Beiträge von Aurora.75

    Für mich war das Einstellen der Fotos damals immer ein großer Aufwand. Ich habe für meinen Sohn dort viele gebrauchte Sachen gekauft und war sehr zufrieden. Selbstgemachte Pullover für einen eher hohen Preis habe ich ebenfalls gekauft und das war eine Enttäuschung 😳. Die Pullover passten nicht einmal annähernd, obwohl man eine bestimmte Größe gewählt hatte. Die Qualität war nicht so toll, sehr viele Fäden, die ich dann selbst vernäht habe. Das war schwierig, weil es für mich damals viel Geld war. Ich würde daher nichts Genähtes mehr kaufen, ohne es vorher zu sehen. Über lange Zeit hat dann eine liebe Rabin aus der Schweiz für uns genäht aber inzwischen ist mein Sohn aus dem Alter raus. Ich bin mit dem neuen Namen derzeit da nicht drin, zu wenig Beiträge wahrscheinlich.
    Generell finde ich den Flohmarkt gut, weiß aber nicht, wie er inzwischen ist.

    Aus eigener Erfahrung würde ich mit bestimmten Büchern lieber länger warten und auf die Lehrerin zugehen. Mich hat ein Teil meiner Lektüre als Kind extrem belastet, die Wolke und das Tagebuch der Anne Frank gehören definitiv dazu. Im Bücherschrank meiner Eltern habe ich viel von Robert Merle gelesen in dem Alter (ohne Erlaubnis, ich war Vielleser und oft allein zu Hause), das war auch zu früh. (Von Besuchen mit der Schulklasse im KZ habe ich übrigens jahrelang Albträume gehabt.)

    Wir vergessen das mit dem Taschengeld immer und mein Sohn erinnert nicht daran. Im Moment hatte ich ihm unterwegs gekauft, was er brauchte und was er sich so wünscht. Ich habe dann klar kommuniziert, wenn es mir zu viel wurde und auch erinnert, wenn es schon genügend LTB-Bücher oder Zeitschriften in dem Monat gab. Ich kaufe ihm gerne was, wenn es das Budget hergibt, kommuniziere aber auch, wenn es mal sparsamer zugehen muss. Das finde ich ehrlicher als meine Eltern, da hat man nichts mitbekommen vom Budget und den Entscheidungen und ich habe nichts in dieser Hinsicht gelernt. Taschengeld war so wenig, das eigene Kleidung nicht drin war davon oder andere größere Sachen, die Eltern haben es aber auch nicht wirklich übernommen. Mit Grausen erinnere ich mich an meine Zeit ab 14/16 Jahre und die abgelegten Sachen meiner Mutter. Geld war da, es floss nur woanders hin. Ausprobieren konnte ich mich mangels Geld als Jugendliche nicht, auch keine Jugendclubs oder Konzerte besuchen. Ob es meinen Eltern wirklich klar war, weiß ich nicht genau. Ich möchte nicht, das mein Sohn so aufwächst. Gewisse Dinge lassen sich vom Taschengeld nicht finanzieren, dafür sind die Eltern verantwortlich. Bei meinem Kinderwunsch habe ich darauf Rücksicht genommen, wie viele Kinder ich von meinem Familieneinkommen vernünftig kleiden und ernähren kann und ob auch Urlaub drin ist und Hobbies ausgeübt werden können. Ich sehe mich da tatsächlich stark in der Verantwortung.

    Taschengeld wird hier wohl fällig, wenn er vermehrt allein unterwegs sein wird und mich nicht unmittelbar dabei hat.

    Wie jemand später mit Geld umgeht, lässt sich als Kind gar nicht ablesen. Bei mir zumindest hat dieses Kurzhalten dazu geführt, dass ich einen Hang zum Luxus habe und meine Kleidung inzwischen 3 große Schränke füllt. Ich genieße tatsächlich noch heute das Gefühl, genügend Textilien zu haben #confused, wahrscheinlich habe ich den Mangel nicht verarbeitet?


    Ach so, andere Geldquellen (Verwandte o.ä,) hatte ich nicht. Ab dem 14. LJ habe ich in einem Restaurant in den Ferien gearbeitet. Meine Eltern haben Wohneigentum erworben und zudem ein Sommerhaus mit Garten, welches ebenfalls ständig Bauprojekte hatte und neue Pflanzen brauchte etc...

    Im Moment ist es die Lieblingsbemerkung meiner Mutter mir aufzuzeigen, dass das ganze Eigentum alles mal für die Pflege draufgeht.

    Das System ist sehr ungerecht 😏 und benachteiligt sehr viele Kinder. Nur ein Beispiel: unser Schulleiter ist Anhänger der höheren akademischen Haushalte (Professoren, Ärzte usw.) und gleichzeitig auch ein Fan der akademischen Hausfrau, die ihr Kind von der Schule abholt und dann die umfangreichen Hausaufgaben betreut. Und im Übertrittsjahr gibt es dann am Tag vor der Klassenarbeit umfangreiche Übungen und Material, was vorher in dem Sinne nicht behandelt wurde. Die Mütter üben dann in Ruhe ab 12 Uhr und nach einem häuslichen Mittagessen mit den Kids und gegen16 Uhr spielen die dann noch schön. Die armen Würmer, die im Klassenraum in der Betreuung sitzen und erst ab 14 Uhr Mittagessen bekommen und ab 15.30 Uhr die normalen Hausaufgaben machen aber nicht diese extra Übungszettel - da können dann die Eltern nach der Arbeit um 17 Uhr mit einem müden Kind noch richtig viel bewirken 😏😢.
    rotierender Sitzplan zählt nicht für alle Kinder hier - gewisse Familien bleiben geschützt und brauchen nie neben Störenfrieden u.ä. zu sitzen.
    Ich bin hier eine der wenigen Mütter, die halbtags während der Grundschule gearbeitet hat und das hat sich im Verhalten der Lehrer gegenüber uns und meinem Kind Negativ gezeigt. Mein Sohn hat die Benachteiligung sehr schwer genommen 😏, jetzt auf dem Gymnasium ist es größer und anonymer und viel gerechter 👍🙏.


    Für uns zum Glück nie wieder Grundschule! (Einzelkind)


    ich bin immer noch sauer, wenn ich an die Zeit denke 😢

    In dem Alter habe ich jeden Tag nach der Arbeit aufgeräumt, bevor es ans Schlafen ging. Das Kind war mit dabei und ich habe erklärt, wie ich vorgehe oder wir haben den Tag besprochen. Es sollte eine angenehme Situation sein.

    Das tägliche Aufräumen vermeidet zu große Unordnung, die dann kaum noch zu bewältigen ist.

    Heute mir 11 J. geht es ganz gut 😊 mit dem Zimmer