Beiträge von AlexaL

    Die Eurythmie ist einfach teil der Waldorfschule, genauso wie der Handarbeits- Werk- und Gartenbau Unterricht (das ist für viele ja auch viel zu weit weg vom akademischen) Wir hatten von Anfang an jede Woche zwei Stunden und das ganze war sehr spielerisch, wie eigentlich alles ;) Auch die Schüler die später erst in die Klasse gekommen sind haben automatisch einfach mitgemacht. Wenn jemand mal nicht wollte dann saß er/sie am Rand aber das gab es kaum, passiert ja auch in den anderen Fächern eher weniger.


    Wir hatten eigentlich immer Spaß, mussten nicht still sitzen, durften uns bewegen und kamen doch irgendwie zur Ruhe.


    Der Sinn der Eurythmie ist schwer zu erklären. Anders als in Mathe zB kann man ja nicht sagen das man die Eurythmie auch im späteren Leben braucht. Der Unterricht soll dem Kind dabei helfen Fähigkeiten für andere Lebensbereiche zu erlernen. Selbstwahrnehmung, zusammen spiel von Körper und Geist (es ist ja die Umsetzung der Unterbewussten Wahrnehmung in Gesten). Man lernt sich im Raum mit anderen zu bewegen, auf sich zu achten aber die anderen nicht aus dem Blick zu verlieren. Die Eurythmie schult das Gedächtnis, man lernt Körperbeherrschung, lernt den Rythmus von Musik und Sprache neu zu verstehen, sich ohne Worte aus zu drücken und so weiter. (http://www.erziehungskunst.de/…ruar-2011-rudolf-steiner/ - auf Seite 33 fängt ein Artikel an in dem ein Lehrer versucht Eurythmie zu erklären und auch Erklärungen von Schülern eingebracht hat).

    Das ist ja doch ein sehr interessanter Thread geworden. Danke für die Einblicke.


    Ich könnte mir vorstellen, dass das vor allem für meine mittlere Tochter eine schöne Schule gewesen wäre. Leider ist bei uns die nächste Schule 30 Minuten Fahrt entfernt und das ist organisatorisch nicht machbar.


    Bei uns an der Schule gab es Schulbusse die wirklich JEDES Kind zuhause (oder max 5min. Laufweg) abgeholt haben. Wir sind öfters umgezogen und es gab viele Kinder die nicht ganz nah an der Schule gewohnt haben. Um uns gegenseitig zu besuchen sind wir dann halt immer direkt mit dem anderen Bus zurück gefahren. Ihr müsst natürlich f+r euch wissen ob das passt aber die meisten Schulen haben für die Entfernungen ganz angenehme Lösungen :)

    Bei der Eurythmie geht es ja vor allem darum Gesten dar zu stellen. Steiner hat die inneren Bewegungen der Menschen die uns Musik und Sprache wahrnehmen lassen und die oft unbewusst stattfinden, übersetzt. In der Gestik sind die Gliedmaßen deutlich wichtiger als der Rumpf des Menschen, deswegen sieht Eurythmie oftmals 'steif' aus. Es fühlt sich aber nicht steif an - dadurch das man sich ja auch im Raum bewegt sind es eigentlich recht fließende Bewegungen die da statt finden.


    Dieses Video hier - https://www.youtube.com/watch?v=Ct6uQ7oO9Wg&feature=related - erklärt Eurythmie und die Geschichte dahinter ganz gut. Leider hab ich es bis jetzt nur auf englisch finden können.


    Das mit dem Namen tanzen ist so eine Sache, offiziell ist das kein Teil der Eurythmie uns bei Stücken spielen Buchstaben an sich keine Rolle (wenn dann nur die Geste dahinter aber das wird dann nicht mit einem Buchstaben direkt verbunden). Wir haben aber das 'Alphabet' recht früh gelernt und wurden dann mit einzelnen Buchstaben nacheinander in die UMkleide geschickt (Anfangsbuchstabe des Namens oder so) - daraus haben wir dann schnell unsere Namen gemacht und das ist ja auch der gängige Stereotyp über Waldorfschüler, Namen tanzen und Bäume umarmen #augen Ich kann also rein theoretisch (praktisch auch :P) meinen Namen 'tanzen'.



    Kleidervorschriften gab es bei uns auch nicht. Ob bunte Haare, durchlöcherte Kleidung oder diese Plateauschuhe - da war wirklich alles akzeptiert. Nur für die Aufritte bei den Monatsfeiern und anderen Veranstaltungen gab es dann manchmal ein par 'Tips' bzw. ein einheitliches Outfit was die Farbe angeht.

    Mit 14 gab es bei uns noch keine 'WalleWalle Kleider ;)', da tat es einheitliche farbige Kleidung auch - unsere Lehrerin hat also schon drauf geachtet das in dem alter viele einfach 'peinlich' ist. Wobei Eurythmie einfach dazu gehört, genauso wie die Monatsfeiern und bei uns war es zumindestens so das die Schamgrenze IN der Schule deutlich höher war als außerhalb wenn man davon hätte erzählen sollen.


    Mit den Büchern das stimmt. Ich habe gestern noch meine alten Schulsachen aussortiert und wir hatten für jede Epoche (Fach) ein Heft welches am Ende der Epoche in 'schön' alles beinhaltet hat was wir gelernt haben.


    Ein Buch haben wir zur Einschulung direkt bekommen und das hat uns lange begleitet als Lesebuch - Der Sonne Licht Das habe ich auch noch im Schrank und wir haben nicht mit allen Texten gearbeitet und obwohl Gott da viel drin vor kommt habe ich zum Beispiel nur die Texte ohne Gott in Erinnerung.


    Ansonsten hatten wir in den Klassenlehrer Jahren keine Bücher, erst nach der 8. Klasse kamen welche hinzu und dann vor allem in den Sprachen.


    Zu dem Steiner Portrait, wir hatten ein Bild in der ganzen Schule das auch nur manchmal aufgehängt wurde - mir ist das auch überhaupt nicht aufgefallen bis ich mal durch die Schule gegangen bin und drauf geachtet habe :P


    Im Unterricht wird ganz normal gesprochen, vieles erklärt. Wobei es bei uns wirklich so war das der Klassenlehrer ja den Hauptteil vermittelt in den ersten acht Jahren und es danach auch mit diesem 'säuseligen/umständlichen' vorbei war, weil wir da Fachlehrer hatten und es wirklich keine übergreifenden Themen mehr gab. Unser Klassenlehrer war immer sehr klar und wenn man in der ersten Klasse damit anfängt versteht man diese Art der Literatur auch schnell bzw. lernt damit um zu gehen.

    Komm mich mal besuchen, dann machen wir eine Tram-Rundfahrt durchs Ruhrgebiet. Da triffst du ganz viele Leute, die ungewaschen aussehen und riechen. Abgebissene Fingernägel finden wir bestimmt auch, außerdem jede Menge Leute, denen man ihren Drogenkonsum ansieht und anriecht.


    Ich finde hier in der Gegend auch noch den Kontrast zwischen den reicheren und den ärmeren Vierteln heftig. In den reicheren Vierten sehen die Menschen nicht nur im Schnitt hübscher aus (ich behaupte mal: egal, was man hübsch findet), sondern auch deutlich(!) gesünder, besser (bzw. überhaupt) gestylt, bessere Figuren, bessere Kleidung, gesündere Haut, weniger Übergewicht, nicht so "fertig" und "vom Leben (Arbeit, Zigaretten, Alkohol, Armut) gezeichnet".



    Das stimmt leider. Ich finde es auch immer wieder erschreckend, weil ich wirklich merke ohne auf Straßenschilder/Haltestellen o.ä. zu gucken wann wir von einem Viertel im anderen gelandet sind.
    Wobei ich zu behaupten wage dass das ein 'Großstadt'phänomen ist bzw. da auftritt wo sich viele verschiedene Gruppen von Menschen treffen.

    Jetzt fehlt ja wieder eine Definition von 'schön'.


    Das gepflegte und selbstbewusste Menschen es oft einfacher haben sehe ich auch so. Ich glaube auch dass das Auftreten und die 'Präsentation' in den meisten Entscheidungen für einen Menschen im Job ausschlaggebend sind.


    Dann kommt es aber auch vor allem auf den Kulturkreis an in dem man sich bewegt. Außerdem ist es ganz entscheidend ob ein Mann oder eine Frau 'einstellen' ;)


    Was Kinder angeht so schließe ich schnell von dem Aussehen der Kinder auf die Eltern aber auch noch zu oft auf das Verhalten der Kinder (was falsch ist und ein Punkt ist an dem ich arbeite).


    Ich finde es aber persönlich auch unmöglich das Bild einer Person (aussehen, auftreten etc.) nicht mit ein zu beziehen wenn ich mir meine Meinung bilde und Entscheidungen treffen...

    Ob du mit deinem Weltbild abprallst kommt glaube ich auf die Schule, die Klasse, die Eltern und vor allem darauf an wie du dein Weltbild präsentierst. Wir hatten Eltern dabei die die volle Steiner Schiene gefahren sind und damit mehr aneckten als die die sich eher zurückgehalten haben. Manche Familien (wenige) hatten einen Jahreszeitentisch auch zuhause, andere nicht. Manche Kinder durften den ganzen Tag fernsehen andere kannten keine Fernseher usw. Ich glaube das ist an der Waldorfschule so wie an jeder anderen Schule. Man merkt manche Sachen einfach schneller weil doch viel Elterninitiative gefragt ist und man so ins Gespräch kommen kann, aber auch da - mein Vater hat sich um Finanzen gekümmert und meine Mutter um Holzarbeiten - das hatte gar nichts mit ihrer Weltanschauung zu tun.


    Vieles passiert nur im Unterricht und hat mit den Eltern wenig zu tun. Die Theaterstücke um Weihnachten rum zB wurden tagsüber für die Schüler gespielt und abends dann noch mal für 'Besucher' - nach den ersten 2 malen waren meine Eltern da auch nicht mehr mit mir ;)


    Zum Morgenspruch - da kann ich shakes nur zustimmen. Den ersten Teil erinnere ich noch gut aber die Stelle mit Gott habe ich schon verdrängt bzw. auch nie so wahrgenommen bzw. bin ich mir sicher das wir den Spruch 1-4 Klasse nicht so komplett gelernt haben damals... Was die Zeugnissprüche angeht kann man (wenn es denn einer sein sollte mit dem du nicht einverstanden bist) bestimmt Kompromisse finden, vor allem weil dein Kind dem ganzen ja sehr positiv gegenüber zu stehen scheint.


    Zu den 'Wallewallekleidern' - die gab es bei uns nur um Eurythmieunterricht und dann auch nur bei Aufführungen als wir schon deutlich älter waren. Das hatte da gar nichts mit Engeln zu tun (wie auch sonst nichts an das ich mich erinnern kann).


    Ich war auch auf einer Regelschule und kann sagen das ich da keinen spürbaren Unterschied gemerkt habe was die Darstellung und den Einfluss von Religion angeht.

    Ich bin auch ehemalige Waldorfschülerin. (getauft, Mutter in der Kirche und Vater lange ausgetreten)


    Wir haben Geschichten von Adam und Eva, Zeus und Odin und Helena von Troja gehört und gemalt, wobei ich das nie als wirklich 'missionierend' oder so empfunden habe sondern eher als schöne Geschichten. Religionsunterricht hatten wir auch und selbst da ging es immer um die verschiedenen Religionen und ich habe mich doch schon gut informiert gefühlt. Bilder von Jesus oder Kreuze hatten wir nicht in den Klassenzimmern hängen.


    Engel kommen im Weihnachtsspiel vor und die Empfängnis vom Christkind (Maria öffnet die Arme zum Himmel und hat ein Baby drin liegen) haben wir alle ganz schnell durchschaut ;). Auf der Weihnachtsfeier waren auch Adam und Eva im Paradies ein Thema (wurde von den Lehrern gespielt) aber für uns war das eher eine langweilige Tradition und eine Chance die Lehrer mal anders zu sehen als das wir das als missionierend oder so empfunden haben. Kritische Fragen waren erlaubt und erwünscht und alles in allem hatte die Schule keinen Einfluss darauf wie ich mich religiös oder spirituell entwickelt habe.


    (Sorry wenn es etwas wirr ist, ich schreibe mit Brummschädel...)

    Ich würde den Trainer auf die Schmerzen und auch auf die Probleme (bzw. Einlagen) hinweisen und Töchterlein darin bestärken sich bei schmerzen sofort zu melden. Der Trainer wird dann eine alternative Übung finden bzw. deiner Tochter helfen.


    Viel Spaß deiner Tochter und gute Besserung #blume

    ...NRW. Ich bin echt müde aber kann einfach mit einer Sinusitis die langsam in die Lunge wandert nicht schlafen.....


    Wer Ideen hat wie ich die Nase über Nacht frei bekomme (und das auch etwas anhält) - nur her damit.

    Ich habe mal als Tip bekommen nach überstandenem Lausbefall erstmal nur noch mit Zopf/Dutt und einer Ladung Haarspray in den Kindergarten/die Schule zu gehen. Die Haare zusammen zu machen ist auf jeden Fall sehr hilfreich und auch euch Eltern zu kontrollieren hilft.


    Ich würde nicht drauf vertrauen das die meisten anderen Kinder keine Läuse haben - das wurde mir früher in der Schule auch gesagt bis dann mal meine Sitznachbarin die lange, lockige Haare hatte auch mal richtig entlaust wurde von jemand anderem als ihrer Mutter (die, die Läuse einfach nicht gesehen hat).


    Viel Erfolg :)

    Im Flughafen auf der Toilette, ich warte in der Schlange als man urplötzlich aus einer Kabine zwei Kinderstimmen hört: "Bravo Mama, Bravo..." begleitet von lautem Klatschen. 8o Wir mussten alle sooo lachen - ich hab dann die Mama und die Kids leider beim verlassen der Kabine verpasst. :P

    Die Geschichte von den beiden kommt mir auch extrem komisch vor. Deswegen hätte ich sehr wahrscheinlich auch an ein Tierheim verwiesen und sie nicht in meine Wohnung gelassen, geschweige denn das Tier aufgenommen. Wenn die beiden anhalten und sich um das Tier kümmern (sollte die Story wahr sein) dann werden sie auch in der Lage sein in das nächstgelegene Tierheim zu fahren.


    Egoistisch finde ich das nicht. Niemand der einfach so an meiner Tür klingelt kennt meine Lebensumstände und hat vor allem nicht das Recht mir mit einer Entscheidung die sie getroffen haben ein schlechtes Gewissen zu machen.


    Hätte ich dagegen schon 20 Kaninchen, einen riesigen Stall und/oder bin grade eh auf dem Weg zum Tierheim - plus hätte ich den beiden geglaubt, hätte ich das Tier wohl (mit)genommen.

    Ich habe mir erst vor 3 Wochen wieder neues Parfüm gekauft. Ich finde es wunderbar wenn Menschen gut duften aber kann auf der anderen Seite nicht gut damit umgehen wenn mich das Parfüm von der Frau im Bus noch drei Strassen weiter verfolgt. ;)


    Für tagsüber habe ich daher einen eher dezenten und frischen Duft der (für mich) nicht ganz so 'aufdringlich'/stark ist. Dann hab ich noch diverse Pröbchen anderer Düfte, die deutlich stärker sind, die ich dann mal zu besonderen Anlässen auftrage (also nicht in der Uni sondern eher für die Disko - wenn ich denn irgendwann mal wieder gehe ;))



    Ich bin ein fan von dezent gut riechenden Menschen ;)

    MIr gefällt Joshua auch besser. Die Bedenken mit der Aussprache teile ich nicht, auch hat eure Tochter J. auch einen Namen der in der Schreibweise oftmals englisch ausgesprochen werden kann. Dt. ausgesprochen hätte ich ihren Namen mit f geschrieben, von daher denke ich das sh statt sch auch nicht wirklich einen Unterschied machen wird und korrigieren muss man eh so oft. Ich kenne 3 E's, die alle ihren Namen anders aussprechen ;)


    Anna finde ich schön und der passt auch, wobei da auch viele andere Namen passen würden ;)

    Du bist spießig wenn du andere spießig findest ;)


    Ich bin es selber, manchmal. Für mich gehören aber manchen Normen/ein bestimmter Umgangston in manchen Situationen aber auch einfach dazu und wenn davon (aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen) abgewichen wird finde ich das schon erstmal nicht so klasse. Manche Leute finden das sehr spießig - andere nicht.


    Dein Beispiel mit der Münze kann ich aber nicht nachvollziehen, das hat für mich nichts mit spießig sein zu tun.