Beiträge von Emolga

    Ungefragt gebe ich nie negative Meinungen ab und ärgere mich umgekehrt darüber sehr.
    Was bringt einem sowas? Und in den allermeisten Fällen interessiert es die Betreffende ohnehin nicht.


    huehnchen69, so wie du es machst finde ich es auch besser und richtiger. Trotzdem kommt es bei mir sehr auf Verfassung und Wichtigkeit an. Und Zeit. Eine ehrliche Antwort, die eine entsprechende Reaktion des Fragenden auslösen könnte, ist fast immer zeitaufwendig. Meiner besten Freundin antworte ich ehrlich, bei flüchtigen Begegnungen antworte ich ebenso flüchtig und unehrlich. Es ist nicht jedes Thema für jeden geeignet und schon gar nicht auf dem Parkplatz des Supermarktes, zwischen einsteigen und wegfahren.

    Anisp , sicher sind das Alltagsrituale und Alltagslügen. Aus irgendeinem Grunde finde ich die meisten nur nicht so schlimm. Bei Lügen von Kindern, die andere damit reinreißen (Beispiel mit der Fahrkarte) würde ich auch sauer werden.


    Unterscheidet ihr eigentlich zwischen aktiv lügen und etwas verschweigen?

    Lügen ist absolut normal! Wir alle tun es mehrmals täglich. Wenn wir auf die oberflächliche Frage nach dem Befinden, lapidar mit "gut" antworten.

    Wenn wir der todkranken Dame von nebenan sagen, dass sie heute schon viel besser aussieht.

    Wenn wir der lieben Kollegin zur tollen, neuen Frisur gratulieren, obwohl wir ihr am liebsten einen Anwalt besorgen wollen.


    Das geschieht täglich bis zu 200 mal, je nach Kontaktmenge. Und es ist wichtig für das soziale Miteinander. Der Chef morgens im Aufzug will nämlich auf seine Frage nicht hören "ach wissen Sie, mir werden kommenden Freitag zwei Knoten biopsiert und ich habe große Angst."


    Es gibt also verschiedene Formen des Lügens. Die niederträchtigen sind meisten die, die einem selbst einen Vorteil, einem anderen einen Nachteil verschaffen. Und da unterscheide ich sehr und danach richtet sich auch mein Ärger. Lügen, das mich nicht tangiert und keinerlei Nachteile für mein Dasein hat, belastet mich nicht. In aller Regel kann ich das direkt vergessen und von mir abtrennen. Ich nehme mir selbst auch die Freiheit auf zu persönliche Fragen nicht zu antworten, oder zu flunkern, wenn ich die Wahrheit nicht sagen möchte und nicht begründen möchte warum.

    Bei Kindern empfinde ich es ähnlich, aber mit dem Unterschied, dass ich bis zur Volljährigkeit Verantwortung trage und lügen daher sehr problematisch werden kann.


    Warum manche mehr, manche weniger lügen ist schwer zu sagen. Ich würde tippen, dass es maßgeblich vom Vertrauensverhältnis zwischen Kindern und Eltern abhängt. Wenn ich weiß, dass jemand wegen Kleinkram völlig abgeht, oder mir, dem Kind, direkt Sanktionen drohen, dann lüge ich aus Selbstschutz wahrscheinlich eher, als wenn ich einen Papa, eine Mama habe, die sachlich und ruhig bleiben.


    Bei dem Bonuskind kommt vielleicht noch eine Trotz- oder Rebellionsphase hinzu. Und wie schon gesagt wurde, es ist sicher auch Charaktersache.


    Mein Ex hat auch gelogen, dass sich die Balken bogen. Wegen völlig unnötigem Scheiß, nur um sich wichtig zu machen. Mit steigendem Alkoholspiegel hat der in geselliger Runde Sachen erzählt, wo ich dachte, spinnst du? Ich sitze hier dabei! Du musst doch wissen, dass ich weiß, dass die Story erstunken und erlogen ist? Das war teilweise megapeinlich und war auch einer der Trennungsgründe.

    igel, genau deswegen habe noch keine!


    Ansonsten ist klar, dass sowohl Krankenhäuser als Wirtschaftsunternehmen und die Pharmaindustrie ihr Geld mit kranken Menschen verdienen. Nicht mit gesunden oder toten. Daher habe ich die Angst aus wirtschaftlichen Gründen eingeschläfert zu werden ganz sicher nicht. Eher umgekehrt. Heute ist es doch Usus, dass selbst hochbetagte Menschen im Krankenhaus noch per PEG-Sonde zwangsernährt werden, obwohl bekannt ist, dass jeder sterbende Organismus sukzessive seine Organe und Funktionen abschaltet, wenn es in die finale Phase geht. Dann schläft Mensch üblicherweise auch friedlich ein und kann loslassen.

    Hier empfehle ich immer wieder gerne das Buch von Matthias Töns "Patient ohne Verfügung. Das Geschäft mit dem Lebensende."


    Ansonsten unterstelle ich, dass die meisten Menschen am Leben hängen und bei der kleinsten Aussicht auf Heilung oder Besserung gerne jede Hilfe annehmen. Wer jedoch weiß, dass er stirbt und in der Endphase mit unerträglichen Schmerzen zu tun haben wird, oder grausam ersticken wird, der soll bitte so frei sein, das beenden zu dürfen. Und wenn es dann sanfte Medikamente gibt, die legal verordnet und verabreicht dürfen, damit der Kranke friedlich abgleiten darf, bin ich sehr dafür und begrüße daher das heutige Urteil.

    Das Problem ist viel größer. Es wird gar kein Geld mehr in die Entwicklung neuer Antibiotika seitens der Pharmaindustrie investiert. Es ist eigentlich egal, wo Antibiotika hergestellt werden, aufgrund immer weiter zunehmender Resistenzen, wird es in ca. 10 Jahren auch für völlig profane Infektionen, einfach nichts mehr geben. Dazu gab es vor einiger Zeit sogar einen wirklich beängstigenden Themenabend bei Arte. Kurz darauf hat sich auch das ZDF dieses Themas angenommen.

    https://youtu.be/u9H8Guv6vSA

    Eine Handschlag und eine Umarmung sind ein Menschenrecht?#gruebel

    Für mich sind das Gesten und wenn ich die mache, dann meine ich die ernst.

    Das hat sie so gar nicht geschrieben! Da wurden zwei verschiedene Standpunkte völlig sinnentfremdet zusammengefügt.

    Es käme bei mir wohl sehr darauf an, wie der weitere Kontakt aussehen sollte.

    Privat würde ich es sicher vermeiden und schnell versuchen die entgegen gesetzte Richtung einzuschlagen. Würde ich jedoch dem Nazi im Rahmen einer Diskussion begegnen und wäre interessiert, dass er meine Meinung hört, würde ich einen sehr kurzen Handdruck geben. Schon um zu vermeiden, dass solch ein Affront dazu führt, dass man meine Position gar nicht mehr hören möchte.
    Symbolisch bedeutet der Handschlag erstmal nichts anderes, als dem Gegenüber zu zeigen, ich trage keine Waffe in meiner Hand. Und so könnte ich völlig wertfrei die Hand geben.

    Das unsägliche Wahlprogramm der AfD ist nicht neu. Wegen meiner beiden halbtunesischen Kinder, habe ich manchmal die nackte Angst. Neu entfacht durch den Hanauer Anschlag nicht so weit von uns, der ganz offensichtlich auch rechtsextremistisch motiviert war.
    Auf Facebook habe ich schon häufiger genau diese Punkte angesprochen und um eine ernsthafte Stellungnahme gebeten. Ich wurde verlacht, verhöhnt, als Bahnhofsklatscherin tituliert, gesperrt und blockiert. Zumindest für die Kommentarfunktion.

    Habe ich noch nie gehört, aber interessant.

    Vielleicht ist das Wort nicht so wichtig, weil man oft trinkt ohne wirklich Durst zu haben.
    Wenn man aber pappensatt ist, kann man selten noch etwas essen. Auch nicht für nett, wie bei einem Cocktail zum Beispiel.

    Ich verfolge das schon eine geraume Zeit und bin völlig fassungslos.

    Ebenso wie ich fassungslos über die gezielte Erschießung des iranischen Generals Suleimani per Drohne bin. Als imperialistischer Staat darf man also bei Verdacht einfach jemanden abballern!? Wo ist da auf einmal der "gute Westen" mit all seinen Werten und Moralvorstellungen?


    Und Assange ist ein gebrochener Mann.

    Das ist richtig, sehr erfolgreich war sie im Hinblick auf konkrete Veränderungen und Gesetze nicht. Aber sie macht zumindest mächtig Wirbel und sorgt für eine Menge Unruhe. Unruhe im positiven Sinne, aus meiner Sicht.

    Was können wir konkret tun um etwas ändern?

    Das ist ein bisschen schwierig, weil man diese Dinge als einzelnes Individuum einfach nicht ändern kann.

    Gut, dass Greta Thunberg das nicht wusste ;)


    Nein, im Ernst, nicht jeder kann derlei tatsächlich alleine erreichen. Wir halten daher an folgender Reihenfolge fest:


    - Pack' aktiv an und hilf vor Ort!

    - Können wir nicht aktiv helfen, dann unterstützen wir durch Sach- oder Geldspenden.

    - Wenn wir nicht spenden können, informieren wir andere.

    - Geht auch das nicht, versuchen wir wenigstens niemanden zu schaden, oder zu verletzen.

    Was mir dazu einfällt, der rassige, schwarzhaarige Latinlover auf einem wilden Pferd und Sie, nicht minder rassig, sich gegenseitig anschmachtend und dann geht es um Sekt (Freixenet).


    Und ja, Afrika ist eine Sehnsucht und die behalte ich auch. Immerhin ist mein Mann Nordafrikaner (Tunesier). Ich habe Afrika schon häufig bereist, die unterschiedlichsten Länder. Ich finde es wunderschön und auch an genossener Exotik finde ich nichts verwerflich.

    Ebenso Asien. Ich verbinde damit stets Weisheit und das Wissen über Einklang von Körper und Geist, das uns, in unseren westlichen Industrienationen, oft abhanden gekommen ist. Wir werfen schnell eine Pille ein, denn der Kopf muss frei sein, der Rücken darf nicht schmerzen und müde dürfen wir schon gleich gar nicht werden.
    Im Leben wäre ich nie darauf gekommen so etwas rassistisch einzuordnen! Im Gegenteil, ich bin meist voller Ehrfurcht und Respekt, dass es Menschen gibt, die solche Fähigkeiten und "Künste" (noch) beherrschen.


    Da mein Mann in seiner Heimat oft traditionelle Kleidung trägt, befremdet es mich auch zutiefst, wenn sich hier Männer an Fasching als Scheich, oder Araber verkleiden. Das finde ich auch ganz seltsam.

    Kann mir das jemand erklären?

    Eigentlich finde ich es ganz schräg, das rassistisch zu finden. Denn, was ist denn schlimm daran? Wir sprechen doch alle von Globalisierung, weltoffene Menschen bringen Dinge aus fernen Ländern mit, die wir gerne mit entsprechenden Klängen und Musik - ich nehme hier nochmal mein eigenes Beispiel mit dem Tee - untermalen. Dann dürfte beim Yogakurs auch kein Oliver Shanti im Hintergrund laufen, sondern Heino, Rammstein oder irgendwas deutsches. All das macht unsere Welt doch bunt und verschieden. Ein grüner Tee mit asiatischen Klängen lässt mich an den letzten Urlaub in Thailand denken, oder, oder, oder. Mir fallen da viele Sachen ein.

    Welche Idee hättet ihr denn für eine Werbung, die ein Produkt anbietet, dessen Inhaltsstoffe aus Afrika kommen? Ob das dann tatsächlich so ist, sei dahin gestellt und könnte an anderer Stelle diskutiert. Ich verstehe es wirklich nicht.

    Ich habe die Werbung noch nie gesehen und mir eben auf YouTube bewusst angeschaut. Mir erschließen sich keinerlei Rassismusgedanken. Vielleicht bin ich da nicht tiefgründig genug. Für mich ist es ein Medikament, dessen Inhaltsstoffe (angeblich!) aus Afrika kommen. Dass das eine afrikanische Aufmachung hat und der Löwe einen Bezug zur vielfältigen, afrikanischenTierwelt darstellt - alles um die Herkunft zu verdeutlichen - finde ich in Ordnung. Da wird ja nicht gesagt "die haben da zwar nix, aber geile Pflanzen!"

    Grüne Tees werden auch ganz oft mit entspannenden, buddhistischen Klängen vermarktet.