oral allerdings eine sehr hohe Dosis schlucken, damit genug beim Kind ankommt. Das schlägt wiederum auf Magen und Darm.
    Wir hatten uns dagegen entschieden.


    Bei uns gehts auch iv im Geburtshaus. Aber in der Schweiz dürfen ja Krankenschwestern und Hebammen generell mehr als in Deutschland...Die Apothekerin war allerdings schon ein wenig verwirrt, was ich mit einem Antibiotikum für intravenös will. Ich habe dan grad noch ein wenig Werbung fürs Geburtshaus gemacht :D
    Oral stelle ich mir unangenehm vor.

    Bei der ersten Schwangerschaft wurde ich positiv getestet und bekam dann eine AB Gabe unter der Geburt da ich spät ins Krankenhaus ging. Während des Aufenthalts wurde häufig die Temperatur gemessen, mich hatte allerdings niemand über die Krankheitsanzeichen informiert.


    Jetzt war der Test bei 35 SA wieder positiv. Ich habe eine Aromatherapie gemacht. Das waren Scheidezäpfchen mit ätherischen ölen und Kapseln zum Schlucken. Diese Behandlung dauerte 10 Tage. Danach habe ich den Test wiederholt und das Ergebnis war negativ, es waren also keine StreptoBs mehr zu finden. Ich bin über diesen Therapieerfolg sehr erleichtert. Meine Hebamme sagt auch, dass sie sehr gute Erfahrungen mit dieser Behandlung machen.
    Wenns nichts genutzt hätte, hätte ich mir das AB auch im Geburtshaus geben lassen können, das geht bei uns zum Glück (man muss einfach das AB selber mitbringen, Rezept dazu bekam ich von der Frauenärztin).

    Bei mir steht die (zweite) Geburt ja kurz bevor. Ich möchte mich für die Anregungen, die ich gerade bekommen habe bedanken. Ich habe bei der ersten Geburt einen grossen Teil der Eröffnungsphase alleine gemacht. Gewollt und mich hats gar nicht gestört. Allerdings habe ich die Wehen eher über mich ergehen lassen, als aktiv unterstützt. Mir war aber auch nicht so richtig klar, ob das jetzt wirklich die Eröffnungsphase ist, da die Wehen in unregelmässigen Abständen kamen, die eben immer länger als die magischen 5min waren. Als wir dann im KH ankamen, war ich schon sehr weit offen.


    Zum Pressen: ja, da habe ich auch ein ambivalentes Verhältnis dazu. Ich wurde massiv unter Druck gesetzt während der Presswehen. Das Kind sollte raus. Ich habs nicht alleine Geschaft. Irgendwann konnte ich den Kopf spüren, aber das Kind rutschte immer wieder hoch. Also strengte ich mich noch mehr an. Ja und irgendwann gabs dann halt Saugglocke und Dammschnitt und Kristellern. Ich hatte im ganzen Gesicht gerissene äderchen, auch im Auge, wegen der Anstrengung. Nach der Geburt habe ich allen gesagt, dass nicht die Schmerzen, sonder die physische Kraft, die notwendig ist, die Einschneidende Erfahrung war. Auch weil ich darauf gar nicht vorbereitet war. Und jetzt frage ich mich, inwiefern dieses starke Pressen für die Geburt hilfreich war, und ob das nicht die Herztöne schlussendlich eher verschlechtert hat. Ich hoffe fest, dass ich diese phase bei der zweiten Geburt besser erleben kann (und dass ich es diesmal schaffe, dass das Kind ohne fremde Hilfe rauskommt...).

    Ok, ich gebs zu das klingt etwas seltsam...
    Hast du den Artikel gelesen? Meine Zusammenfassung greift natürlich zu kurz, es geht auch viel um die Voraussetzungen damit die natürliche Geburt der Plazenta eben gut geht aber ich fand ihre Schlussfolgerung schon nachvollziebar. Sie erwähnt eben auch, dass z.B. nur 21% der Frauen keine Einleitung haben (ich finde diese Zahl, ist für Australien, echt krass). Und eine Einleitung scheint eben massgeblich dazu beizutragen, dass die Nachgeburt zu Komplikationen führt.


    Klar sollte man die natürlichen Vorgänge viel mehr abwarten und eine Frau kann auch in der Klinik die Plazenta ohne Unterstützung bekommen...

    Ich kann schon verstehen, dass dich das verärgert. Gerade weil es eben anders abgesprochen war. Wir haben auch eine Geburtsplanung gemacht. Da wurde aber gleich gesagt, dass die Nabelschnurr normalerweise sofort abgeklemmt wird aus den Gründen xyz. Ich habe mir das dann nachträglich nochmals überlegt und bin zum Schluss gekommen, dass es für mich nicht wichtig genug ist, um da jetzt darum zu streiten. Was mich hingegen geärgert hat, war das Zufüttern mit Flasche. In den Geburtsplan-Dokumenten steht klar, dass man die Zufüttermethode wählen kann, und ich habe auch nochmals darauf hingewiesen beim Gespräch. Als es dann aber soweit war, sagte die Hebamme, es gäbe keine Alternative zur Flasche. Sie hats dann zwar sogar mit Spritze versucht, aber auch sofort klar gemacht, dass das auf der Wochenbettstation dann nicht mehr geht...naja ich hab dann halt nachgegeben - zum Glück ohne weitere Folgen fürs Stillen...



    Ich finds übrigens super, dass sie das Gespräch anbieten. Ich habe meinen Geburtsbericht nämlich auch angefordert, aber ich verstehe immer noch nicht ganz, warum alles plötzlich so schnell gehen musste (Saugglocke etc.). pH wurde bei uns übrigens auch gemessen, da Saugglockengeburt.


    Zur Plazenta:
    Ich finde ja den Beitrag sehr interessant:
    http://midwifethinking.com/201…st-option-for-most-women/
    Diese Hebamme kommt eben zum Schluss, dass in der klassischen Klinikumgebung eine unterstützte Plazenta-Geburt vorzuziehen ist, einfach weil die Umstände schon sehr unnatürlich sind und somit das Komplikationsrisiko erhöt ist....

    Ich wohne ja fast in Frankreich. Ja, die Gräben sind tief. Viele betonen, dass Hollande nicht ihr Präsident sei. Und protestieren/demonstrieren gehört zur Kultur Frankreichs. Als vor ein paar Jahren das Rentenalter angehoben wurde gabs monatelang Proteste inkl. Besetzung von Treibstofflagern etc. Aber warum sooo viel Energie in diese Frage investiert wird...ich verstehs auch nicht.
    Die Institution Ehe wird halt in den Augen der Gegner aufgeweicht. Das Adoptionsrecht ist auch wichtig denke ich...