Beiträge von Maedchen

    Hallo,


    ich habe eine Frage an Euch: Hat jemand von Euch mal eine Mutter Kind Kur über Weihnachten und Neujahr gemacht? Wie sind da Eure Erfahrungen?


    Mir wurde die Kur bewilligt, aber die Termine, die man mir vorschlägt, sind alle über Weihnachten und Neujahr.


    Mich würden Eure Erfahrungen interessieren.


    Viele Grüße

    Ich habe jetzt erst alles lesen können. Zwei Dinge fallen mir noch ein.


    Zu KdF kann man sich auf Rügen einen wirklich guten Eindruck verschaffen, wenn man Prora besichtigt, das darin befindliche Museum anschaut usw. Neben dem Umstand, dass man die Leute bei Laune halten wollte für die noch bevorstehenden Schlachten, war ein ganz bedeutendes Ziel dieser Einrichtungen auch, dass die Urlauber da weiter indoktriniert werden sollten. Ein Großteil des Urlaubs sollte auch dafür drauf gehen, das NS-Denken den Leuten noch mehr einzuimpfen. Dazu war in Prora beispielsweise ein extra Gebäudetrakt geplant, in dem - ganz im Stil Hitlers - Reden gehalten werden konnten oder das Volk brav anzutreten hatte. Wie gesagt, da kann man sich sehr gut vor Ort informieren und als ich da raus war, konnte ich nicht annähernd was Gutes an dieser Idee "Prora" finden.


    Und als zweites, es gab kürzlich einen tollen Kommentar im Stern, gerichtet an Pretzell, den Lebensgefährten von Petry. Den fand ich sehr lesenswert und mir geht es da in vielen Dingen wie ihm. Ich frage mich beispielsweise auch, woher diese Gestalten kommen, die dieser Partei angehören. In regelmäßigen Abständen taucht da in den Medien immer mal wieder ein neues Gesicht auf, das man bis dato noch nicht wirklich wahrgenommen hatte. Und jedes Mal stelle ich aufs Neue fest, dass ich auf diese "Bekanntschaft" problemlos verzichten könnte.


    Hier der Link http://mobil.stern.de/politik/…cus-pretzell-6682324.html

    Leider keine konkreten - das Hotel in der südlichen Toskana, das ich uneingeschränkt empfehlen könnte, ist deutlich zu teuer, da kommt Ihr für 10 Tage bei weit über 4000 Euro raus.
    Und die angeschlossene Apartment-Anlage ist siffig und trotzdem teuer, die kann ich nicht empfehlen.
    Wunder-wunderschön und (noch) bezahlbar ist Apulien, dahin würde aber jeder Mensch ohne Flugangst nicht mit dem Auto fahren (es gibt Lufthansa-Direktflüge von München nach Bari).
    Da könntest du mal die Homepage www.cielodipuglia.com anschauen. Wunderschöne Unterkünfte und sehr guter Service durch die Agentur.


    Na ja... Wenn wir in Apulien was fänden, dann setze ich mich auch in einen Flieger. Auto ist die grundsätzliche Idee, aber nicht in Stein geschrieben.

    OK, das könnte klappen, auch wenn da in Bayern Pfingstferien sind und das sich bei manchen Unterkünften durchaus bemerkbar macht.
    In der Zeit würde ich aber weder an den Gardasee noch an die obere bis mittlere Adria fahren, mindestens südliche Toskana würde ich da vorschlagen. Ansonsten kann es nämlich passieren, dass man tagelang bei 14 Grad und Dauerregen im Ferienhaus sitzt und sich in den Hintern beißt. Ist uns mehrmals passiert, riskieren wir nicht mehr.


    Hast Du Vorschläge?

    Also wir geben sonst mit allem drum und dran immer so zwischen 2500 und 3000 Euro aus. Sonst fliegen wir allerdings meistens im Sommer. Diesmal wollen wir mal mit Auto los.

    Guten Morgen und ein gutes neues Jahr!


    Ich brauche Eure Hilfe: Wir wollen im Sommer nach Italien. Habt Ihr eine Empfehlung für ein Hotel/Haus/Appartement für eine Familie (2 Erwachsene und 2 Kinder)? Genauer Ort ist uns eigentlich relativ egal, wir wollen erstmal ein paar Empfehlungen sammeln und dann schauen, was uns zusagt. Kann also Gardasee sein, Toskana - was auch immer.


    Camping kommt für uns allerdings nicht in Frage. Es kann, wie gesagt, ein Haus zum Selbstversorgen sein, aber auch ein Hotel - beides bitte qualitativ gut bis sehr gut.


    Freu mich auf Eure Tipps...

    tut mir Leid, ich informiere mich da gerade selber noch. Standardmäßig wird tapatalk nicht mehr unterstützt, ich hoffe noch, dass es über ein Plug-in geht.

    Das fände ich einen echten Rückschritt, wenn es diese Möglichkeit nicht mehr gäbe. :(

    Ich fände es total toll, wenn mal jemand der Admins die Frage zu Tapatalk beantworten könnte. Ich komme da nämlich auch nicht rein und die Frage hab ich zwar jetzt einige Male hier gelesen, aber keine Antwort gefunden.

    Wir waren mal knapp 4 Wochen in Thailand unterwegs. Erst 5 Tage in Bangkok, dann haben wir eine geführte Rundreise gemacht und im Anschluss daran flogen wir aus dem Norden wieder zurück nach Bangkok und von da aus auf Ko Samui.


    Bangkok: Wir haben dort 5 Tage verbracht, um uns ans Klima zu gewöhnen und den Jetlag zu verarbeiten. Das war in Bangkok wesentlich einfacher, als auf einer Rundreise. Angeschaut haben wir uns die Tempelanlagen, den liegenden Buddha, die Nachtmärkte, dieses gigantisch große Einkaufszentrum, sind mit den Dinnerbooten gefahren usw. Absolutes Highlight war allerdings die Sirocco Bar. Man muss da vorab einen Tisch reservieren, so früh wie möglich. Das Ambiente, das Essen, der Ausblick - es war einfach traumhaft.


    Rundreise: Wir haben wirklich viel gesehen und unterm Strich war es lohnenswert. Aber es war auch sehr anstrengend und der 327. Buddha war irgendwann doch zu viel. Beeindruckt hat mich dann mehr so mancher kleine Landstrich, den man so "nebenbei" und zwischen Tempeln und Buddha sehen konnte. Die tolle Landschaft, besondere Pflanzenwelt usw. Im Norden war das Dreieck Myanmar - Laos - Thailand sehr interessant. Von dort aus sind wir dann zwei Tage in die Urwälder samt Elefantenstation. Das war auch sehr imposant.


    Ko Samui: Wir hatten dort über einen Insider im Internet ein tolles Hotel gefunden. Ganz abseits des Trubels. Dort hatten wir eine Villa mit eigenem Pool, eigenem Jacuzzi und einem traumhaften Strand. Das Hotel lag allein in einer großen Bucht und wir waren in dieser Bucht dann auch wirklich allein. Im Hotel selbst waren auch außer uns nur 3 weitere Villen belegt. Also Ruhe pur. Abends sind wir dann immer mit einer Vespa nach Ko Samui rein gefahren und haben uns was zu essen gesucht. Wir hatten vom Hotel ein Heft bekommen, da waren die Restaurants der Insel aufgeführt, erläutert und bewertet. Da haben wir uns dann durch gefuttert. Und ich kann mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass ich in keinem anderen Urlaub so sensationell gut gegessen habe, wie da. Das hatte teilweise Sterne-Niveau für kleines Geld. Kulinarisch einfach klasse, wenn man diesen Hauch Exotik mag.


    Wenn man sich ein Hotel für einen Badeurlaub sucht, muss man das nicht zwingend von Deutschland aus tun. Es ist durchaus empfehlenswert, nur zwei Nächte von hier aus zu buchen und dann vor Ort zu schauen, was einem gefällt. Dort sind die Preise auch extrem verhandelbar und alle Hotels sind es gewöhnt, interessierte Urlauber über die Anlage zu führen.

    Unser Großer - mal so als Beispiel - geht nun in den zweiten Kindergarten. Im ersten Kindergarten gab es ein ausländisches Kind, ein Asiate. Im jetzigen Kindergarten gibt es kein Kind mit Migrationshintergrund. Trotzdem erzählte auf dem letzten Kindergartenfest eine Mutter, sie traue sich abends bei uns nicht mehr allein auf die Straße. Wenn es sich nicht vermeiden lasse, dann nur mit Pfefferspray in der Tasche. Da klappt mir das Messer in der Tasche auf, wenn ich solch einen Müll höre.


    Ich habe gefragt, welche Ausländer sie meine, ich sähe bis auf den asiatischen Blumenhändler und den italienischen Eiscafebesitzer eigentlich keine. Breites Schweigen, alles guckt unter sich, was vorher noch beipflichtend genickt hatte. Ein Vater meinte dann, dass die ganzen Tunesier die deutschen Frauen einfach unter den Rock greifen würden. Auf meine Frage, auf welch fundierter Basis er diese Erkenntnis erschlossen habe. "Das wisse man doch". Kontakt hatte er aber in seinem ganzen Leben noch mit keinem dieser Tunesier. Aber man kommt da mit Argumenten nicht bei oder nur ganz schwer. Sie halten dann allenfalls den Mund, aber ein Umdenken findet nicht statt. Ich habe zumindest nicht den Eindruck. Und das Schlimme daran ist, das sind eben keine "Gescheiterten" oder "Verlierer der Wende", das sind normale Familien wie wir. Die mokieren sich dann über Begrüßungsgeld und Handys.


    Natürlich ist das überspitzt, was sie schreibt, aber es richtet sich ja an diejenigen, die hasserfüllt sind und sich mal ein Bild davon machen sollen, was die Flüchtlinge möglicherweise schon alles hinter sich haben. Und leider stelle ich eben wie einige andere auch fest, dass gerade in Sachsen es nicht die normale Besorgnis ist, die die Leute auf die Straße treibt, sondern rechtes Denken. Und es ist ganz schwer, dem irgendwie bei zu kommen. Ein solch radikales Denken, vor allem in der Menge, hatte ich in den vorherigen Wohnorten halt nicht und das waren Städte in diversen Bundesländern, in denen der Honig auch nicht in Mengen geflossen ist.

    Dieser Text kursierte gestern in den Netzwerken. Ist von einer freien Autorin namens Beckmann. Hat wohl einige Aufnahmestationen aufgesucht und das zusammengefasst, was Flüchtlinge ihr über die Flucht erzählt haben.


    Die kommen doch nur her, um sich hier aushalten zu lassen! Richtig?
    ...
    Du bist 29 Jahre alt und hast eine Frau, zwei Kinder und einen Job. Du kommst über die Runden. Du kannst dir auch mal was leisten, und lebst in einem kleinen Häuschen in der Stadt.
    Plötzlich ändert sich die politische Lage in deinem Land und ein paar Monate später stehen Soldaten vor deinem Haus. Und vor den Häusern der Nachbarn.
    Sie sagen, wenn du nicht für sie kämpfst, erschießen sie dich.
    Dein Nachbar weigert sich.
    Ein Schuss. Das wars.
    Du hörst, wie einer der Soldaten zu deiner Frau sagt, dass sie die Beine breit machen soll.
    Du schaffst es irgendwie, die Soldaten erstmal loszuwerden und denkst die halbe Nacht lang nach.
    Auf einmal hörst du einen Einschlag. Dein Haus hat kein Wohnzimmer mehr.
    Ihr rennt raus und seht, dass die ganze Straße zerstört ist.
    Kein Stein steht mehr auf dem anderen.
    Du bringst deine Familie zurück ins Haus und rennst an die Stelle, an der das Haus deiner Eltern stand.
    Es ist nicht mehr da. Deine Eltern auch nicht.
    Du siehst dich um und entdeckst einen Arm mit dem Ring deiner Mutter am Finger. Der Rest deiner Eltern ist nichtmal mehr auffindbar.
    Aber die Asylanten haben so viel Luxuszeug! Smartphones, Markenklamotten undso! Richtig?
    ...
    Du denkst jetzt nicht mehr nach. Du rast nach Hause und rufst, deine Frau soll die Kinder anziehen. Du schnappst dir eine kleine Tasche, denn mehr könnt ihr auf die Dauer nicht tragen, und packst das Nötigste. Nur je 2 Kleidungsstücke pro Kopf passen in die Tasche.
    Was nimmst du mit???
    Du wirst deine Heimat vermutlich nie wiedersehen.
    Deine Familie nicht, deine Nachbarn nicht, deine Arbeitskollegen ...
    Aber wie sollst du in Kontakt bleiben?
    ...
    Hektisch wirfst du also dein Smartphone und das Ladekabel in die Tasche.
    Dazu von jedem ein paar Klamotten, etwas Brot und das Lieblingskuscheltier deiner kleinen Tochter.
    Die können sich die Flucht doch locker leisten. Dann sind die auch nicht arm!
    ...
    Für den Notfall, denn man hat es kommen sehen, hast du all dein Geld bereits zusammengekratzt.
    Durch deinen recht gut bezahlten Job hast du etwas auf der Seite gehabt.
    Pro Kopf kostet der nette Schlepper von nebenan schlappe 5000 Euro.
    Du hast 15.000. Wenn du Glück hast, können alle mit. Wenn nicht, musst du dich von deiner Frau trennen.
    Du liebst sie und betest, dass sie euch alle mitnehmen.
    Spätestens jetzt bist du vollkommen blank und hast nichts mehr. Nur deine Familie und die Tasche.
    Die Flucht bis zur Landesgrenze dauert zu Fuß zwei Wochen.
    Du hast Hunger und seit einer Woche kaum etwas gegessen. Du bist schwach, genau wie deine Frau. Aber Hauptsache die Kinder haben genug.
    Sie weinen die ganzen 2 Wochen über.
    Die Hälfte der Zeit musst du deine kleinste Tochter tragen. Sie ist erst 21 Monate alt.
    Nach weiteren 2 Wochen seid ihr am Meer.
    Ihr werdet mitten in der Nacht mit hunderten anderer Flüchtlinge auf ein Schiff geladen.
    Du hast Glück. Deine ganze Familie darf mit.
    Das Schiff ist so voll, dass es zu kentern droht. Du betest, dass ihr nicht ertrinkt.
    Die Leute um dich herum weinen, schreien.
    Ein paar kleinere Kinder sind verdurstet.
    Die Schlepper werfen sie über Bord.
    Deine Frau sitzt teilnahmslos in einer Ecke. Sie hat seit 2 Tagen nichts getrunken.
    Als die Küste in Sicht ist, werdet ihr auf Beiboote verteilt.
    Deine Frau und deine Kleinste auf eins, und du und die Große auf das daneben.
    Ihr werdet ermahnt, die Klappe zu halten, damit euch niemand kommen hört.
    Deine Große versteht das.
    Deine kleine im Nebenboot nicht. Sie hört nicht auf zu weinen.
    Die anderen Flüchtlinge werden nervös. Sie halten deine Frau an, das Kind ruhig zu stellen.
    Sie schafft es nicht.
    Einer der Männer packt deine Tochter, entreißt sie deiner Frau, und wirft sie über Bord.
    Du springst hinterher, aber du findest sie nicht mehr.
    Nie mehr.
    In 3 Monaten wäre sie 2 Jahre alt geworden.
    Das reicht euch noch nicht?! Die habens hier immernoch zu gut und kriegen alles in den Arsch geschoben?
    ...
    Wie du, deine Frau und deine große Tochter es in das Land, das euch aufnimmt, geschafft haben, weißt du nicht mehr.
    Alles ist wie in Watte gepackt. Deine Frau hat seit dem Tod eurer Tochter nicht mehr gesprochen.
    Deine Große hat seitdem das Kuscheltier der kleinen auf dem Arm und ist völlig apathisch.
    Du musst durchhalten. Ihr seid gleich an der Notunterkunft angekommen.
    Es ist 22 Uhr. Ein Mann, dessen Sprache du nicht sprichst, führt euch in eine Halle mit Feldbetten.
    Dicht an dicht stehen sie. 500 Stück.
    In der Halle ist es stickig und laut.
    Du versuchst dich zu orientieren. Zu verstehen, was die Menschen dort von dir verlangen.
    Aber eigentlich kannst du kaum noch stehen. Eigentlich wünscht du dir fast, sie hätten dich erschossen.
    Stattdessen packst du deine Habseligkeiten aus:
    Je zwei Teile für jeden, und dein Smartphone.
    Dann verbringt ihr die erste Nacht in einem sicheren Land.
    Am nächsten Morgen wird Kleidung an euch verteilt.
    Auch Markenklamotten sind unter den Spenden. Und ein Spielzeug für deine Tochter.
    Du bekommst 140 Euro. Für den ganzen Monat.
    Die sind doch jetzt hier sicher. Also sollen die sich freuen!
    ...
    Draußen im Hof hältst du in deinen neuen Klamotten dein Smartphone in die Luft und hoffst auf Empfang.
    Du musst wissen, wer aus deiner Stadt noch lebt.
    Dann kommt ein "besorgter Bürger" vorbei und beschimpft dich.
    Du weißt nicht, wieso. Du verstehst was von "Zurück in dein Land!"
    Bruchstücke von "Smartphone" und "alles in den Arsch gesteckt' bekommst du noch mit.
    Irgendwer konnte es übersetzen.
    ...
    Und jetzt sag mir, wie du dich fühlst und was du besitzt.
    ...
    Die Antwort auf beide Fragen ist:" NICHTS!"

    Zitat

    Wenigstens nehmen sie ihnen nicht die Frauen weg.... Am Freitag erfuhr ich von einem Syrer, daß in Syrien inzwischen auf einen Mann sieben Frauen kommen. Bei dem Frauenüberschuß müssen die deutschen Männer wohl nicht um ihre Frauen hier fürchten...


    Danke, Ebura, für den Text ganz oben!


    Die Männer flüchten ja wohl auch deshalb, weil man sie dazu zwingen will, in den Krieg zu ziehen. Dass es sowas in Kriegszeiten durchaus gibt, erzählt die deutsche Geschichte ja leider auch. Und so flüchten die Männer und hoffen, dass sie irgendwann ihre Frauen und Kinder nachholen können auf legalem Weg. Die Flucht einer Person kostet wohl bestenfalls 7000 Euro. Und Mengenrabatte machen die Schlepper schon mal gar nicht, ganz davon ab, dass sie Babys und Kleinkinder nur ungern mitnehmen, weil die zu viele Risiken bergen. Nicht selten kommt es vor, dass Babys, weil sie zu laut sind, ins Wasser geschmissen oder an Land irgendwo zurück gelassen werden. Um all das zu umgehen, wird alles Geld zusammen gekratzt, damit der Mann die Flucht wagen kann.

    Zitat


    Ich glaube nicht, dass die ausländische Herkunft der Flüchtlinge das Hauptproblem ist.


    Dann hör doch mal genau hin, wovor die "Besorgten" sich fürchten. Es kommen nur Männer, nur Mänber aus Ländern, bei denen die Frau nix zählt, und die nur kommen, um hier 140 Euro zu kassieren und den Deutschen die Arbeitsplätze und Wohnungen weg zu nehmen.


    Vielleicht muss man den Stellen aber auch einfach mal zugestehen, dass das Ausnahmesituationen sind und nicht alles perfekt laufen kann, weil einfach auch Erfahrungswerte fehlen. Der Druck ist groß, die Zeit drängt und es arbeiten überall nur Menschen. Wenn sich ein paar Rituale eingespielt haben, wird das vermutlich alles besser laufen.


    Dass diese "Unkoordiniertheit" der Grund des Fremdenhasses ist, glaube ich allerdings nicht. Das ist von denen, die da auf die Straße gehen, nur vorgeschoben. Das Gedankengut haben sie und sind froh, wenn man ihnen dazu noch Rechtfertigungen liefert. Aber die würden nicht hilfsbereiter, wenn die Stadt 1 Woche Zeit hätte und es Gesprächsrunden gäbe.

    Ja, Ausfall von Sportunterricht ist doof, aber da könnte ja vielleicht etwas Kreativität Abhilfe leisten? Man kann auch im Freien Sport unterrichten, geht Schwimmen oder oder oder. Und kaputte Spielgeräte sind sicher auch doof, aber das ist doch alles Jammern auf hohem Niveau, wenn man mal bedenkt, was die Flüchtlinge hinter sich haben und weshalb sie aus ihrem Land fliehen. Wenn man denen was von kaputtem Spielzeug erzählt, halten sie einen wahrscheinlich für vollkommen bescheuert - zurecht wie ich finde.


    Natürlich ist das ein Berg voller anspruchsvoller Aufgaben, die da auf Deutschland und Europa zukommen. Aber 1989 war es auch ein Berg voller Aufgaben und die BRD hat sich dieser gestellt und sie bewältigt. Nur weil es nicht unsere deutschen Brüder und Schwestern sind, die um Hilfe betteln, ist es plötzlich alles ganz anders. Das geht mir nicht in den Kopf.

    Ich bin als Wessi derzeit im Osten Zuhause. Grundsätzlich fühle ich mich sehr wohl. Aber ich habe leider auch schon mehrfach in meinem Umfeld die Erfahrung gemacht, dass rechtes Gedankengut doch stark verbreitet ist. Das habe ich in meinen vorherigen Wohnorten so nicht erlebt. Vor allem wenn man bedenkt, dass die meisten, die solches Gedankengut haben darauf angesprochen kaum bis keinen Kontakt zu Ausländern haben, weil es die schlicht in ihrer Umgebung gar nicht gibt.


    Ich finde es auch erschreckend, dass da nicht wenige drunter sind, die 1989 als Kind selbst Flüchtling waren und das offenbar vergessen haben. Dazu hat Guido Karp, der bekannte Fotograf, einen schönen Artikel auf Facebook geteilt. Der trifft den Nagel ziemlich auf den Kopf.