Beiträge von bärin

    T. (5) brüllt, schreit und wütet. Ich bekomme nichts zu essen, nie darf ich was essen. Nur diese Scheiß Gulaschsuppe..

    #blink

    Das arme Kind...;)

    Erinnert mich an einen Kindermund vom drei- oder vierjährigen Bärenkind:

    Bärenkind tobt in der Küche, weil irgendwas nicht so ist, wie er es sich vorgestellt hat (falscher Becher/Brotbelag/whatever) und fängt an, Dinge durch die Küche zu werfen, die auf dem Tisch stehen.

    Ich schimpfe etwas (versuche dabei trotzdem Verständnis zu zeigen), nehme ihn vom Stuhl und setze ihn in den Flur (direkt neben der Küche): "Hier musst du jetzt bleiben, bis ich das aufgeräumt habe."

    Bärchen fängt an zu weinen und sagt: "Aber wenn ich nichts essen darf, muss ich verhungern!!"

    Ich finde ja Belohnungssysteme nicht immer geeignet, aber bei uns hat das (leider nur eine Zeit lang) gut funktioniert. Wichtig: Das Kind hatte das selbst vorgeschlagen und gesagt "Wenn ich 2 Wochen nicht piddle (bei ihm war es nicht Beißen, sondern Piddeln), krieg ich dann eine Belohnung?"

    Hat dann einige Wochen super funktioniert - leider kam die Angewohnheit jetzt in der Corona-Zeit aber wieder....:(


    Sonst würde mir noch einfallen: die Nägel gemeinsam pflegen, feilen, eincremen usw. Feilen immer früh genug, damit keine Ecken stehenbleiben, die zum Kauen anregen.

    Wenn es passiert und früh genug bemerkt wird: Schnell geradefeilen

    Und ich behaupte, daß die ganz krassen Verschwörungstheorien den Mächtigen sogar in die Hände spielen können, weil das winzige Körnchen Wahrheit, das eventuell darin enthalten ist, durch überzogenes und absurdes Geschwurbel völlig unglaubwürdig wird.

    Ja, das stimmt auch. Vielleicht werden sie sogar teilweise bewusst als Desinformation zu diesem Zweck verbreitet. Das ist zwar dann schon wieder eine "Verschwörungstheorie"... Aber ich halte es überhaupt nicht für so abwegig. Da reicht dann auch ein bisschen absurdes Geschwurbel, um ein relativ vernünftiges Hypothesengebäude lächerlich zu machen.

    Danke für den Artikel Seerose

    Diese Passage am Schluss gefällt mir besonders:


    "Demokratie ist eine Kultur der Vernunft, ein Ideal, für das wir psychisch eigentlich nicht gerüstet sind. Der Hang zu Macht, Missbrauch und Unterwerfung wird niemals verschwinden, deshalb bleibt Widerspruch gegen Mächtige gefährlich und angstbesetzt. Einzelne Mutige werden von der Masse der Anpassungswilligen ausgestoßen. Machtkontrolle bedarf, da sie institutionsintern kaum funktioniert, der öffentlichen Kritik: damit Beamte sich wieder auf die Autorität der Gesetze zu berufen wagen, statt der Willkür Vorgesetzter zu folgen; und damit auch Bürger, die nicht Schlötterer lesen, die Chance auf einen demokratiefähigen Kenntnisstand bekommen." Quelle TAZ


    Das erklärt schön, warum ich sogenannte "Verschwörungstheorien" für gesellschaftlich wichtig halte. Ich will nicht abstreiten, dass sie in Teilen auch gefährlich für Einzelne oder die Allgemeinheit werden können - und zwar dann, wenn daran GEGLAUBT wird, anstatt sei als Anstoß zur Recherche und eigenen Meinungsbildung zu verstehen. Das sind die zwei Seiten der Medallie....

    Das Zitat zeigt, warum von Seiten der Macht (im Sinne der Diskurstheorie - nicht als "dunkle Mächte" etc misszuverstehen) investigative Verschwörungshypothesen einseitig als gefährlich gebrandmarkt werden (müssen). Sie sind nämlich in erster Linie (wenn richtig verwendet) gefährlich für die Mächtigen.

    Wenn man überall glaubt, es steckt was dahinter, an was glaube ich noch?

    Hierzu wollte ich noch was sagen. Mein Weg ist es, so wenig wie möglich zu glauben. Ich kann immer nur eine Position einnehmen, die auf meinem aktuellen Kenntnisstand beruht. Wenn es zu Situationen mit Entscheidungsdruck kommt, muss ich dann manchmal auf dem Level das tun, was für mich in dem Moment nach bestem Wissen und Gewissen das kleinere Übel ist.


    Das Beispiel mit der Notwendigkeit der Mandel-OP illustriert es ganz gut. Hatten wir hier auch. Hätte ich dem ersten Arzt einfach nur geglaubt, dann wäre völlig klar gewesen: Mandeln und Polypen beim Kind sollten unbedingt raus, da wird sich von alleine nix bessern.

    Durch Recherche und Zweitmeinung habe ich dann Nutzen und Risiken (wie ich sie für mich herausfinden konnte) abgewogen und bin sehr froh, der OP nicht zugestimmt zu haben.


    Es ist oft eine schwierig Abwägung und oft genug fällt sie auch so aus, dass ich mögliche Risiken eingehe, weil es letztendlich sonst auf der anderen Seite (z. B. soziale Ausgrenzung, Strafen) Probleme geben würde, die unsere Lebensqualität so einschränken, dass die Bilanz für uns negativ ausfällt.

    Ich denke, die Begriffe "Verschwörungstheorie" und "Verschwörungstheoretiker" verschleiern sehr gut, dass in erschreckend vielen Bereichen tatsächlich Seilschaften, Lobbyismus usw. weit verbreitet sind. Was vor einigen Jahren vielleicht noch als investigativer Journalismus wahrgenommen wurde, ist heute ganz schnell "Verschwörungstheorie". Da wird munter alles in einen Topf geworfen, sobald man Zweifel daran anmeldet, dass diverse Regierungs- oder Nichtregierungsorgansationen, Verbände oder private Netzwerke vielleicht nicht nur das Wohl aller Menschen zum Ziel haben.

    Ich finde den Unterschied zwischen VT und gesunder Skepsis eigentlich ziemlich eindeutig, aber ich habe den Eindruck, dass das nicht allgemein so ist...?

    Wo ziehst du denn die Grenze? Mir kommt es so vor, als ob meine von mir als gesunde Skepsis verstandene Einstellung in den letzten Jahren medial mit dem Label "Verschwörungstheorie" belegt wurde. Und dann auch gerne mit Rechtsextremismus und Antisemitismus in Verbindung gebracht wird...

    Damit rücke ich schon in die Ecke von Verschwörungstheorien und ich muß mich immer wieder deutlich nach rechts abgrenzen und Quellen prüfen.

    Gegen das Prüfen von Quellen ist ja nichts einzuwenden, das gehört einfach dazu.

    Aber ich zieh mir den Schuh nicht mehr an. Nur weil Rechtsextreme u. Ä. auf die gleichen Quellen zurückgreifen und teilweise zu ähnlichen Schlüssen kommen, lass ich mich noch lange nicht mit denen in einen Topf werfen. Wer unhinterfragt glaubt, dass alles, was oft genug als "Verschwörungstheorie" gebrandmarkt wurde, gefährlich und wahrscheinlich rechtsoffen ist, der GLAUBT mMn einfach zu viel.


    casa Ich finde viel von meiner Einstellung in deinem Beitrag wieder.


    Ich bin seit meinem frühen Erwachsenenalter in immer mehr Bereichen skeptisch geworden und es IST verdammt anstrengend.

    Was haben mich z. B. alle belächelt (oder auch für total verrückt erklärt), als ich angefangen habe, mich mit dem Für und Wider von Impfungen (differenziert!) auseinanderzusetzen. Und da kann man so analytisch vorgehen und Informationen raussuchen, um seinen Standpunkt zu erläutern, wie man will: Den meisten Leuten ist es schlicht zu anstrengend, zu hinterfragen oder auch nur mal etwas durchzulesen. Das erlebe ich hier in meinem Umfeld so.

    Mich selbst hat es viele, viele Stunden meines Lebens gekostet, immer wieder nachzuforschen und in die Tiefe zu gehen, so gut ich konnte. Und es hat viele angstbesetzte Situationen ausgelöst. Aber ich kann jetzt nicht mehr anders, weil ich verstanden habe, dass ICH die Konsequenzen tragen muss - egal ob ich einfach der Mehrheitsmeinung folge oder ob ich mich selbst reinknie, um Informationen zu finden und zu interpretieren und meine Entscheidungen so gut wie möglich danach ausrichte.

    Hab ich auch schon gedacht.

    Aber sie hat Angst vor einer Klasse zu stehen, sagt sie (jetzt).

    Versteh ich, aber da wächst man rein, denke ich. Heute ärgere ich mich oft, weil ich (mehrmals) von der Lehramt-Idee wieder abgerückt bin und dabei nicht bedacht hatte, dass ich einen familienfreundlichen Job brauche.

    Viele meine Schulfreundinnen sind Lehrerinnen geworden und sind zufrieden, obwohl ich mir das für sie gar nicht hätte vorstellen können.

    Oder einfach nur Bio/Chemie - damit lässt sich ja so Einiges anfangen.

    Ich hab so ein schlechtes Gewissen. Warum war ich so blöd und hab mich rausschicken lassen bzw diesen ganzen Mist mitgemacht?!

    Ist mir auch bei unserer ersten Kita passiert, obwohl ich mich vorher so gut informiert hatte und mir fest vorgenommen hätte, mich nicht einfach wegschicken zu lassen.#knuddel

    Aber dein Kind sieht jetzt, dass du seine Bedürfnisse respektierst und ggg. auch Entscheidungen rückgängig machst, damit es ihr und euch gut geht.

    Punkto "Eingewöhnung" sagte sie, dass es schwierig wäre wenn jede Mama tagelang da sitzen würde. Man würden den normalen Betrieb im Kindergarten stören. Laut ihr wäre es den Kindern egal von wem sie betreut werden, sie würden das besser verkraften als Erwachsene.

    Ich kapier einfach nicht, wieso sich solche Einstellungen immer noch halten können bei FACHkräften und vor allem nicht, warum sie dann auch noch so selbstverständlich gegenüber den Eltern vertreten werden...

    Manche glauben wohl auch, dass sobald ein Kind das Alter überschritten ist, in dem es einen offiziellen U3-Platz belegt, keine Eingewöhnung mehr nötig sei. Ich habe so einen Platz mal abgelehnt obwohl ich sehr dringend was gesucht habe. Aber ohne Eingewöhnung wollte ich meinen damals 3-jährigen nicht abgeben.


    Gut, dass du sie abmeldest. Ich drücke die Daumen, dass ihr beim nächsten Versuch an Leute bzw eine Einrichtung geratet, die beim Übergang mehr auf die Kinder und Familien eingeht. Und nicht abwimmeln lassen, es ist total o.k. wenn du dabei bleiben willst! Gerde bei größeren Kindern find ich es auch wichtig, dass sie in die Absprachen einbezogen werden.

    Und an dem Punkt würde ich dann doch noch mal die Bindung zu den Eltern hinterfragen.

    Überall liest man - Bindung braucht Zeit - Ehepaare brauchen Zeit miteinander. Meine das gilt dann auch für Kinder / Eltern

    Auf jeden Fall bin ich auch der Meinung, dass Bindung Zeit braucht.

    Aber ich habe auch in den letzten Jahren erlebt, dass die Qualität der miteinander verbrachten Zeit, die zur Verfügung stehenden Ressourcen, wie Talpa schon schrieb, wahrscheinlich eine ebenso große Rolle spielen.


    Wenn allerdings zu wenig Zeit übrig ist, die dann auch noch mit Terminen und Haushalt etc. gefüllt werden muss - dann frag ich mich auch oft, ob das nun noch reicht, um eine gute Bindung aufrecht zu erhalten. Gerade wenn man zumindest während der Woche fast nur noch die Stress-Momente (morgens fertig machen, Zähne putzen etc.) zusammen hat.


    Ich bin nämlich überzeugt davon, dass die Bindung sich leider auch nach dem Kleinkindalter nicht nur zum Positiven, sondern auch zum Negativen verändern kann.

    Großstadt im Rheinland.

    Mein Kind ist jetzt schon größer, aber als er noch Kleinkind war (um 2012), zeichnete sich schon ab, dass die meisten Eltern in meinem Dunstkreis (Still- und Spielgruppe) sich um einen Kitaplatz ab dem ersten Geburtstag bemüht haben. Da die Kitas immer zum August aufnehmen wurden es bei vielen dann 1,5 Jahre.

    Dann hatten wir aber später eine Spielgruppe in der wir als Eltern wechselseitig drei mal die Woche vormittags die Kinder betreuten - da waren dann wieder 7 Familien, deren Kinder meist erst mit 2 bis 3 Jahren in die Kita kamen.

    Tagesmütter mit ab-Einjährigen waren auch viel auf den Spielplätzen unterwegs, aber ebenso Eltern mit ihren Kleinen.


    (Als ich mein Kind mit etwas über Drei nochmal aus einem Kiga nehmen musste für ein halbes Jahr war wirklich niemand mehr da. Fast niemand. Ich meldete mich auf einen Aushang einer Familie, die nach gleichaltrigen Spielpartnern suchte, die nicht in die Kita gehen. Daraus entstand eine tolle Freundschaft der Kinder und der Mütter #love Wir waren sehr oft mittags die einzige Eltern-Kind-Kombi im Park).


    Eine Freundin, deren Sohn jetzt gerade 2 geworden ist, hat erzählt, dass es bei ihr jetzt ähnlich ist. Also die Gruppen lösen sich schon so um den ersten Geburtstag oft auf, weil viele Kinder ab dann in Betreuung gehen.

    Sie hat auch das Gefühl, dass nicht mehr viele Familien mit über-Einjährigen übrig bleiben, mit denen sie sich vormittags noch treffen könnten.

    Die Spielplätze scheinen mir auch mittlerweile weniger von unter Dreijährigen bevölkert (vormittags), es sein denn, sie sind mit ihrer Kita oder ihrem Tagespflegemensch unterwegs.

    Bei den Zuhause-Feiern, die wir bisher hatten, hab ich auch meist eine Tüte gemacht. Und ich hasse es. Süßigkeiten und/oder Plastikschrott braucht meiner Meinung nach ja kein Mensch. Habe mich aber nicht getraut, keine zu machen.


    Söhnchens letzter Geburtstag war auch eine recht teure Außer-Haus-Veranstaltung. Da hab ichs dann endlich mal durchgezogen, auf die Mitgebsel zu verzichten. Naja - fast. Es durften sich noch alle Kinder so eine Souvenir-Münze prägen. Das war mit 1,05 € pro Kind definitiv günstiger als alle Mitgebsel der letzten Jahre.

    Ich habe von 16 bis ca. 21 die Pille genommen und dann abgesetzt, weil ich eh schon mit depressiven Verstimmungen zu kämpfen hatte. Ob die Pille jetzt daran beteiligt war, weiß ich nicht. Die depressive Neigung ist geblieben. Aber sie war mMn auch vor der Pilleneinnahme schon immer latent da.

    Ich finde die Ursachenforschung bei Depression echt extrem schwierig und da können so viele Argumente reinspielen - das kann man wissenschaftlich doch gar nicht ernsthaft analysieren.

    Das denk ich auch.

    Ich finde es etwas seltsam, dass für Personen, die 1970 oder früher geboten wurden, keine Impfpflicht besteht, für jüngere aber schon.

    Was soll'n das?

    Begründung: Wer früher geboren ist, hatte sie vermutlich schon. Was hat das mit dem Alter zu tun? Ich bin von 80 und hatte sie nicht.

    Die Begründung leuchtet mir auch überhaupt nicht ein. Meine Eltern z.B. (Ende 50er/Anfang 60er geboren) sind garantiert nicht gegen Masern geimpft. Ich hab noch nie gehört, dass sie irgendwas von durchgemachten Masernerkrankungen bei sich selbst oder ihren Geschwistern erzählt hätten. Meine Mutter arbeitet im Gesundheitsbereich und muss dann weder eine Impfung noch einen Titer nachweisen.

    Ich persönlich denke ja nicht, dass die Kinder und jungen Erwachsenen von heute die Bevölkerungsgruppen sind, wo die großen Immmunitätslücken bestehen...


    Ohnezahn Sollte die einmalige Impfung als Erwachsene nicht kostenlos sein (weil von der Stiko empfohlen), wenn du noch keine hattest?

    Eigentlich ja. Das Sofa ist alt und wir haben es geschenkt bekommen, bisher ist noch nichts kaputtgegangen und das Kind hat sich beim Hopsen auch noch nicht fies verletzt (blaue Flecken sind eh Standardausstattung).

    Aber manchmal unterbinde ich es doch, weil es mich einfach nervt und ich mich nicht genug abgrenzen kann. Mal so, mal so. Völlig inkonsequent #zwinker