Beiträge von Kore

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    Mag sein, dass es an meiner Unkenntnis des Deutschen Arbeitsrechts liegt, aber ich erkenne weder ein Risiko noch einen Deal...

    Wenn ich heute verbindlich bespreche, was an Tag X sein wird, erhalte ich doch innerhalb von Tagen oder vielleicht auch 3 Wochen die ebenso verbindlichen Dokumente zum gegenzeichnen.

    Beim Deal habe ich immer noch einen Knopf. Warum braucht er so dringend dein Entgegenkommen, dass er dir dafür die "begehrte Traumstelle" anbietet? Oder warum bittet er überhaupt um Entgegenkommen, wenn es doch Bedingung ist?

    Boh?

    Zum Taschengeld kommen noch Krankenversicherung, Privathaftpflicht und man bezahlt die Sprachschule, ganz oder teilweise. Die Kurse sind dann auch nicht unbedingt Abends sondern oft tagsüber. Also ca 50 % Sprache lernen, 50 Kinderbetreuung und leichte Hausarbeiten in Zusammenhang mit den Kindern/Familienleben. Wochenende frei, übliche Urlaube, wenn man sie in den Familienurlaub mit nimmt für Betreuung ist auch da alles zu übernehmen (oder nach Absprache). Je nach jugendlichem Alter trägt man auch einiges an Verantwortung.

    Das sind für mich "echte" Au Pairs. Kost + Logis und 50 Euro die Woche ist einfach nur ein extrtem billiges Kindermädchen.

    Hach ja... das hatte ich schon fast verdrängt.

    Unsere Lösung war der Zahnputzdrache. Das hat die Situation deutlich entspannt, hatte ich so gar nicht erwartet, war doch nur ein weiterer verzweifelter Versuch ;)

    Bei Ikea gibt's diese simplen Tier-Handpuppen, und ich hab da den Drachen genommen, weil der schöne weisse grosse Zähne hat. Der ist von weit her gereist, nur um meiner Tochter die Zähne zu putzen, das hat sie schon beeindruckt. Und mit seiner tiefen, ernsten Stimme und seinen Zahnputzliedern wurde er doch sehr schnell als Autorität akzeptiert. Lustig war er natürlich auch mal. Der hatte seinen festen Platz im Bad und nicht zum sonstigen Spielen.

    Also erstmal etwas rumgehampel, trallala, und dann durfte er mit der Zahnbürste im Maul selbst putzen. Ist schon ein Erlebnis, wenn das Tobekind plötzlich mit offenem Mund erwartungsvoll da sitzt, und Mitten am Tag den Drachen anschleppt :D

    Ich bin den ewig nicht losgeworden, der war bis 3 oder länger aktuell. Der fliegt hier immer noch durch die Spielkisten und vor einigen Wochen hatte meine 8-Jährige einen nostalgischen Anfall und der arme musste wieder ran :)

    Jetzt habe ich Trin gelesen - nein, das kenne ich nicht und würde da auch nicht hinwollen.

    Aber das ist schon eine Frage des Umfeldes. Ich hab in der Jugend ein paar Jahre weit draussen auf dem Land gelebt, konservativ, katholisch - da wurde tatsächlich "gesoffen" und was du beschreibst mit den verbalen Auffälligkeiten kann ich mir absolut vorstellen.

    Üfi - danke für die Erklärung.

    Sowas kenne ich nicht mehr seit ich Anfang 20 war und gibt's in meinem Umfeld nicht. Nicht bei Familien und nicht bei meinen fast ausschließlich kinderlosen Singlefreunden.

    Ich bin 39 und hab keinen Führerschein. Tagsüber bin ich mit dem Bus innert 15 Minuten im nächsten Krankenhaus, die Fahrt dauert 8 Minuten oder so. Nachts mit dem Taxi wohl eher innert 5. Bei einem Notfall interessiert mich ein Kindersitz dann auch herzlich wenig.

    Wir leben mitten in der Stadt, mir fällt gerade gar niemand ein ein hier, der ein Auto besitzt, auch keine Eltern schon gar nicht. Hier ist alles easy mit Velo und zu Fuss erreichbar.

    Mir fällt ehrlich gesagt auch kein Notfall ein, bei dem ich nicht nach 3 Gläsern Wein und einem Joint angemessen reagieren könnte. Himmel, ich muss mein Kind doch nicht eigenhändig operieren. Unter Adrenalin wird man schon mal schlagartig hellwach. Wenn ich in diesem "Zustand" kochen, den Balkon fit machen, ein Websiten-Konzept erstellen kann, dann ich auch eine Schürfwunde versorgen oder den Notfall anrufen. Wenn mein Kind vom Klettergerüst fällt, bin ich so oder so nicht verantwortlich dafür. Ausserdem ist man kaum allein in solchen Situationen, da gibt's immer Leute, die nicht trinken, viele Mütter zum Beispiel.

    Und nochmal zur Betonung: Uebermässigen, unangenehmen Konsum kenne ich tatsächlich nicht. Also ich rede hier von Eltern zwischen 35 und 50, meistens beide berufstätig, viele Akademiker, oder einfach nette Mittelschicht.

    Ja, das ist hier wirklich eine andere Kultur. Wenn in der Schweiz der Vatertag speziell gefeiert würde, käme auch niemand auf die Idee, das als Besäufnis zu zelebrieren. Da gäbs dann einfach herzige Quartieranlsäse auf der Wiese.

    PS: Ich glaube, in der Schweiz sieht man das alles generell lockerer, weil uns diese (ich sags mal diplomatisch) Deutsche Bier-Gröhl-Kultur fremd ist.

    Okay, im SVP-Zelt wird auch ganz schön gesoffen und gegröhlt. Aber das kriegt man ja nicht so mit.

    Hier ist es eher Genusskonsum so nebenbei. Da trinkt der Papa nachmittags in der Badi ein zwei Bier, interessiert keinen.

    Najaaa, am Krippenfest bis 1:00 warens schon mehr als 2 Gläschen :D Aber betrunken war da niemand. Wir Erwachsenen sassen halt ganz normal auf der Wiese oder am Tisch und redeten, die Kids beschäftigten sich selbständig.

    @Lato
    Also ich könnte so tatsächlich gar nirgends hin. Hier gibt's immer Bier und Wein, sobald Erwachsene zusammenkommen. Auch am Schulfest vom Elternverein.

    Als Alleinerziehende hätte ich praktisch kein soziales Leben. Wir gehen gleich an einen Geburtstags-Grill, morgen Abend gleich nochmal woanders. Da gibt's Alkohol und Gras. Also nichts für uns. Keine Badi, keine Konzerte, kein Flohmarkt.

    Also ich hätte keinen einzigen "echten" Freund mehr.

    Ich finds interessant, wie hier plötzlich aus "Weekend mit Alkohol" ein Ausflug "mit dem Ziel sich zu betrinken" und "ein Gelage" wird.

    Mit dieser Einstellung könnte ich nicht mal an Krippenfeste, Hortfeste, Kindergeburtstage (hier gibs beim Abholen oft noch 2 Stunden Apéro). Am Krippenfest wurde sogar fröhlich gekifft. Und nein, wir sind keine Assis, wir sind nur Zürcher.

    Aber zugegeben, irgendwann ab 23 oder so sollte es nicht mehr besonders spannend sein, seinen Konsum gross zu propagieren. Man macht es einfach.

    Ihr seid ja fies :D

    Das besagte Shirt trug ich ein paar Mal mit etwa 20, das hatte eine Mitbewohnerin beim Auszug liegen lassen, sexy weiblich geschnitten in künstlerischem schwarz-weiss ;)

    Aber ich gestehe - in der noch viel früheren Jugend hatte ich einen Che-Aufnäher auf dem Rucksack als idealistisches Statement gegen den Kapitalismus und die Ausbeutung von Lateinamerika durch die USA. (Meine Kreditkarte, für die ich vor 2 Tagen in NYC notfallmässig die Limite erhöht habe grinst sich gerade eins).

    Ja, die Mass-Worte sind manchmal tricky.

    Diese Deutsche Unterscheidung mit dem b-Dings finde ich ziemlich cool, kann sie aber selten korrekt anwenden.

    Ich steh sehr auf Allgemein- und Bildung, muss ich zugeben. Da habe ich schon eine Art Fetisch. Das wurde mir von klein auf im Elternhaus mitgegeben, breit gefächert, manchmal auch sehr in die Tiefe. Wir haben extrem viel geredet, gelesen, und "Wissen" hat mich unheimlich fasziniert.

    Bis 16 habe ich in der Schule ehrlich gesagt nicht wirklich was gelernt, ausser ein wenig in den Naturwissenschaften. Das war ja nur so Oberflächliches anreissen von Themen. Richtig gebildet habe ich mich autodidaktisch. In der kaufmännischen Ausbildung gab's dann immerhin mal was Neues.

    Ich umgebe mich schon am Liebsten mit Menschen, die ein paar Dinge wissen und von denen ich was lernen kann, neue Inputs, oder Querverweise.

    Ich hab hier bei den Raben im Laufe der Jahre echt viel Neues und auch Überraschendes gelernt, das finde ich sehr bereichernd, überall Bescheid wissen kann man ja nicht.

    Aber mir sind schon Erwachsene begegnet, die Dinge fragen wie: "Picasso? War das nicht ein Künstler?" oder "Wer ist denn das auf deinem Shirt, den sehe ich seit Jahren ständig und wundere mich" - tja, das ist Che Guevara. Das sind dann Menschen, mit denen ich auch kaum mehr als Smalltalk führen kann.

    Es fällt mir schon schwer zu verstehen, wie sowas am normal-Schulgebildeten Europäer oder TV-Gucker vorbeigehen kann.

    Ist das nicht einfach das Alter?

    Meine Tochter war und ist ein Sonnenschein, aber in dem Alter war sie echt die Härte. Hat Morgens schon gejammert und gekreischt, bevor sie richtig wach war. Total unzufrieden, ist ständig ausgeflippt, ganz verzweifelt und wusste oft selbst nicht warum. Sie hat da schon gut gesprochen und richtig nach Gründen gesucht, warum sie jetzt so ist, völlig absurde Sachen teilweise. Gegen Abend war sie komischerweise wieder easy und 3 Tage die Woche in der Krippe gab's keine Probleme. Mir gings zu der Zeit aber auch nicht so gut, das hat sich sicher alles etwas beeinflusst.

    Ich bin echt nie auf die Idee gekommen, da was organisches zu suchen.

    Wie ist er denn im Kindergarten?

    Ich hab auch gleich gedacht, dass Schlaf und Essen während der Krankheit ihn zufriedener gemacht haben - und vielleicht auch die besondere Aufmerksamkeit.

    Es war in meiner Kindheit schon so, dass das Geburtstagskind etwas mitbrachte, ich finde das auch normal und schön.

    Im letzten Hort meiner Tochter ist das Geburikind mit der Erzieherin zur Bäckerei und hat sich eine Torte ausgesucht. Aber in Krippe, KiGa, Schule und neuem Hort bringen die Eltern was mit.

    Ich hab dafür noch nie selbst gebacken, ich kann das nicht so gut. Von mir gibt's Gekauftes. Wenn ich spendabel bin, Torten vom Bäcker, aber ich hab auch schon billig-Cakes gekauft. Da schmiere ich noch etwas Schoggi-Fondant drauf, bunte Steusel drüber, Kerzen, fertig. Manchmal geb ich noch Wunderkerzen und Smarties für die Tischdeko mit.

    Ich frag am neuen Ort auch jeweils vor dem Geburi, wie das gemacht wird, falls ichs noch nicht mitbekommen habe.

    Anweisungen geben, hinterherrufen und hinterherrennen, Stop schreien - wie mit dem Laufrad eben auch.

    Irgendwie verstehe ich deine Frage nicht so recht, glaube ich.
    Ich fand es keine grössere Herausforderung, als mit einem 2-Jährigen zu Fuss/an der Hand in der Stadt unterwegs zu sein, die können sich ja auch ganz schnell mal losreissen und davonrennen.

    Koritsi hat auch zum 3ten das erste Fahrrad bekommen ohne grossartige Laufrad-Erfahrung. Die erste Zeit noch mit Stützrädern. Wir leben mitten in der Stadt, da musste ich halt ständig rufen, oder ich sagte, sie dürfe bis Pfosten X fahren und müsse dort auf mich warten, usw. Ich erkläre ihr den Strassenverkehr seit sie 1 Jahr alt ist, da wächst man eben so mit.

    Sie ist jetzt 8, das finde ich weit anstrengender als damals. Nach Biketouren durch die City bin ich recht fertig, muss mich ja für 2 konzentrieren, und Abends bin ich manchmal heiser.

    Ich denk mal, bis es im Frühling so richtig aktuell wird mit dem regelmässigen Fahren ist er ja auch schon älter und es wird einfacher, Vereinbarungen zu treffen.

    Ich habe bei meinem einen Sony keine Lösung ausser Laptop oder Router neu zu starten. Auch hier sind die Balken voll da, liegt wohl an den Montagsgeräten, hab das schon öfter von verschiedenen Marken gehört.

    Ich hab hier nochmal den gleichen Sony und einen Acer, 2-3 Handys und 2 Tablets - wenn die gaaaanz selten mal die Verbindung verlieren sind sie nach 10 Sekunden von selbst wieder online. Und funzen auch, wenn der doofe Sony zickt.

    Ich machs auch oft mit dem Mund. Die Kondomgrösse muss aber gut passen, damit man so bis ganz nach unten rollen kann, ansonsten den Rest eben von Hand.

    Oder ich bereite vor, während er anderweitig beschäftigt ist und umgekehrt. Wie es sich so ergibt. Kann man schon gut integrieren, ich habe das noch nie als Unterbrechung empfunden. Aber bis es soweit ist bin ich eh schon mitten im Film. Vom Kuscheln gleich aufs Ganze kenne ich kaum noch.

    Letzten Sommer hab ich mitgekriegt, dass eine bekannte Familie mit 3 Kids generell nur 1 x die Woche 1 Eis erlaubt. Also 2 Kids (6 & 3), das letzte ist noch ein Baby. Fand ich überraschend und ziemlich cool. Hab leider verpasst zu fragen, warum. Am Geld liegts sicher nicht.

    Mit Wassereis bin ich grosszügig, bei Sommerwetter sicher 5 x die Woche. Wobei nicht immer gekauft, Koritsi macht sich auch selbst welches mit Sirup, Saft oder Joghurt (oder seltsame Experimente). Leider haben wir ein ganz kleines Kühlfach, sonst hätte ich mir so eine tolle kleine Eismaschine bei Tchibo geholt, die hatten gleich 2 verschiedene.

    Sahne-Eis gibt's eher 1 x die Woche wegen des Fetts, vor allem die in Waffeln find ich einfach riesig und Koritsi war schon immer an der Grenze zu pummelig. Hier gibt's einen Park, da haben sie winzige davon, nur etwa 1/4 so gross. Das findet sie dann dafür super, wenn sie 2 oder ausnahmsweise sogar 3 haben darf.

    rheinländerin
    Damit kann ich mehr anfangen.
    Reden, reden, reden, nein-sagen, nein-sagen, nein-sagen. Verbale Steigerungen. Beim Abendessen schon angekündigt, wie die nächsten 2 Stunden ablaufen und dass ich heute NICHT einschlafbegleite. Später dann ein "Ich möchte wirklich, dass du" über "Ich will, dass du jetzt aber sofort" und auch schon mal "Es reicht, es ist schon lange Nacht, du durftest schon länger aufbleiben. Ich hab morgen echt keine Lust, so lange vorzulesen, wenn wieder so ein Theater ist, jetzt werde ich langsam sauer!" Wenn sie aus dem Zimmer rauskam, hab ich sie sofort wieder zurückgebracht und mein Sprüchlein aufgesagt.

    Ich habe auch immer den Wecker für sie gestellt. Erstes Mal klingeln: Zähne putzen/Pyjama/Bett. Zweites Mal klingeln: Mama ist jetzt weg.

    Disclaimer: Mir ist schlagartig bewusst geworden, dass meine Tochter da wohl kein Massstab ist. Ich habe gestern die 2-Jährige meines Partners zum ersten Mal länger erlebt als 10 Minuten im Auto, sie ist ja noch ein halbes Baby. Sagt "Mami" und "Papi" und einzelne Worte, die nur die Eltern verstehen, und nicht einmal die immer. Meine Tochter hat in dem Alter schon richtig gesprochen, mit mir diskutiert, argumentiert und verhandelt. Das war zwar auf einer anderen Ebene anstrengend, aber für solche Situationen sicher von Vorteil. Ich weiss zwar seit der Krippenzeit, dass sie ihrem Alter voraus ist, aber wie sehr voraus, das hatte ich irgendwie vergessen. Mein Umgang damals passt da wohl eher für 3- oder 4-Jährige.

    Die Terrible-Two waren trotzdem terrible, ganz klassisch, allerdings nur tagsüber. Ich glaube, das lag tatsächlich daran, dass ich tagsüber schlicht überfordert war mit Trotzkind, Homeoffice, quasi-AE, während ich Abends genau wusste, was ich will und mir auch die Zeit, Energie und Geduld nahm, das durchzusetzen.

    Mazzel
    Es war das Familienbettzimmer, da hatte sie eine kleine Auswahl an Bücher, Papier und ein paar Stifte und Kuscheltiere. Grossartig aufgestanden ist sie wohl gar nicht, sie hat im Bett gespielt bzw sie hat meistens gemalt. Das eigentliche Kinderzimmer/Büro hat sie nur tagsüber benutz, inkl. Hochbett mit Rutsche.

    Wenn ich nach 10 Minuten reinlinste, war sie oft schon über dem ganzen Chaos eingepennt. Das hat natürlich nicht vom ersten Tag an so geklappt, aber mir war's das einfach Wert, ein paar Wochen daran zu arbeiten. Es war für den Moment schon mal viel weniger anstrengend und langfristig sowieso.

    Wir halten das heute noch so, allerdings bleibt sie sowieso im Bett und löscht ihr Licht selbst recht bald. Spielen würde ich nicht erlauben, sie muss zur Schule und das würde wohl kein Ende nehmen. (Kürzlich erwischte ich sie allerdings dabei, wie sie im Dunkeln noch mit Papa sms schrieb, welch Schock :D )