Beiträge von Pfirsich

    Beim ersten waren es 2,5 Jahre. Soweit ich mich erinnere, kam die Periode dann wieder, nachdem ich nachts abgestillt hatte. Jetzt beim 2. Kind immer noch nix nach 17 Monaten. Beide Kinder stillen nachts sehr häufig, vielleicht liegt es daran... #weissnicht

    Mann, dieser Umgangston würde mich echt fertigmachen. Darf wohl nicht nach Berlin ziehen.


    Die Frage ist halt: ist es wirklich die Aufgabe der TS, diesen Arsch (damit meine ich den älteren Herren) zu erziehen, verbessern, zu deeskalieren etc? Find ich erstmal nicht. Die Übergriffigkeit ging von dem Mann aus und ER ist jetzt damit dran, sein Verhalten zu überdenken und zu verbessern. Den Schuh würde ich mir als TS auch nicht anziehen wollen. Dass man, wenn man in der Öffentlichkeit so auf ein Kleinkind losgeht, auf unfreundlichen Gegenwind stößt...hm, damit muss der Kerl wohl leben. Er hat KEIN Anrecht drauf, jetzt auch noch 'zivilisiert' erklärt zu bekommen, warum das nicht OK ist. Ich finde die Reaktion der TS verständlich und irgendwo auch gut, ja. Aber ich bin dem deutschen Umgangston nach 6 Jahren USA auch total entfremdet. Wäre hier absolut undenkbar. 8I

    Also wenn es bis zwei erledigt wäre, fänd ich es auch nicht so dramatisch. Mein Großer hatte es bis 6, der Mittlere ist fast 5 und der Kopf ist immer noch voll. Optisch stört es auch nicht, man sieht es durch die Locken kaum. Aber es fängt manchmal ab zu müffeln und spätestens das ist dann für mich ein Grund dagegen vorzugehen...

    oh krass! Ja das würd mich dann auch langsam stören :/

    Ich lese gerade dass es schon Proteste gibt, zB in Berkeley in CA. @Pfirsich bekommt ihr da etwas mit?

    ja, die High School Students sind zu einer Demo zum Unicampus gezogen. Helikopter kreisen grad noch da drüben (direkt neben der Schule meiner Tochter, übrigens). Der Freeway wurde wohl nachts auch von Demonstranten blockiert. Das sind allerdings für dt Verhältnisse immer sehr kleine Demos hier. Paar Hundert Leute und Helikopter drüber. Bei Black Lives Matter war es vergleichbar.

    @Brotsuppe, ach so, weil sie Türkin ist und das Muster ist auch türkisch? Dann finde ich es lediglich schade, dass sie es 'Ethno' genannt hat. Aber ich weiß auch nicht, was sich am besten verkauft. Wenn sie es als Türkin aus Turkmenistan übernimmt/kopiert und 'ethno' draufklatscht, ist es für mich auch komisch. Ich hab aber die Kokadi Sache gar nicht verfolgt und kenne die Geschichte nur aus dem Thread hier :)


    Ich für meinen Teil hätte @patrick*star da jetzt einfach mal als schönes Schlusswort stehengelassen... (OT ich bin ein großer Fan deines Schreibstils :) . Klare Worte. ).

    und es ist egal, ob die Betroffenen selbst das tun? Siehe American indians.


    Geht's eigentlich Grad nur um den Namen oder das Muster oder die kombi?

    Was meinst du mit 'das tun'? Kleidung/Tragetücher mit unspezifiziertem Ethnomuster kaufen und tragen? Ja, ich empfinde das anders, wenn ein Mitglied der marginalisierten Minderheit das tut, als wenn eine Weiße das macht. Und ich finde es auch nochmal was anderes wenn das Kleidungsstück bewußt als zB 'Hmong Webstoff Rucksack aus Hmong Herstellung' ist, versus 'H&M Klamotte mit Tribal Muster' (oder eben Kokadi 'Ethno'). Ja, das ist komplex. Es geht ja auch nicht um in Stein gemeißelte Regeln hier sondern um bewußten Umgang mit dem Thema und überhaupt einmal wahrnehmen, dass kulturelle Aneignung passiert.


    @Iverna, Storchenwiege Inka fiel mir auch noch ein...aber das finde ich eine Bezugnahme auf eine konkrete antike Zivilisation und damit weniger strange als viele andere Namen. Weiß nicht, ob es Menschen gibt, die sich noch als 'Inka' identifizieren...und ob die das stören würde. Der Name ist als Markenname ja sehr beliebt.

    Für mich fällt es unter 'Alltagsrassismus'. Also klar, es ist nicht vergleichbar mit Gewalttaten oder so...aber doch mehr als nur geschmacklos. Ich finde es mittlerweile so wie ein T-Shirt mit nackter Frau drauf. Das perpetuiert einfach diesen sexistischen Gedanken, dass Frauenkörper zum Anschauen und zur Zierde da sind...auch, wenn es uU nicht sexistisch oder gar wertschätzend gemeint ist. Und hier wie dort macht es einen großen Unterschied, wer das trägt...

    Unter 'Ethno' und 'Tribal' verstehe ich Muster, die auf indigene und sonstige marginalisierte Kulturen, üblicherweise außerhalb von Westeuropa, Bezug nehmen. Klar, Bayern oder Hugenotten sind auch eine Ethnie bzw ein Stamm...aber Edelweiß oder Schottenkaro läuft nicht unter Ethno. Das ist auch glaub ich das, was es etwas anrüchig macht...'unsere' Kulturen und subkulturen nehmen es genau, was und wer da reingehört. Bei marginalisierten Kulturen 'reicht'es aber anscheinend, einfach mal alle, von Hmong über Navajo bis Turkmenenstämme, in einen 'ethno' Topf zu stecken...
    Erinnert mich an die hiesigen Supermärkte mit 'ethnic food' Regal. Das sind vietnamesische, japanische, mexikanische Zutaten. Komischerweise laufen zB deutsche Kekse nicht unter 'ethnic'...sondern die stehen stolz mit Preisaufschlag im 'normalen' Keksregal #confused

    Ich unterschreibe bei @Daroan...vor ein paar Monaten hätte ich so ein Muster noch super toll gefunden; jetzt ist mir schon etwas unwohl dabei. Ich frage mich, wie vielen es noch so geht und was das mit dem 'Ethno' Trend machen wird.

    Ich fand das Gespräch spannend, und danke für den Diskurs. Ich bin jedenfalls jetzt mit einem Thema im Kopf beschäftigt :) und verschiebe gerade Ansichten. Mal schauen wo es hinführt.

    Danke ebenfalls für das Zuhören und Mitdiskutieren; das freut mich. Ich habe am Anfang ja genauso skeptisch auf dieses Thema reagiert wie viele hier im Thread. Aber meine Meinung hat sich dann nach und nach geändert...

    Und so ne gewisse Ironie hat das schon. Einerseits bemängeln, dass die Betroffenen sich nicht frühzeitig gemeldet haben und man ja keine Ahnung gehabt hätte, wie denn auch. Und wenn dann jemand wie ich so ein Bild postet und zu einem Blog wie Decolonize Babywearing verlinkt, ist es auch nicht recht - denn ich bin ja eine Weiße und mach mich nur wichtig.
    Wie wollt ihr die Botschaft denn bekommen? Sollen die Indigenas Euch persönlich zuhause aufm Festnetz anrufen? #weissnicht

    Irene...ich hab mehrfach deutlich hier geschrieben, dass das jede(r) selber entscheiden muss und es auch für mich keine schwarz-weiß entscheidung ist, was aus der Ind*o sache folgt. Ich hab mehrfach deutlich gesagt, entscheidend sind die Stimmen der Betroffenen (und dazu mehrfach verlinkt). Der Anstoß für mich kam von einer Freundin, die Latina ist.
    Und dann solche Antworten von Dir - was soll ich da noch schreiben #confused

    Latina/Latino: Mensch mit Lateinamerikanischer Abstammung. *ndio spielt auf indigene Abstammung an, also auf Völker, die vor der Kolonisation in Südamerika lebten. Entspricht wohl '(US)Amerikaner' vs 'Indianer'. Auch da gibt es übrigens reclaiming, viele Native Americans nennen sich wieder 'American Indians'. Bevorzugt allerdings verwenden sie natürlich den Namen ihres Stammes.