Beiträge von Naru

    Keine fachliche Meinung dazu, ich kann nur beitragen, dass hier im Umfeld mehrere Vorschulkinder in der Nachbarortkinderzahnarztpraxis unter Vollnarkose diverse Eingriffe hatten (mehrere Kariesfüllungen etc). Ging alles ohne Probleme, Anästhesisten waren dabei, Kinder waren danach den Tag etwas matschig.

    (Ich wollte nur anmerken, dass in HP durchaus Figuren diverser Herkünfte/Hautfarben beschrieben werden. Dean Thomas wird in Band 1, als er zum Hut geht, als schwarz bezeichnet, ebenso Angelina Johnson, die Quidditchspielerin (oder war das Katie?), Padma und Parvati werden auch als dunkelhäutig bzw indischer Herkunft beschrieben, Cho Chang sieht asiatisch aus etc., der eine Typ vom OotP (Kingsley?) war auch schwarz, oder? Deswegen war für mich logisch, dass Hermine eben "europäisch" aussieht, da sie sonst anders beschrieben worden wäre. Aber es ist echt spannend, wie das eben das default-Setting im Kopf ist und alle "Abweichungen" speziell genannt werden. Ich weiss noch, wie es mich bei "Jane, Unlimited" erst irritiert hat, dass bei der Vorstellung der Charaktere jeweils mitgenannt wurde, dass XY weiss ist und mein Kopf so "Hä, ist dann Jane schwarz oder warum wird denn extra genannt, wer alles weiss, mexican, latino oder whatever ist". Muss darüber noch eine Weile nachdenken.)

    Wir sind auch in BW und bisher kam von der Schule noch gar nichts, keinerlei Nachfragen. Ich stell mich einfach tot, bis was kommt und überlege dann, ob und wie ich dann impfe oder ob es bis dahin neue Regelungen gibt z.b. bezüglich eines Einzelimpfstoffes.

    Und vor allem, wenn dann bei einem positiv abgestrichenen Kind dann die Meldung rausgeht, dass dann bitteschön die 37 anderen MitschülerInnen (hier in Klasse 1) in häusliche Quarantäne sollen für 14 Tage. Wie erklärt man das dann dem Arbeitgeber, wenn man selbst in dieser Zeit dann zuhause bleiben muss, weil das Kind ja nirgends hinsoll?

    Wir waren da als Kinder sehr flexibel. Es gab den Katzenhimmel, den Himmel, in dem Opas und Omas sind, den Kinderteich, wo die Babys herkommen (der war auch irgendwo "oben", also vielleicht neben dem Himmel?), den Mond, auf dem auch noch diverse Hauswichtel gelebt haben, und die Mondfee, die die Milch bringt für die Babys etc etc., der Nikolaus, die Zahnfee, der Osterhase, das Christkind musste ja auch noch irgendwo wohnen...

    Das hat sich für mich als Kind alles irgendwie harmonisch in mein Weltbild gefügt.

    Zumindest aus meiner Notaufnahmeerfahrung gibt es da genug Leute, die wegen irgendwelchem Pups Samstag nachts kommen, weil sie keine Lust haben, Montag in der Hausarztpraxis zu sitzen, aber ein Patient mit unklarer "Könnte evtl Blindarm sein, CRP-Anstieg, persistierende Schmerzen"-Symptomatik gehört da nicht dazu. Entweder es is was, dann bist du froh, dass man mal geschallt hat und weiter therapieren kann je nach Lage. Oder es is nix, dann ist man froh, wenn man Entwarnung geben kann und da denkt keiner, och nö, hätte die nicht daheimbleiben können.

    Und ich bin auch mit Kind mit subfebrilen Temperaturen und noch erträglichen Schmerzen in die Notaufnahme und von da kam es gleich in den OP. Muss nicht sein, aber ich wäre an deiner Stelle und mit deiner Vorgeschichte einfach beruhigter, wenn da jemand einen Schallkopf draufhält, nochmal das CRP überprüft und wenn dann nix ist, kannste auch ruhiger schlafen.

    Das Kind hat beschlossen, sollte ich noch einmal ein Baby bekommen, dann sagen wir dem potentiellen Vater nichts davon, sondern denken uns eine Ausrede aus, warum ich so dick werde ("du sagst einfach, du isst ganz viel Schokolade!") , und überraschen ihn dann eines Tages mit dem Baby, wenn er nach Hause kommt.

    Apropos Umweltschutz :D Unser Auto fällt auseinander, und wir schauen nach Gebrauchtwagen. Mann sitzt und recherchiert stundenlang am PC. Kind schaut das immer mal wieder mit an. Nach mehreren Tagen meint er so: "Sag mal, wieviel Zeit willst du denn noch mit Autosuchen verschwenden? Die sind doch eh schlecht für die Natur!"


    Dann hat er beschlossen, wenn er ein Auto bauen könnte, würde es statt Abgasen Wasser hintenraus spritzen mit Blumensamen darin. Ach ja, schön wärs #blume

    Ich weiss nicht, ob das passt, Kiwi, aber ich hab erst kürzlich die Shakespeare-Biographie von Bill Bryson (allerdings auf englisch) gelesen, die war richtig gut und interessant gemacht. Falls sie sowas auch schon interessiert...?

    Um nochmal anzuknüpfen: Diana Wynne Jones hat eigentlich immer starke Frauenrollen, und es geht nicht um "Wer angelt sich am Ende wen" (auch wenn es Liebesgeschichten innerhalb der Story gibt). Bei Fire&Hemlock ist Polly auch definitiv der stärkere Charakter und muss Tom am Ende retten. Bei Howl's Moving Castle ist Howl auch ein ewiger Drückeberger und Sophie die mit am meisten Power.

    Ich fand komischerweise HP als 11jährige nicht gruselig, konnte es aber als Babymama eine ganze Weile nur schwer lesen, weil für mich da dieses "Einjähriges wird einfach so mal auf die Türschwelle von fremden Leuten gestellt und hat da eine fuchtbare Kindheit voller emotionalem Missbrauch und Vernachlässigung" so krass deutlich wurde. Das habe ich vorher völlig ohne nachzudenken integrieren können.


    Panem finde ich auch sehr grausam und auch das Ende völlig sinnlos, da werden in der zweiten Hälfte des dritten Bandes wahllos alle abgeschlachtet, die Protagonistin versinkt in einer posttraumatischen Belastungsstörung und wird immer wirrer, es ist explizit grausam und das Ende ist sehr sehr merkwürdig, moralisch betrachtet und vor dem Hintergrund dessen, dass jeder doch erwartet hätte, dass die Hunger Games als unmenschlich und grausam und ungerecht doch beendet werden sollten...


    An Tintenherz kann ich mich komischerweise gar nicht mehr erinnern. Völlig aus meinem Gedächtnis entfernt.


    Immer noch Off Topic, ich weiss #angst Ich hab mit 11 die Bücher von Diana Wynne Jones total gerne gelesen. Howl's Moving Castle und so.

    Ich finde auch eher, dass bei subfebrilen Temperaturen und fröhlichem Durchs-Haus-Hüpfen und Spielen jetzt nicht so arg akuter Handlungsbedarf besteht, weil ja gerade Bauchweh- wie Myrte sagt - einfach alles Mögliche sein kann und auch durchaus nix schlimmes Akutes.


    Ich bin ziemlich gelassen, was Krankheit angeht, ich bin Krankenschwester und bevor ich zur Ärztin gehe, muss echt viel passieren, weil wir das meiste einfach selber gut daheim hinkriegen. Aber das eine Mal, als mein Kind tatsächlich nachher mit Blinddarm-OP im Krankenhaus gelandet ist, war das für mich eindeutig und absolut ein "Nein, das ist nicht mehr in Ordnung, wir müssen JETZT sofort in die Notaufnahme"-Gefühl, bei Kind mit abends Erbrechen, dann morgens 38,5, Bauchweh, Bauch bretthart, und Kind nicht so, wie ich es sonst kenne, wenn es krank ist. Das war das einzige Mal, wo ich ihn sofort eingepackt habe und los bin und er ist dann auch gleich operiert worden.


    Also, wie gesagt... fröhliches Rumhüpfen, recht entspanntes Kind, weiche Bauchdecke... nee, wäre für mich nicht akut arztpflichtig, sondern watch und wait und mögliche Ursachen nachgehen im Laufe der Zeit. Es wundert mich nur etwas, dass nicht gleich Blut abgenommen wurde und nach Entzündungszeichen geschaut, wenn ihr eh schon in der Klinik wart.

    Gute Besserung!

    Ich bekomme auch eher die andere Seite mit - um mich rum in meiner Blase arbeiten fast alle "systemrelevant", d.h. tatsächlich ca 80% Frauen im medizinischen Bereich, während die Männer dann daheim je nach Konstellation Kinder und Homeoffice (oder Notbetreuung weil auch systemrelevant) zu organisieren haben.

    Für mich nutzt die Notbetreuung nur nichts, weil nicht zu den Schichtzeiten passend. Mit Mann daheim passts - wie ich als AE das Kind zu Früh, Spät und Nachtschicht in eine Notbetreuung bringen sollte, konnte mir noch keiner erklären.

    Das Kind hilft beim Wäscheaufhängen. Entwirrt ein seltsames Gebilde. "Mama, was ist denn das??" Beim näheren Hinsehen stellt er fest: "Ahh, das ist einer von deinen Busenschützern!"

    Vor einigen Tagen tat L. sich extrem schwer mit dem Einschlafen, aber so gegen 23 Uhr hatte ich dann doch seinen Kopf in meiner Armbeuge liegen, summte Schlaflieder und spürte, wie der Kopf immer schwerer wurde. Irgendwann ertönte zartes Geschnorchel, dann ein Gewaltiges Zusammenzucken, L. setzte sich rückartig auf und meinte halb erstaunt und halb empört-anklagend:

    "Mama! Das (Summen) machst Du doch nur, damit ich einschlafe!!!"

    Ich: "Da hast Du Recht!"

    Er: "Oh Mama!!! Lass das!!!" und hält mir den Mund zu.

    Oh, das haben wir hier auch! Das Kind hat Einschlafmusik (so extrem entspannendes Yogaplätscherharfenflötentongedudel). Diese wird nach dem abendlichen Vorlesen immer angemacht als Signal, dass jetzt Schlafenszeit ist. Das Kind döselt so vor sich hin... die Musik plätschert... guckt mich plötzlich an und sagt "Mama, weisst du, es ist komisch, aber irgendwie macht mich die Musik immer so müde!!". Ja, mein Kind #taetschel, das soll so :D