Ich denke mal, es gibt eben einfach genug Männer und vermutlich auch ein paar Frauen, die nicht in der Lage sind, sich tiefgreifender über die Auswirkungen von Schwerelosigkeit, Strahlung und womöglich sogar der Entfernung von der Erde (?), sowie die gesamten Erkenntnisse durch solche Missionen zu unterhalten. Für die wird dann so ein seichter Input verfasst, damit sie auch was von der Weltraumfahrt haben. Sehr schade, hilft wohl nur mehr Geld für Bildung ![]()
Beiträge von leandra
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Also eigentlich kannte ich das bisher eigentlich so gut wie gar nicht, aber seit einigen Wochen hänge ich abends immer ganz früh in den Seilen. Und scheinbar hat mein Körper nun einen 23,5 Stunden Rhythmus oder so und dadurch verschiebt sich die Schlafenszeit immer weiter nach vorne. Dementsprechend liege ich grad schon im Bett

Ich schiebe es auf… das Alter
Wäre also sehr froh, wenn sich es nur als Frühjahrsmüdigkeit herausstellt. -
Keine AfD-Veranstaltung in Kölns guter Stube!
Aschermittwoch 13 Uhr Gürzenichstraße Ecke Quatermarkt (Grüne Jugend Kön) & Unter Goldschmied (Omas gegen Rechts) & Martinstraße zwischen Gürzenichstraße/Augustinerstraße (Köln stellt sich quer)
Die noAfD lädt Vertreter:innen aus anderen Städten in den Gürzenich ein. Wir sorgen dafür, dass sie sich ausgeladen fühlen.
https://i.postimg.cc/mZ5DpZGN/signal-2025-02-26-193459-002.jpg
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Ab 42 Grad ist Fieber ja lebensgefährlich. Ich würde deshalb niemals bis 41 Grad warten mit der Gabe fiebersenkender Mittel. Denn wenn man dann erst merkt, dass das Mittel nicht anschlägt und das Fieber weiter steigt, ist man schon im lebensgefährlichen Bereich. Soweit ich weiß ist das Fieber selber bei dieser Höhe das lebensgefährliche, unabhängig von der Krankheit.
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Ich habe gestern fies gefroren auf einer kleinen Demo in Kappeln an der Schlei. Einwohnerzahl ca. 8600, Demonstrierende ca. 1000. Nicht schlecht, finde ich, zumal es wirklich erbärmlich kalt war.
Es gab eine tolle Rede auf Plattdeutsch, viele Hunde und Kinder, lustige und gute Plakate. Echt schön. Mein Lieblingsplaktatspruch: "Als wir Frauen mehr Rechte wollten, meinten wir nicht Nazis".
Trotzdem hat es sich für mich so angefühlt, als hätte das alles eigentlich keinen Sinn. Ich habe gemerkt, dass ich mich vor allem umgesehen habe auf der Demo, um mir Leute und Gesichter einzuprägen, damit ich weiß, wie das Netzwerk aussieht, auf das ich mich werde verlassen können, wenn hier die Blaupausen aus den USA/Ungarn/Österreich kopiert werden.
Gruß,
F
Ich finde schon, dass die Demos was bringen: Sie zeigen den noch „Blauäugigen“ die Wichtigkeit des Themas, fördern Solidarität und demonstrieren Wehrhaftigkeit.
Netzwerke zu bilden scheint mir im Moment auch sehr wichtig. -
Super, dass ihr da wart!
Pamela ein großer Teil der Gesellschaft hat eine andere Haltung und andere Werte. Das ist manchmal echt schwer zu sehen... Aber entscheidend sind am Ende die, die bereit sind für ihre Werte aufzustehen und einzustehen und deswegen finde ich es total wichtig, dass es die Demos gerade gibt!
Aber nicht der größte Teil der Gesellschaft wählt die AfD. AfD-Wähler sind eine Minderheit auch wenn sie es selber anders sehen wollen und anderen glauben machen wollen, sie seien die Mehrheit.
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Ja, so ganz leicht karamelig. Aber hauptsächlich einfach süß mit säuerlichem Apfel.

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Hab grade den Beitrag gesehen, wo er davon spricht, die Demonstrationen gehen zu weit. Hat der Lack gesoffen?
Vielleicht sollten wir uns Traktoren leihen, dann geht das sicher in Ordnung für ihn.
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1.2. 16 Uhr Köln Heumarkt, Demo und Kundgebung: Kein Pakt mit Faschisten
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Heute 16:30 Uhr in Köln, Unter Taschenmacher 2/Altermarkt, Kundgebung vor dem CDU-Parteibüro: „Brandmauer - Keine Mehrheiten mit Rechtsextremen“
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Es gibt übrigens Aktionen - auch schon länger - sich bei AfD-Wahlständen mit Schildern und eventuell Info-Flyern zu versammeln um die Ideologie der AfD nicht unwidersprochen zu lassen. Man kann z. B. auch versuchen mit Passanten ins Gespräch zu kommen.
Ziel: Zeigen, dass die Abschiebephantasien der AfD uns alle angehen. Und dass die AfD eben keine normale Partei ist, sondern eine, die versucht, Menschen gegeneinander auszuspielen und unter anderem eine Ungleichbehandlung (z.B. von deutschen Staatsbürgern) anhand der Herkunft propagiert.
Es kann passieren, dass etwaig auftauchende Polizei darauf besteht, dass so eine spontane Ansammlung dann angemeldet werden muss. Das kann man dann machen oder sich entfernen. Manchmal hilft auch, sich einzeln zu stellen. Eventuell muss man den Abstand vergrößern.
Nur mal so als Anregung, was man vielleicht aus anderen Städten kopieren kann. -
5 vor 12 Demo in Köln: 25.1. um 11:55 Uhr ab Heumarkt in Köln
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Fertige Pho-Paste, dazu sehr dünne Reisnudeln (die müssen nur in heißem Wasser ziehen) und dünnes Blattgemüse (z.B. Spinat, feingeschnittenen Mangold etc)
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Ich glaube, Resilienz entsteht dadurch, das man als Kind von jemandem als wichtig anerkannt wird. Und dieses Gefühl verinnerlicht man dann und kann es damit später sich auch selbst geben. Und ernsthaft danach schauen, dass es einem gut geht.
(Komplettes Laiengefühl.) -
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Hallo,
Alles anzeigenAlles anzeigenHallo,
Ich versuch es noch mal zu erklären.
Natürlich ist es gut, wenn weniger Tiere leiden müssen. So wie es gut ist, wenn dank Aufklärung und Kinderschutzmaßnahmen etwas weniger KInder verprügelt werden als vor ein paar Jahren, vielleicht hoffentlich weniger Mädchen Genitalverstümmelung erleiden müssen, weniger Frauen Übergriffe erleiden müssen, weniger Menschen in sklavenähnlichen Bedingungen arbeiten müssen, weniger Tiere in Puppymills leiden müssen, im Pferdesport bestimmte Praktiken zumindest offiziell gebannt sind und darum seltener angewendet werden usw.
Aber "weniger" ist für mich eigentlich nicht mal ein Grund etwas weniger traurig zu sein und noch lange kein Grund zum freuen.
Zumal das "weniger" gerade in Bezug auf den Fleischkonsum ein sehr dehnbarer Begriff ist und es für einige Leute in meinem Umfeld auch heißen kann, ich lege mir 2x im Jahr am Buffet zum üblichen Fleisch zusätzlich mal den Panierten Blumenkohl auf den Teller.
Aus Umweltgründen sicher ein Gewinn, aus Tierschutzgründen für mich wie gesagt ein Grund zum denken: "OK, wenigstens stimmt die grobe Richtung", aber eben noch kein Grund zum freuen oder dankbar sein.
Das heißt NICHT, dass ich das irgendwem so sage. Aber halt auch nicht, dass ich Onkel Peter dafür feiere, weil er heute mal Appetit auf Kartoffelpuffer statt auf Schnitzel hat. Weil ich nämlich das Essverhalten anderer üblicherweise gar nicht kommentiere, es sei denn, ich werde ganz konkret nach meiner Meinung gefragt. Weil ich finde, das steht mir einfach nicht zu und ich selbst bin auch lange nicht perfekt, mMn noch nicht mal "gut genug".
Wenn man darüber "entgeistert" ist, dann ist es eben so.
Ich kann schon nachvollziehen, was du meinst. Aber irgendwie gibt es ja immer diese zwei Denkfallen, in die Leute laufen, wenn es um Dinge geht, die wichtig für die Gesellschaft wären. Entweder man denkt, dass es eh nichts nutzt, wenn nur man selber was tut, aber nicht die anderen und lässt es deshalb von vorneherein bleiben. Oder man denkt, man würde es einfach nicht schaffen, so viel zu tun, wie eigentlich richtig wäre eh nicht so viel und lässt es deshalb von vorneherein bleiben. Und ich finde, gegen diese beiden Fallen kann man ganz gut angehen, wenn allgemein anerkannt wird, dass auch kleine Schritte etwas bringen (wenn sie von immer mehr Menschen gegangen werden).
(Tierwohl ist allerdings zugegebenermaßen ein etwas anderer Fall, da es an sich nicht nötig für die Gesellschaft ist, dass es Tieren gut geht. Aber es findet ja zumindest nahezu überall Zustimmung, dass es Tieren besser nicht schlecht gehen sollte. Also kann man es vielleicht auch als gesellschaftliches Allgemeingut werten.)
Und generell finde ich es schade, Leuten eher zu misstrauen, wenn sie erzählen, dass sie schon etwas in die richtige Richtung tun. Vielleicht bekomme ich eben auch nicht alles von derem Leben mit. Wenn sie es so erzählen, wird es ihnen aber in jedem Fall beim nächsten mal schon schwerer fallen, sich die Massenbetriebsbratwurst zu holen. Auch wenn sie es vielleicht immer noch ab und zu machen und wir sie genau dabei treffen.
Wie gesagt, zum einen würde ich niemals anderen Menschen irgendwas dazu sagen. Ich gebe mir aus mehren Gründen viel Mühe, das Essenverhalten anderer Menschen nicht zu kommentieren.
Aber ich könnte halt auch niemanden feiern, der seinen Hund, seine Frau oder sein Kind nur noch 3x in der Woche schlägt statt 5x, obwohl es gesamtgesellschaftlich natürlich eine enorme Verbesserung ist.
Darum meinte ich, es kommt eben drauf an, was man als Basis hat. "Tiere sind prinzipiell essbar, nur aus ökologischen Aspekten ist es nicht toll, darum freuen wir uns über jeden Forstschritt (und sollte es klimaneutral möglich sein, ist es auch wieder OK, Tiere zu essen)" oder auch "Tiere sind prinzipiell essbar, sie müssen nur gut gehalten sein, dann ist es OK, sie als Jugendliche zu töten" oder ... oder... oder eben "Tiere zu halten und zum Essen zu töten ist prinzipiell nicht OK".
Danach entscheidet es sich eben, ob man einen Erfolg feiert (es verenden X % wenigier Tier auf dem Transport" Es werden y% weniger Hühner unter Schmerzen in industriellen Anlagen gehalten", "Die Tötung bei vollem Bewusstsein hat sich um z% reduziert", oder "der Co2-Ausstoß in der Schweinehaltung hat sich um ... % reduziert, oder ob einem das immer noch zu viel tote Tiere sind und einen der Gedanken an die vielen verbleibenden Tiere unglücklich macht.
Was den letzten Absatz angeht - ich weiß nicht, ob du mich damit meins, ich kann dir nur versichern, ich unterstelle niemandem etwas. Ich erlebe aber Menschen um mich herum, bei denen ich das denke ich recht gut einschätzen kann.
Der letzte Absatz sollte eigentlich nur noch mal andeuten, warum ich diese Sub-Diskussion angefangen habe. Weil ich bei ein paar hier das Gefühl hatte, dass sie auf Kommentare wie "Ich esse nur ganz wenig Fleisch und wenn dann Bio" eher negativ reagieren. Da würde ich halt versuchen, den guten Willen der Leute wahrzunehmen, selbst wenn ich sehe, dass sie an diesen Ansprüchen häufig scheitern. Und zwar eben, weil ich denke, dass es eben die Zahl getöteter und durch ihre Haltungsbedingungen gequälter Tiere verringert und auch unserer Umwelt nutzt. Und dass ich hoffen würde, dass dieser Versuch, das zu tun, vielleicht irgendwann von der Person noch ausgeweitet wird (wie das in meiner Familie der Fall war).
Dein Beispiel mit der gewalttätigen Bestrafung von Kindern finde ich übrigens sehr gut. Es zu unserer Zeit positiv anzuerkennen, wenn eine Person ihre Kinder weniger schlägt, käme mir sehr absurd vor (und ich habe mich auch schon über den Papst aufgeregt, der in meinen Augen mal genau sowas positiv anerkannt hat). Aber bezüglich des Essens von Tieren leben wir halt leider in einer anderen Epoche. Fleischessen ist der Standard und es gibt keine weit greifende gesellschaftliche Norm, die das verbietet oder auch nur als unerwünscht ansieht. Vermutlich eben so, wie das vor hundert oder zweihundert Jahren bei der körperlichen Bestrafung von Kindern der Fall gewesen ist. Und in einer Welt, in der das Schlagen von Kindern als selbstverständlich angesehen wird, würde ich sehr wohl jemandem beglückwünschen, der mir erzählt, dass er langsam Zweifel bekommt, ob Kinder zu schlagen so okay ist. Und sein Kind nun wirklich nur noch schlägt, wenn es ganz besonders schlimme Sachen gemacht hat. Weil ich halt wüsste, dass das der einzige Weg ist, dass Kinder immer weniger geschlagen werden. Also eben nur dadurch, dass immer mehr Menschen überhaupt erstmal erkennen, dass Kinderschlagen nicht ganz so okay ist wie alle finden.
Ich verstehe aber voll und ganz, was du mit "nicht feiern" meinst. Mir geht es nur darum, wie man möglichst viele Menschen möglichst weit zur Einschränkung ihres Fleischkonsums zu bewegen (und mich möglichst weit zur Einschränkung meines Milchprodukte- und Fischkonsums). In der Hoffnung, dass es halt irgendwann nicht mehr der gesellschaftliche Standard ist und Tierleid und Umweltzerstörung auf ein Minimum reduziert werden.
Selber kann ich aber auch immer weniger verstehen, wie ich früher die kognitive Dissonanz ausgehalten habe zwischen "Was für eine freundliche Kuh" und dem Genuss von Steak. Wobei ich immer noch die kognitive Dissonanz aushalte zwischen "Was für eine freundliche Kuh" und "Dann nehm ich halt Milch, ob wohl ich weiß, dass dafür Kälbchen 'produziert' und getrennt (und geschlachtet) werden, damit die Mutter Milch gibt". Allerdings glaube ich auch, dass wir alle an irgendwelchen Stellen ethische Kompromisse eingehen.
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Hallo,
Ich versuch es noch mal zu erklären.
Natürlich ist es gut, wenn weniger Tiere leiden müssen. So wie es gut ist, wenn dank Aufklärung und Kinderschutzmaßnahmen etwas weniger KInder verprügelt werden als vor ein paar Jahren, vielleicht hoffentlich weniger Mädchen Genitalverstümmelung erleiden müssen, weniger Frauen Übergriffe erleiden müssen, weniger Menschen in sklavenähnlichen Bedingungen arbeiten müssen, weniger Tiere in Puppymills leiden müssen, im Pferdesport bestimmte Praktiken zumindest offiziell gebannt sind und darum seltener angewendet werden usw.
Aber "weniger" ist für mich eigentlich nicht mal ein Grund etwas weniger traurig zu sein und noch lange kein Grund zum freuen.
Zumal das "weniger" gerade in Bezug auf den Fleischkonsum ein sehr dehnbarer Begriff ist und es für einige Leute in meinem Umfeld auch heißen kann, ich lege mir 2x im Jahr am Buffet zum üblichen Fleisch zusätzlich mal den Panierten Blumenkohl auf den Teller.
Aus Umweltgründen sicher ein Gewinn, aus Tierschutzgründen für mich wie gesagt ein Grund zum denken: "OK, wenigstens stimmt die grobe Richtung", aber eben noch kein Grund zum freuen oder dankbar sein.
Das heißt NICHT, dass ich das irgendwem so sage. Aber halt auch nicht, dass ich Onkel Peter dafür feiere, weil er heute mal Appetit auf Kartoffelpuffer statt auf Schnitzel hat. Weil ich nämlich das Essverhalten anderer üblicherweise gar nicht kommentiere, es sei denn, ich werde ganz konkret nach meiner Meinung gefragt. Weil ich finde, das steht mir einfach nicht zu und ich selbst bin auch lange nicht perfekt, mMn noch nicht mal "gut genug".
Wenn man darüber "entgeistert" ist, dann ist es eben so.
Ich kann schon nachvollziehen, was du meinst. Aber irgendwie gibt es ja immer diese zwei Denkfallen, in die Leute laufen, wenn es um Dinge geht, die wichtig für die Gesellschaft wären. Entweder man denkt, dass es eh nichts nutzt, wenn nur man selber was tut, aber nicht die anderen und lässt es deshalb von vorneherein bleiben. Oder man denkt, man würde es einfach nicht schaffen, so viel zu tun, wie eigentlich richtig wäre eh nicht so viel und lässt es deshalb von vorneherein bleiben. Und ich finde, gegen diese beiden Fallen kann man ganz gut angehen, wenn allgemein anerkannt wird, dass auch kleine Schritte etwas bringen (wenn sie von immer mehr Menschen gegangen werden).
(Tierwohl ist allerdings zugegebenermaßen ein etwas anderer Fall, da es an sich nicht nötig für die Gesellschaft ist, dass es Tieren gut geht. Aber es findet ja zumindest nahezu überall Zustimmung, dass es Tieren besser nicht schlecht gehen sollte. Also kann man es vielleicht auch als gesellschaftliches Allgemeingut werten.)
Und generell finde ich es schade, Leuten eher zu misstrauen, wenn sie erzählen, dass sie schon etwas in die richtige Richtung tun. Vielleicht bekomme ich eben auch nicht alles von derem Leben mit. Wenn sie es so erzählen, wird es ihnen aber in jedem Fall beim nächsten mal schon schwerer fallen, sich die Massenbetriebsbratwurst zu holen. Auch wenn sie es vielleicht immer noch ab und zu machen und wir sie genau dabei treffen.
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Dem möchte ich widersprechen. In meinen Augen macht es durchaus für die Tiere selbst einen Unterschied, wenn weniger tierische Produkte konsumiert werden und dadurch weniger Tiere sterben. So sehr ich die absolute Haltung emotional verstehen kann, ist so eine ganz-oder-gar-nicht-Haltung der Sache manchmal nicht dienlich.
Wenn ich meiner Mutter jetzt sagen würde „leb doch vegan!“ wäre sie überfordert und würde sagen „das kann ich nicht“. Aber den Milchreis und Griesbrei mit Hafermilch kochen, weil das ja viel leckerer ist, das geht. Und dann kommen Ruck zuck mal 20l Milch zusammen, die eben nicht aus einem Tier kommen.
Oder wenn mein Bruder und seine Frau merken, dass sie beim wöchentlichen grillen gar nicht unbedingt jeder 3 Schnitzel brauchen, sondern nur 1 und dazu geiles Grillgenüse, dann ist das am Ende des Jahres vielleicht auch ein Schwein weniger was getötet wird.Und statt zu rügen, was sie nicht schaffen, kann man da doch feiern, was geht.
....
Ja, genau, darauf wollte ich hinaus. Für alle ist es ein Zugewinn, wenn jemand nur noch die Hälfte von seinem bisherigen Fleisch-, Milch- oder Eierkonsum konsumiert.
Bei uns war das so, dass wir unsere Ernährung zunächst ca 2 Jahre lang auf nur noch maximal zweimal die Woche fleischhaltige Nahrungsmittel umgestellt haben. Seit 4 Jahren sind wir nun Pescetarier, was übrigens durch die Erfahrungen bei der vorherigen Reduktion leichter wurde.
Tatsächlich dürfte die Reduktion an gegessenem Tier durch die erste Umstellung viel größer gewesen sein. Wir und besonders ich waren wirklich starke Fleischesser, so dass es davor eher fünfmal die Woche Fleisch gab. Und seit dem kompletten Verzicht auf Fleisch kompensieren wir leider etwas stark durch erhöhten Käsekonsum. Die "Außenwirkung" war aber mit der zweiten Umstellung viel stärker. Erst den kompletten Verzicht auf Fleisch nimmt die Außenwelt dann ernst. Ich glaube aber, dass man der Sache mehr dient, wenn - wie Ebura sagt - man bei anderen auch kleine Schritte anerkennt.
Und ich selber merke auch, dass ich mir dauernd selber im Weg stehe, damit, dass ich mir einfach noch keine komplett vegane Ernährung zutraue. Ich habe dann direkt ein völliges Versagergefühl dabei, das mich daran hindert zu überlegen, an welchen Stellen ich meinen Milchproduktekonsum leicht deutlich reduzieren kann. Das möchte ich jetzt aber trotzdem angehen. So kriege ich natürlich von mir und anderen kein "Wow, du lebst jetzt vegan"! Es reduziert aber trotzdem Tierleid und schädigt weniger die Umwelt.
Ich würde gerne bei all diesen Dingen Werbung machen für Mut zur Unperfektion. Wir müssen doch nicht perfekt werden, sondern im Normalfall haben wir die geniale Chance, schon mit kleineren Verhaltensänderungen ein bisschen was besser zu machen. Es bringt sicher weniger, sich scheiternd vorzunehmen, ab jetzt Veganerin zu werden, als sich vorzunehmen, ab jetzt für alle Rahmsaucen, Kakao, Schuss-Sahne-oder_Milch-dazu etc vegane Alternativen zu nutzen und trotzdem meinen verdammten Kaffee mit der mir unverzichtbar scheinenden Milch zu trinken. Und ich möchte sowas auch bei anderen anerkennen (solange es sich nicht wirklich als komplett opportunistisches Gelabber herausstellt).
Danke! Genau das meine ich die ganze Zeit.
Ich hatte jetzt aber die ganze Zeit nicht den Eindruck, dass du davon schreibst, wie wichtig es ist, dass jeder schon mal etwas tut, und dass man das aber dann auch anerkennen sollte. Du schriebst meiner Meinung nach vor allem davon, dass man sich in einem Schnitzellokal nicht darüber aufregen soll, dass es da nur Schnitzel gibt. Und da geben ich dir immer noch durchaus recht. Ich würde mich nicht IN einem Schnitzellokal darüber aufregen. Weil ich dieses Schnitzellokal nach dem Lesen der Karte gar nicht betreten würde, sondern ich würde mich außerhalb darüber aufregen. Vielleicht gegenüber Bekannten und Freund:innen, damit sie sich auch überlegen, ob sie da hingehen.
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Ich würde gerne bei all diesen Dingen Werbung machen für Mut zur Unperfektion. Wir müssen doch nicht perfekt werden, sondern im Normalfall haben wir die geniale Chance, schon mit kleineren Verhaltensänderungen ein bisschen was besser zu machen. Es bringt sicher weniger, sich scheiternd vorzunehmen, ab jetzt Veganerin zu werden, als sich vorzunehmen, ab jetzt für alle Rahmsaucen, Kakao, Schuss-Sahne-oder_Milch-dazu etc vegane Alternativen zu nutzen und trotzdem meinen verdammten Kaffee mit der mir unverzichtbar scheinenden Milch zu trinken. Und ich möchte sowas auch bei anderen anerkennen (solange es sich nicht wirklich als komplett opportunistisches Gelabber herausstellt).
Das sehe ich auch so und bin ziemlich entgeistert über die Diskussion hier.
In meinem beruflichen Umfeld gibt es glücklicherweise eine große Toleranz allen Ernährungsformen gegenüber und ich habe einige Kollegen, bei denen ich sehr überrascht war zu erfahren, dass sie Vegatarier/Veganer sind (große, kräftige bzw. sehr sportliche Männer - es lebe das Vorurteil). Bei Teamessen wird drauf geachtet, dass es auch veganes Essen gibt. Wir waren auch schon mal in einem rein veganen Restaurant. Kantine bietet auch gutes Essen für alle an.
Wir haben das Glück, einen wirklich gut geführten Metzgerei-Hofladen in der Nähe zu haben und essen zu Hause wirklich ausschliesslich Fleisch und Wurst von da. Bei dem Bauernhof konnte man sehr lange auch die Ställe ansehen. Das wurde irgendwann aus hygienischen Grünen eingestellt nachdem sie dem Hofladen für einige Wochen freiwillig geschlossen haben weil es mit einzelnen Waren Probleme mit Erregern gab. Den Umgang damals mit diesem Problem haben wir als sehr gut empfunden obwohl der Laden wochenlang zu war. Sie haben sehr transparent informiert und ein paar Dinge geändert. Die Kühe stehen draußen auf der Weide (Mutterkuhhaltung einer Rasse, die nicht zur Milchgewinnung verwendet wird). Unser Fleischkonsum hat über die Jahre auch immer weiter abgenommen - aber wir sehen für uns überhaupt keinen Grund, ihn komplett einzustellen.
Wo mir der unterschiedliche Umgang mit vegetarischem Essen immer wieder aufstößt, ist in manchen Jugendherbergen. In vielen ist es so, dass es (ausser am Veggie Day) jeweils (mind.) ein fleischhaltiges und ein vegetarisches Essen gibt und sich jeder bedienen kann wie er will. In manchen muss man aber bis heute das vegetarische Essen vorbestellen und es dann einzeln abholen. Das führt bei uns oft zu deutlich höherem Fleischkonsum als wir es bei der ersten Variante machen würden und finde ich einfach nur nervig. In Einzelfällen konnte man es wenigstens tageweise nach einem Blick auf den Speiseplan bestellen - aber auch das ist ein erhöhter und überflüssiger Aufwand als Gast. Vegan ist zumindest in vielen Jugendherbergen nach meinem Eindruck immer noch eher schwierig und auch die Ausweisung von Allergenen ist leider sehr unterschiedlich.
Wobei ich die Diskussion hier nicht für besonders krass halte. Und ich halte es schon für wünschenswert, vegan zu leben. Aber dass einige wenige zur 'Perfektion' gelangen, wird die Welt nicht retten. Wenn aber ganz viele ihren Tierprodukte-Konsum reduzieren, so ist das schon eine Chance für die Rettung der Welt.
Und jeder, der erzählt, dass er nur noch Biofleisch ist und ganz wenig, hat zumindest schon mal verstanden, worum es geht. Selbst wenn die Umsetzung bei ihm noch nicht mal annähernd so gut läuft, wie dieser jemand glauben (machen) will. Er ist jedenfalls auf dem richtigen Weg und macht schon etwas besser als vorher.
Es gibt eben auch immer noch Leute, wie den Mann, der mich im Hotel fragte, warum wir abends nicht auch dort gegessen haben. Als ich dann meinte, dass wir Vegetarier sind und es dort dann nur Salat und Pommes gegeben hätte, meinte er (in einem bis dahin freundlichen Gespräch!): "Selber schuld!" Das finde ich krass.
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So zu denken klappt aber eben nur, wenn allein der Aspekt "Umwelt" eine Rolle spielt und nicht der Aspekt "Tötung eines fühlenden Tieres". Man würde ja auch nicht sagen, es wäre ja schon ein tolles Ergebnis, wenn nicht 300 sondern nur 150 Hunde in der Hundefarm unter schlimmen Bedingungen vermehrt würden. Man solle froh sein, über das was man geschafft hat und sich nicht ärgern über die, die noch leiden müssen...
Dem möchte ich widersprechen. In meinen Augen macht es durchaus für die Tiere selbst einen Unterschied, wenn weniger tierische Produkte konsumiert werden und dadurch weniger Tiere sterben. So sehr ich die absolute Haltung emotional verstehen kann, ist so eine ganz-oder-gar-nicht-Haltung der Sache manchmal nicht dienlich.
Wenn ich meiner Mutter jetzt sagen würde „leb doch vegan!“ wäre sie überfordert und würde sagen „das kann ich nicht“. Aber den Milchreis und Griesbrei mit Hafermilch kochen, weil das ja viel leckerer ist, das geht. Und dann kommen Ruck zuck mal 20l Milch zusammen, die eben nicht aus einem Tier kommen.
Oder wenn mein Bruder und seine Frau merken, dass sie beim wöchentlichen grillen gar nicht unbedingt jeder 3 Schnitzel brauchen, sondern nur 1 und dazu geiles Grillgenüse, dann ist das am Ende des Jahres vielleicht auch ein Schwein weniger was getötet wird.Und statt zu rügen, was sie nicht schaffen, kann man da doch feiern, was geht.
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Ja, genau, darauf wollte ich hinaus. Für alle ist es ein Zugewinn, wenn jemand nur noch die Hälfte von seinem bisherigen Fleisch-, Milch- oder Eierkonsum konsumiert.
Bei uns war das so, dass wir unsere Ernährung zunächst ca 2 Jahre lang auf nur noch maximal zweimal die Woche fleischhaltige Nahrungsmittel umgestellt haben. Seit 4 Jahren sind wir nun Pescetarier, was übrigens durch die Erfahrungen bei der vorherigen Reduktion leichter wurde.
Tatsächlich dürfte die Reduktion an gegessenem Tier durch die erste Umstellung viel größer gewesen sein. Wir und besonders ich waren wirklich starke Fleischesser, so dass es davor eher fünfmal die Woche Fleisch gab. Und seit dem kompletten Verzicht auf Fleisch kompensieren wir leider etwas stark durch erhöhten Käsekonsum. Die "Außenwirkung" war aber mit der zweiten Umstellung viel stärker. Erst den kompletten Verzicht auf Fleisch nimmt die Außenwelt dann ernst. Ich glaube aber, dass man der Sache mehr dient, wenn - wie Ebura sagt - man bei anderen auch kleine Schritte anerkennt.
Und ich selber merke auch, dass ich mir dauernd selber im Weg stehe, damit, dass ich mir einfach noch keine komplett vegane Ernährung zutraue. Ich habe dann direkt ein völliges Versagergefühl dabei, das mich daran hindert zu überlegen, an welchen Stellen ich meinen Milchproduktekonsum leicht deutlich reduzieren kann. Das möchte ich jetzt aber trotzdem angehen. So kriege ich natürlich von mir und anderen kein "Wow, du lebst jetzt vegan"! Es reduziert aber trotzdem Tierleid und schädigt weniger die Umwelt.
Ich würde gerne bei all diesen Dingen Werbung machen für Mut zur Unperfektion. Wir müssen doch nicht perfekt werden, sondern im Normalfall haben wir die geniale Chance, schon mit kleineren Verhaltensänderungen ein bisschen was besser zu machen. Es bringt sicher weniger, sich scheiternd vorzunehmen, ab jetzt Veganerin zu werden, als sich vorzunehmen, ab jetzt für alle Rahmsaucen, Kakao, Schuss-Sahne-oder_Milch-dazu etc vegane Alternativen zu nutzen und trotzdem meinen verdammten Kaffee mit der mir unverzichtbar scheinenden Milch zu trinken. Und ich möchte sowas auch bei anderen anerkennen (solange es sich nicht wirklich als komplett opportunistisches Gelabber herausstellt).