Beiträge von Tinka

    Ich würde auch sagen, dass Hörpausen immens wichtig sind.

    Wenn sie jetzt schon mit den Hörgeräten in die Schule geht, sollte sie ruhig ermutigt werden diese in Stillarbeitsphasen auszuschalten (oder auch wenn sie nicht mehr kann) und ich würde ihr sogar einen angenehm zu tragenden Kapselgehörschutz mit geben, den sie dann tragen kann ( HG zuerst ausschalten sonst gibt es fiese Geräusche im Ohr).

    Und wie AoiAngel schon geschrieben hat: ggfs. beim Akkustiker leiser einstellen/ anpassen lassen und dann schrittweise , "hochregeln". Ich habe leider nicht mehr auf'm Schirm: ist euer Akkustiker für euch gut erreichbar? Ist also eine engmaschige stufenweise Einstellung der HG möglich?


    Liebe Grüße Tinka

    mänty Genau :D, ich wurde unterbrochen und dann klappte es nicht mehr.

    Hier mein Text:

    Bedenkt bitte, dass deine Tochter es zwar sicher ohne Lehrermikrofon "schafft" denn bisher hat sie ja alles ohne jegliche Hilfsmittel kompensiert , aber es kostet sie sehr viel Kraft das zu tun. Bisher wusste sie nicht einmal, dass sie anders hört und sich viel mehr anstrengen muss als alle um sie herum. Hattest du nicht geschrieben wenn die Lehrkraft sich zur Tafel gedreht hat, erschien es deiner Tochter normal, dass sie sie dann nicht mehr gehört hat!? Das Lehrermikro ( und Schülermikrofone) ermöglichen deiner Tochter die Beiträge aller direkt ( nacheinander) mitzubekommen, die Nebengeräusche werden dabei unterdrückt. Das Hören mit den Hörgeräten wird auch erstmal gewöhnungsbedürftig sein. All die Nebengeräusche, die unser Gehirn längst gelernt hat rauszufiltern , werden ihr schnell zu viel werden. Wenn sie die Lehrkraft über das Lehrermikro hört dann gelingt das besser und mit viel weniger Anstrengung. Also lasst euch bitte die Hilfsmittel nicht ausreden von HNO. Ich weiß nicht, was dessen Intention ist ( hat das auch etwas mit seinem Verschreibungsetat zu tun?). Sicher: die Krankenkasse wird nicht begeistert sein, denn es kostet ja viel und es kann sein, dass sie erstmal versucht es abzulehnen. Aber ich würde euch trotzdem raten gleich darauf zu bestehen, dass sie eine Anlage bekommt. Und wenn der HNO nicht "mitspielt", dann wechselt zu einem Pädaudiologen.

    Liebe Grüße Tinka

    So, der HNO hat nochmal alles getestet und festgestellt, daß sie auf dem einen Ohr 30% Hörminderung hat und auf dem anderen 40%. Das ist mittelgradige Schwerhörigkeit. Also für laien ausgedrückt, wir sind ja bei sowas noch Anfänger....


    Er war sehr optimistisch da sie mit Geräten gut klarkommen wird weil das alles gut korrigierbar ist. Der HNO sagt, er glaubt daß sie gar keine FM-Anlange brauchen wird wenn die Dinger gut eingestellt sind. Aber falls doch stellt er gerne ein Rezept aus.


    Nun haben wir beim Akustiker den Auftrag ausgelöst (pink, türkis, Glitzer.....) und jetzt dauert das etwa 2 Wochen bis zum ersten probetragen.

    Gummibärchen

    Ha, wie süß! Ältere Geschwister als "Dolmetscher," sind aber auch praktisch!


    Ich habe als Sprachanfängerin " Pänkerling" zu Schmetterling gesagt:D.


    LG Tinka

    Das klingt ja schon richtig gut! #applaus#super


    LG Tinka

    mänty Mir fällt gerade noch ein wie beliebt bei den allermeisten hörgeschädigten Schülerinnen die Serie "Switched at Birth" ist. Zum Thema hörgeschädigt und Gehörlosenkultur. Es spielen hörende, hörgeschädigte und gehörlose Menschen mit, es werden viele spezifische Aspekte beleuchtet und trotzdem isses eine unterhaltsame Serie ( ich würde sagen ab ca. 11 Jahren geeignet). Ich habe die erste Staffel auf DVD und ich schicke sie euch gerne leihweise zu.

    LG Tinka

    kaonashi

    Hier darf die Anlage auch in der Schule bleiben und geladen werden.

    mänty

    Es gibt inzwischen schon Nähanleitungen für Masken mit Sichtfenster ( und jetzt sogar schon welche zu kaufen) weil eure Tochter ganz und gar nicht allein ist mit ihrem Problem, nicht vom Mund absehen zu können. Vielleicht ist das ja auch was für euch.


    LG Tinka

    Meine Tochter ist nicht warm geworden mit ihrem Roger. Die Lehrer*innen waren da durchaus offen für, gleichzeitig haben sie dann oft erwartet, dass ihre Hörleistung dann aber auch gleich sein soll wie bei den hörenden Schüler*innen.

    Dann musste sie immer darauf achten, dass es geladen sein muss. Und es immer dabei haben. Sie macht es jetzt ohne und in Musik zB bekommt sie einen Nachteilsausgleich für bestimmte Höraufgaben. Ebenso in den Fremdsprachen. Damit kommt sie besser zurecht.

    kaonashi

    Klar es erfordert auch das, sich alle Beteiligten klar machen, dass hörgeschädigte Menschen immer hörgeschädigt bleiben und durch die Technik nicht "repariert" sind. Dass "hören" nicht gleichzusetzen mit "verstehen" ist. Und vieles mehr. Da müss (t)en die Lehrkräfte pädagogisch und fachlich geschult werden...

    Ein individuell auf den/die hörgeschädigte Person zugeschnittener Nachteilsaugleich, der auch immer wieder auf seine Wirksamkeit hin überprüft wird - ist echt eine Menge wert. Im besten Fall kommen alle diese unterstützenden Faktoren zusammen#pro.

    mänty Eventuell habe ich es überlesen: seid ihr bei einem/einer speziellen "Pädaudiologen/in" gewesen zur Diagnostik?


    LG Tinka

    Oh , dann (bei Wechsel in eine andere Schule UND größere Lerngruppe plus neue Lehrerinnen. Außerdem wären da auch Schülermikrofone Roger Passaround sinnvoll, damit sie auch die Schülerantworten - diskussionen mitbekommt ) würde ich auch darüber nachdenken zur fachlichen Unterstützung das zuständige Beratungs- und Förderzentrum (BFZ) einzuschalten. Ich weiß nicht, in welchem Bundesland ihr lebt ( hattest du das erwähnt?) das kann ja bei euch anders geregelt sein als hier ( Hessen). Wenn ein Kind hier den sonderpädagogischen Förderschwerpunkt Hören ( manchmal auch Hören und Kommunikation genannt) hat ( und darauf müsste eure Tochter bei einer bds. hochgradigen Innenohrschwerhörigkeit Anspruch haben), dann hätte sie hier Anspruch auf 5 Std. / Woche direkte Unterstützung durch das zuständige BFZ.

    Damit können die Lehrkräfte ihr und eure Tochter unterstützt und beraten werden. LG Tinka

    Hörgeräte früher zu kriegen verbessert die Prognose nicht.

    Liebe Xenia ,

    magst du erklären wie du das meinst? Du bist ja selbst hörgeschädigt wenn ich das richtig verstanden habe. Ich frage mit wirklichem Interesse.


    mänty Ein schlechtes Gewissen müsst ihr wirklich nicht haben. Ich habe just mit einem Kind zu tun ( ca. 13 Jahre alt), bei dem es fast identisch ist. Nur, dass es da nicht wegen der Masken raus gekommen ist. Und obwohl das Kind bis zu dem Zeitpunkt bereits regelmäßige Hörtests hinter sich hatte. Und nun heißt es auch: die mittel- bis schwergradige Hörschädigung bestehe schon sei Geburt. So selten kommt es gar nicht vor. Es ist der Wahnsinn was die Kinder in der Lage sind zu kompensieren. Sehr spannend finde ich was du Ebura zu dem möglichen Einflussfaktor rheumatisch Erkrankung schreibst. Hast du da vielleicht einen Literaturtipp / Link für mich?


    Ansonsten plädiere ich auch dazu für die Ausbildung ( oder doch noch Schule?) ein tragbares umhängbares Mikrofon (google mal: Phonak Roger Touchscreenmic) zu beantragen. Die Vorteile wurden ja bereits erläutert. Durch kannst mir auch gerne eine Nachricht schreiben. ( Nein, ich arbeite NICHT für Phonak #zwinker:D

    ) LG Tinka

    Unbefingt Eis essen bei 'Vanille und Marille'' in der Reichenberger Str. Ecke Forsterstraße!

    Mein absoluter Lieblingseisladen in Berlin und überhaupt ( ICH würde behaupten besseres Eis bekommt man höchstens in Italien).

    Ich finde das 'Labyrinth Kindermuseum' immer grandios mit seinen verschiedenen Mitmach-Austellungen. Aber ob die schon bald wieder ôffnen?

    Viel Spaß in meinem alten Kiez ( Oh, Mensch es ist echt schon 15 Jahre her, dass ich in Kreuzberg gewohnt habe... und 10 Jahre, dass ich nicht mehr in Berlin wohne...)

    Tinka

    Schaut doch Mal bei den Berufsbildungswerken für Hörgeschädigte. Eine Übersicht findest du bei der Humboldt-Universität Berlin auf der Seite der Gebärdensprach- und Audiopädagogik. Die Idee mit der Teilzeitausbildung ist auch nicht schlecht - das müsste doch über einen Nachteilsausgleich möglich sein.

    Liebe Grüße

    Katrin

    Schülerin 1. Klasse beim Buchstaben lernen im Kreis. Flüstert die richtige Antwort. Lehrerin bittet:

    " Sprich doch bitte etwas lauter. Wir können dich nicht hören" Schülerin flüstert kaum merkbar etwas lauter. Sitznachbarin: "Sie hat mir gesagt, dass sie nicht lauter sprechen kann, weil die ihren Fuß gebrochen hat." Schülerin sitzt dabei verhuscht lächelnd - sichtlich schmerzfrei - da. Ich konnte mir das Lachen nicht verkneifen. ????


    Tinka

    Ist von Daniel Napp und sehr lustig und empfehlenswert#ja.

    LG Tinka