Beiträge von Anisp

    Ich habe eine Bitte: mein mündliches Prüfungsthema im Staatsexamem ist u.a. Genderlinguistuk.

    Wenn ihr also interessante Texte, Artikel o.ä zum Thema kennt, bitte her damit :)


    Ich lese alles!

    Ich merk es mir mal. Was ich an Fachtexten gelesen habe, ist allerdings alles so 10, 20 Jahre alt...

    Sagst du bitte mal Beispiele? Wie könnte man zum Beispiel Biologen neutralisieren?

    Es gibt öfters elegante Lösungen, wenn nicht das Wort 1:1 ersetzt wird, sondern der Satz umformuliert. Frei erfunden z.B. statt "Biologen meinen" eher "Forschungsergebnisse aus der Biologie". Oder "die Wissenschaftler um Dr. XY" wird zu "Dr. XY und sein/ihr (Fach-)Team".


    Ich geh öfters bei geschicktgendern.de spicken, die haben gute Beispiele, wie z.B. "Das Angebot richtet sich an Anfänger und Fortgeschrittene" wird zu "Das Angebot richtet sich an Personen mit und ohne Vorkenntnisse."

    Nachtrag zum Zitat von Talpa wegen Wissenschaftler:

    ja, begegnet mir auch und tut jedesmal weh. Wenn eine Frauengruppe geforscht hat, sind es nicht die Forscher, das ist falsch, warum fällt das nicht auf? Und wäre es so schlimm, bei einer gemischten Gruppe "Forschende" zu schreiben? Sind nur 2 Buchstaben mehr! #haare


    Ich glaube, ganz viel ist direkt übersetzt aus dem Englischen. Und wenn da steht "scientist", wird das gnadenlos mit "Wissenschaftler" übersetzt. Auch wenn die Person weiblich ist.


    Vielleicht hat es auch mit Schweiz zu tun? Ich empfinde es wirklich als falsch, wenn z.B. eine Bäckerin als Bäcker angesprochen wird oder sich selbst so bezeichnet. Fühlt sich an, wie wenn jemand "der Tür" sagen würde. Erst hier habe ich gelernt, dass es nicht allen so geht. Und es dünkt mich, dass es in D verbreiteter ist, sich als weibliche Person mit der männlichen Form zu bezeichnen - nur ein Eindruck.

    Genau, Nebelung, in der Realität würde man schreiben: die Lehrer, die Forscher, die Wissenschaftler... schon selbst erlebt, Foto und Interview mit drei Berufskolleginnen, im Text ausschliesslich das generische Maskulinum.

    Ich lese manchmal für's Geschäft Texte durch - nicht als Profi, einfach für Input. Und es wird praktisch IMMER das generische Maskulinum verwendet.


    Damit fehlt allen, die den Text später lesen, eine Information, nämlich: wird hier nur über Männer geschrieben? Oder über Frauen und Männer? (Am Rande: zuerst schrieb ich "oder sind auch Frauen dabei", was wunderschön das "mitgemeint ist nicht direkt angesprochen" illustriert)


    Konkret: Artikel über eine Studie zu arbeitstätigen Sportlern (sic!). Steht hier nirgends *Sportlerin*, kann ich auch annehmen, dass die Studie nur über Männer gemacht wurde, die arbeiten und aktiv Sport treiben. Und wer den Text liest über die arbeitstätigen Sportler, hat GARANTIERT keine arbeitstätige Sportlerin vor Augen. Oder Artikel über neue Fussballanlagen, auf denen x Mannschaften und x Fussballer mit y Trainern spielen. Sind es wirklich alles Jungs und Männer? Das brauchte echt Recherche, um herauszufinden: nein, es hat auch Mädchenteams und eine Trainerin. Schiedsrichterinnen. Die gehören erwähnt im Text. Sonst bleiben sie unsichtbar in der öffentlichen Wahrnehmung.

    Ansonsten werfe ich, so zur Hand, die Kotztüten aus Flugzeugen in den Raum (genauer: ins Auto), die finde ich sehr praktisch. Gibt es die eigentlich auch "normal" zu kaufen?

    Wir nahmen eine Weile Traveljohn-Tüten mit auf Autofahrten, weil dem Jüngeren schnell schlecht wurde (hat sich ausgewachsen). War ein Tipp einer Bekannten. Die Apothekerin musste lange suchen und hat's dann bestellt. Und musste lachen, als sie das Produkt-Logo sah... Eigentlich werden die Dinger als WC-Tüte verkauft, geht aber gut bei Erbrechen.

    Jetzt ist meist auf längeren Fahrten noch eine Tüte mit dabei. Ist aber nur für die Nerven (FALLS mal jemand im stundenlangen Stau aufs Klo müsste oder doch noch jemandem schlecht wird...), kam schon lange nicht mehr zum Einsatz.

    Bei mir macht es keinen Unterschied, ob ich lese. Also Lesen hilft, mich abzulenken. Es ist aber wichtig dabei, dass ich gelegentlich aufsehe und zwischendurch Lesepause mache. Auch um zu spüren, ob es noch passt.

    ...wenn möglich Arzt wechseln. Grosses Blutbild ist nett, aber soweit ich weiss wird da z.B. weder Schilddrüse noch Gewebetransglutaminase-IgA (fuer Zoeliakie) dabei. Ein Arzt kann doch nicht einfach sagen: ich hab gerade nichts gefunden, tschüss, leben Sie mit den Schmerzen? Im Minimum muss er dir erklären können, wieso er nicht mehr weitersucht, und was es für Anlaufstellen gäbe.


    hoppla, deinen letzten Absatz hab ich erst jetzt gelesen. Das liest sich beängstigend.

    DANKE für den Thread! Ich hab total vergessen, das Geschenk für meinen Mann zu besorgen (einen Dilbert Day-to-Day-Abreisskalender). Uff, ich glaube so reicht es grad noch. #danke und grosses Aufschnaufen!

    mimimi, ich mag nicht auf unbekannte kryptische Links klicken. Bin aber trotzdem neugierig. #rolleyes


    Vielleicht magst du ja in einem Spoiler schreiben, um was es geht?

    Möwe nein, nicht auf einer Seite, keine Angst. Es liest sich nach querbeet, das liegt offenbar an meiner Schilderung. Es war übersichtlich und nach Frage/Thema gegliedert. Also zuerst mehrere Folien zu "wer wendet wieviel Zeit auf für Sport", rein quantitativ, diverse Folien. Zuerst links m, rechts f, dann verschiedene Altersklassen ohne m/f (andere Quelle). Dann zu "was motiviert dich, Sport zu treiben", mehrere Folien zuerst nach Alter ohne m/f, dann bei den Erwachsenen auch noch nach Geschlecht, jetzt links f, rechts m.

    Positiv-Beispiel: Präsentation von Statistiken an einem Forum. Es ging um ein allgemeines Thema (Sport). Meist kommt zuerst / links die Statistik für Männer, dann untendran / rechts davon die Frauen.


    Hier wurde abgewechselt. Bsp. körperliche Aktivität, links Männer, rechts Frauen. Sport-Motivation: links Frauen, rechts Männer. Nächste Frage nicht m/f, sondern links Erwachsene, rechts Jugendliche/Kinder. Das war richtig wohltuend und etwas, das mir erst auffiel, als es eben mal andersrum war. Mal nicht (meine Interpretation) zuerst die Männer als Standard und dann die Frauen als Abweichung. Und auch nicht zwingend die Unterscheidung m/f, sondern nur dort, wo es signifikante Unterschiede gibt zwischen den Gruppen.