Beiträge von Anja

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    Die wissenschaftliche Diskussion war schon immer öffentlich. In Zeitschriften und auf Konferenzen (zu denen auch jeder interessierte Zugang hat)

    Da bin ich hingegen anderer Meinung. Zeitschriftenlizenzen und Konferenzteilnahmen sind für den Durchschnittsbürger kaum finanzierbar. (Ich bekomme Konferenzen vom AG bezahlt weil Teil des Jobs, Lizenzen werden vom AG angeschafft und sind nur für MitarbeiterInnen zugänglich.)


    Was die Zeitschriften angeht tut sich inzwischen seit einigen Jahren etwas. Die Realität war ja bisher:


    - Öffentliche Hand finanziert Ausbildung und Gehalt der WissenschaftlerInnen

    - Öffentliche Hand finanziert Konferenzteilnahmen, Laborkosten etc.

    - öffentlich finanzierte WissenschaftlerInnen fungieren in ihrer Arbeitszeit als gratis AutorInnen und GutachterInnen für die wissenschaftlichen Zeitschriften

    - Öffentliche Hand muss die publizierten Forschungsergebnisse ebenjener bereits finanzierter WisseschaftlerInnen für teures Geld zurückkaufen um sie den KollegInnen und StudentInnen jeweils zur Verfügung zu stellen => Zeitschriftenlizenzen die nur nur für Uniangehörige freigeschaltet sind


    Inzwischen kann ich wählen, meinen Artikel 'Open Access' zu veröffentlichen, dann ist er nicht hinter der Paywall und für jeden zugänglich. Kostenpunkt für mich: ca. 2000-3000 Euro (pro Artikel). Muss man haben.


    (Eine gute Initiative ist aber zB die Frontiers-Reihe, da kann dann auch jeder mitlesen: frontiersin.org. Trotzdem findet das Peer-review hinter den Kulissen statt und das erscheint mir auch sinnvoll.)

    Viel besser, als wenn man alles nur durch die Brille von Journalist:innen lesen könnte, die erstens fachfremd sind und zweitens auch oft noch auf die Interessen ihres Arbeitgebers Rücksicht nehmen müssen.

    Ich habe schon guten und schlechten Wissenschaftsjournalismus erlebt und bin deiner Meinung, dass das viel Verbesserungspotential ist. Gut: Fragen vorab kommuniziert, telefonisches Interview, nachfragen dann spontan, Zusendung des daraus resultierenden Zeitungsartikels vorab so dass ich nochmal gegenlesen und ggfs. richtigstellen konnte. Das war aber nicht nötig. Schlecht: Vereinfachte bis hin zu falscher Zusammenfassung dessen was ich geschrieben habe, weil es Leser anzieht möglichst kontroverse Thesen in den Raum zu sch(m)eißen, null Möglichkeit zur Richtigstellung außer als Leser durch die Kommentarfunktion.


    - Eigentlich sollte Wissenschaftsjournalist ein geschützter Begriff sein.

    enfj-a Ich glaube die Öffentlichkeit kann einem echten Peer-review nicht folgen (und auch ein/e WissenschaftlerIn einem fachfremden Peer-review nicht). Ob es nützlich ist dass man Kritik an der Fehlinterpretation des fünffachen Interaktionseffektes oder die Rückfrage warum nicht Variable xy miterhoben wurde öffentlich mit 280 Zeichen auszutragen? (oder wie es ja häufig geschieht dann eben doch mit 5000 Zeichen aber auf 20 Tweets verteilt) Oder ob dieser Prozess lieber irgendwo anders stattfindet damit auch die Qualität dieses Prozesses halbwegs gesichert bleibt? Die einigermaßen korrekte Kommunikation von Forschungsergebnissen an die Öffentlichkeit ist die Aufgabe von Wissenschaftsjournalisten, nicht unbedingt die von Wissenschaftlern. Also sollte es idealerweise sein, finde ich.

    Ich finde Twitter für die Wissenschaftskommunikation nicht uninteressant, aber durch die Kürze der Beiträge und die (erwartete) Schnelligkeit ist es mMn nicht für einen tiefgehenden kritischen Austausch zu gebrauchen. Man braucht ja Zeit um sich in eine Argumentation, in ein Forschungsdesign, in die vermeldete Statistik oder die Rückschlüsse vertiefen zu können. Und wird das nicht schnell total unübersichtlich?


    Die twitternden Kollegen die ich kenne nutzen das eher zur Selbstdarstellung oder als Outreach. Auf Twitter werden Ergebnisse natürlich verkürzt dargestellt und das lässt wenig Spielraum für alle Disclaimer die im Artikel ausführlich diskutiert werden können.

    (Wobei auch der Peer-review-Prozess nicht zwangsläufig anonym ist. Jedem ist freigestellt, mit Namen zu signieren, und zumindest in meinem Fach war das nicht sooo selten.)

    Das kenne ich so nicht, denn der/die GutachterIn soll ja unabhängig ans Werk gehen und das ist nicht mehr gegeben wenn er/sie den/die AutorIn einordnen kann. In meinem Fach wird da von den Herausgebern auch drauf geachtet. Mir ist neulich ein Manuskript zurückgeschickt worden weil ich mich selbst zitiert hatte (ohne das in irgendeiner Form als "mich selbst" anzudeuten), der Herausgeber aber wollte das ich das anonymisiere. Das passierte also bevor es überhaupt an die GutachterInnen ging.

    Ich dachte als Kind dass um jede Stadt eine Mauer gebaut ist.


    Als meine Tante in NRW mal nebenbei am Telefon fallen ließ, dass sie mit ihrer Klasse einen Tagesausflug in die Eifel gemacht hat war ich völlig verwirrt. Das lohnt sich doch gar nicht, zweimal 2 Stunden Wartezeit an der Stadtgrenze nur für einen Tagesausflug. Sowas hat in Westberlin ja kein Mensch gemacht damals und es kam mir daher vollkommen absurd vor. (Außerdem fuhr man ja idR gleich durch nach Westdeutschland, also es hat sich selbst für ein Wochenende kaum gelohnt die Stadt zu verlassen, zumindest nicht mit Kind und Kegel.)


    Ebenso dachte ich, Deutschland sei von zahllosen Grenzen durchzogen. Ich glaub ich war 10 oder 11 bis mir auffiel, dass wir immer nur zwei Grenzen passierten - raus aus W-Bln und rein in die BRD (bzw. umgekehrt auf der Rückfahrt). In meiner Wahrnehmung haben wir ständig willkürlich angehalten. Und gewartet...




    Unser damaliger Nachbar hat sich einmal als Nikolaus für uns Kinder verkleidet. Ich habe ihn allerdings an der Stimme erkannt. Und anstatt, dass mir klar wurde, dass das wohl nicht der echte Nikolaus sein kann, dachte ich nur, dass der Nachbar in Wirklichkeit der Nikolaus ist und den Rest des Jahres nur so tut, als wäre er ein normaler Mensch.

    Das ist ja extrem putzig #herzen


    Ich weiß dass es Inbusschlüssel heißt, kann das aber nicht aussprechen. Da verdreht sich meine Zunge irgendwie.

    Schöner Beleg für meine Kardamom-These oben. N gleicht sich seiner Umgebung an und wird zu M.


    Sorry, das musste jetzt sein.

    Genau, das ganze nennt sich Koartikulation.

    Huch, bin ich die einzige die das mit Schnaps vorbeugt? 😬


    Ich spüle Mund und Hals gut aus, schlucke auch ein paar Schlucke runter damit die Schleimhäute soweit 'entkeimt' sind. Zumindest bilde ich mir das ein und es funktioniert immer ganz gut. Wenn ich das im richtigen Moment mache (ganz am Anfang) bin ich idR am nächsten Tag fit.


    Nasenspülung ist allerdings auch gut (gerne zusätzlich), aber bei mir fängts oft mit einem Kratzen im Hals an.

    Das ist ja der Hammer, wieso erfahre ich davon jetzt erst? Geht das auch bei starker Kurzsichtigkeit?


    Wobei ich eigentlich gar keinen Handlungsbedarf habe, ich wollte mich demnächst mal an das Thema bifokale Linsen begeben, weil jetzt leider auch die Weitsichtigkeit Einzug hält...

    Violetta

    Wow tausend Dank, das ist ja super interessant! Mir wurden also Ende der 80er als Grundschulkind schon harte Linsen (für tagsüber) empfohlen. Ist das was du beschreibst auch der Grund dass bei mir die Kurzsichtigkeit dann auch (vor der Pubertät) aufgehört hat, zuzunehmen? Oder bezieht sich das nur auf die Nachtlinsen? Nein oder? (Wozu dann eigentlich nachts tragen, ist tagsüber dann nicht praktischer weil zwei Fliegen mit einer Klappe?)

    Ich habe wie Almarna als Grundschulkind genau deshalb Kontaktlinsen bekommen, das war vor über 30 Jahren. Bei mir hat es 'geholfen', allerdings weiß ich natürlich nicht wie es sich ohne entwickelt hätte. Ich bin bei um die -6/-7 stehengeblieben.


    Ich trage bis heute harte Linsen und möchte sie nicht missen, also mir fällt jetzt auch kein Grund ein, es nicht auszuprobieren.


    Allerdings macht es andererseits vielleicht auch keinen Unterschied ob man -7 oder -9 Dioptrien hat, man kann eh nicht ohne Brille/Linsen rausgehen. Also raus aus dem Bett ;)

    Vielen Dank euch #sonne


    Also ich durfte heute mit rein, allerdings nur bis ins Wartezimmer. Dort hat mich dann der KFO nach der Behandlung aufgesucht mit der Begrüßung "Guten Tag. Ich habe gehört, Sie hatten noch Fragen?"


    Insgesamt war das nicht sehr aufschlussreich, denn der eigentlich behandelnde KFO war heute augerechnet krank und die Vertretung (ist ja ne große Klinik) war natürlich nicht hundertprozentig drin. Allerdings konnte er mir sagen dass die Zähne tatsächlich seitwärts gekippt im Kiefer liegen.


    Ich werde nun morgen mal versuchen den Chirurgen zu erreichen, tendiere aber nach all euern Berichten dazu, das ganze dann doch machen zu lassen.

    Sorry, ich bin gerade am Umziehen und melde mich deshalb jetzt erst wieder.


    Danke euch für die zahlreichen Sichtweisen, wobei der Tenor ja klar pro Rausnehmen ist. Ich nehme das alles so mit und hoffe dass mich der KFO nachher mit reinlässt, ist ja wegen Corona alles anders.


    Eure Rückmeldungen waren superhilfreich #danke

    Guten Morgen #sonne


    ich brauche mal euren Rat.


    Mein Tochter (16) ist seit 2,5 Jahren in kieferorthopädischer Behandlung. Nun scheint es so, dass die Spange endlich bald herauskommt. Sie hatte eine besondere Version mit einem "Knochenanker" (ich übersetze mal frei ins Deutsche) und das Ding muss herausoperiert werden. Wir sind damals nicht besonders detalliert informiert worden, aber gut, der Zug ist abgefahren und es scheint soweit auch ganz gut gelaufen zu sein. (Mein Ex hat die Zuständigkeit für die Zähne übernommen, deshalb muss ich zu meiner Schande gestehen dass ich nicht genau weiß was gemacht wurde. Vielleicht wurden wir auch informiert und er hat das nur verbaselt.)


    Nun bekam sie beim letzten Termin vom Kieferorthopäden die Info, dass dann bei der OP auch gleich die Weisheitszähne mit herausgenommen werden. Meine Tochter hat das zum Glück so beiläufig zuhause erzählt, denn ich glaube ihr war zu dem Zeitpunkt nicht klar was das für ein Eingriff ist. Ich habe mich ziemlich erschrocken, vor allem auch dass die Ärzte es nicht für nötig befinden, uns Eltern zu kontaktieren. Das Kind ist ja nun noch minderjährig. Dazu kommt, dass die Weisheitszähle noch gar nicht herausgewachsen sind.


    Inzwischen ist dann auch per Brief der Termin für die OP eingetrudelt (nächste Woche), immerhin an uns Eltern gerichtet, allerdings steht nicht drin was gemacht wird, nur wann sie antanzen soll. Ich finde das alles sehr ominös. Es handelt sich um das (eigentlich sehr renommierte) Unikrankenhaus der Stadt und ein bißchen beschleicht mich der Verdacht, dass man Patienten kreiert, damit die Studierenden üben können 😬 Der Knochenanker den sie hat ist inzwichen auch eine Abschlussarbeit. (Also tatsächlich genau ihrer!)


    Ich werde auf jeden Fall kommende Woche mit zum Kieferorthopäden gehen und dort nachfragen warum die Zähne raussollen und auch nachfragen warum wir nicht informiert werden bzw. ob nicht unsere Zustimmung dazu gebraucht wird und, wenn ja, wann sie gedenken, die einzuholen (Termin steht ja bereits). Normalerweise geht sie natürlich alleine zu den Kontrollterminen, jetzt durch Corona sowieso aber auch vorher war das so.


    Aber vor dem Gespräch, bei dem ich hoffe reingelassen zu werden: Was meint ihr dazu? Ist das sinnvoll, in dem Alter schon wie Weisheitszähne herauszuoperieren? Macht man das heute so? Ich gebe zu, ich hätte meine gerne raus weil ich sie nicht gut putzen kann und sie immer mal wieder Ärger machen (zB Kopfschmerzen beim Wachsen). Und die Kombi mit der OP die eh ansteht scheint logisch, denn ich scheue diesen Schritt genau wegen dem Eingriff. Aber ist das nicht alles ziemlich überstürzt?


    #danke

    Neben allem was schon gesagt wurde (fehlende Ruhe, fehlender Raum, fehlende Hardware, fehlender sozialer Austausch sogar für sehr introvertierte Leute wie mich):

    Was mich zunehmend wirklich nervt und meine Lebensqualität negativ beeinflusst, ist, dass ich Konflikte nicht mehr so elegant ansprechen und ausräumen kann wie vorher. Ich muss wegen jedem Sch*** entweder eine Mail formulieren oder eine TelKo anleiern. Das mach ich nicht für etwas, wo ich nur ein vages Gefühl einer Dissonanz habe. Da warte ich lieber ab, um nicht aus Versehen noch Öl ins Feuer zu gießen. Allerdings hätte ich schon lääängst mal unverfänglich bei den betreffenden Kollegen angeklopft und nachgehorcht wie die Lage so ist. Und meistens kommt dann ziemlich schnell ans Licht ob es wirklich ein Problem gibt und im persönlichen Gespräch kann man vieles klären.


    Nervnervnerv.