Beiträge von Siha

Registrierungsanfragen bitte an kontakt[at]rabeneltern.org

    Mensch leute, darum geht es einfach nicht. Ich bin auch heilfroh das es den KS gibt. Jeder hier ist es!
    Es geht um unnötige KS und Eingriffe und um das WIE! Andere Frauen fühlen sich da einfach sehr ausgeliefert Sandra. Das kann man ändern. Dabei ginge es um kleine Details die anders laufen könnten und vermutlich niemanden stören.

    Ich fand das Arme fixieren auch richtig sch...
    Ich konnte mich leider nicht mehr wehren weil die Spinale mich komplett gelähmt hat. Ich konnte dem Anästhesisten also nicht mal klar machen dass ich keine Luft kriege... hätte ich gewusst dass das nicht sein muss hätte ich vorher was gesagt :(


    Das hab ich mir denken können.
    Ainu, nichts für ungut zurück, ich wollte auch nicht einen Votrag über unsere heutige Frauen-Gesellschaft oder "die Hebamme" halten. Es sollte nur einen gedanklichen Ansatzpunkt geben.
    Ich habe die Quelle auch nicht dazu geschrieben um deutlich zu machen wie hochwissenschaftlich ich mich informiert habe.
    Ich habe das Buch gelesen, fand es spannend und habe hier einfach mal einen Teil davon beschrieben, es sollte tatsächlich kein Seminar für dich werden ;) Die Quelle steht da weil ansonsten sicherlich gekommen wäre "ohne Quelle kannst du aber hier nicht einfach so was schreiben". Ich kann nicht beurteilen wie gut Frau Grabrucker so ist, sicherlich ist sie nicht die Lektüre die man in einer Hebammenausbildung so zu lesen kriegt.


    Ich würde mich sehr freuen, wenn du uns ein bisschen in die Komplexität des Themas einführen würdest. Es interessiert mich tatsächlich, wie es denn nun wirklich war.

    es muss also auch in der gesellschaft unter frauen das bedürfnis vorhanden sein, die geburt so zu gestalten. was sagt das über unsere gesellschaft aus?


    Dass die Geburtshilfe zu sehr von Menschen beeinflusst wurde, die eigentlich keine Ahnung von Geburt hatten.
    Wenn man sich die Geschichte der Hebammerei anliest, ist das gar nicht mehr so verwunderlich. Das ganze wunderbare und unbeschreiblich wichtige Wissen der Hebammen wurde spätestens seit der Hexenverfolgung systematisch aus der Welt geschafft. An die Stele der Hebammen wurden ganz bewusst Ärzte (Männer) gesetzt. Die Geburt wurde als eine medizinisch relevante Situation eingeschätzt und somit als Risikosituation.
    Ganz lange haben sich die Ärzte an dem Wissen der Hebammen orientieren müssen weil sie gar keine Ahnung hatten was zu tun ist. Im Nachhinein wurde es so dargestellt, dass das alles "männliche Geisteseingaben" waren und die Gebärenden wurden dann bald durch die männlichen Geburtshelfer "vor den dummen Hebammen geschützt".
    Ein Gebärhaus benannte im 18. Jhd. die reine Hölle... da schreib ich lieber nicht weiter.


    Quelle: M. Grabruckers "Vom Abenteuer der Geburt"


    Weiterhin kann ich mir vorstellen, dass diese Frauen ein völlig verqueres Bild von Geburt haben: Unaushaltbare Schmerzen, eklig, schmutzig, nicht schön. Und da Frau ja immer rein und fein ist, passt das ja nicht. Vielleicht soll die Geburt für manche tatsächlich einfach ein schönes aufregendes Erlebnis sein, es dürfen aber keine unangenehmen Gefühle auftreten... ich weiß nicht...

    Aber angesäuert bist du ja irgendwie doch oder? Willst du nicht sagen was dein Problem ist mit dem Thread?


    Ich meine mit meinen Ausführungen natürlich nicht lebenswichtige Entscheidungen. Notsituationen in denen es wirklich schnell gehen muss. Und ich finde auch "der Ton macht die Musik". Wenn ich der Hebamme erstmal ganz friedlich erkläre was ich gar nicht brauchen kann und was für mich letzte Konsequenz ist, kann ich wenn keiner auf mich eingeht immer noch deutlicher werden. Aber sachlich sollte man schon bleiben.


    Und nicht zuletzt: ich sehr mich jetzt nicht als die die das alles so toll hingekriegt hat, ich kusche auch ganz oft und lass mich überreden - vor allem bei Männern. Dem untersuchenden Arzt in der Charite hab ich deswegen nicht mal die Wahrheit gesagt, weil ich nicht wusste wie ich ihm die Sache mit der HG nach Hellp klar machen soll ohne meine Vorhaben aufzugeben.

    Siha, sind deine Fragen jetzt nach den Erfahrungsberichten hier beantwortet?


    Aaaalsoo:
    Meine Fragen sind in sofern jetzt beantwortet als dass ich jetzt weiß, dass wenn die Patientin einen KS ablehnt unter Umständen damit rechnen muss, zwangsweise operiert zu werden; dass aber auch immer wieder (entgegen meiner Erartung) Frauen gibt die sich erfolgreich gegen willkürliches Eringreifen wehren. Das lässt für mich darauf schließen dass es also nicht nur am KH und am Personal liegt was gemacht wird, sondern dass auch wir Frauen selbst ein bisschen am Rädchen drehen können, indem wir unser Selsbtvertrauen stärken und uns klar und deutlich machen unter der Geburt.
    Wenn ich also eine bestimmte Haltung jetzt brauche um das Kind rauszukriegen, dann ist das nunmal mein ganz richtiges inneres Gefühl und dann sollte das unbedingt auch so passieren - deswegen darf ich mich als Expertin in meiner Geburt da nicht von anderen Belatschern lassen ("das geht jetzt nicht weil wir müssen noch das und das..." - das und das muss dann eben nebenbei gehen!!!). Ich das ist absolut schwer, ich will auch nur sagen dass wir dieses alte, eigentlich längst überholte Muster (frau hat nicht mal bei ihrer Geburt was zu sagen) langsam mal ablegen sollten! Uns also die Verantwortung nicht nehmen lassen sollten.
    Man (frau) kann m. M. n. in beiden Fällen aus der Verantwortung gehen: wenn sie einen KS bei grünem Fruchtwasser ablehnt und wenn sie Fruchtblasensprung, PDA und letzendlich einem verfrühten KS zustimmt weil- ja weil der Arzt das eben so gesagt hat #weissnicht ...
    Beleghebammen sind genau deswegen immens wichtig, aber noch wichtiger finde ich die Arbeit an einem selbst.


    Und wer es eben nicht geschafft hat sich gegen Eingriffe zu wehren der hat sich bitte nicht selbst zu geißeln, sondern das soweit anzunehmen, es gibt so viele Dinge im Leben wo wir es üben können "unsere Frau zu stehen". Das ist so ähnlich wie mit den Kindern zu brüllen, es gelingt mir nicht immer, aber ich möchte über mein Muster hinauswachsen, auch wenn es echt anstrengend ist und manchmal nicht vorwärts geht.


    Sonst bin ich eigentlich nicht so feministisch, aber wenn es bei diesem Thema nicht wichtig ist - dann weiß ich auch nicht...



    ... so, wo hab ich mich wieder missverständlich ausgedrückt?


    achso: happy spieder danke für die tollen links!



    Die Frage war an Rubikon gestellt, als Gegenfrage - also eher ironisch :D ... du Nase ;)

    Es ging mir in erster Linie um die Frage, was passiert wenn Frau ablehnt, nicht darum ob sie ablehnen sollte oder nicht.


    Und die Geschichten hier zeigen ja, dass es auch möglich ist mit der Patientin zusammen zu entscheiden. Denn der Arzt ist nur NEBEN der Gebärenden Expert für die Situation.


    oder Ärztin ;)

    Das ist ja echt krass, was ihr so für Geschichten hinter euch habt.


    #respekt


    Das ihr in diesen Situationen so klar bleiben konntet ist echt toll.


    Man kanns aber auch übertreiben. Ich weiß noch gut wie ich mit meiner HELLP Diagnose erstmal mit dem untersuchenden Arzt diskutiert hab, ob ich nicht nochmal nach Haus fahren könnte, mir ginge es ja derzeit ganz gut und so... #hammer
    ...ich hatte damals ja keine Ahnung, was das alles zu bedeuten hat und der Arzt war einfach zu sanft für mich. Meine Hebi und die Oberärztin haben dann Klartext geredet.

    Ich war benebelt, irgendwann war mein Oberkörper mit betäubt, daraus folgend auch meine Lunge. Ich bekam keine Luft mehr


    hier genauso, ob das nun vom hellp kam oder von dem blöden anästesisten #weissnicht - das war echt sch... denn sonst hätte ich den sohnemann gleich zu mir nehmen können, das war eigentlich ganz klar, dass das so gemacht wird, so gings dann zu papa. Bis der anästesist dann mal sauerstoff in meine nase gemacht hat, hat es leider auch ewig gedauert... X(
    die ärztinnen und meine hebamme waren aber echt klasse.

    Aber wenn mir ein Arzt eine KS empfiehlt, dann lehne ich das nicht ab - schließlich geht es um das Wohl meines Kindes


    Das ist die Frage, geht es um das wohl des Kindes oder geht es manchmal einfach um Zeitmangel etc.? Es geht in meiner Frage nicht um die Kaiserschnitte die offensichtlich notwendig sind sondern die, die offensichtlicjh NICHT notwendig sind. Sicherlich ist das nicht immer leicht ersichtlich, aber manchmal eben doch (s. film).


    Interessanterweise sind ja jetzt schon einige Geschichten zusammen gekommen, wo der KS nicht erzwungen wurde, sondern die Verantwortung bei der Frau gelassen wurde.

    Bei meiner ersten Tochter hätte ich einen Wisch unterschreiben müssen, dass ich den Kaiserschnitt ablehne und mir der daraus resultierenden Risiken bewusst bin und die Verantwortung übernehme. Natürlich habe ich das nicht unterschrieben ...


    Aber so gehts ja scheinbar auch?!


    Nur dann wohl nicht mehr, wenns schon direkt während der Geburt ist?


    PEggy, danke für den Artikel ;(