Beiträge von Sapotille

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    danke, frau dechse.


    manchmal bin ich noch wach, manchmal schlafe ich schon im bett.
    ich habe die erfahrung gemacht, dass es ihn sehr traurig und wütend macht, wenn er mich abends dann noch sieht oder hört. prinzipiell finde ich das eine sehr gute idee mit dem gleichbleibenden ablauf, dass er sich georgen und sicher fühlt. und ja, vermutlich ist es wirklich ein absoluter mix aus allem, der ihn da nachts umtreibt. und das steht ihm ja auch zu. stimmt, sprachlich tut sich grad einiges. auch sonst verändert er sich sehr. und die autonomiephase hat hier wie gesagt schon vir 3 monaten angefangen. insofern denke ich, dass es wohl nie den perfekten zeitpunkt geben wird, wann man das einen kind zumuten kann. ich will ja seine trauer und alles auch gar nicht kleinreden, indem ich sage, dass ich will, dass das endlich zuende ist. es ist nur so schwer, das mitzukriegen und nicht selber zu trösten. ich weiß, er ist bei meinem mann in besten händen.
    die idee mit der geschichte von sich kümmernden papas finde ich ganz toll. da gibt es doch sogar ein buch, ich glaube von eric carle? das mit den seepferdchen. ich werd mal überlegen.

    das braunbärchen ist anderthalb jahre alt. klar, mein mann bietet immer was zu trinken an. manchmal trinkt er dann und es ist gut, manchmal will er nicht. wenn er in den morgenstunden wach wird, kann er auch banane oder reiswaffel haben.


    ich merke, dass ich es total schwierig finde, das hier so zu beschreiben, wie es nachts ist.
    also, es ist heute der absolute höhepunkt gewesen mit den 50 minuten weinen. ich glaube, sonst weint er wirklich nur 5 oder 10 minuten wenn er wach wird nachts. oder eben auch mal gar nicht. letzte nacht zb. hat er nur kurz geweint beim hochbringen und schlief dann 6 stunden bis halb 5 und ist dann mit meinem mann aufgestanden.


    ich glaube, dass das mit der trage eben nur dann sinn machen würde, wenn er jetzt wirklich sehr lange weint. und er besteht auch wirklich darauf, dann nicht angefasst zu werden. ich könnte mir vorstellen, dass die enge einer trage dann wirklich noch mehr wut auslöst.

    ok, vielleicht wäre es noch eine option, das mein mann ihm in einer flasche reismilch anbietet, wenn er so dolle weinen muss. ich hab halt bei sowas immer angst, dass man sich die nächste gewohnheit schafft damit.


    edit: das braunbärchen hat übrigens um 20 nach 10 die kurve gekriegt und schläft jetzt. mein mann macht das so super. er ist so ein liebevoller vater. und für ihn ist es auch eine ganz wichtige erfahrung was verantwortung anbelangt. und für mich ist es eine ganz irre erfahrung, die verantwortung abzugeben und einfach mal nur an mich zu denken.
    nur, wenn er dann so eine phase hat wie eben, dann zweifel ich an allem und jedem. ich weiß, es wird sich lösen und alles wird gut werden. ich weiß, es ist schwer für ihn, aber ich weiß auch, dass er es mit seinem tollen papa an der seite schaffen wird. und morgen früh komme ich runter und nehme meine vor freude zappelndes baby zu mir und lasse es stillen.
    morgens wird er immer so gegen 5 uhr wach und steht dann mit meinem mann auf. ich werde locker erst 2 stunden später gebraucht.

    ja, das habe ich auch schon gedacht, ob das helfen würde. aber ich habe wirklich angst, dass es mich noch mehr von den beinen haut, wenn ich nachts unter umständen so lang trösten muss. ich habe wirklich keine kraft mehr.
    und: an anderen stellen nachts akzeptiert er meinen mann ja bestens. auch tagsüber ist mein mann jetzt fast "gleichberechtigt" mit mir, was trösten und ansprache und spielen anbelangt. da sist eine ganz tolle entwicklung.
    ich habe das stillen tagsüber ja auch massiv reduziert. von ca.12x auf ca.3x. und das nimmt er total toll so hin, gar kein problem. ich erkläre ihm dann, dass die mimis sich ausruhen müssen. mein mann erklärt ihm auch nachts. ich werd emorgen nochmal mit meinem kind reden und das nochmal erklären. ja, es ist wirklich erstaunlich, wie viel die kleinen in dem alter schon verstehen.

    Liebe Raben,


    ich brauche mal euren Rat.


    Wir sind gerade dabei, das Braunbärchen nachts abzustillen, da es katastrophal geschlafen hat, ich sehr ershcöpft bin durch eine Anämie und generell leere Akkus.


    Vor genau zwei Wochen haben wir begonnen. Damit die stillfreie Nacht für's Kind nicht so lang ist, legen wir ihn nach dem Einschlafstillen auf das Sofa, wo er dann nochmal stillen darf bis ca 22:00. Wird er so um den Dreh oder danach wach, nimmt mein Mann ihn mit hoch ins Bett. Der Papa ist mit dem Braunbärchen ins Gästezimmer umgezogen und hat sich sehr liebevoll um ihn gekümmert.
    Die ersten drei Nächte verliefen recht gut. Er weinte nicht länger als eine halbe Stunde und auch nicht öfter als 3x pro Nacht.
    Ab dann waren die Nächte sehr unterschiedlich und durchwachsen. Es ist nicht so, dass zB. das Hochbringen grundsätzlich problematisch ist, oder er immer unruhig schläft, immer sehr früh wach wird und nicht mehr einschlafen kann oder noch häufig länger weinen muss. Es ist mal das eine, mal das andere. Manchmal auch alles auf einmal. Und manchmal verläuft die Nacht auch total unkompliziert. Mein Mann ist wahnsinnig geduldig, streichelt ihm den Rücken, erzählt ihm Geschichten....
    Wir versuchen herauszufinden, woran es liegt und wie wir die Rahmenbedinungen so verändern können, dass es für ihn leichter wird.


    Sollte ich das Einschlafstillen abschaffen?
    Oder sollte ich ihn nach dem Einstillen direkt hochlegen und ab dann an meinen Mann abgeben?
    Sollte ich ganz abstillen?
    Sollte ICH mich nachts um ihn kümmern ohne zu stillen?
    Ist das Trennungsschmerz? Wut? Nach zwei Wochen?


    Jetzt grad ist er seit 40 Minuten am Weinen und Brüllen und ich sitze hier zitternd und hilflos und ärgerlich, weil ich endlich will, dass das ganze ein Ende hat. Und weil er mir so Leid tut in den Momenten.
    Nachts kriege ich eigentlich nichts mit, weil ich mit Oropax schlafe. Das tut so irrsinnig gut.


    Im Moment zahnt er auch immer wieder. Zwei von den letzten vier Backenzähnen machen sich auf den Weg. Das wird sicherlich auch eine Rolle spielen. Wobei sein Weinen nicht nach Schmerzen, sondern nach Wut klingt. Zahnungsweinen klingt eigentlich anders. Aber vielleicht begründet das seine Unruhe. Mein Mann gibt dann Chamomilla, das hilft oft sehr schnell dann.


    Habt ihr Ideen? Oder Kopftätschler? Ich kann auf keinen Fall mehr in diese Stückelnächte zurück und eigentlich war der Plan, dass mein Mann solange mit ihm im Gästezimmer schläft, bis sich sein Schlafverhalten beruhigt und eingependelt hat. Dass es so lange dauert, hätten wir nicht gedacht. Unser großer Sohn war damals ein waschechter Stilljunkie. Da war ich beim nächtlichen Abstillen auch dabei und das war nach ein paar Nächten gegessen. Hatte das Schlimmste befürchtet, weil er tags wirklich alle 15 Minuten und größem Getöse nach der Mimi verlangt hat.
    Der Kleine ist viel leichter abzulenken, hat aber auch schon mit 15 Monaten ausgeprägte Wutanfälle gehabt. Tja, so verschieden sind die Kinder und man lernt immer neue Facetten von ihnen kennen.
    Gerade habe ich einfach das Gefühl, ihm sonst was anzutun. Aber weiterstillen ist keine Option. Mein Körper ist alle, braucht Ruhe. Mein Geist auch.

    ich würde auch vorschlagen, es mal mit reismilch zu probieren. die verschiedenen sorten, die man in (bio)läden kaufen kann, schmecken wirklich sehr unterschiedlich. vermutlich müsst ihr da ein bisschen rumprobieren. viel erfolg.

    futurama,
    wir hatten mit dem abstillen zwei anstrengende nächte. in der ersten nacht hat er etwa zwei stunden teilweise geweint, teilweise gewütet und begrüllt und schlief dann in meinem arm ein. nach zwei std. wurde er wieder wach und weinte nochmal eine dreiviertel std. und schlief dann bis zum morgen weiter. in der nächsten nacht ähnlich, nur nicht mehr so lang. ich war überrascht, weil es harmloser ausfiel als ich es mir vorstellte.

    Für mich war das bei dem Großen mit dem nächtlichen Abstillen ein riesen Lernrpozess. Es IST schmerzhaft für das Kind, aber es ist auch zumutbar. Er war wahnsinnig traurig, wütend, frustriert, hat geweint, gebrüllt, geschrien, bis er sich fast übergeben hat. Und das ist verständlich. Er darf all diese Gefühle haben. Ich war bei ihm, habe ihn getröstet und gehalten, sofern er das wollte. Es ist glaube ich für die meisten Erwachsenen sehr schwierig, mit derartigen Gefühlen umzugehen, weil die wenigsten das von ihren Eltern gelernt haben, bzw. selber in solchen Zuständen angenommen wurden.
    Ich fand es eine sehr wichtige Erfahrung. Und es hat uns allen sehr viel gebracht.
    Ich merke, dass mir wichtig ist, dass ich meinem Kind erklären kann, wieso das nun anders ist. Und dass mein Kind das versteht. Mit anderthalb hatte ich das Gefühl, dass verstandesmäßig ankommt, dass die "Mimis" jetzt schlafen und dass wieder gestillt werden darf, wenn es draußen hell wird.
    Und daher werde ich jetzt noch 2 oder 3 Monate durchhalten, bis ich das beim Kleinen auch so mache. Ich bin wirklich um einiges gelassener geworden, wenngleich die letzten paar Nächte wirklich grenzwertig waren (hier auch Laufenlernen) und ich wirklich dachte, ich packe meine Sachen und zieh ins Hotel.

    Mein Großer hat, bis er 1,5 Jahre alt war, stündlich gestillt. Ich war ein Zombie und bin zum Schluss jede Nacht durchgedreht. Dann habe ich ihn abgestillt und es folgten etwa 5 wochen, in denen er dann noch jeden morgen um 5 einen riesen anfall bekam und alles zusammengeschrien hat. als das überstanden war, schlief er ruhig und friedlich bis morgens um sieben.
    Mein kleiner Sohn, jetzt 14,5 Monate alt, ist auch ein schlecht-Schläfer. Die erste 4 Monate wachte er 2x pro nacht auf, mittlerweile sind wir so bei alle 2 Stunden, manchmal auch ein paar stunden am Stück, die er dann gar nicht mehr einschläft.
    Ich weiß, dass ich ihn auch nachts abstillen werde wie den Großen, wenn sich das nicht innerhalb der nächsten Monate gibt.
    Manchmal, da frage ich mich, ob dieser ganze Schlafwahnsinn nicht hausgemacht ist. Durch das Zusammen-Schlafen (von dem ich völlig überzeugt bin und es anders nicht wöllte), durch das anlegen nachts, sobald das Kind wach wird... ob das dann nicht einfach zu einem liebgewonnen Ritual wird, zur Gewohntheit...?
    Ich meine, es gibt ja auch genug Kinder im Familienbett, die nachts noch gestillt werden und dabei ok schlafen.


    Ich hab grad wieder so eine Nacht hinter mir, wo ich stark bezweifle, dass sich das von selbst geben wird und ich dann beizeiten abstillen werde...

    Hach, ihr seid super.
    Das mit dem Tauschen fühlt sich total stimmig an. Das werden wir jetzt hier einführen. Alles, was im Wohnzimmer rumliegt, ist für beide Kinder. Hat das Baby etwas davon, muss der Bruder entweder warten oder was zum Tauschen anbieten. Nicht mehr einfach wegnehmen. Wenn er dabei Hilfe braucht, kann er mir bescheid sagen. Alles, was ihm wichtig ist, muss er in seiner Kinderecke deponieren.


    Jetzt fühle ich mich viel klarer, auch, wenn ich das im Ansatz schon so im Kopf hatte.


    :)

    mel-kane,
    ich werd da nochmal gut drauf achten, ihn freundlich und entspannt drauf hinzuweisen, wenn die Situation auftritt.


    Peppersweet,
    ja, so machen wir das häufig. Aber da kommt halt in mir immer wieder ein ungutes Gefühl, weil das Baby da eben immer "zurücksteckt". Aber das hängt natürlich auch stark mit dem Alter zusammen. Irgendwann wird er so einen Deal dann auch ablehnen.
    Ich würd mir wünschen, dass Spielzeug einfach Allgemeingut ist und peng.
    Aber es wurde nunmal alles dem Großen geschenkt und ich fühl mich auch blöd, wenn ich ihm dann vermittle: so, jetzt ist der kleine Bruder da, jetzt wird geteilt.


    Mensch, wieso fühlt sich das grad so kompliziert an? Vermutlich ist es völlig ok, es so zu handhaben wie du, Peppersweet, das schreibst, bis das Baby eben in dem Bereich ein anderes Bewusstsein erlangt hat und anfängt, seine Interessen und Rechte auf dem Gebiet deutlicher anzumelden. ;)
    Ich hab wohl manchmal einfach Sorge, dass der Große noch willensstärker und vehementer wird, als er es eh schon ist. ;)

    Danke, ihr zwei.
    Findet ihr denn, dass das auch schon für unsere Alters-Konstellation gilt? Das Baby ist ja erst 7 Monate alt und würde sich ja theoretisch mit allem abfinden, was man ihm gibt. Ich könnte also für den Großen immer organisieren, dass ich sein nein hinnehme und dem Baby was anderes suche. Wenn es jetzt schon älter wäre und es wirklich konkret um spezielle Spielsachen ginge, die von dem Baby bespielt werden wollen (und nicht "einfach nur" dieses Ich-stcke-alles-in-den-Mund-was-meinen-Weg-kreuzt), dann wäre ich da auch klarer in meiner Position.
    Ich denke halt im Moment immer: Najaa, J. nimmt ja auch einfach seine Rassel, wenn er jetzt das Bilderbuch nicht haben kann. Und für F. ist es eine völlig neue Situation, dass J. jetzt überall rumwuselt.
    Aber es geht mir halt auch total gegen den Strich, dass er J. dann vom Auto wegschubsen will und es dringend braucht, obwohl er grad ganz woanders beschäftigt war eigentlich.
    Ich glaub, ein Punkt ist auch noch: Wenn ich das so durchsetzen will, wie ihr das jetzt in Teilen beschrieben habt, dann wird das hier eine einzige Brüll-Suppe und vor der drücke ich mich. ;)


    Ich merke, dass ich grad super verkopft da drin bin und versuche jetzt, mich zu entspannen und zu vertrauen, dass es sich finden wird.
    Mir war nur wichtig zu hören, ob ihr findet, dass man das von unserem Großen durchaus verlangen kann, bzw. dem Baby auch "Rechte zuspricht".


    Liebe Grüße. :)