Beiträge von Shevek

    Ja, wir gehen nachher auch zu Wahl, Ich habe mir die Parteien auch noch mal mit unserem Sohn angesehen.



    Zum Thema warum Leute nun die AfD wählen, und diese elende Hufeisentheorie:

    Wenn man nicht wirklich weiß, was hinter den Begriffen "rechts" und "links" steht, dann kann man auf solche Ideen kommen, Das zeugt aber vor allem davon, dass man einfach keine Ahnung hat.

    Hinter rechts und links stehen ja politische und gesellschaftliche Vorstellungen, die einfach grundverschieden sind, Das mit einem schwankenden Boot zu vergleichen ist einfach nur unglaublich dämlich.


    Aber es ist eben bequem.

    Allerdings würde es hier sicher helfen, mal von den Begriffen weg zu kommen, und stärker zu betonen, was die Rechten und was die Linken eigentlich wollen.


    Eine faschistische Partei zu wählen, weil man die großen Parteien nicht wählen will (was ich gut verstehen kann) ist allerdings völlig absurd und unglaubwürdig.

    Zu erst einmal ist die AfD immer noch viel schlimmer, als jede der anderen Parteien (abgesehen eventueller Kleinstparteien die ich nicht kenne).

    Und dann gibt es da noch eine ganze Reihe anderer kleinerer Parteien, die sich zur Protestwahl anbieten. Warum ausgerechnet die Nazis wählen?


    Ich bleibe dabei, dass wer AfD wählt, deren Politik will.

    Ich sehe das wie Talpa.


    Meine Tochter hat ja auch sehr ausgewählt gegessen. Das war halt so.

    SIe isst immer noch sehr ausgewählt, ist mittlerweile 15 und gesund und fit.

    Frühstücken ist immer noch nicht.


    Also sie isst schon etwas mehr als früher, vor allem von den Mengen her, aber wenn ich mal was besonderes koche, bekommt sie doch noch ihr Essen, das sie dann auch mag und isst.

    Finde ich nun aber nicht so dramatisch. Später wird sie sich dann eben ihr Essen machen, wie sie es mag.

    Was ich mich Frage: Woher kommt diese irrationale Angst vor links?

    So irrational ist die Angst nicht, sie ist nur nicht sozial verträglich.

    Da geht es um Machtinteressen, die von links schon bedroht werden und von der AfD nicht.


    Nur kann man schlecht öffentlich vertreten, dass man im wesentlichen die eigenen Privilegien erhalten will. Das kostet schon Wählerstimmen.

    Wenn ich meine Mutter als Kind nach einer Zigarette gefragt habe, hat sie mir die noch angezündet.
    Damit war das Thema lanweilig, weil nicht verboten, und ich habe abgewunken. (Und natürlich war das ihre Strategie: Es nicht durch Verbote spannend zu machen).


    Meine Mutter war sehr starke Raucherin, ich habe in meinem Leben eine halbe Zigarette geraucht, als Teenager, weil alle es getan haben.

    Aber es war ekelhaft, ich musste husten, alle haben gelacht und das wars mir Rauchen.


    Meine Kinder finden das Gequalme ihrer Stiefoma (die zweite Frau meines Vater ist auch starke Raucherin) nicht sonderlich spannend. Es stinkt, Oma hustet häufig, was soll der Quatsch?

    Die beiden sind nun 15 und 20, und ich denke nicht, dass sie noch anfangen werden zu rauchen.


    Also ich würde das gelassen sehen, das Kind sich das auch ansehen lassen, und auf mein Kind vertrauen.

    Es wird sicher nicht anfangen zu rauchen, weil Oma raucht.


    Meine Mutter hat angefangen, weil sie in der Uni cool rüberkommen wollte. Das war damals in den 60ern.

    Endung weglassen kann keine Lösung sein, Ich bin von Beruf Erzieh, kaufe mein Brot beim Bäck und gehe bei Krankheit zum Arz?

    Die Fallen der Grammatik:


    "beim Bäck" bedeutet: "bei dem Bäck", und das ist immer noch männlich, denn "dem" ist der Dativ von "der" oder "das". Der Dativ von "die" wäre dann "der", also "bei der Bäck".

    Wir brauchen für eine geschlechtsneutrale Formulierung also ersteinmal geschlechtsneutrale Artikel und Adjektivendungen.


    Das geht natürlich, und ich fände das gut, aber ich weiß nicht, ob sich das durchsetzen würde,


    Das Wort sitt ist mir neu, ich finde aber schon lange, dass es fehlt :)

    Mein Sohn war noch ein Baby und wir Eltern wollten Abends weggehen.

    Einer von diesen "gewaltbereiten Linksextremisten" hat auf ihn aufgepasst.

    Als wir nach Hause kamen, saß da dieser "linke Schläger" mit unserem Sohn auf dem Schoß ganz still auf dem Sofa, damit bloß das Baby nicht gestört wird, und unser Söhnchen schlief ganz friedlich und glücklich. #love


    Auf eine Demo wären die Letzten, vor denen ich Angst um meine Kinder hätten irgendwelche Linksradikale. Bei der Polizei wäre ich mir da allerdings nicht so sicher, ob die darauf achten, dass da ein Kind zwischen ist.

    Ich hatte Prügeleien in Kursen, und wenn erwachsene Männer das machen, ist das schon heftig.
    Es gibt sehr große Unterschiede bei Erwachsenen, und ich habe auf die Aufforderung, doch jetzt bitte mal ruhig zu sein und sitzen zu bleiben, schon die sehr empörte Antwort bekommen, ich solle ihn doch bitte nicht wie ein Kind behandeln. Natürlich geht das bei Erwachsenen auch ganz anders, B2-Kurse sind deutlich ruhiger und disziplinierter als Alphabetisierungskurse, aber eben nicht grundsätzlich.

    Ich hatte das auch schon. Es lief einfach nicht, und wir waren alle erwachsen.
    Wobei da wohl auch ein Konzept der Schulleitung nicht aufgegangen ist.


    Gewöhnlich bekomme ich das ja hin, zu dem Kurs eine Beziehung aufzubauen, zu schauen, wie sie drauf sind und was sie brauchen.

    Das ist bei Erwachsenen nicht anders als bei Kindern.

    Cesalu


    Da hast du aber ein sehr idealistisches Bild von Erwachsenen.

    Im wesentlichen wollen Erwachsene wie Erwachsene behandelt werden, auch wenn sie sich wie kleine Kinder aufführen.


    Ok hier sind keine Garderoben im Flur, also hängen die Jacken im Raum über den Stühlen, und ein Aufbruch geht recht stressfrei. Ansonsten muss ich schon sehr genau aufpassen, sonst wird das auch hier schnell unruhig, und so Sachen wie: Ich höre zu, was die Frau da vorne sagt, und warte nicht bis sie vor mir steht und es mir persönlich erklärt, mussten wir auch erstmal üben.

    Ja, meine Postings driften von furrinas thema ab. Hatte auch schon länger überlegt einen thread aufzumachen, aber Angst davor, missverstanden zu werden. Wenn eine Lehrerin explizit sagt, dass frontal oder einzelarbeit gemacht wird, weil es mit der Klasse ja nicht anders geht, ist es eine Strafe.

    Das sagt man auch nicht so.

    Man macht halt, was mit der Klasse gut geht, womit die Klasse gut lernt und lenkt immer mal wieder in die Richtung Gruppenarbeit, ein paar Spiele, etwas spanendere Methoden. Ich würde nie sagen "Das geht eben nicht anders" sondern so etwas positiv begründen: "Diese Klasse lernt so am Besten."

    Aber das klingt ja eh, als sei die Lehrerin überfordert.
    Wobei manche Klassen auch durchaus laut sein können beim lernen, andere brauchen viel Ruhe. Wichtig ist eben zu erkennen, ob sie gerade laut kernen, oder einfach nur laut sind und sich am lernen hindern.

    Ich finde Frontalunterricht und Aufgaben auch nicht per se immer falsch. Das braucht es auch immer wieder mal. Man kann sich nicht immer alles in Gruppen erarbeiten, manche Dinge muss man auch mal der Klasse einfach erklären, manchmal ist es auch ganz angenehm nur zuzuhören, manchmal ist es unruhig und beruhigt sich, wenn ich vorne stehe, die Aufmerksamkeit auf mich ziehe und was Interessantes erzähle.


    Der Unterschied liegt in der Tat darin, wie man es begründet. "Ich denke, dass das jetzt für die Klasse das Beste ist" klingt eben ganz anders als "Mit der Klasse geht nichts anderes".



    Wenn man mit Erwachsenen frontalunterricht macht, wie du es beschreibst, kann es einfach daher kommen, dass sowohl die Teilnehmer als auch die Lehrkraft das am besten kennen und gewohnt sind. Das ist dann ein anderer schnack, weil den TN einfach ihre Rolle klar ist.. Ruhig dasitzen

    Klar, ich habe da Menschen sitzen, die einfach Unterricht als Frontalunterricht kennen.

    Ich mache das aber auch bei jedem Kurs etwas anders. Manche mögen auch gerne Spiele, und wollen immer mal wieder was witziges, andere finden das doof und Zeitverschwendung und wollen lieber klare Ansagen von vorne.

    Das ist bei Erwachsenen nicht viel anders als bei Kindern.


    Und auch Frontalunterricht kann spannend und witzig sein, und aufgebrochen werden durch Diskussionen im Kurs, Anekdoten oder ähnliches.


    Wie gesagt: Das muss man ja nicht als Strafe machen, es geht auch als eine Möglichkeit Unterricht zu gestalten.


    Ich habe während meiner Ausbildung mal bei jemandem hospitiert, der richtig klassischen Frontalunterricht gemacht hat, das aber so toll hingekriegt hat, das alle stil dasaßen und zugehört haben - ich auch. Aber der hat das auch nicht als Strafe gesehen, sondern einfach es so gemacht, dass man ihm gerne zugehört hat.