Beiträge von Drama

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    Ich habe mal geträumt, dass meine Tochter Mimi heißt, das ist mir aber als Name irgendwie zu niedlich und zu gewollt.


    Ich hab jetzt nur deinen Eingangstext gelesen und weiß also nicht, ob dich schon 10 andere mit dem selben Text traktiert haben. Aber mir fällt grad ein, dass bei Freunden von uns die Tochter Mimi gerufen wird. Eigentlich heißt sie Mirjam. - Das ist biblisch, ohne J und in einigen verschiedenen Schreibweisen erhältlich.


    Liebe Grüße und frohes Suchen weiterhin!

    (... Teil 2:...)


    Ein paar ganz praktische Dinge noch:
    - Kinderbetreuung: Uns hat es sehr geholfen, frühzeitig zu wissen, zu welcher Tagesmutter das Baby später gehen wird. Der Zufall wollte, dass wir das bereits in der Schwangerschaft schon wussten, auch wenn das wirklich extrem früh ist. Wenn es bei euch dann so weit ist, dann kümmert euch um diesen Punkt frühzeitig. Für uns war es ungeheuer entlastend, dass wir eine Tagesmutter gefunden hatten, der wir absolut vertrauen, von der wir ganz begeistert sind und wo wir unser Kind wahnsinnig gut aufgehoben finden. - Besser als einsam zu Hause ohne andere Kinder. Dieses Wissen im Hintergrund hat uns sehr geholfen, mit gutem Gewissen zur Arbeit zu gehen, statt uns den weit verbreiteten Zerreißproben hinzugeben "Ich vernachlässige mein Kind, weil ich arbeite.".
    - Großeltern: Wir haben zwar mehr Großeltern als üblich, aber alle berufstätig und hunderte Kilometer entfernt. Das war/ ist also nahezu gar keine Hilfe. Aber wir haben neben der Tagesmutter (für vormittags und drei Nachmittage) eine tolle Babysitterin gefunden, die kommt, wenn wir berufliche Termine haben, die kollidieren. Wenn möglich, versuchen wir uns aneinander vorbei zu organisieren, aber nicht immer geht das. Und ganz, ganz selten mal gönnen wir uns auch einfach den Luxus eines Abends allein zu zweit. - Auch das ist wichtig, um gute Eltern sein zu können. Auch das mussten wir erst schmerzlich lernen. Neben der Babysitterin gibt es noch zwei weitere "Notnägel": eine alte Dame aus unserer Kirchengemeinde, die gelegentlich einspringt, wenn die Babysitterin nicht kann (und die sich weigert, dafür Geld zu nehmen) und eine Ersatzbabysitterin, die wir nicht für alle Termine fragen können (sie ist noch minderjährig und kann an langen Abendterminen nicht eingesetzt werden). - Hier empfehle ich dir, dir nach und nach ein Netz aus 2-3 zuverlässigen Personen aufzubauen, denen du vertraust und die gut mit deinem Kind können. In manchen Städten gibt es Vermittlungen für Ersatzomas. Wenn wir unsere "Viertoma" nicht hätten, dann würden wir uns wohl an so eine Vermittlung wenden. Das hilft sehr.
    - Elterngeld: Man kann das Elterngeld auch strecken. Statt 1 Jahr lang den vollen Satz kannst du dir auch 2 Jahre lang den halben Satz auszahlen lassen. Wenn eure finanzielle Situation es zulässt, mit deinem dann nur noch halben Elterngeld auszukommen, dann ist das vermutlich die einfachste Lösung, um auch das 2. Jahr finanziell hinzukriegen. (Ich glaube, man kann auch irgendwelche Prozentsätze dazwischen wählen. Je nachdem, wie lange man aussetzen will. - Da bin ich allerdings nicht ganz sicher.) - Und wer weiß: vielleicht entwickelt es sich bei deinem Mann bis dahin so, dass er nach den zwei Jahren, wenn du wieder arbeitest, auch noch eine Weile aussetzen kann. (Mein Mann würde jederzeit wieder in Elternzeit gehen, so wichtig waren diese Monate für ihn und unser Kind.)
    - Wochenbett: Sucht euch Unterstützung für die allererste Zeit nach der Entbindung. Idealerweise bleibt dein Mann mindestens die ersten 7-10 Tage nach der Geburt zu Hause bei dir, besser wäre noch, er könnte die ersten 4-8 Wochen bei dir sein. (Ich weiß, das ist in seiner beruflichen Situation illusorisch.) Wenn jemand von euren Eltern oder Freunden Urlaub nehmen und kommen kann, dann macht davon Gebrauch. (Vorausgesetzt, derjenige kommt, um zu helfen!!!) - Ihr braucht in diesen Wochen ganz viel Zeit, um euch an einander und an das neue Leben zu dritt zu gewöhnen. Das ist wichtig für eure Bindung an einander. Und euch wird in den ersten Wochen alles über den Kopf wachsen: der Schlafmangel, das hilflose weinende Wesen, die viele anfallende Wäsche, die Hormonumstellung, die starken körperlichen Einschränkungen, die komplette Fremdbestimmtheit etc. - In dieser Situation braucht ihr jede nur greifbare Unterstützung: Wäsche waschen, einkaufen, kochen, abwaschen, Kind halten um duschen zu können - die banalsten Dinge. Wenn ihr in dieser Zeit Hilfe habt (das kann ggf. alles auch dein Mann machen, wenn sonst niemand helfen kann), dann werden auch die nächsten Monate leichter werden. (Ich erlebe den Unterschied von Hilfe haben und keine Hilfe haben ganz massiv bei meiner besten Freundin und mir: sie war damals komplett auf sich allein gestellt (auch ich war ihr aus Unwissenheit keine Hilfe, sondern zusätzliche Belastung), ich hingegen hatte meinen Mann fast die kompletten 8 Wochen Wochenbett an meiner Seite. Ihr Kind wird demnächst 4, sie hat bereits eine Mutter-Kind-Kur hinter sich und ist trotzdem völlig überfordert und am Ende ihrer Kräfte. Mein Kind ist jetzt 2 ¼, ich habe mein Leben stark umgekrempelt und bislang aus jeder Krise nahezu aus eigener Kraft heraus und eine Lösung gefunden. - Aber sie war eben auch von Anfang an völlig überfordert, während ich einen wirklich idealen Start hatte.) - Dieser Start macht ganz viel aus: für die Startzeit selbst, aber auch für das weitere Zusammenleben als Familie (Aufteilung des Haushalts, Aufteilung des Kindertröstens, Neugestaltung der Partnerschaft etc.).


    So, seeeeehr langer Rede kurzer Sinn:
    Lasst euch ein auf das Abendteuer Kind! Ihr könnt jetzt nicht vorhersehen, was euch erwartet. Ihr könnt das nicht planen, egal wie sehr ihr euch bemüht. Aber wenn es so weit ist, dann werdet ihr es können. Ganz sicher. - Habt Vertrauen!


    Und noch ein P.S.: Wenn du mit NFP an deine Grenzen kommst, oder mal Rat oder Hilfe brauchst: auf http://online-zyklen.net gibt es ein kleines Kinderwunschforum, in dem es sehr familiär und persönlich zugeht und wo es viel professionellen Rat für alle nur erdenklichen Zyklusfragen gibt. - Dort wird zwar NER und nicht NFP praktiziert (was die Urform von NFP ist), aber da auch oft NFPlerinnen dort landen und beide Methoden bis auf Kleinigkeiten identisch sind, wird dir dort geholfen werden, wenn du das brauchst. :-)


    Viele liebe Grüße und alles Gute dir!

    Liebe Foxxy,


    ich kann deine Sorgen und Bedenken gut nachempfinden, auch wenn ich in diesem ganz konkreten Punkt genau andersrum ticke. Sonst durchdenke ich auch immer alles bis ins kleinste Detail, beim Kinderwunsch haben wir einfach losgelegt (unser Stichtag für "ab jetzt ohne Verhütung" war die Hochzeitsnacht), und die Sorgen kamen erst dann. Erst die Sorge, weil es ewig nicht geklappt hat mit dem Schwangerwerden. Und dann die Sorge, wie nun alles werden wird, als ich endlich schwanger war. - Wird das Geld reichen? (Ich bin die Hauptverdienerin, mein Mann ist freiberuflicher Musiker, da kommen nur unregelmäßige und sehr geringe Summen rein. Noch dazu mussten wir in der Schwangerschaft (unfreiwillig, aber das ist ein ganz anderes Thema) in eine Wohnung umziehen, die doppelt so viel kostet wie die alte.) Wird die Zeit reichen? (Meine Elternzeit bis das Baby nicht mehr voll gestillt werden will. Meine Zeit, wenn ich wieder arbeite - 60-Stunden-Wochen waren für mich Standard. Die gemeinsame Elternzeit bis das Baby dann zur Tagesmutter muss - wird es dann schon groß genug dafür sein? usw) Werde ich meinen Job behalten können? (In meiner Branche war das völlig ungewiss.)


    Diese Sorgen haben mich zwischenzeitlich völlig fertig gemacht. Und ich hätte mir gewünscht, dass wir vorher einen Plan gehabt hätten. Oder zumindest etwas mehr Sicherheit. Irgendwann hab ich gemerkt, dass mich diese Grübeleien komplett krank machen. Und sie führten zu keinem Ziel. Denn das meiste kann man vorher einfach nicht wissen oder planen. Das weiß man erst, wenn es da ist. Ab da hab ich diese Gedanken so gut ich konnte ausgeblendet und hab das Kommende einfach auf mich zukommen lassen. Und siehe da: ganz vieles erledigte sich von selbst:
    - Klamotten und anderes Babyzubehör bekam ich von einer Freundin geliehen oder von Familie und Freunden geschenkt. Selbst gute (nicht durchgelaufene) Schuhe waren dabei. So haben wir kaum mal was selbst gekauft. (Wir waren maßlos erstaunt, wie spendabel und schenkfreudig die Menschen angesichts eines neuen Erdenbürgers werden. Das hatte ich so nicht ansatzweise erwartet.)
    - Von voll Stillen auf Teilzeitstillen hat mein Kind zwei Tage nach meinem Wiedereinstieg in den Job umgestellt. Das heißt: Zwei Tage lang verbrachte mein Mann seine Elternzeit damit, mich mit dem Baby im Büro besuchen zu kommen und wieder nach Hause zu gehen. (im 2-Stunden-Takt) Danach hat der Große angefangen zu essen und es regulierte sich ganz wunderbar von selbst.
    - Finanziell fielen einige Belastungen weg, die ich so gar nicht im Hinterkopf hatte: Zeitschriften-Abos hab ich gekündigt, weil ich nicht mehr zum Lesen kam. Ausgehen fiel aus, weil Kino oder Theater oder Essengehen mit Kind eh nicht gegangen wäre.
    - Überraschende finanzielle Unterstützung ereilte uns außerdem: Ich bin mit Baby in den ersten Monaten sehr viel gereist. Bei uns ging das total unkompliziert: Baby ins Tragetuch, Rollkoffer, reservierter Sitzplatz im Kleinkindabteil der Bahn, fertig. Wann immer wir dabei die diversen Großeltern besucht haben (wir haben 3 Paar, weil meine Eltern geschieden und jeweils neu verheiratet sind), fanden diese, dass sie uns unbedingt das Fahrgeld zurück geben müssen. So konnten wir sie oft besuchen, hatten damit aber keine Kosten.


    Anderes entwickelte sich völlig anders als gedacht:
    - Mein Wiedereinstieg in den Job ging überraschend unkompliziert. Als jedoch auch die Elternzeit meines Mannes rum war, ging plötzlich gar nichts mehr. Ich habe meinen Mann nicht mehr gesehen, ich hab mein Kind kaum noch gesehen, unser Betreuungssystem brach uns geradezu weg, es war ein Alptraum für die ganze Familie. Und sehr schnell war klar: aus diesem Alptraum werden wir niemals raus kommen, wenn ich in meinem Job bleibe. Der ist noch weniger familienkompatibel als die Freiberuflichkeit meines Mannes. Und plötzlich geschah in meinem Kopf etwas, was ich niemals erwartet hätte: Mein Job wurde mir plötzlich unwichtig. Noch Wochen zuvor hätte ich mir nicht vorstellen können, den Arbeitgeber oder gar die Branche jemals zu wechseln. Und jetzt sah das von heute auf morgen plötzlich ganz anders aus. - Inzwischen arbeite ich in einer ganz anderen Branche und nur noch Teilzeit und sehr viel unserer Probleme haben sich damit gelöst, ohne dass ich irgendwelche Selbstverwirklichung vermissen würde. (Wer hätte gedacht, dass ich jemals freiwillig Teilzeit arbeiten würde!!!)
    - Als unsere Elternzeit zu Ende ging, war es für unser Kind höchste Zeit, nun endlich zur Tagesmutter zu kommen. Es war deutlich zu merken, dass ihn das Alleinsein mit uns anödete und wir ihm einfach nicht mehr bieten konnten, was ihm andere Kinder bieten können. Die altersgemischte Gruppe bei der Tagesmutter war ein Segen für ihn und wir waren heilfroh, als wir ihn endlich dort hin bringen konnten, wo er es so viel besser hatte als bei uns zu Hause. - Kinder brauchen andere Kinder. Das wurde uns plötzlich viel deutlicher, als wir es erwartet hatten.
    - Die Eingewöhnung unseres Kindes bei der Tagesmutter hat mein Mann gemacht (der ja in Elternzeit war als ich schon wieder gearbeitet hab). Aber das war nicht in zwei Wochen getan, wie wir erwartet hatten. Nur weil er sich als Freiberufler die Zeit halbwegs frei einteilen konnte, war es überhaupt möglich, die Eingewöhnung über 5 Wochen hin zu ziehen. So lange hat unser Kind dafür gebraucht. - Keine Ahnung, wie das andere Familien machen, aber damit hatten wir so gar nicht gerechnet.


    Und so gibt es noch tausenderlei Großes und Kleines, was völlig überraschend über uns herein bricht. Auch über euch wird das hereinbrechen. Das könnt ihr nicht verhindern. Das Leben lässt sich nicht planen. Und Kinder lassen sich gleich gar nicht planen. - Aber das Gute ist: In dem Maße, wie sich durch das Kind eure Situation verändert, werdet auch ihr euch verändern. Ihr wachst hinein in das Leben mit Kind. Eure Bedürfnisse werden sich verändern, eure Sichtweisen, eure Vorstellungen von einer guten Lösung. Manches Mal werdet ihr herausgefordert sein, ein unlösbares Problem zu lösen. Und ihr werdet eine Lösung finden. Nicht im Voraus, wenn ihr darüber nachdenkt. Aber dann, wenn es darauf ankommt. Denn dann müsst ihr. Es geht schließlich um den wichtigsten Menschen in eurem Leben, der zu 100 % von euch abhängig ist. - Da entwickelt man plötzlich ganz neuen Ideen.
    Eine Frau hier im Forum hat als Avatar ein Bildchen mit dem Spruch "I'm Mom. What's Your Superpower?" - Dem kann ich nur beipflichten. Ihr werdet mit der neuen Aufgabe weit über euch hinaus wachsen. Viel weiter und ganz anders, als ihr es euch jetzt vorstellen könnt. Ihr werdet Seiten an euch kennen lernen, von denen ihr nichts ahntet.


    (... Nachricht zu lang... Teil 2 folgt...

    Wo sie Recht hat, hat sie Recht. :)


    Eine andere Art Kindermund:
    Unser Großer mag zur Zeit meistens nicht geküsst werden. Nicht beim Kuscheln, nicht beim Ins-Bett-Bringen, nicht zwischendurch, nicht beim Abschied zur / bei der Tagesmutter. Nur wenn er völlig verpennt ist beim nächtlichen Abhalten oder Windelnwechseln, dann lässt er meine Küsse zu. (Ich hoffe, das geht irgendwann wieder vorbei! #schäm )
    Als er heute mit meinem Mann beim Abendbrot saß, richtete ich noch die letzten Handgriffe an meinen Klamotten und verabschiedete mich dann von meinen beiden Männern: "Ich geh jetzt ins Theater. Ich komme wieder, wenn ihr schon schlaft. Habt noch einen schönen Abend!"
    Da stellte sich mein Großer wortlos auf seinen Stuhl, küsste mir auf den Mund, setzte sich wieder hin und aß weiter. 8I #love #love #love #augen




    Und noch was aus dem Bekanntenkreis:
    Die kleine Schwester eines Freunds von mir hat als Kind überall rum erzählt, dass ihr Bruder nicht richtig im Kreis gehen kann. - Sie hatte aufgeschnappt, dass er Kreislaufprobleme hat. :D

    Eure Kinder erhellen meinen Tag! Danke! :)


    Den Wanderbusen hab ich übrigens wegen der grenzenlosen Niedlichkeit meiner besten Freundin am Telefon vorgelesen. Und ich muss sagen: Gesprochen ist der noch viel süßer, als wenn man den nur still liest. #herzen

    Owei. Ich hab so einen Hochleistungssauger, da hätte ich sorge, die Nase wär auch gleich weg! *Schnorchelllllll*

    Ist das nicht eklig, wenn im Staubsauger dann Rotze ist? Andere feuchte oder nasse Dinge entfernt man doch auch mit dem Lappen und nicht mit dem Staubsauger... #confused

    Mein Cousin wurde als Grundschüler im Schulbus angesprochen: "Den Fahrschein!"
    Darauf er: "Wie heißt das Zauberwörtchen?" #super


    Selber Cousin, etwas älter, fragt beim Abendbrot: "Kann ich mal das Brot haben?"
    Sein Vater: "Wie heißt das kleine Wörtchen mit den zwei T?"
    Cousin: "Flott!" :D


    Ja, er ist nicht auf den Mund gefallen. ;)

    Wir lagen neulich alle kuschelig im Bett.
    Meine Kurze piekt mich in den Bauch und meint " Dicker Bauch. Da ist mein Bruder drin."
    Schaut an sich runter, zieht ihr Oberteil hoch und meint " H. hat auch dicke Bauch. Ist Pizza drin."
    Schaut dann zum Papa und meint zweifelnd "Papa auch dicker Bauch. Elefant drin?"
    :D


    Fand der gar nicht lustig, zumal er echt keinen Bauch hat...

    Hihi. #freu


    So was ähnliches gab es bei uns auch, als der Große etwa 1 ½ war:
    Die ganze Familie ist im Bad versammelt. Mein Mann am Fenster, ich an der Dusche, unser Großer zwischen uns am Waschbecken. Der Große stopft sich den ausgezogenen Pullover unter das T-Shirt. Ich werfe meinem Mann über seinen Kopf hinweg einen Blick zu und flüstere: "Guck mal, wie süß, er spielt schwanger." #love
    Mein Großer guckt seinen dicken Bauch an, wirft einen Blick zum Papa, der grad im Profil steht, und verkündet begeistert: "Ich Papa!" #super

    Kein Kindermund, aber eine Kindertat:
    Gestern habe ich zum ersten Mal seit der Schwangerschaft wieder meine Klarinette rausgeholt. Mein Großer (inzwischen 2 J. 3 M.) schaute sehr interessiert, was es damit auf sich hat. Ich probierte, ob ich überhaupt noch Töne rausbringe. Und tatsächlich, es klang sogar ein bisschen brauchbar. Der Große schaute völlig fasziniert zu. (Ob er sich von ganz fern erinnerte, dieses Geräusch schon zu kennen?) Ich probierte eine Tonleiter und im zweiten Anlauf erinnerte ich mich auch an alle Griffe und es klang mittlerweile auch schon ein bisschen besser. Da sagte der Große: "Mama, wate!" (warte), lief zum Flügel, klappte den Deckel auf und befahl "Mama, nomal!" (nochmal). Ich spielte die Tonleiter also noch einmal und er begleitete mich höchst konzentriert und sehr begeistert auf dem Flügel mit Handgriffen, die wohl Akkorde sein sollten. - Das kommt davon, wenn man sich einen Pianisten zum Mann sucht. #love


    "Mama, schmierst Du mir ein Brot?"


    "Mit was?"


    "Mit dem Messer!"

    Dass Erwachsene aber auch immer so saublöde Fragen stellen müssen! Das weiß doch nun wirklich jedes Kind, dass man zum Schmieren das Messer benutzt. #super



    Noch was von meinen kleinen Geschwistern (hier "Lisa" und "Peter") - damals dürfte Lisa ungefähr 3 gewesen sein:
    Unser Vater sang den beiden abends am Bett immer "Schlaf, Lisa, schlaf" und "Schlaf, Peter, schlaf" vor. Eines abends kam er vom Gute-Nacht-Sagen ewig nicht mehr zurück. Also ging mein Stiefmütterchen mal nach ihm gucken. Da lag er auf Lisas Bett, pennte, und neben ihm saß Lisa und sang "Schlaf, Papa, schlaf". #freu


    Und noch eins von den beiden. Da müssen sie schon ein wenig älter gewesen sein. Irgendwas im frühen Kindergartenalter:
    Lisa und Peter spielen im Kinderzimmer. Mein Stiefmütterchen kommt dazu und sieht Lisa (die ältere von beiden) im Wäschekorb liegen. Peter steht daneben.
    Stiefmütterchen: Was spielt ihr denn Schönes?
    Lisa: Mama, Papa, Kind.
    Stiefmütterchen: Aha, und wer bist du?
    Lisa: Ich bin das Baby. Und Peter ist die Mama.
    Stiefmütterchen: Und wo ist der Papa?
    Peter: Im Arbeitszimmer.


    ... Kindermund tut Wahrheit kund... ^^

    "Ich bin Christin, die einzigartige."

    *lol*


    Unser Großer (2 J. 3 M.) heute beim Mittag: "Nune ficken!"
    (zu deutsch: Nudeln aufwickeln!) - Wir haben uns minutenlang nicht mehr eingekriegt vor Lachen. ;-)

    Noch eine Wortschöpfung, die meine Deutschlehrerin einstmals erzählte:


    Ihre Tochter hatte sich am Ellenbogen gestoßen und offenbar auch den Musikantenknochen mit erwischt. Jedenfalls meinte sie: "Mama, das bruselt so komisch." :)
    Seit jener Deutschstunde gehört dieses Wort ganz offiziell zu meinem Sprachschatz. Treffender kann man dieses Gefühl doch kaum benennen. ;)

    Ich lese mich grad mit großer Begeisterung chronologisch durch das gesamte Thema. (Bin erst auf Seite 43, hab also noch viel zu schmunzeln, bis ich in der Gegenwart ankomme.) Zwei Anekdoten muss ich aber jetzt schon mal beisteuern.


    Um den 2. Geburtstag meines Großen herum gab es einen Abend, an dem ich nicht Daheim war. Da ich Vegetarierin bin, kocht mein Mann fast immer vegetarisch. Aber dies war ja ein Männerabend. Also holte er die Bratpfanne aus dem Schrank und fragte unseren Großen: "Willst du eine Bratwurst?" Und der Große ganz begeistert: "Ja, Eier!" :-)
    (Sein All-time-Leibgericht, hart gekocht, gebraten, in Crepes, völlig egal, Hauptsache Ei.)



    Als meine Geschwister noch sehr klein waren (ungefähr zwei und drei), kam ihre Mutter mit ihnen vom Schlittenfahren nach Hause. Die Kleinen waren ordentlich durchgefroren und die Mama fragte zuerst die Ältere (nennen wir sie Anja): "Anja, wo frierst du denn?" - Anja: "An den Händen. Und die Füße. Und der Kopf." Und zählte so nach und nach alles auf, wo sie fror. Dann fragte die Mama den Kleinen (nennen wir ihn Peter): "Und wo frierst du?" - Peter: "Bei mir friert der ganze Peter."

    Bei mir war die Veränderung eher eine innerliche, die sich auch in der Ausstrahlung niederschlug. Das hat auch mein Gesicht verändert. Ich sehe reifer aus, erwachsener, finde ich. Das gefällt mir.
    Dafür ist meine Frisur praktischer geworden: fast nur noch Zopf oder Dutt, nur noch selten offene Haare. Je nachdem, auf welche Frisur ich grad Lust hab, verändert das auch sehr meine Wirkung. - Von mädchenhaft über langweilig bis streng ist alles dabei. Naja, fast alles. Hip hab ich noch nie ausgesehen und werde das wohl auch in diesem Leben nicht mehr. ;-)
    Klamottenmäßig hatte schon vorher eine kleine Veränderung begonnen: Ich hab immer seltener hohe Schuhe getragen. Mit der Schwangerschaft hab ich dann nur noch flache Schuhe getragen und seitdem (Kind ist jetzt 2 ¼) vielleicht noch 2-3 x hohe Schuhe (ins Theater oder so). Am meisten überrascht hat mich nach der Entbindung, dass ich Lust auf großflächige Blumenmuster bekam. Das hätte ich mir nie träumen lassen, dass ich sowas mal freiwillig trage. Das hat sich dann aber auf eine einzelne Stillbluse beschränkt, die ich zwar sehr oft an hatte, die mittlerweile aber auch nur noch darauf wartet, irgendwann mal wieder zum Einsatz zu kommen.
    Am meisten bedaure ich, dass das eindrucksvolle Still-Dekollete wieder verschwunden ist. Ich hatte nie nennenswert Busen und hab die eindrucksvolle Oberweite sehr genossen und auch ausgiebig betont. Nun ist die Pracht halt wieder dahin... :-( ;-)

    Ich hab von den Mutter-Kind-Schals (gibt verschiedene) zum Glück fast zeitgleich mit dem Kauf der Tragejacke erfahren. Den geb ich nie wieder her!!! Das war eine der sinnvollsten Anschaffungen, die wir überhaupt getätigt haben. Kommt direkt nach unserer Tragehilfe und gleichauf mit der Tragejacke und den Babystulpen für windelfrei. :-)

    Unseren Großen hab ich 9 Monate vorn getragen. (Er ist extrem leicht für sein Alter.) Anfangs im Tragetuch in der WKT, womit ich überhaupt nicht klar kam, dann war der bestellte MeiTai endlich da und ich hab schon allein durch die gepolsterten Träger eine große Entlastung empfunden. Auch ging das Anlegen erheblich schneller als mit Tuch, was unser Großer auch viel besser fand.
    Ab 9 Monate wurde es mir vorne zu schwer und wir sind nach hinten umgezogen. Den offiziellen Griff, wie man das Kind über die Hüfte nach hinten ruckelt, hab ich mir nie zugetraut und ihn statt dessen immer einmal über den Kopf "geworfen". Das gab jedes Mal ein freudiges Gequietsche. :-)
    Mit ungefähr anderthalb fand er das Selberlaufen so toll, dass wir ihn kaum noch tragen durften. Höchstens auf dem Arm, was ich ziemlich anstrengend fand. Ungefähr seit er 2 ist, benutzen wir die Trage nun überhaupt nicht mehr. Wenn er mal nicht mehr laufen kann, nehme ich ihn auf den Arm, die Hüfte, die Schulter oder huckepack auf den Rücken. Je nachdem, worauf er sich grad einlässt oder was grad gehen muss, weil ich noch anderes zu tragen hab.
    Als Baby hatte er eine Phase, wo er euch permanent alles sehen wollte und ich ihn aber nicht mehr so lange in der Wohnung im Tuch rumschleppen konnte (Kraft, Beckenboden etc). In dieser Zeit haben wir uns einen Stubenwagen geliehen und ihm den mit dem Stillkissen so ausgepolstert, dass er in einer Art Liegesitz kam, wie man das auch von Babywippen kennt. Das war eine riesige Entlastung für mich, weil er so alles sehen, meine Nähe spüren und überall dabei sein konnte und ich ihn trotzdem nicht permanent schleppen musste. (Irgendwann wurde er dann mobiler und unternahm erste Ausbruchversuche. Da haben wir den Stubenwagen dann lieber wieder zurück gegeben, damit wir nicht in die Versuchung kommen, aus Bequemlichkeit leichtsinnig zu werden. Denn sonst hätten wir ihn wirklich ununterbrochen beobachten müssen.)