Beiträge von Drama

Liebe interessierte Neu-Rabeneltern,

wenn Ihr Euch für das Forum registrieren möchtet, schickt uns bitte eine Mail an kontakt@rabeneltern.org mit eurem Wunschnickname.
Auch bei Fragen erreicht ihr uns unter der obigen Mail-Adresse.

Herzliche Grüße
das Team von Rabeneltern.org

    Wir stillen praktisch immer überm Asia-Töpfchen. Gerade nachts finde ich das sehr hilfreich, weil dann direkt beim Stillen alles raus kann und ich das eingeschlafene Kind dann nur noch abputzen und wieder anziehen muss.

    Neben dem Töpfchen steht bei uns eine Rolle Klopapier, von der ich immer ein paar Blätter auf Vorrat abreiße, damit ich sie einzeln griffbereit habe. Bei den größeren Kindern hatten wir umkettelte Stoffstückchen (alter Bettbezug), die wir zum Abputzen nass gemacht haben (Müslischale mit Wasser auf dem Wickeltisch). Beim Abhalten überm Waschbecken haben wir auch einfach mit Wasser sauber gemacht und danach mit dem Handtuch abgetrocknet. Aber jetzt reicht uns das Klopapier eigentlich aus. Dass es tatsächlich mal nicht richtig sauber wird, kommt extrem selten vor. Und dann gehe ich kurz mit dem Kind ins Bad und mache am Waschbecken eins der Bettbezug-Tüchlein nass und putze damit nach. Das Schöne am Abhalten ist ja wirklich, dass die Kacke nicht verschmiert und total frisch ist. Naja, und Pipi ist ja eh kein Problem.

    Je nach Nerven mache ich es gelegentlich auch, dass ich sie nachts in die Windel pullern lasse, obwohl ich merke, dass sie mal muss. Aber über eine nasse Windel beschwert sie sich noch viel mehr. Das hab ich bislang noch jedesmal bereut. Lieber raffe ich mich nochmal auf, halte sie nochmal ab und kuschele sie dann zurück in den Schlaf.

    Unsere Hebamme hat uns sehr bald nach der Geburt schon gesagt, dass wir nicht bei jedem Weinen die Brust geben sollen, damit das Kind lernt, sich nicht ausschließlich durch Essen zu beruhigen. Das fand ich sehr hilfreich. Und so kriegen meine Kinder die Brust, wenn sie Hunger oder Durst haben oder wenn sie anders nicht in den Schlaf finden. Alles andere wird durch kuscheln getröstet. Dann ist auch nachts die Blase nicht ständig wieder aufs Neue voll. Oft reicht es zur Beruhigung schon, wenn das Baby mit der Mullwindel kuscheln darf, die ich beim Stillen benutze, um überschüssige Milch zu bändigen. Die riecht also immer ein bisschen nach Milch.


    Alles Gute euch auf dieser wunderbaren Reise! Für mich ist windelfrei ein wundervoller Wissensschatz, der uns das Leben schon oft erleichtert hat. :-)

    ... du beim Abendbrot ein Stück Mozzarella mit der Gabel aus dem Salat piekst, um es dem Baby zum Probieren zu geben, und vorher natürlich nochmal pustest. - Das Baby soll sich ja nicht den Mund verbrennen. #lol(Gehört vielleicht auch in die Rubrik "Du merkst, dass du zu wenig geschlafen hast, wenn..." - Ist meinem Mann heute jedenfalls im reichlich übernächtigten Zustand passiert.)

    Vorabinfo: Die Erzieherin meiner Tochter heißt Andrea.


    Heute beim Abendbrot zeigt die 3 ½-Jährige aus dem Fenster: "Guck mal, Mama!"

    Ich komme um den Tisch herum, um aus dem betreffenden Fenster gucken zu können. (Manchmal sieht man da Heißluftballons.) Aber heute sehe ich nichts Besonderes.

    Ich: "Was meinst du denn?"

    Tochter: "Da, die Andreas-Kirche."

    Tatsächlich, heute sieht die im Abendlicht mal wieder besonders malerisch aus. Ich bewundere den Anblick gebührend und setze mich zurück auf meinen Platz.

    Der Große thematisiert, dass man vom Fenster aus ja noch weitere Kirchen sehen kann. Wir beginnen ein Gespräch über die diversen Kirchtürme der Stadt.

    Plötzlich nochmal die Tochter: "Die ist von Andrea."

    Meine 3 ½-Jährige heute ohne erkennbaren Bezug zu irgendwas (weder ein Thema noch ein Gegenstand) und ohne irgendeine, mir bekannte Vorgeschichte:

    "Mein Auto hat rosa Räder."

    Meine 3 ½-Jährige soeben:

    Sie will mit Opa Karten spielen und hält die Spielkarten in der Hand. Sie fragt Opa: "Hast du auch eine Vagina?"

    Opa: "Nein." #confused

    Tochter: "Hast du einen Penis?"

    Opa: "Ja." #confused#confused

    Tochter: "Dann fängst du an."

    #lol

    Obstsalat Dann klingt es noch mehr danach, dass sie das selbst entscheiden will. Bei meiner Dreijährigen hab ich das grad sehr lästig. Ebenso bei meinem Sechsjährigen. Beide hatten so eine Phase auch schon als Babys und nochmal als Kleinkinder. Ich war sicher, dass sie mussten, aber sie wollten partout nicht. Gemacht haben sie genau dann, wenn ich aufgegeben hab. Ich bin sicher, dass das kein Zufall ist, sondern eher eine Form von "Ich entscheide selbst, wann ich mal muss."

    Obstsalat Ich habe einen ähnlichen Gedanken beizusteuern wie Stina: Vielleicht wird sich dein Kind gerade darüber bewusst, dass es selbst steuern kann, wann es macht und wann nicht. Ich glaube nicht, dass das in irgendeiner Weise gegen dich gerichtet ist, sondern eher, dass das Kind womöglich ganz in sich hinein horcht und still für sich ausprobiert, wann es denn WIRKLICH muss. (Und wenn es nur um eine Verschiebung um Sekunden geht.) Das würde (zumindest per Ferndiagnose) auch erklären, warum das Kind so zufrieden und still/ unauffällig ist, wenn es dann seine Geschäfte verrichtet.

    Nicola Schmidt vom windelfrei-Blog würde jetzt bestimmt eine Abhalte-Pause empfehlen, um dich zu entstressen. Ich selbst hab das auch in solchen Situationen nicht übers Herz gebracht und statt dessen halt tapfer weiter vergeblich abgehalten und hinterher Windeln gewechselt. Nach einer Zeit hat es sich wieder eingespielt. Ob das mit Abahlte-Pause schneller oder langsamer wieder besser geworden wäre, weiß ich natürlich nicht. Ich hätte mir damals gewünscht, dass es mir gelingt, innerlich den Druck rauszunehmen. Aber das war so gar nicht meine Art. Ich wurde immer verbissener und habe es irgendwann fast schon als Machtkampf erlebt. Aber das ist Mist. So soll Abhalten nicht laufen. Zumal der stille Widerstand deines Babys ja mit Verbissenheit nicht zu brechen ist.

    Ich wünsche dir größtmögliche Gelassenheit und Entspannung.

    Und eine Idee noch, während ich das hier schreibe: Vielleicht geht es beim Abhalten ja nicht nur darum, selbst nicht einzuhalten, sondern auch selbst aktiv zu entspannen. Vielleicht sogar direkt in Bezug auf die Frage, ob das Kind jetzt ins Töpfchen machen wird oder nicht.

    ochnö Für die Varianten der Fehlalarme kann ich noch ergänzen: Pupse. Unsere Kinder haben alle phasenweise auch Töpfchenbedarf angemeldet, wenn sie nur mal pupsen mussten. Das fand ich jedesmal so süß. #love Mit der Zeit hatten sie es dann raus, für sich selbst zwischen Pups und Kacke zu unterscheiden und nur noch das Klo anzufordern, wenn mehr als ein Gramm zu erwarten ist. ("Wieviel wiegt ein Pups?" - "Mehr als ein Gramm ist Scheiße." ;-) ) Unsere Kleine ist jetzt knapp 7 Monate alt und hat heute zum ersten Mal ungeniert gefurzt ohne vorher ein Klo zu verlangen.

    Da meinte der Arzt die Gebärmutter sei irgendwie ausgeleihert und könne deshalb nicht mehr so viel Kraft aufbringen.

    Bis vor gar nicht langer Zeit hatten Frauen 15 und mehr Geburten in ihrem Leben. (Wenn sie denn alle Geburten und Wochenbetten überlebt hatten.) Das wäre dann biologisch aber eine ziemliche Fehlkonstruktion, wenn die Gebärmutter nach drei Kindern nicht mehr funktioniert... Sorry, aber bei derartigen Aussagen von Ärzten, da fällt mir nur noch das hier ein: #hammer

    ET ist der 18. September

    Wie schön. Da ist meine Zweite geboren. Und bei ihr hatte ich die mit Abstand schönste Geburt. (Hausgeburt aus BEL, schlussendlich mit den Füßen voran und ohne Hebamme, weil die es nicht mehr rechtzeitig geschafft hatte.) Nimm das als gutes Omen mit, wenn du magst. :-)


    Ich wünsche dir ganz viel Vertrauen in deine weiblichen Kräfte. Gibt es in deiner Region noch (ehemalige) Hausgeburtshebammen? So eine könntest du zumindest für Vorsorgen kontaktieren. Die können dich in deiner Intuition und Körperwahrnehmung und deinem mütterlichen Selbstbewusstsein stärken. Und dann wirst du eine ganz wunderbare Geburt haben. :-)

    Abendbrotvorbereitung. Das Brot steht schon halb auf dem Tisch. Vom Mittag ist noch ein Rest Suppe übrig, den mein Mann gerade erhitzt. Nebenbei fragt er die Dreijährige: "Was willst du essen - Suppe oder Brot?"

    Sie: "Nudeln. Du sollst mir paar kochen!"

    Drama Mönchspfeffer hilft bei meinem Problem leider nicht (mehr). Ich hab das schon lange Zeit genommen, über Jahre, und sogar auch hier im Forum empfohlen.

    Meine letzten Zyklen unter Möpf waren genauso Blutschlacht und schmerzhaft wie ohne.

    Uff, du Arme. Das klingt wirklich heftig.

    Ich habe es auch bereits mit Mönchspfeffer probiert, denn das wäre mir natürlich das liebste gewesen. Meine Frauenärztin ist da auch recht überzeugt von Mönchspfeffer, aber mir hat es rein gar nichts gebracht leider.

    Nur so der Vollständigkeit halber: Hast du die Tabletten oder die Tropfen genommen? (Bis vor einigen Jahren gab es Mönchspfeffer in Tropfenform. Keiner weiß, warum dieses Produkt eingestellt wurde. In den Tabletten ist nur ein Bruchteil des Wirkstoffs drin, weshalb sie bei vielen Frauen nichts bewirken. Manche Frauen brauen sich deshalb die Tropfen selbst. Das geht recht unkompliziert und absolut gefahrlos.)

    Danke für die Info, Drama , das macht es nicht leichter, aber gut zu wissen. Das Kind lebt enthaltsam bis 30 oder so *beschließ*

    Guter Plan. Du gehst dann immer mit und hältst die Hand dazwischen? *kicher*

    Ich glaube, jetzt sind die vielen Zitate hier unsortiert eingefügt worden. Ich geh mal einfach in der Reihenfolge drauf ein, die der Computer mir vorgibt. (Ist ja eigentlich längst schon Zeit fürs Bett...)

    Ich nehme im Moment eine reine Gestagenpille, weil ich mit der Periode gar nicht mehr zurecht kam.

    Hast du schon Mönchspfeffer versucht? Das hilft vielen Frauen, die zu starke oder zu schmerzhafte Regelblutungen haben oder mit PMS kämpfen. Wichtig ist bei Mönchspfeffer: Die Wirkung setzt erst nach ungefähr drei Monaten ein. Und man muss es zwingend täglich nehmen. Ein einziger Tag Pause kann sich rächen. - Dann aber ist es (weil pflanzlich) deutlich schonender für den Körper als eine Pille.

    Mönchspfeffer hilft dem Körper, sich selbst zu regulieren. Die Pille hingegen überdeckt nur, dass der Körper ein Problem hat, was er nicht reguliert bekommt.

    2 Probleme sehe ich bei jungen Frauen da aber doch.

    1. ist das Sexualleben in dem Alter weniger ausgerichtet auf enthaltsame Tage, d.h. man landet dann in der fruchtbaren Periode doch wieder nur beim Kondom o.ä.

    2. ist zumindest anfangs der Zyklus oft noch fragil und es ist eher noch schwieriger wirklich freie Tage dann zu haben, wobei das im Idealfall natürlich bis zur Aufnahme einer Beziehung auch stabil sein kann.

    Im Idealfall gehört zu NER/ NFP ja nicht nur das Wissen um die Fruchtbarkeit, sondern auch eine Haltung der Wertschätzung gegenüber dem eigenen Körper und der eigenen Fruchtbarkeit. Und das kann natürlich auch Folgen für den Umgang mit der eigenen Sexualität haben.

    Naja, NFP, dazu braucht man auch einen halbwegs regelmäßigen Tagesablauf.

    Nicht unbedingt. Dieses Gerücht hält sich hartnäckig. Aber sogar Zyklen von Schichtarbeiterinnen lassen sich problemlos auswerten, wenn man weiß wie. Da sind Teenies, die werktags zur Schule und am Wochenende auf Partys gehen vergleichsweise harmlose Fälle.

    Kupferspirale gibt es wohl mittlerweile in klein für Jugendliche, aber ob das was taugt, das weiß ich nicht.

    Die Spirale als solche wirkt, indem sie eine dauerhafte Entzündungsreaktion in der Gebärmutter verursacht. Das fände ich ein grundsätzliches Ausschlusskriterium. (Ganz jenseits der ethischen Fragen.)

    Ich kenne eine Ärztin die auch bereits 16-jährigen die 3-Monats-Spritze verpasst. Ich finde das fast unverantwortlich, was meint Ihr dazu?

    Das finde ich auch. Aber nicht wegen der drei Monate, sondern wegen der Hormone für so ein junges Mädchen.

    Von der allerersten Regelblutung an braucht der weibliche Körper ungefähr sieben Jahre, um voll ausgereift zu sein. In diesen Jahren pendelt sich unter anderem der Zyklus ein und findet seinen eigenen Rhythmus. Wenn man da mit Hormonen zwischengeht, dann legen die quasi den Körper lahm und übernehmen von außen das Kommando. Wenn dann die Frauen irgendwann nach Jahren die Pille wieder absetzen, weil sie jetzt Kinder haben möchten, dann ist ihr Körper noch immer in der Pubertät und muss erstmal seine Reifung abschließen. Diesen Eingriff finde ich nicht vertretbar. Ob das dann die 3-Monats-Spritze oder irgendeine Pille ist, ist dem Körper egal. Der Schaden, den die anrichten, ist bei allen gleich.

    Die Pille suggeriert halt, man hätte einen normalen Zyklus, weil zwischendurch Blutungen kommen. Deswegen hat man leicht das Gefühl, sie sei kein so großer Eingriff wie die Spritze, bei der es drei Monate lang nicht mehr blutet, was nun wirklich unnatürlich ist. Aber für den Körper ist beides eine Hormonsteuerung von außen, die die eigene Steuerung ausschaltet. Ob mit oder ohne Blut ist dem Körper egal.

    Jetzt war aber die letzte Blutung absolut im Rahmen, von der Flüssigkeit her schon viel aber die anderen Themen (Bauchkrämpfe, Kopfschmerzen, Krank-Gefühl) waren gar nicht vorhanden.

    Und falls es doch wieder schlimmer werden sollte, könntest auch du Mönchspfeffer probieren. Siehe den Anfang dieses Endlos-Posts. :-)

    Was ich sagen will: wer Sex hat, kann auch Kinder zeugen. Was das im Ganzen bedeutet, muss man sich einfach klar machen (ich glaube, da sind die Kinder mit deutlich jüngeren Geschwistern klar im Vorteil).

    Das finde ich einen sehr wichtigen Gedanken. Oft wird ja suggeriert, mit der Pille sei man frei davon, Kinder zeugen zu können. Aber der Pearl-Index beweist, dass das nicht stimmt. Die einzigen beiden absolut sicheren Methoden, keine Kinder zu zeugen, sind Enthaltsamkeit und Sterilisation. Alles andere birgt das Potential einer Schwangerschaft. Wer sich also nicht sterilisieren lassen will, aber trotzdem nicht auf Sex verzichten will, muss sich darüber klar sein, dass er ein Kind zeugen könnte. Durch die Wahl der Verhütungsmethoden und durch den gewissenhaften Umgang mit selbigen, kann man viel Verantwortung übernehmen. Aber ganz und gar ausschalten kann man das Potential zur Kinderzeugung nicht. Das gehört zum Menschsein dazu.

    Drama: Die StVO erlaubt das Fahren auf dem Bürgersteig bis zum 10., nicht bis zum 11. Geburtstag!

    Mist, du hast Recht. Das hab ich innerlich seit ewigen Zeiten falsch abgelegt. Und dann also auch noch das Gesetz hergeholt ohne meinen Fehler zu bemerken. :wacko:#angst

    Uff, dann trifft es die meisten Kids ja unmittelbar nach Ende der Grundschule. #blink

    Dann würde ich es wohl auch so handhaben wie die meisten hier: Trotzdem auf dem Gehsteig. Um das Verbot wissend. Defensiv. Hauptsache lebend wieder zu Hause ankommen.

    Nena904: “ das vollendete 10. Lebensjahr“ hört genau mit dem Beginn des 11. Geburtstages auf. Das hat Drama schon richtig gemacht.

    Möwe Wie Viper11 oben schreibt, ist es richtig. Genau so, wie sie es erklärt hat, erkläre ich es auch immer. Und bin trotzdem reingefallen.

    Ich muss morgen gleich mal meinen 6-Jährigen fragen, wie genau das in seinem Verkehrserziehungsheft von der Polizei formuliert ist. Denn seit diesem Heft weiß ich überhaupt so mal ganz grundsätzlich um die Rechtslage. Mit besagtem kleinen Fehler im Detail. Vielleicht ist es dort ja auch falsch geschrieben...#weissnicht

    Edit: überschnitten.

    Drama , Midna2 , vielleicht war auch keine Zeit, ich finde es schade, dass ihr nicht eingeht auf meine Frage bzw Anmerkung.

    Liebe CaRoSo, grad beim zitieren stelle ich fest: Deine Nachfrage kam 11 Stunden nach dem Beitrag, wegen dem du nachfragst. Ja, seitdem war tatsächlich noch keine Zeit. Ich habe mich jetzt am Ende eines arbeitsreichen Tages durch die vielen neuen Seiten dieses Threads durchgearbeitet, habe deinen Beitrag als Zitat abgespeichert, um irgendwann, am Ende der vielen neuen Seiten Text darauf eingehen zu können, und fühle mich grad ein bisschen gestresst vom Tempo dieser Diskussion. Und obwohl du sehr behutsam formulierst, irritiert und ärgert mich deine Nachfrage trotzdem.

    Ich versuche jetzt mal, den Ärger runterzuschlucken und unterstelle dir mal, dass dir bei dem Tempo dieser Diskussion nicht bewusst war, dass noch nicht mal ein halber Tag vergangen ist, seit du den ersten Beitrag schriebst. Denn eigentlich wollte ich jetzt einfach nur auf deinen Beitrag eingehen.


    Drama, ich kann deine Beiträge sehr gut nachempfinden und finde es sehr wichtig, wenn auf die Kommunikationsebene hingewiesen, der Umgang in den Blick genommen wird.


    Eine Sache ist hängen geblieben: du schriebst sehr allgemein, dann aber, dass Trin nicht gemeint sei und du nicht den Schiedsrichter geben wolltest, der die einen lobt und die anderen tadelt. Dass das aber ggf einfacher gewesen wäre? So habe ich dich verstanden. Liege ich damit richtig?

    Ich habe nicht nochmal gesucht, was ich da vor vielen Seiten geschrieben habe. Eventuell lässt sich mir also mit einem direkten Zitat nachweisen, dass ich mich anders formuliert habe, als ich es jetzt tun werde.

    Ja, ich schrieb sehr allgemein.

    Trin hat sich direkt angesprochen gefühlt und unmittelbar geantwortet. Ich hatte zuvor beim Schreiben meines Posts überlegt, ob ich irgendwie erwähnen sollte, dass mir Trin aufgefallen ist, weil sie für mich eine wohltuende Unterbrechung der überhitzten Diskussion darstellte. Ich habe mich beim Schreiben dagegen entschieden, weil ich mich - wie gesagt - nicht als Schiedsrichterin aufspielen wollte, die hier lobt und da tadelt. Mir ging es so grundsätzlich um das Miteinander hier im Forum, dass ich das nicht an Einzelpersonen oder einzelnen Beiträgen festmachen wollte. (Teilweise auch gar nicht kann, weil sich die Diskussion und der Tonfall teilweise so gegenseitig hochschaukelte, dass es völlig absurd wäre zu sagen "aber Beitrag XY war jetzt wirklich zu doll".) Und ausgerechnet Trin, über die ich beim Schreiben namentlich nachgedacht hatte, hatte nun also Sorge, dass ich explizit sie gemeint haben könnte. Das tat mir leid und ich habe nochmal überlegt, ob ich nicht doch eine bessere Formulierung hätte finden können, damit sie sich von vornherein gar nicht erst gemeint fühlt.

    Dass ich mit meiner Antwort auf ihre Irritation just in die Schiedsrichterinnen-Rolle geriet, die ich eigentlich vermeiden wollte, war mir bewusst. Nur wusste ich nicht, wie ich da jetzt wieder rauskomme. Denn entweder ich nehme die Rolle in ihrem Fall an und sage ihr, dass ich sie explizit nicht gemeint habe, riskiere damit aber, dass alle anderen als die Bösen dastehen. Oder ich nehme ihr gegenüber die Rolle nicht an und bringe sie völlig grundlos dazu zu glauben, ich fände ihren Diskussionsstil genauso schwer aushaltbar wie den Rest der Diskussion. - Egal, für welche Variante ich mich entschieden hätte, es wäre die falsche gewesen. Und eine dritte Variante ist mir bislang noch nicht eingefallen. Leider.

    Und in diesem Sinne: Vermutlich wäre es dann eben doch leichter gewesen, von Anfang an zu sagen, dass ich Trin nicht meine. Das aber hätte ich als Schiedsrichten empfunden und hatte mich deshalb ja dagegen entschieden.

    Wenn du mit deiner Frage dieses Dilemma gemeint hast, dann liegst du richtig.


    Falls ja, möchte ich sagen, was dieses zweite Post mit mir macht. Ich sitze hier und denke darüber nach, wen du mit loben und wen du mit tadeln meinst. Und was dahintersteckt, wenn jemand für sich meint, er könne loben und tadeln.

    Genau das habe ich befürchtet. Genau deshalb habe ich Trin im ersten Beitrag nicht erwähnt. Weil ich mir eben nicht anmaßen wollte, Lob und Tadel zu verteilen. Ich wollte gern Sorge und Angst artikulieren wegen des Umgangstons, des Miteinanders und des Hitzegrads der Debatte.


    Und wenn ich mit tadeln gemeint bin, dann die Frage, weshalb?

    Ich empfinde dabei grad ein Quentchen Wut und Unsicherheit.


    Ich finde es auf der Metaebene wichtig, und da sind wir bei GfK, wenn jeder dabei bleibt, dass er selber die Dinge so wahrnimmt, wenn er das Gegenüber kritisiert. Und dass man die Leute klar anspricht und benennt, was genau man für sich nicht gut findet und was es mit einem macht. Damit macht man sich konfrontierbar, ja. Aber dann kann offene Kommunikation gelingen.

    Schriftlich bist es schwierig, ich versuche es grad Mal wieder. Und es wird für Ewigkeiten hier stehen bleiben. Das ist nicht einfach. Aber so allgemeine Aussagen beziehen dann doch alle nur vor ihrem eigenen Horizont auf sich oder die anderen.

    Dass du wütend und unsicher bist, kann ich nachvollziehen. Aber ich möchte hier nicht den nächsten Schiedsrichterposten beziehen. Wohin das führt, war ja gerade am Beispiel von Trin sichtbar.

    Ja, es wäre GfK-gemäßer, einzelne anzusprechen. Das Problem ist nur: Das kann ich gar nicht. Nach mehreren Seiten sich zuspitzender Debatte kann ich es gar nicht mehr nachvollziehen, wer wann was zu wem gesagt hat und wer für welche meiner Empfindungen wann der Auslöser war. Nach dieser hitzigen Debatte war da bei mit vor allem Angst und eine Portion Ohnmacht vor dieser Welle von Aggression. Und diese Angst wollte ich artikulieren. Verbunden mit der Sorge um unser Miteinander hier im Forum und in der Welt da draußen.

    Ich möchte bitte nicht nochmal 9 Seiten nachlesen müssen, wer wem wann in welcher Weise so zu nahe getreten ist, dass es auch mir beim Lesen zu nahe ging. Dazu ist es zu viel und zu kleinteilig. Und dazu fühle ich mich auch nicht stark genug. Ich möchte mich dieser Welle nicht entgegenstellen, denn ich möchte nicht als nächstes von ihr überrollt werden. Ich wollte eigentlich nur am Ufer stehen und meine Angst vor der Welle artikulieren.


    Was mich wirklich froh macht ist, dass die Woge sich seither ein bisschen beruhigt hat. Das gibt mir Hoffnung.


    Ich weiß, dass ich deine Frage damit nicht wirklich beantwortet habe. Ich vermute, dass dich das unzufrieden machen wird und das tut mir leid. Ich bitte dich dennoch, meine Gründe für die nicht-komplette Antwort zu hören und zu akzeptieren.

    StVO, § 2 Absatz 5 (NEUfassung ab 12/2016)

    „(5) Kinder bis zum vollendeten achten Lebensjahr müssen, Kinder bis zum vollendeten zehnten Lebensjahr dürfen mit Fahrrädern Gehwege benutzen. Ist ein baulich von der Fahrbahn getrennter Radweg vorhanden, so dürfen abweichend von Satz 1 Kinder bis zum vollendeten achten Lebensjahr auch diesen Radweg benutzen. Soweit ein Kind bis zum vollendeten achten Lebensjahr von einer geeigneten Aufsichtsperson begleitet wird, darf diese Aufsichtsperson für die Dauer der Begleitung den Gehweg ebenfalls mit dem Fahrrad benutzen; eine Aufsichtsperson ist insbesondere geeignet, wenn diese mindestens 16 Jahre alt ist. Auf zu Fuß Gehende ist besondere Rücksicht zu nehmen. Der Fußgängerverkehr darf weder gefährdet noch behindert werden. Soweit erforderlich, muss die Geschwindigkeit an den Fußgängerverkehr angepasst werden. Vor dem Überqueren einer Fahrbahn müssen die Kinder und die diese begleitende Aufsichtsperson absteigen.“


    Quelle: https://www.adfc-diepholz.de/r…de-kinder-auf-dem-gehweg/


    Sprich: Dein Kind darf bis zum 11. Geburtstag Fußweg fahren. In Berlin würde ich das auch machen, es sei denn, es ist eine der wenigen wirklich fahrradfreundlichen Strecken. Nach dem 11. Geburtstag müsste man weitersehen.

    Gibt es einen Kontaktbeamten der Polizei? Bei uns empfiehlt die Polizei bestimmte Routen für den Schulweg. Die werden schriftlich veröffentlicht oder man könnte den Kontaktbeamten ausfragen. Der ist hier sehr zugänglich und für solche Fragen sehr empfänglich. (Okay, okay, hier ist ja auch nicht Berlin. #angst )