Beiträge von Drama

    Ich stolpere über die 18 Monate. Bei uns war das das Alter, wo die Kinder in den Streik gingen und wieder in die Windel gepullert und gekackt haben, nachdem sie beide quasi seit Geburt abgehalten wurden und auch inzwischen praktisch komplett trocken waren. Bei uns dauerten die Streiks über ein Jahr und dann endlich wurde es wieder besser. Den Großen haben wir kurz vor seinem dritten Geburtstag eine Woche lang konsequent unten-ohne rumlaufen lassen, dann war er trocken. (Um dann später wieder ein bis drei nasse Hosen pro Tag zu haben. Aber das ist ein eigenes Thema und nicht repräsentativ.)

    Die Kleine ist jetzt 2 ½ und wir warten gerade auf die Gelegenheit, sie ebenfalls eine Woche lang konsequent unten-ohne lassen zu können. Wird wohl in den Sommerferien so weit sein. Auf jeden Fall tut sich bei ihr jetzt was, dass sie deutlicher kommuniziert, ob sie das Töpfen/ Klo benutzen will oder nicht. Wenn nicht, trägt sie Windeln, wenn ja darf sie ohne Windel sein und es klappt auch schon recht verlässlich.

    Baby nicht waschen ist auf jeden Fall noch mal ein guter Hinweis.

    Dazu fällt mir noch ein: Die Käseschmiere soll man sogar nach Möglichkeit einmassieren, statt sie abzuwaschen. Und in dem Alter, in dem dein Baby geholt wird, wird es davon ja noch reichlich haben. - Da sind wertvolle Stoffe drin, die der Haut und dem Immunsystem deines Babys gut tun.

    Ich wünsche dir so sehr, dass dein Baby dann stabil genug ist, dass ihr all die guten Dinge mit ihm machen könnt. Denn wenn es direkt auf die Neo oder ITS verlegt wird, dann sind all die tollen Ideen ohnehin hinfällig. Aber wenn ihr ihm vor der OP noch alles Gute mitgeben könnt, was es so gibt, dann ist das gewiss auch für die OP und das ganze danach dienlich.

    Steht schon fest, wie schnell nach dem KS das Baby operiert wird? Oder wird das erst entschieden, wenn es geboren und untersucht ist?

    Wenn die Bekeiming des Babys erlaubt ist, dann funktioniert das bestens indem die Mama sich ein Tüchlein in die scheide legt für 1-2h und dann damit dem Kind Gesicht und Körper abwäscht.

    Cool. Davon hatte ich noch nicht gehört. Das speichere ich direkt ab, für den Fall, dass ich irgendwann mal wieder einer KS-Mama davon erzähle. Das Abwischen klingt auch viel plausibler als das in-den-Mund-Geben. Denn bei vaginaler Geburt wird das Kind ja auch damit eingeschmiert und nicht gefüttert. Und vermutlich ist es auch für das Immunsystem ein geringerer Stress als die andere Variante. Die gewünschten Keime werden doch über die Haut vermutlich ganz anders aufgenommen als über die Mundschleimhaut. Mandelbaum Diese Variante klingt so, als ob die für dein Baby noch viel besser in Frage kommt als die von mir erwähnte.

    moose Beim geplanten KS kann man das Tüchlein doch schon vorher in die Scheide geben und dann zur OP raus nehmen. Dann kann man das Baby unmittelbar nach der OP einschmieren. Im Prinzip direkt wenn es draußen ist. Wenn der Vater bei der OP dabei ist, hat er so gleich eine gute Aufgabe.

    Denn ich erinnere mich vage daran, dass ich dachte wie zermürbend der Schmerz ist. Aber da stand ich ja unter Opiaten! Wie ist das dann erst ohne?

    Ein bisschen ist mein Vertrauen in meinen Körper beeinträchtigt. Ich meine ich hab das gut geschafft und es dauerte nur 4,5 Stunden, was für eine erste Geburt ja echt gut ist. Aber ich dachte bisher, ich hätte das irgendwie mehr "alleine" geschafft...

    Könnte sein, dass du das zu Hause anders wahrnimmst. Das zermürbende an Schmerz ist oft die Machtlosigkeit, mit der man ihm ausgesetzt ist. Wenn du in deinem eigenen Zuhause bist und viel mehr Herr deiner selbst, statt Patientin, dann ist es möglich, dass du auch die komplette Geburtssituation als selbstbestimmter empfindest. Das kann helfen, den Schmerz zu lindern oder positiver anzunehmen. Außerdem wirst du eine Hebamme bei dir haben, die dir mit der richtigen Atmung, Massagen etc. helfen kann, gut über den Schmerz hinweg zu kommen.

    Bei meinen Geburten hatte ich jeweils das ganz starke Gefühl, dass das Baby es ist, das diese Geburt macht. Und meine Aufgabe besteht lediglich darin, ihm die Geburt bestmöglich zu ermöglichen. Da habe ich die Schmerzen als Teil von etwas hochgradig Sinnhaftem empfunden. Diese gedankliche Perspektive hat mir sehr geholfen, mit den Schmerzen umzugehen. Ich fühlte mich ihnen nicht so ausgesetzt, sondern empfand es gewissermaßen als meine Aufgabe, sie zuzulassen und anzunehmen, damit das Kind gut geboren werden kann. Ich finde grad leider keine besseren Worte. Ahnst du, was ich meine?

    seit gestern abend sind wir jedoch zu fuenft. und der rest der arbeit muss noch ne woche warten oder so

    Oh, wie schön! :-) Herzlichen Glückwunsch und eine ganz tolle Kuschelzeit euch! :-)

    Ich habe keine eigenen Kaiserschnitterfahrungen. Aber folgende Gedanken will ich dir dalassen:

    - Wenn das Baby draußen ist, sollen die die Nabelschnur erst ein paarmal Richtung Baby ausstreichen, bevor sie sie durchtrennen. So bekommt dein Baby ein paar Milliliter mehr Blut und also ein wenig bessere Startbedingungen.

    - Ebenso für bessere Startbedingungen: Bei der vaginalen Geburt wird das Gesicht des Babys gewissermaßen mit den Keimen aus der Scheide imprägniert. Das stärkt auf Jahre hinaus die Abwehrkräfte. Beim Kaiserschnitt fehlt diese Imprägnierung. Aber man kann alternativ dem Baby ein wenig Scheidensekret in den Mund streichen. Klingt eklig, ist aber für die Abwehr gut. - Klären müsstest du nur, ob das auch bei so früh geholten Babys gilt. Dazu weiß ich nichts. Eventuell muss man in diesem Fall ganz bewusst darauf verzichten, weil das Immunsystem des Babys ja noch nicht so reif ist, wie bei einem an Termin geholten Kind.

    - Und ansonsten: In Hannover gibt es die sogenannte Kaiserschnittstelle. Die machen tolle Beratungen vor und nach Kaiserschnitt. - Ein Team aus Fachleuten unterschiedlicher Richtungen. Dort könntest du auch anfragen, was die noch wissen oder empfehlen.

    Danke für deine Ermutigung Mutter Grimm . Aber Oberteile hab ich ohne Ende, zum Yoga gehe ich in dieser Schwangerschaft nicht, Nachtwäsche hab ich auch genug. Nur an Röcken mangelt es mir. Ich fürchte, das wird nichts mit mir und diesem Pyjama. Wenn ich jetzt nochmal Geld für Klamotten in die Hand nehme, dann für noch 1-2 Röcke. Mal schauen, ob ich vielleicht auch so über die Runden komme. Es wird ja vermutlich meine letzte Schwangerschaft, da muss ich nicht nochmal ohne Ende Geld investieren...

    Danke, Mutter Grimm , das beruhigt mich in der Tat sehr. So mega-gut organisiert bin ich ja auch in fast allem was ich tue. Dann liegt es wohl eher daran und ich höre jetzt mal auf, mir schwarze Gedanken zu machen.

    Pling Ich schlage vor, dass du dich jetzt erstmal bis Sonntag geduldest und dann erst die Logistik-Fragen aufwirfst. Vielleicht ist es ja auch gar kein Wal, sondern ein Delphin oder ein Krokodil. (Die passen vermutlich auch besser ins Regal.) Dann würde eure Badewanne ja wohl völlig ausreichen.


    Mein Großer (fast 6) wollte heute wissen, wozu ein Muttertag denn da sei. Ich habe ihm also nach bestem Wissen und Gewissen geantwortet, dass der dazu da ist, dass die Floristen möglichst viele Blumen verkaufen. (Ihr ahnt vielleicht, dass ich mir aus diesem Tag nicht so richtig was mache.) Da war er echt baff, dass es also allen Ernstes Tage gibt, die von der Wirtschaft erfunden wurden, um Umsatz zu generieren. - Ja, mein lieber Sohn, so funktioniert Kapitalismus... (Bei uns wird auch Valentinstag erst gefeiert, seit ich zufällig erfahren habe, dass das der Tauftag meines Mannes ist. Seither entzünden wir an diesem Datum seine Taufkerze. Aber mit tagesaktuellen Liebesgaben muss er sich von mir fern halten, wenn er nicht die Scheidung riskieren will. Die nehme ich an den restlichen 364 Tagen des Jahres deutlich bereitwilliger an. ;-) )

    Drama, ich bin gerade nur am Handy und meld mich nochmal ausführlicher - aber ich möchte dir jetzt schonmal danken, weils gar nicht vorbei ist an meiner Frage, sondern eigentlich sehr genau beantwortet, was mich bewegt, ich aber nicht gefragt habe. Ich neige bei Verwirrung zum Eröffnen von Nebenschauplätzen ;). Du hast da glaube ich sehr gut erkannt, was mich umtreibt und ich mit meinem Mann nochmal wesentlich expliziter als bisher besprechen muss. Vielen Dank!

    Schön, dass dir meine Gedanken geholfen haben. - Und ich hatte noch überlegt, mir auf die Zunge zu beißen/ auf die Finger zu hauen und diesen Sermon nicht abzuschicken. Aber dann war es ja doch für was gut. :-) Mit Beleghebamme seid ihr natürlich deutlich geschützter vor den üblichen Klinikroutinen. Vieles könnt ihr mit ihr vorab besprechen. Das wird vieles leichter machen. Ich wünsche dir, dass es eine gute, selbstbestimmte Geburt wird, in der du dich ganz fallenlassen kannst, weil du dich in Sicherheit weißt.

    Ich traue mich auch nicht jemanden einzuladen. Was hab ich schon zu erzählen? Und bei einer Einladung bin ich sonst immer diejenige, die was vorbereitet. Du siehst - Schranke im Kopf.

    Und wenn du es für dich unter "Krankenbesuch" verbuchst? Dann musst du nichts zu erzählen haben, brauchst auch nichts vorbereiten, sondern die Menschen, deren Gesellschaft du gern hättest, sollen einfach nur zu dir ans Krankenbett kommen und dich ein bisschen aufmuntern...

    Wie lief denn heute dein Termin im Krankenhaus?

    Ich habe jetzt gestern diesen Pyjama hier gekauft.


    https://www.amazon.de/gp/produ…age_o00_s00?ie=UTF8&psc=1

    Wow, der ist total schön. Wie schade, dass ich grad gar keine Nachtsachen benötige und keinerlei Vorwand habe, sowas anzuschaffen.#heilig


    Bei mir stellt sich heute was Seltsames ein: Ich hab irrsinnigen Nestbautrieb.

    Wir haben heute beschlossen, in welcher Weise wir bis zur Geburt des Babys die Wohnung noch umräumen, damit der Große sein heiß ersehntes Hochbett kriegt und die Kleine endlich auch ganz offiziell im Kinderzimmer wohnen kann. Das wird eine ziemlich gewaltige Umräumaktion an der vorab eine größere Aussortier- und Kistenpack-Aktion dran hängt, damit der Zimmertausch logistisch überhaupt möglich wird. Klar ist, dass das Aussortieren in den nächsten Wochen geschehen soll. Wenn das erledigt ist, können wir kalkulieren, wie wir die Möbel (Regalsystem) neu aufbauen, welche Elemente einer neuen Bestimmung zugeführt werden und an welchen Stellen Ergänzungsteile gekauft werden müssen. Dann diese Teile bestellen und Anfang Juli liefern lassen. Dann kommt mein Mann von einer Konzertreise zurück und wir haben ca. eine Woche Zeit zum Aufbauen/ Zimmer tauschen/ Zeug aus den Kisten wieder in die neuen Möbel räumen bis die Rufbereitschaft beginnt. Das sollte gut zu schaffen sein. - Wie gesagt: ein Projekt für die nächsten Wochen.

    Aber ich hab heute so einen krassen Aufräum- und Aussortierdrang, dass es mich wahnsinnig macht, dass diese Aktion bis Sonntag noch nicht beendet sein wird. (Wohl gemerkt: beendet, nicht begonnen.) Solch einen Drang, das fertig zu kriegen, hatte ich zuletzt drei Wochen vor ET des Großen. Drei Tage später war er dann geboren.

    Nur bin ich heute noch mehr als zweieinhalb Monate vor ET. Ich krieg ein bissl Schiss, dass es eine Frühgeburt wird, wenn ich jetzt schon so krassen Nestbautrieb habe.

    Kennt jemand von euch was Ähnliches aus diesem frühen Stadium und kann mich ein bisschen beruhigen?

    (Dass ich heute noch dazu - trotz fast nur auf dem Sofa sitzen und gar nichts tun - mehrfach einen harten Bauch hatte, macht mein vage ungutes Gefühl nicht direkt besser... - Die innere Unruhe steht in massiven Widerspruch zur äußeren Passivität zur Schonung des Bauches.)

    DAS war tatsächlich mein allererster Gedanke, als das mit der Gießkanne kam Allerdings steht das Geschenk angeblich im Regal und da passt das Fahrrad nicht rein.

    Vielleicht ja ein Wal. Aus "Free Willy" wissen wir ja, dass Wale es eine gewisse Zeit ohne Schwimmbecken/ Badewanne aushalten, wenn sie regelmäßig nass abgespritzt werden.#baden

    Mandelbaum Du arme Tapfere! Halte durch! Bald hast du es hinter dir.

    Wieso hast du keinerlei Sozialkontakte? Hast du keine Freundinnen, die dich besuchen kommen, wenn du schon nicht außer Haus kannst? Ihr könntet doch wunderbar zusammen Kaffee trinken (wahlweise Tee, heiße Schokolade oder worauf auch immer du Appetit hast). Sie stellt sich einen Stuhl an dein Bett und ihr schwatzt, als säßet ihr in einem Café. Vielleicht bringt sie noch einen Kuchen mit. Da gibts doch nette Möglichkeiten.

    Ich persönlich würde in so einer Situation vermutlich sehr viel telefonieren. Fast alle meine Freunde leben in anderen Städten, weshalb viele meiner Sozialkontakte ohnehin übers Telefon laufen. (Flatrate sei Dank!) In Phasen, in denen ich irgendwie ans Haus gebunden bin (z.B. wegen Krankheit), werde ich zur Dauertelefoniererin. #tel

    Ansonsten weiß ich jetzt was dieses Wasser in den Beinen ist, von dem immer alle reden und versuche meine Ernährung eiweißreicher zu gestalten und watschle tatsächlich auch schon ziemlich durch die Gegend.

    Spargel hilft auch wunderbar beim Entwässern. Da hast du dir doch genau die richtige Jahreszeit ausgesucht für die dicken Beine. Guten Appetit!

    Was für Klamotten sind denn so geburtsgeeignet? Ich steh nicht so auf die langes Shirt-Variante ohne Buchse, weil dann meine Oberschenkel aneinander reiben und das nervt.

    Dann vielleicht halterlose Strümpfe drunter?

    Dicke Socken gelten als sehr wichtig unter der Geburt (und konnten mir persönlich gar nicht warm genug sein, trotz zweier Sommerkinder), weil kalte Füße Wehenhemmer sind.

    Ich besitze zwei knielange, weit geschnittene Nachthemden mit Knopfleiste zum Stillen. Die fand ich zum Gebären perfekt. Dazu eine weite Strickjacke. Ich habe extrem geschwankt zwischen Schweißausbrüchen während der Wehen und heftigem Frieren in den Pausen dazwischen. Beim ersten Kind hatte ich einen Samtpulli an. Den hab ich komplett durchgeschwitzt. Es hat bestialisch gestunken. Aber ohne wäre ich jämmerlich erfroren. Beim zweiten Kind dann das Baumwollnachthemd. Das war gut.

    Fürs Gebären im Krankenhaus finde ich wichtig, dass du dir im Kreissaal einen Ort suchst, wo du den Blicken der Tür zum Flur nicht so ausgesetzt bist. Die meisten Kreisbetten sind im Raum so aufgestellt, dass jeder, der zur Tür hereinkommt, dir erstmal voll zwischen die Beine schauen kann, falls du auf dem Rücken liegst. Hier könntest du vor Ort nach einem Paravent fragen. Oder noch besser: Versuch dich von diesem Bett fern zu halten so gut es nur geht. Die Anziehungskraft dieses Bettes ist noch größer, als ich gedacht hatte. Ich hatte beim ersten Kind einen sehr kleinen Kreissaal. Außer dem Bett gab es noch eine Sprossenwand, mit der ich nichts anzufangen wusste. Ich wollte gern am Fußende des Bettes im Stehen gebären (und mich an der Querstange des Fußendes festhalten). Aber das CTG-Kabel war zu kurz und ich musste aufs Bett und hab dann dort am Fußende gekniet. Gegen solche Übergriffigkeiten würde ich mich heute wesentlich massiver zur Wehr setzen. - Wenn die nicht in der Lage sind, ihre überflüssigen Geräte mobil genug zu kriegen, dann können sie mich eben nicht verkabeln. Und wenn das deren Vorschrift ist, dann müssen sie sich halt eine Lösung einfallen lassen.

    Musik ist gut, wenn dir das hilft. (Ich bin eher ein Stille-Mensch und mir hat es gereicht, darum zu bitten, dass das Radio abgeschaltet wird.)

    Wichtig finde ich außerdem, dass du deinen Mann instruierst, an welchen Stellen er mit dem Klinikpersonal kämpfen soll, wenn nötig. (Also z.B. wenn sie dich in deiner intuitiven Gebärhaltung einschränken wollen.) Und: Er soll unbedingt beständig den Kontakt zu dir suchen. Die Kliniksituation als solche macht Menschen unmündig. Darüber sollte man sich vorher bewusst sein und dann ganz aktiv diesen Automatismus durchbrechen. (Ich lag am Ende der Geburt auf dem Bett auf der Seite. Die Hebamme hat Dinge getan, die mir weh getan haben, ich konnte vor lauter Wehen nichts vernünftiges mehr artikulieren und mein Mann saß irgendwo weit weg in meinem Rücken auf einem Stuhl und hat passiv zugeschaut und die Hebamme machen lassen. Im Nachhinein habe ich erfahren, dass er direkt hinter mir mit auf dem Bett saß. Aber er hat mich nicht berührt und ich konnte ihn nicht sehen und so war der Kontakt abgebrochen und er konnte mir nicht helfen. Hier wäre es total hilfreich gewesen, wenn er diese automatische Klinik-Passivität aktiv durchbrochen hätte und z.B. um das Bett herum zur anderen Seite gekommen wäre. Dann hätten wir Blickkontakt haben können, was mich gestärkt hätte, und er hätte viel aktiver meine Rechte erkämpfen können. Aber hinterher ist man immer schlauer. Deshalb: Macht euch die Macht der Klinik so gut es geht bewusst und überlegt euch Strategien, wie ihr trotzdem Intimität und Zweisamkeit schaffen könnt. Das finde ich zum Gebären gravierend wichtiger als die Klamottenfrage.)

    Sorry, dass ich so an deiner Frage vorbei rede. Aber ich glaube, diese Grundatmosphäre ist viel entscheidender. Wenn die stimmt, dann ist das andere nichts so wichtig.

    Zu "ohne Buchse": Ab einem gewissen Zeitpunkt MUSST du unten ohne sein, sonst kann das Kind ja nicht raus. Ab da ist es vermutlich angenehmer, wenn du ein Longshirt/ Nachthemd/ Männerhemd etc trägst, als wenn es ein gewöhnliches T-Shirt ist und du untenrum komplett entblößt bist. Du kannst darum kämpfen, dass dieser Zeitpunkt erst zu den Presswehen ist. (Das kann dich auch vor allzu häufigen/ übergriffigen vaginalen Untersuchungen schützen.) "Normalerweise" ist üblich, dass man im Kreissaal ohne Schlüpfer ist.

    Oh ja, da merkt man wieder, wie weit unsere ETs auseinander liegen. Für die ersten von euch beginnt in den nächsten Tagen schon die Rufbereitschaft der Hebamme. Ich selbst hab erst in vier Wochen den dritten Ultraschall, also noch ein Vierteljahr hin, bis das Baby raus muss. (Auch wenn ich inständig hoffe, dass es schon im Juli und nicht erst im August kommt.)

    MD ist zum Glück bislang an mir vorüber gegangen. Gestern hatte zur Abwechslung mal wieder meine Tochter Durchfall. Etwa einmal wöchentlich ploppt das hier wieder auf. Allmählich bin ich nur noch genervt. Aber irgendwann wird es wohl endlich vorüber sein. Nächste Woche bin ich erstmal auf Fortbildung, also raus aus dem Keimherd. (Oder rein in den nächsten. Würde mich nicht wundern, wenn dort - einer Art Internat - ebenfalls MD grassiert. Das geht ja grad deutschlandweit seuchenartig um.) Auf jeden Fall eine Woche raus aus den familiären Verpflichtungen, was auch mal wieder schön ist. :-)

    Ansonsten ist mein Baby nach wie vor gesund und munter, strampelt kraftvoll und hat gute Herztöne (was bei kraftvollem Strampeln ja völlig überraschend ist ;-) ). Gestern war die Hebamme da. Alles chic so weit. Nur meinen Eisenwert muss ich etwas ernsthafter pushen, damit ich nach der Geburt keine Probleme kriege. Das hab ich in dieser Schwangerschaft etwas vernachlässigt. Aber bis zur Geburt krieg ich den wieder rauf.

    Bammel vor der Geburt hab ich nicht. In drei Wochen ist Geburtsvorbereitungskurs. Der selbe WE-Kurs, bei dem wir schon bei den ersten beiden waren. Die Hebamme ist toll und wir haben beide Male ganz viel für uns mitgenommen. Sie freut sich schon auf uns. Da hat sich ein richtig nettes Verhältnis entwickelt über die Jahre. (Rückbildung hatte ich auch bei ihr und auch noch eine Sonderbehandlung, als meine Kleine in BEL lag.)

    Bei uns ist alles unspektakulär. Heute (28+1) war mal wieder Vorsorge bei meiner Hebamme. Alles chic. Baby ist sehr agil, alle Werte fein, nur mein Eisen ist bissl niedrig, da muss ich jetzt stärker drauf achten. Das hab ich in letzter Zeit etwas vernachlässigt. Mein Bauch ist schon gigantisch: 107 cm. Das hatte ich beim ersten Kind kurz vor Geburt und beim zweiten einige Wochen zuvor, diesmal hab ich dieses Maß seit 25+3. #blink


    Namen haben wir jetzt auch schon so gut wie sicher. Rufname steht für beide Geschlechter fest. Beim Jungsname ist auch der zweite Vorname so gut wie amtlich. Nur der zweite Vorname für ein Mädchen braucht noch ein wenig Reifungszeit. Da ich seit Monaten ein starkes Mädchengefühl habe, ist es mir wichtig, dass wir da wirklich DEN richtigen Namen finden. Und noch sind wir uns beide nicht sicher, ihn gefunden zu haben.


    Zuckertest habe ich in keiner Schwangerschaft gemacht. Ich bin schon immer untergewichtig, hab in den ersten beiden Schwangerschaften am Ende jeweils 20 Kilo zugenommen gehabt, aber die Kinder waren beide sehr klein und zart. Jetzt hab ich auch schon wieder 10 Kilo zugenommen, was für mich zum jetzigen Zeitpunkt aber völlig normal ist. Das Baby ist bislang völlig normgerecht entwickelt, keinerlei Hinweis auf Übergewicht. Von daher werde ich den Test auch diesmal nicht machen. Es sei denn, es entwickelt sich noch sehr ungewöhnlich.


    shangri-la Wie blöd, dass der Kureffekt so schnell schon wieder dahin ist. Deinen Plan, bis zwei Wochen vor ET arbeiten zu wollen, finde ich ambitioniert. Bei meinem Großen war ich an diesem Datum bereits seit drei Tagen Mutter. ;-) Pass gut auf dich auf, dass du in all dem Stress nicht unter die Räder kommst!


    Bei uns steht auch eine Umbau- oder Umräumaktion an. Unser Kinderzimmer ist winzig und es wird jetzt Zeit, dass wir es fit machen, dass beide Kinder da ganz offiziell drin wohnen können. Unser Großer wünscht sich sehnlich ein Hochbett und damit wäre auch richtig gut Platz zu gewinnen. Unsere Räume sind sehr hoch (Altbau), so dass man richtig eine zweite Ebene für ihn einziehen könnte, so dass die Kinder trotzdem getrennte Bereiche im Zimmer haben. Allerdings ist das Zimmer total blöd geschnitten: keine rechten Winkel und zusätzlich ein Schornstein in einer Ecke, den man aussparen müsste. Sprich: Diese Bauaktion würde richtig kniffelig. Jetzt kam mir heute die Idee, dass man noch mal im größeren Stil Zimmer tauschen könnte. Das Arbeitszimmer meines Mannes ist ziemlich groß, aber eigentlich nutzt er es gar nicht so richtig. Seine vielen Regale würden aber mit knapper Not in das Minizimmer passen. Wenn man Kinder- und Arbeitszimmer tauschte, hätten beide Kinder deutlich mehr Platz und außerdem gibt es im jetzigen Arbeitszimmer eine Nische, die die perfekten Maße für ein ganz gewöhnlich im Laden kaufbares Hochbett hat. Und zu allem Überfluss gibt es in dieser Nische auch noch ein schmales querformatiges Fenster auf ca. 1,80m Höhe, also quasi ein eigenes Fenster für das Hochbett. - Ich muss nachher mal mit meinem Mann bereden, was er von dieser Idee hält. Ich find sie grad so überzeugend, dass ich hoffe, dass er das ebenfalls gut findet. :-)

    Wenn du jeden Morgen darum kämpfen musst, die Familie um 7:00 Uhr irgendwie vollzählig an den Frühstückstisch zu kriegen, weil die verpennten Kinder nicht aus dem Bett zu kriegen sind. Außer samstags. Da kannst du ausschlafen. Und wirst 5:40 Uhr von einem hellwachen Kind geweckt.

    Wir hatten immer Stulpen an den Beinen ("Babylegs") und dazu Socken. Auf diese Weise musste man an den Beinen gar ncihts an- und ausziehen. Bei Bedarf dann nur Body auf, Windel ab, abhalten, Windel an, Body zu. Das hat weder uns noch die Kinder zu sehr genervt.

    Wenn du magst, schicke ich dir einige Stulpen. Hab eh noch einen Brief für dich auf der To-Do-Liste. Und dann hab ich endlich was Sinnvolles beizulegen. Welche Größe hat die Erbse? (Ich hab hier 3 oder 4 Paar Newborn-Stulpen und dann einige, die ab Gr. 62/68 gehen.)

    Unterwegs haben wir bei beiden Kindern Wegwerfwindeln benutzt und auch das Abhalten nicht gut hingekriegt. Ein Asia-Töpfchen hatte ich immer in der Wickeltasche für alle Situationen im Haus/ Zug. Aber auf der Straße Jacke ausziehen, Kind aus dem Tragetuch nehmen und abhalten haben wir nicht gebacken gekriegt. Dadurch stellte sich bei uns auch die Klamottenfrage unterwegs nicht wirklich.


    Und beim Stillen hab ich die Kleine immer unten frei gemacht und aufs Asia-Töpfchen gesetzt. Das hat uns viele Nerven erspart. Wenn sie beim Stillen eingeschlafen ist, konnte ich sie im Schlaf mit einem Blatt Klopapier abputzen und dann Windel wieder dran und Body zu. Wenn sie wach blieb, wars natürlich noch einfacher.