Beiträge von Drama

    Das ließe sich doch auch so einrichten. Heuschrecken, Mehlwürmer und ähnliches gibt es doch auch hierzulande in gewissen exotischen Restaurants. Und die Körner kannst du ihr ja morgens als Müsli verfüttern. ;-)

    Die Patentante (S.) meiner Fast-4-Jährigen war gestern kurz zu Besuch und hat uns dabei Eier von ihren eigenen Hühnern mitgebracht.

    Heute zum Mittag sollte es Spiegelei geben und ich fragte meine Tochter: "Sollen wir die Eier von S. nehmen?"

    Draufhin lacht sie sich schlapp und stößt unter Gickern und Prusten hervor: "Die sind doch nicht von S.!"

    Ich frage reichlich ratlos zurück: "Von wem denn dann?"

    Tochter (im Tonfall von "du hast wohl überhaupt keine Ahnung"): "Die sind doch von die Hühner!"

    Und noch eine Frage. Meine Tochter möchte wissen, was passiert, wenn zwei Spermien genau gleichzeitig bei der Eizelle ankommen und die Gegegebenheiten am Andockpunkt und die Eigenschaften usw. identisch sind.


    Und sie möchte wissen, was passiert, wenn gleichzeitig zwei Spermien in eine Eizelle kommen (also wenn das passieren würde, warum auch immer).

    Es gewinnt gar nicht das Spermium, das als erstes ankommt. Das ist leider eine große Lüge. Ganz oft kommen mehrere Spermien ungefähr gleichzeitig an und beginnen, in das Ei einzudringen. Die Eizelle entscheidet dann, welches davon sie ganz einlässt und verweigert den anderen den endgültigen Zutritt. Man vermutet, dass die Eizelle erkennen kann, welches väterliche Erbgut zu ihrem eigenen Erbgut besonders gut passt/ sich besonders gut ergänzt.

    Kennst du von Lennart Nilsson das Buch "Ein Kind entsteht"? Darin gibt es tolle Fotos davon.

    Ich glaube, auch die Befruchtung in der Petrischale funktioniert nur deshalb so "fehlerfrei", weil das Ei aus all den Spermien selbst auswählt.

    Wir stillen praktisch immer überm Asia-Töpfchen. Gerade nachts finde ich das sehr hilfreich, weil dann direkt beim Stillen alles raus kann und ich das eingeschlafene Kind dann nur noch abputzen und wieder anziehen muss.

    Neben dem Töpfchen steht bei uns eine Rolle Klopapier, von der ich immer ein paar Blätter auf Vorrat abreiße, damit ich sie einzeln griffbereit habe. Bei den größeren Kindern hatten wir umkettelte Stoffstückchen (alter Bettbezug), die wir zum Abputzen nass gemacht haben (Müslischale mit Wasser auf dem Wickeltisch). Beim Abhalten überm Waschbecken haben wir auch einfach mit Wasser sauber gemacht und danach mit dem Handtuch abgetrocknet. Aber jetzt reicht uns das Klopapier eigentlich aus. Dass es tatsächlich mal nicht richtig sauber wird, kommt extrem selten vor. Und dann gehe ich kurz mit dem Kind ins Bad und mache am Waschbecken eins der Bettbezug-Tüchlein nass und putze damit nach. Das Schöne am Abhalten ist ja wirklich, dass die Kacke nicht verschmiert und total frisch ist. Naja, und Pipi ist ja eh kein Problem.

    Je nach Nerven mache ich es gelegentlich auch, dass ich sie nachts in die Windel pullern lasse, obwohl ich merke, dass sie mal muss. Aber über eine nasse Windel beschwert sie sich noch viel mehr. Das hab ich bislang noch jedesmal bereut. Lieber raffe ich mich nochmal auf, halte sie nochmal ab und kuschele sie dann zurück in den Schlaf.

    Unsere Hebamme hat uns sehr bald nach der Geburt schon gesagt, dass wir nicht bei jedem Weinen die Brust geben sollen, damit das Kind lernt, sich nicht ausschließlich durch Essen zu beruhigen. Das fand ich sehr hilfreich. Und so kriegen meine Kinder die Brust, wenn sie Hunger oder Durst haben oder wenn sie anders nicht in den Schlaf finden. Alles andere wird durch kuscheln getröstet. Dann ist auch nachts die Blase nicht ständig wieder aufs Neue voll. Oft reicht es zur Beruhigung schon, wenn das Baby mit der Mullwindel kuscheln darf, die ich beim Stillen benutze, um überschüssige Milch zu bändigen. Die riecht also immer ein bisschen nach Milch.


    Alles Gute euch auf dieser wunderbaren Reise! Für mich ist windelfrei ein wundervoller Wissensschatz, der uns das Leben schon oft erleichtert hat. :-)

    ... du beim Abendbrot ein Stück Mozzarella mit der Gabel aus dem Salat piekst, um es dem Baby zum Probieren zu geben, und vorher natürlich nochmal pustest. - Das Baby soll sich ja nicht den Mund verbrennen. #lol(Gehört vielleicht auch in die Rubrik "Du merkst, dass du zu wenig geschlafen hast, wenn..." - Ist meinem Mann heute jedenfalls im reichlich übernächtigten Zustand passiert.)

    Vorabinfo: Die Erzieherin meiner Tochter heißt Andrea.


    Heute beim Abendbrot zeigt die 3 ½-Jährige aus dem Fenster: "Guck mal, Mama!"

    Ich komme um den Tisch herum, um aus dem betreffenden Fenster gucken zu können. (Manchmal sieht man da Heißluftballons.) Aber heute sehe ich nichts Besonderes.

    Ich: "Was meinst du denn?"

    Tochter: "Da, die Andreas-Kirche."

    Tatsächlich, heute sieht die im Abendlicht mal wieder besonders malerisch aus. Ich bewundere den Anblick gebührend und setze mich zurück auf meinen Platz.

    Der Große thematisiert, dass man vom Fenster aus ja noch weitere Kirchen sehen kann. Wir beginnen ein Gespräch über die diversen Kirchtürme der Stadt.

    Plötzlich nochmal die Tochter: "Die ist von Andrea."

    Meine 3 ½-Jährige heute ohne erkennbaren Bezug zu irgendwas (weder ein Thema noch ein Gegenstand) und ohne irgendeine, mir bekannte Vorgeschichte:

    "Mein Auto hat rosa Räder."

    Meine 3 ½-Jährige soeben:

    Sie will mit Opa Karten spielen und hält die Spielkarten in der Hand. Sie fragt Opa: "Hast du auch eine Vagina?"

    Opa: "Nein." #confused

    Tochter: "Hast du einen Penis?"

    Opa: "Ja." #confused#confused

    Tochter: "Dann fängst du an."

    #lol

    Obstsalat Dann klingt es noch mehr danach, dass sie das selbst entscheiden will. Bei meiner Dreijährigen hab ich das grad sehr lästig. Ebenso bei meinem Sechsjährigen. Beide hatten so eine Phase auch schon als Babys und nochmal als Kleinkinder. Ich war sicher, dass sie mussten, aber sie wollten partout nicht. Gemacht haben sie genau dann, wenn ich aufgegeben hab. Ich bin sicher, dass das kein Zufall ist, sondern eher eine Form von "Ich entscheide selbst, wann ich mal muss."

    Obstsalat Ich habe einen ähnlichen Gedanken beizusteuern wie Stina: Vielleicht wird sich dein Kind gerade darüber bewusst, dass es selbst steuern kann, wann es macht und wann nicht. Ich glaube nicht, dass das in irgendeiner Weise gegen dich gerichtet ist, sondern eher, dass das Kind womöglich ganz in sich hinein horcht und still für sich ausprobiert, wann es denn WIRKLICH muss. (Und wenn es nur um eine Verschiebung um Sekunden geht.) Das würde (zumindest per Ferndiagnose) auch erklären, warum das Kind so zufrieden und still/ unauffällig ist, wenn es dann seine Geschäfte verrichtet.

    Nicola Schmidt vom windelfrei-Blog würde jetzt bestimmt eine Abhalte-Pause empfehlen, um dich zu entstressen. Ich selbst hab das auch in solchen Situationen nicht übers Herz gebracht und statt dessen halt tapfer weiter vergeblich abgehalten und hinterher Windeln gewechselt. Nach einer Zeit hat es sich wieder eingespielt. Ob das mit Abahlte-Pause schneller oder langsamer wieder besser geworden wäre, weiß ich natürlich nicht. Ich hätte mir damals gewünscht, dass es mir gelingt, innerlich den Druck rauszunehmen. Aber das war so gar nicht meine Art. Ich wurde immer verbissener und habe es irgendwann fast schon als Machtkampf erlebt. Aber das ist Mist. So soll Abhalten nicht laufen. Zumal der stille Widerstand deines Babys ja mit Verbissenheit nicht zu brechen ist.

    Ich wünsche dir größtmögliche Gelassenheit und Entspannung.

    Und eine Idee noch, während ich das hier schreibe: Vielleicht geht es beim Abhalten ja nicht nur darum, selbst nicht einzuhalten, sondern auch selbst aktiv zu entspannen. Vielleicht sogar direkt in Bezug auf die Frage, ob das Kind jetzt ins Töpfchen machen wird oder nicht.