Beiträge von Shevek

    in meiner schulklasse waren schon ende der 70er jahre 50 prozent der kinder aus scheidungsfamilien. die waren definitiv nicht stigmatisiert. muss nicht überall so gewesen sein, aber ich sehe einen eklatanten unterschied zum westen deutschlands ende der 70er.


    wie gesagt, ich empfehle sehr den beitrag von anke bei der böll-stiftung.

    Also ich war Ende der 70er im Westen Scheidungskind und das war kein Stigma.

    Es hat ja Gründe, dass dieses sich Ausrichten auf Männer im Westen so deutlich häufiger vorkommt.


    Es ist nun mal ein Unterschied, ob du damit aufwächst, dass du später mal einen Beruf haben wirst und für dich selbst sorgen kannst und die heirat dafür nicht wesentlich ist, wie es dir später zumindest materiell geht, oder ob heiraten und Kinder kriegen und Hausfrau sein eine gute Option ist und es dir eventuell (früher sogar wahrscheinlich) zumindest materiell besser geht, wenn du einen Mann mit gutem Job findest, als wenn du selbst Geld verdienst.


    Wenn ich mir meine Mutter und meine Tante so ansehe: Meine Mutter war selbst berufstätig, hat uns auch alle gut versorgt, aber meiner Tante, die als Hausfrau einen gut verdienenden Mann geheiratet hat, ging es zumindest materiell deutlich besser.


    Mir scheint dieser Unterschied zumindest in meiner Generation und denen die in der DDR Kinder waren auch noch da zu sein. Bei den Teenys sehe ich das nicht mehr so, in beide Richtungen. Aber das kann auch verzerrt sein.

    MIr ist allerdings auch aufgefallen, dass es da einen Unterschied gibt.


    Ich kann das immer schwer benennen, aber es gibt da so eine Ausrichtung auf männliche Vorstellungen und Bedürfnisse, die ich nur von Frauen aus dem Westen kenne.

    Klar, nicht bei jeder.


    Es ist mir im übrigen auch schon aufgefallen, wenn wir von Dänemark nach Deutschland gefahren sind. Mit passieren der Grenze wurden die Brüste wieder mehr betont.


    Es ist oft ein nur sehr feiner Unterschied, aber ich sehe ihn schon deutlich.

    Ja, weder impfen noch die Masern selbst bekommen bedeutet einen 100% Schutz.


    Nur bringt es schon eine Menge, wenn 95% der Bevölkerung einen Schutz von vielleicht 80% haben.

    Unterdessen verstehe ich, warum die sehr reichen Familien in D verhältnismäßig wenig spenden und lieber zurückgezogen leben, als das Geld für das Gemeinwohl zu inverstieren....

    Ja, das kann ich auch verstehen. Diese Neiddebatte ist einfach <X Jeder kann spenden, wofür er auch immer möchte. Punkt. Das hat hier niemand vorzuschreiben und niemand hat sich dafür zu rechtfertigen. Punkt. Ende der Diskussion.

    warum ende der diskussion? ich zb. kämpfe für eine gesellschaft, in der diese art der ungleichheit gar nicht möglich ist.

    Ja, dass sehe ich wie VivaLaVida.

    Wie kommt es denn, dass es Menschen gibt, die so viel Geld haben?

    Das ist doch das Problem.

    Bei meinem Hausarzt läuft alles zusammen und er hat den Überblick, auch ohne Hausarztmodell,


    Und mir wäre es auch zu viel mir vorne an der Anmeldung die Überweisung zu holen. Wozu? Ich weiß schon zu welchem Spezialisten ich muss.

    Was ist denn dieses Hausarztmodell?


    Ich habe ja schon eine Hausarzt, und ein paar Erkrankungen, wegen denen ich regelmßig zum Spezialisten muss, und echt anderes zutun, als mir vorher immer eine Überweisung zu holen, oder das groß mit dem Hausarzt zu diskutieren.

    Trotzdem gehen die Berichte immer an den Hausarzt.

    Es ist nun mal so, dass manche Menschen sehr ungern etwas ansprechen und sich dann an den Vermieter wenden.

    Dafür, dass der dann so rumspinnt, können die ja nichts.


    Dass sie erst seit 1,5 Jahren hier leben, macht die Situation für sie nicht besser.

    Welches Argument spricht denn dagegen, die medikamentöse Therapie zu speichern und den Ärzten zur Verfügung zu stellen?

    Es geht hier doch um den Weg auf dem man das alles zur Verfügung stellt.


    Wie du ja selbst geschrieben hast: Sie haben dann ihre Krankenkarte auch nicht dabei, was nützt dann die Info auf dem Chip, wenn die Krankenkarte nicht da ist?

    Da hilft es eine Hausapotheke und einen Hausarzt zu haben, die die Daten dann bei sich gespeichert haben.

    Habe ich so gemacht, funktioniert gut und braucht keine Infos auf einem Chip.



    Das man nicht will, dass der eine Arzt/ die eine Apotheke sieht, dass man schon beim anderen Arzt/ der anderén Apotheke war? Weil man Angst hat, dass der eine Arzt /Die andere Apotheke einen darauf ansprechen könnte?

    Zugegeben, aus Sicht einer Sinnvollen Diagnose/ Therapie/ Medikation sagen wir mal "Suboptimal", aber diese Patienten wissen ganz genau, warum sie das nicht wollen.

    ich habe da die ganzen Arzneimittelabhängigen vor Augen, die einfach Angst haben, dass ein Arzt oder Apotheker mal ausspricht, was sie selbst wissen: Sie haben ein Problem.

    Würde alles an einer Stelle gespeichert (ob Karte oder Server ist da nachrangig) käme die Abhängigkeit ans Licht.

    Oder man ist sich nicht sicher, was von der Diagnose des Arztes zu halten ist und fragt lieber mal ganz unauffällig bei einem anderen Arzt nach.

    Das hatte ich immer mal wieder bei Zahnärzten und auch schon beim HNO-Arzt meiner Tochter. Der hat die zweite Meinung die Mandeln erhalten.


    Es gibt auch immer mal unterschiedliche Priorietäten zwischen Ärzten und den Leuten die sie betreuen.

    Wenn es nach meiner Ärztin ginge wäre ich mittlerweile einfach pleite, aber ganz sicher, dass da nicht noch ein kleinstes Risiko besteht.

    Als Selbstständige muss man sich da manchmal entscheiden, und ich sehe die Dinge nun mal öfters anders als meine Ärztin und habe tatsächlich keine Lust das zu diskutieren.


    Es ist nämlich mein Leben und nicht ihrs.

    Ich schrieb von einer Karte auf der die Medikamente vermerkt sind, nicht von einem Zettel.

    So eine Karte kann man dann genauso dabei haben wie die Krankenkassenkarte.


    Und ich als Patientin kann lesen, was auf meiner steht und das kontrollieren, und bin nicht im Blindflug darauf angewiesen, das Ärzte und Apothekter das alles schon richtig machen.


    Und sollte sich nun jemand angegriffen fühlen: Ja, doch, es kommt vor das Ärzte Fehler machen. Das ist so, auch wenn es sehr böse von mir ist, das zu schreiben.

    Bei den ganz eiligen Kunden greift "Ein Satz geht immer". Und dieser eine Satz lautet: "Nehmen sie noch andere Medikamente ein?"

    Das hat mich noch nie jemand gefragt.

    Wenn ich es eilig habe, werde ich aber auch nicht anfangen Medikamente aufzuzählen, das mache ich beim Arzt.


    Auch nur bei der Erstaufnahme. Danach nicht mehr.

    Mein Hausarzt fragt immer wieder nach.

    Es ist doch so: Wenn ein Patient nicht will, dass der eine vom anderen weiß, dann geht er zu mehreren Ärzten und mehreren Apotheken.

    Ja, und das ist dann auch Sache des Patienten. Das nennt man dann wohl Eigenverantwortung.

    Nun, wir sind auch Katzenallergieker, bei meinem Mann ist das extrem, eine Katze in Wohnung könnte ihn umbringen.
    Ich habe das einmal mitbekommen, wie heftig sein Asthma dann werden kann.


    Ich würde also wirklich mit allen Mitteln eine Katze aus unserer Wohnung fernhalten.

    Und zwar nicht langfristig sondern sofort und total.

    Wir haben die Methode Katzen gar nicht erst anzulocken, aber wir haben auch keine Nachbarn oder Vormieter die das getan haben.


    Kennt ihr sanfte Methoden, um eine Katze von der Wohnung fernzuhalten? Dann teilt sie den Nachbarn doch einfach mit.


    Da wir Katzen sehr mögen, würden wir immer sanfte Methoden vorziehen, aber bei aller Liebe zu Katzen, meinen Mann liebe ich mehr.

    Medikation im Auge zu behalten ist mein Job.

    OK. aber wenn ich dann vor dir stehe mit einem Rezept in der Hand, verlangst du dann tatsächlich von mir den Plan meiner gesamten Medikation?

    Oder gibst du mir das Medikament?


    Meine Erfahrung ist, dass ich in der Apotheke fragen kann und auch gute Auskunft bekomme, aber wenn ich nicht frage, dann bekomme ich auch nur einfach das Medikament.


    Beim Arzt ist das anders, die wollen von mir auch immer die Liste aller Medikamente die ich bekomme und aller Krankheiten die ich habe etc.

    Das mit dem Ansprechen ist wohl so eine Sache.


    Uns hat mal ein Vermieter angerufen: Unsere Küchenstühle würden quitschen und das sei sehr störend für die Mieterin unter uns. War kein Ding, wir haben dann so Rutschuntersetzer dran gemacht.

    Nur wohnten wir da schon anderthalb Jahre und die Mieterin unter uns traf ich etwa einmal die Woche im Treppenhaus, Sie hätte einfach nur was sagen müssen.


    Viele Leute haben massive Hemmungen Probleme anzusprechen.