Beiträge von conundrum

    silecea Exakt, genau das macht mein Mann. Es tut mir auch gut, das nochmal so zu lesen. Vielen Dank dafür, dass du das hier reingeschrieben hast. Naja, in einer Stunde werde ich Gelegenheit dazu haben, es auszuprobieren und zu üben.


    Mondschein Ja, du hast völlig Recht, der Familienfrieden sollte keinesfalls darunter leiden müssen.

    Viper11 Hm, ja, das mit dem Differenzieren werde ich noch erfragen. Die Lehrerin ist gerade aufgrund der äußeren Umstände sehr gestresst, da ist es schwierig, auf die Bedürfnisse einzelner Schüler:innen einzugehen.


    Und falls irgendwer eine Idee hat, wo man die Schulbriefe noch herbekommen kann, ich wäre überaus dankbar.

    In großen Bibliotheksbeständen habe ich schon recherchiert, dort sind sie leider nicht. Und auch sonst werden sie gebraucht online anscheinend nirgendwo mehr angeboten. Ich ärgere mich ein wenig, dass ich sie mir vor drei Jahren nicht mitgekauft habe.

    Viper11 Ja, das haben wir probiert. Er wird dann einfach immer müder und hat immer weniger Lust, die Hausaufgaben zu erledigen.

    Lina2 Er sagt das, wenn ich ihn frage, warum er die Aufgaben nicht machen mag. Wir sind teils in der paradoxen Situation, dass ich ihn mit schwierigen Matheaufgaben "belohne", wenn er die einfachen, "langweiligen" erledigt. Also, Mal- und Geteiltaufgaben im Austausch für einfache Plus-Minusaufgaben. Feuer und Flamme ist er, wenn ich ihm neue Sachen beibringe. Wurzelnehmen und Zahlen mit sich selbst multiplizieren gefällt ihm sehr. Die Lehrerin hat mir schon zurückgemeldet, dass er es am liebsten hätte, er würde den Unterricht mit ihr alleine machen. Es fällt ihm schwer, wenn es im Unterricht langsamer vorangeht und er warten muss, nicht immer gleich drangenommen wird, wenn er etwas weiß. Und er weiß viel. Ich habe vor einigen Tagen mal einen Schrank ausgemistet und eine Mitschrift vom Gespräch mit seinen früheren Erzieherinnen gefunden. Mit 3 hatte er dort den Spitznamen "Lexikon".

    Das mit dem positiven Anreiz klappt nur punktuell. Aktuell sammelt er wieder Sternchen mit Papa, die er dann gegen etwas eintauschen darf. Es hilft halt nur so bedingt und eine kurze Zeit lang.


    Früher aufstehen haben wir eine Zeit lang versucht, da fehlt ihm aber der Schlaf dann und das wiederum rächt sich dann am Nachmittag, da ist er dann besonders müde. Abends Hausaufgaben machen geht leider gar nicht. Da kann er sich überhaupt nicht mehr fokussieren und man merkt schier, wie durcheinander er dann im Kopf ist. Er braucht relativ viel Schlaf, dann geht es ihm gut, er ist ausgeglichener und leistungsfähiger. Dank Zeitumstellung hatte ich heute morgen ein recht ausgeschlafenes Kind, das war wunderbar. Er kann sich dann fokussieren, bekommt Sachen gebacken und ich muss nicht alle Miniaufgaben fünf mal sagen bzw. ständig assistieren und anschubsen.


    Seine Leistungsspitzen hat er am Vormittag. Das Allerbeste wäre also, wenn er seine Hausaufgaben so früh wie möglich machen dürfte. Am besten schon in der Schule. Jegliches Nachhintenschieben macht es nur schlimmer.


    Irgendwie wurschteln wir uns da so durch. Aber was ich unbedingt verändert will, verändern muss, ist meine innere Haltung dazu. Ich will bei meinem Kind keinen bleibenden Schaden wegen dieser blöden Sache anrichten. Wenn ich so weitermache, passiert das aber. Daher mein Wunsch, mich intensiv mit Hilfe der Kloetershefte damit auseinanderzusetzen.

    Puh.

    Nun, er geht vormittags in die Schule, langweilt sich auf der einen Seite viel dort, auf der anderen Seite strengt ihn das ganze Anpassen an die Rahmenbedingungen dort und das soziale Gedöhns mit den Mitschülern sehr an. Wenn er heimkommt, ist er echt k.o., kann noch was essen, bräuchte aber dann am besten frei verfügbare Zeit. Einfach nur am Sofa liegen und lesen, oder durch den Garten mäandern. Nun sind da aber noch die Hausaufgaben, die ihn zum einen langweilen, zum anderen ärgert es ihn aber, dass er sie nicht vormittags schon in der Schule machen darf. Dadurch empfindet er sie als "ungerecht" und hat einen noch größeren Widerwillen, sie zu erledigen. Setzt er sich dann hin, sieht es wirklich furchtbar aus, was er so schreibt. Man merkt, dass er sich keine Mühe geben will. Er ist richtig gehend verzweifelt, weil er das jetzt machen muss, aber wirklich nicht will.

    Wir hatten jetzt den Deal, dass er nach einer Weile konzentrierten Arbeitens die Hausaufgaben auch abbrechen darf, wenn es kräftemäßig einfach nicht mehr geht. Problem ist allerdings, ihn überhaupt dazu zu kriegen, sich konzentriert da ranzusetzen, wenn es so hoch aversiv ist.

    Nun, wir waren regelmäßig den ganzen Nachmittag bis abends um 7 mit dem Thema beschäftigt, es hat mich bei allem Verständnis gleichzeitig unheimlich wütend gemacht, dass er objektiv betrachtet diese paar pissligen Aufgaben nicht einfach schnell runterschreiben kann. Der kleine Bruder fällt hinten runter, weil ich den ganzen Nachmittag einfach mit dem Thema Hausaufgaben und das Kind fürs Hausaufgaben motivieren beschäftigt bin. Und klar platzt mir dann die Hutschnur, ich werde stinksauer, brülle, drohe, strafe - und wenn mein Tonfall auch nur ein wenig schimpfig wird, bricht mein Kind verzweifelt heulend zusammen. Hmpf. Das hat Spuren hinterlassen, sowohl bei meinem Nervenkostüm als auch im Verhalten meines Kindes mir gegenüber. Er verweigert im Alltag mehr, sieht mich eher als Gegner, über schulische Dinge kann ich kaum noch mit ihm reden, da macht er total zu. (...verständlich)


    Mein Mann hat das Thema (Home office sei Dank!!) jetzt übernommen. Er geht superfreundlich an die Sache ran, begleitet immer wieder geduldig, hat weniger hohe Ansprüche an die Hausaufgaben als ich. Wenn da halt einzelne Wörter fehlen, dann fehlen sie halt. Er hat da einen konsequent lösungsorientierten Blick und freut sich dann über all die Wörter, die der Zwerg geschrieben hat. Wenn er geschmiert hat, dann hat er halt geschmiert. Er betrachtet es positiv und sagt, auch geschmierte Hausaufgaben sind erledigt. Ich bin total genervt, weil er ja irgendwie dennoch das nicht richtig gemachte Zeug nachholen muss bzw. müsste.


    Und weil ich allgemein gerne hätte, für den Familienfrieden, dass das Thema Hausaufgaben hier nicht so einen unheimlich großen Raum einnimmt.

    Ein Schulwechsel an eine alternative Schulform ohne Hausaufgaben würde ich absolut in Erwägung ziehen. Aber mein Kind will das auf keinen Fall. Klar.

    Andererseits graut mir vor der Zeit, wenn mein Mann nicht mehr jeden Tag zuhause ist und sich des Themas annehmen kann. Ich muss dringend an mir arbeiten, dass das besser wird. Ich will mein Kind nicht wegen so einem unwichtigen Sch.... anschreiben.

    Hat jemand von euch zufällig die Kloetersbriefe zum Thema Hausaufgaben und würde sie mir ausleihen?

    Ich könnte ganze Tischkanten anbeißen, ich muss ganz dringend an mir arbeiten, damit ich mein Kind sinnvoll unterstützen lerne.

    Es ist so ein Kampf und versaut mir die Beziehung zum Kind, dass es mir mittlerweile wirklich Angst macht. #crying

    Ferdinands, v.a. der mit Quitte und der Hendricks der mit Gurkenscheibe wirklich sehr lecker ist.

    Guter Gin muss gar nicht teuer sein. Für 35€ bekommt man wirklich sehr ordentliche Sachen.

    Vllt noch ein gutes Tonic Waterdazu? (Fevertree?)


    Alternativ: es gibt so richtige Spirituosenfachhändler, wo die Bars einkaufen. Die beraten super.

    (Falls mal wer in Nürnberg auf der Durchreise ist: Mal in der Fruchtecke reinschauen ;))

    Zahnschmelzdefekte können ein Anzeichen für Zöliakie sein.

    Bitte einfach auf der Liste im Hinterkopf behalten, falls noch andere Anzeichen dazu kommen (weinerliche Stimmung, Eisenmangel, Antriebslosigkeit/Energiemangel und natürlich die verscheidendsten Bauchsymptome, wobei die deutlich seltener sind als allgemein angenommen).

    Jetzt musste ich echt noch mal zurückscrollen, ob ich wirklich meinen Standarthinweis nicht gegeben hatte... doch, hatte ich im Mai schon...

    Auch wenn die Defekte kaum rückgängig zu machen sind, so kann das Kind durch eine Diagnose vor weiteren Folgeschäden geschützt werden.

    Die Dunkelziffer ist noch sehr hoch, sicher sind mindestens 1% der Bevölkerung betroffen, vermutlich eher 2-5%. Diagnostiziert sind bislang gut 0,1% (vielleicht inzwischen etwas mehr...)

    Du hast Recht, du bist da eine unermüdliche Aufklärerin. Aber irgendwie war das so allgemein, ich hätte nicht gedacht, dass wir da reinpassen könnten. #angst

    Naja, jetzt stoße ich mal die Diagnostik an.

    sagt mal, worauf kommt es denn bei einer elektrischen Bürste an? Ich hatte hier zu Testzwecken erst einmal eine ganz günstige getestet. Damit war das Putzergebnis deutlich schlechter, als wenn ich dem Kerl die Zähne von Hand putze. Sind die Elektrobürsten da so verschieden? Ich kenne mich da null aus. Der große Bruder nutzt die jetzt für seine "normalen" Zähne und kommt gut damit klar, aber der putzt auch schon selber und war eher schlampig im Handbetrieb.

    Hier sind bisher nur die hinteren unteren Backenzähne leicht betroffen. Der erste Milchzahn ist jetzt vorn ausgefallen, mal schauen was da nachkommt. ZA meinte, dass man dann halt extra fluoridieren sollte und sonst abwarten.

    Also, auch bei einer elektrischen Zahnbürste muss man gut aufpassen beim Putzen, die brauchen eine bestimmte Technik die man sich von der Zahnärztin zeigen lassen kann. Gerade auch im Hinblick auf die Minimierung von Schmelzabrasion.


    Wir haben eine Schallzahnbürste, Eigenmarke von einem Bekannten Drogeriemarkt, und sind sehr zufrieden.

    An den unteren Schneidezähnen, wo die MIH sehr ausgeprägt ist, konnten wir eine lang andauernde Zahnfleischentzündung endlich kurieren. Die Handzahnbürste konnte die Zahnhälse einfach nicht so prima saubermachen wie die Schallzahnbürste.

    Wah, mir ist gerade was aufgefallen.

    Mein Großer hatte immer mal wieder Probleme rund um das Thema Essen und Verdauung, schon seit je her.

    Jetzt hat er nach einem üppigen Müslifrühstück kolikartige Bauchschmerzen mit Übelkeit, ganz untypusch, von Heftigkeit und Verlauf auch nicht zu den typischen Magendarmgeschichten (Noro und Co.) passend.

    Da fällt mir ein Flyer in die Hand, von der deutschen Zöliakiegesellschaft:


    Eine Begleiterkrankung der Zöliakie können Zahnschmelzdefekte (Zahnschmelz-

    hypoplasie, Hypomineralisation des Schmelzes, Zahnschmelzbildungsstörung)

    sein. Es gilt heute als sicher, dass Zahnschmelzdefekte bei Zöliakiekranken

    häufiger vorkommen als in der Normalbevölkerung. Typisch für die Zahnschmelz-

    veränderungen bei Zöliakie ist, dass diese sowohl im Ober- als auch im Unterkiefer

    vorkommen.



    Jeder Zahnarzt, dem eine Zahnschmelzveränderung bei einem seiner Patienten

    auffällt (besonders, wenn diese in mehreren Quadranten vorkommt), sollte

    diesen zu einem internistischen oder Kinder-Gastroenterologen zur weiteren

    Abklärung überweisen.


    (Quelle:

    https://www.dzg-online.de)


    Das will ich unbedingt abklären lassen, da mein Großer ja stark betroffen ist.n

    K1: Mit 5 regelmäßig am See und im Schwimmbad, planschte mit Begeisterung aber noch großen Respekt vorm Wasser. Kopf bitte nicht unter Wasser, Schwimmbewegungen nachmachen ging gar nicht.

    Mit 6 teurer Kleingruppen-Schwimmkurs, da hat er vor allem die Technik gelernt und viel Zutrauen bekommen und richtig Spaß im Wasser gehabt. Fürs Seepferdchen hat es nicht gereicht, schwimmen hat er dort also nicht gelernt.

    Jetzt mit fast 7 viel im Planschbecken Zuhause "geübt", bekommt im Badesee schon mehrere Schwimmzüge am Stück ohne Schwimmhilfe hin. Taucht mit Begeisterung und besser als er schwimmt. Ich denke, wenn wir im Sommer noch regelmäßig schwimmen gehen, dann packt er das.


    K2, 4: schwimmt koordiniert mit Schwimmflügeln, wenn ich ihn so sehe, wird der keinen Schwimmkurs zum Schwimmen lernen brauchen, weil er seine Körperbewegungen so gut koordinieren kann. Hat jetzt schon viel Freude im Wasser und keine Angst.

    A propos Gedanken und Schlafen:

    Ich höre gerade gerne lange Interviews, wo nette Leute Autobiographisches erzählen. Gestern Gregor Gysi, dessen heiterer Stimme könnte ich ewig zuhören.

    Puh, das Buch scheint mir ehrlich gesagt echt zu reißerisch zu sein. Ich habe mir jetzt eben nur die Präsentation bzw. den Klappentext angesehen und einige Rezensionen gelesen. Ich guck trotzdem mal rein.

    Dass die Ernährung mit der Zahngesundheit zu tun hat, ist aber für mich klar, da stimme ich der Autorin zu.


    Es macht einen Riesenunterschied aus, ob zuckerhaltige Lebensmittel und Getränke die Zähne nur einmal am Tag umspülen und dann nach einer halben Stunde geputzt wird, oder ob ein Kind gewohnheitsmäßig seinen Durst mit Cola stillt. (die darin enthaltene Phosphorsäure greift tatsächlich den Zahnschmelz an. Einen ähnlichen Effekt hat die Fruchtsäure in Früchtetees und Säften/Schorlen.)


    Oder hier, Professor Dr. Thomas Attin, geschäftsführender Leiter des Zentrums für Mund- und Kieferheilkunde der Universität Göttingen sagt: (Quelle: https://www.prodente.de/zaehne…t-spuert-die-wirkung.html )

    Zitat

    Kalziumhaltige Produkte wie Joghurt und Käse zum Beispiel scheinen bei einem Zahn mit Erosion bis zu einem gewissen Grad dafür sorgen zu können, dass dieser Zahn das fehlende Calciumphosphat ersetzen kann. Gesunde Zähne werden allerdings nicht gesünder, da ihnen ja nichts fehlt. Auch Fette scheinen eine Schutzwirkung zu haben, denn sie legen sich als Film auf Zähne und Zahnfleisch, und das mögen die Kariesbakterien gar nicht. Sie können sich nicht so gut anheften und daher nicht so viele Schäden verursachen.


    Zudem kann man das Mikrobiom im Mund sicher günstig oder eher ungünstig in Bezug auf Zahngesundheit beeinflussen.

    Und auch Mangelernährung kann zu Problemen in der körperlichen Entwicklung führen. Aber Mangelernährung hatten meine Eltern sicher auch in ihrer Kindheit. Ich habe Zahnärzte in der Verwandtschaft, die einen Eindruck von der Zahngesundheit der ländlichen Bevölkerung von etwa 1950 bis jetzt haben - und die hat sich deutlich, deutlich verbessert. Früher war es die Regel, dass Erwachsene mit ca. 60 fast keine eigenen Zähne mehr im Mund hatten. Das war halt "normal" - ebenso wie kariöse Kinderzähne die Regel waren. Noch sind sich Experten ja uneinig, ob MIH etwas wirklich Neues ist oder schon früher vorhanden war, aber nie so ganz als eigenes Syndrom erfasst wurde.


    Aber wie hier auch deutlich in den Fallbeschreibungen wird: es gibt keine einfache Erklärung - offenbar erwischt es gestillte Kinder genauso wie Kinder, die Vitamin D supplementiert bekommen haben.

    Oh man Metterschling - ich glaube mir ging es fast so wie dir, als ich den Thread eröffnet hab.

    Ich drück dich erstmal und mag dir eine große Portion Zuversicht geben.


    Bei uns sind wohl auch beide Einser Schneidezähne oben betroffen.

    Ich finde den Wikipediaartikel recht aufschlussreich dazu, habe aber auch noch ein paar andere Fachartikel dazu gelesen. Das ist immer meine Erste-Hilfe-Strategie. Bei schlimmen Dingen will ich erstmal lesen und verstehen, das macht es ein wenig weniger bedrohlich. (Es gibt zB drei Schweregrade, wir sind wohl so im fast Zweierbereich mit den unteren Schneidezähnen. Kann man dennoch was tun, um es aufzuhalten)

    Ich war auch anfangs echt geschockt und hatte große Schuldgefühle. Jetzt geht es mir da schon besser (Danke @all für die lieben Beiträge!!), ich sehe halt zu, viel für die Zähne zu tun.

    Wir putzen jetzt fast nur noch mit der Schallzahnbürste, ich habe auf Anraten meiner Zahnärztin nun Zahncreme mit Fluoridanteil im Erwachsenenbereich (also 1450ppm statt der altersüblichen 1000ppm). Zusätzlich gibt es einmal pro Woche elmex Gelee und alle zwei Tage Toothmousse. Nach jedem Putzen spült er mit einer Fluoridspülung für Kinder. Xylit hatten wir vorher schon immer wieder mal, das gibt es weiterhin alle paar Tage mal löffelweise nach dem Putzen zum Insbettgehen.

    Und weil die betroffenen Zähne schmerzempfindlicher sind, haben wir die Kindervariante der Sensodyne. Das scheint meinem Sohn auch was zu bringen. Am Übergang zum Zahnfleisch neigt er aber bei den hypomineralisierten Schneidezähnen deutlich zu Zahnfleischentzündungen (ich vermute mal, weil der Schmelz poröser bzw rauer ist und sich Plaque besser festsetzen kann und als Nährboden für die Entzündung dient?), aber da hat das regelmäßige Putzen mit der Schallzahnbürste schon deutliche Besserung gebracht.

    Der Großzwerg macht das Putzen toll mit, er bemüht sich Süßigkeiten nicht mehr wild durch den Tag verteilt zu essen sondern zu einem Naschzeitpunkt, der in der Nähe der Zahnputzzeit abends liegt.


    Klingt voll aktionistisch, nä? Ich versuche es so nebensächlich wie möglich als Routine einzuschleifen. Es kommen sicher auch die Tage, wenn er als Pubertier keinen Bock auf Putzen hat. Da versuche ich mit guten Gewohnheiten eine gute Basis zu schaffen.

    Meine Zahnärztin meinte, mit den Zähnen könne mein Kind 100 werden. Aber auch, dass es auf besonders gute und regelmäßige Zahnpflege ankomme. Dann sei es ein rein optisches Problem.


    Wegen einer Zahnzusatzversicherung haben wir uns noch nicht beraten lassen. Aber Geld werden wir auf alle Fälle dafür zurücklegen, auch wenn noch nicht ganz absehbar ist, welche bleibenden Zähne betroffen sind.

    Die Tatsache, dass es die unteren Schneidezähne beide betrifft, spricht wohl eher für eine deutlichere Beteiligung auch der restlichen Zähne. Einzelne Backenzähne sprechen für eine eher milde Betroffenheit. (Quellen dazu auch ich morgen mal raus)


    Wie geht es deiner Tochter damit?

    Ich meine mich zu erinnern, dass wir das aufs Klo gehen mit Stickern attraktiv gemacht haben. Also, eine Art Belohnungssystem.Wir haben mit den Stickern das Klogehen mit etwas Schönem verbunden und damit ritualisiert.

    Und halt ein bisschen positives Bohei ums Klogehen gemacht (der Toilettensitz war der "Thron", das hat meinem Großen gefallen).

    Er ist jetzt auch 6 und mittlerweile interessieren ihn wissenschaftliche Begründungen sehr. Wenn man ihm erklärt, wie genau die Nieren funktionieren und warum Urin einhalten nicht gut ist, ist das für ihn sehr nachvollziehbar und dann will er das so machen, wie es dem Körper gut tut. Er hat dann das Gefühl von Autonomie, weil er sich selbst dazu entscheidet, es so zu machen. Das ist bei ihm irre wichtig. Und eben die genauuue Erklärung, wie das in seinem Körper funktioniert.


    Will heißen - wie gelingt es dir denn, normalerweise Dinge angenehm für dein Kind zu gestalten und wie muss er Dinge präsentiert bekommen, um sie annehmen zu können?


    Und die klassische Frage nach der Ausnahme: In welchen Situationen funktioniert es gut - was ist da anders/warum?


    Wie schätzt du dein Kind ein - neigt er dazu, Schritte zu gehen wenn er bereit dazu ist oder können sich da eher ungute Gewohnheiten einschleifen, wenn man ihn einfach machen lässt?