Beiträge von Shevek

    Endung weglassen kann keine Lösung sein, Ich bin von Beruf Erzieh, kaufe mein Brot beim Bäck und gehe bei Krankheit zum Arz?

    Die Fallen der Grammatik:


    "beim Bäck" bedeutet: "bei dem Bäck", und das ist immer noch männlich, denn "dem" ist der Dativ von "der" oder "das". Der Dativ von "die" wäre dann "der", also "bei der Bäck".

    Wir brauchen für eine geschlechtsneutrale Formulierung also ersteinmal geschlechtsneutrale Artikel und Adjektivendungen.


    Das geht natürlich, und ich fände das gut, aber ich weiß nicht, ob sich das durchsetzen würde,


    Das Wort sitt ist mir neu, ich finde aber schon lange, dass es fehlt :)

    Mein Sohn war noch ein Baby und wir Eltern wollten Abends weggehen.

    Einer von diesen "gewaltbereiten Linksextremisten" hat auf ihn aufgepasst.

    Als wir nach Hause kamen, saß da dieser "linke Schläger" mit unserem Sohn auf dem Schoß ganz still auf dem Sofa, damit bloß das Baby nicht gestört wird, und unser Söhnchen schlief ganz friedlich und glücklich. #love


    Auf eine Demo wären die Letzten, vor denen ich Angst um meine Kinder hätten irgendwelche Linksradikale. Bei der Polizei wäre ich mir da allerdings nicht so sicher, ob die darauf achten, dass da ein Kind zwischen ist.

    Ich hatte Prügeleien in Kursen, und wenn erwachsene Männer das machen, ist das schon heftig.
    Es gibt sehr große Unterschiede bei Erwachsenen, und ich habe auf die Aufforderung, doch jetzt bitte mal ruhig zu sein und sitzen zu bleiben, schon die sehr empörte Antwort bekommen, ich solle ihn doch bitte nicht wie ein Kind behandeln. Natürlich geht das bei Erwachsenen auch ganz anders, B2-Kurse sind deutlich ruhiger und disziplinierter als Alphabetisierungskurse, aber eben nicht grundsätzlich.

    Ich hatte das auch schon. Es lief einfach nicht, und wir waren alle erwachsen.
    Wobei da wohl auch ein Konzept der Schulleitung nicht aufgegangen ist.


    Gewöhnlich bekomme ich das ja hin, zu dem Kurs eine Beziehung aufzubauen, zu schauen, wie sie drauf sind und was sie brauchen.

    Das ist bei Erwachsenen nicht anders als bei Kindern.

    Cesalu


    Da hast du aber ein sehr idealistisches Bild von Erwachsenen.

    Im wesentlichen wollen Erwachsene wie Erwachsene behandelt werden, auch wenn sie sich wie kleine Kinder aufführen.


    Ok hier sind keine Garderoben im Flur, also hängen die Jacken im Raum über den Stühlen, und ein Aufbruch geht recht stressfrei. Ansonsten muss ich schon sehr genau aufpassen, sonst wird das auch hier schnell unruhig, und so Sachen wie: Ich höre zu, was die Frau da vorne sagt, und warte nicht bis sie vor mir steht und es mir persönlich erklärt, mussten wir auch erstmal üben.

    Ja, meine Postings driften von furrinas thema ab. Hatte auch schon länger überlegt einen thread aufzumachen, aber Angst davor, missverstanden zu werden. Wenn eine Lehrerin explizit sagt, dass frontal oder einzelarbeit gemacht wird, weil es mit der Klasse ja nicht anders geht, ist es eine Strafe.

    Das sagt man auch nicht so.

    Man macht halt, was mit der Klasse gut geht, womit die Klasse gut lernt und lenkt immer mal wieder in die Richtung Gruppenarbeit, ein paar Spiele, etwas spanendere Methoden. Ich würde nie sagen "Das geht eben nicht anders" sondern so etwas positiv begründen: "Diese Klasse lernt so am Besten."

    Aber das klingt ja eh, als sei die Lehrerin überfordert.
    Wobei manche Klassen auch durchaus laut sein können beim lernen, andere brauchen viel Ruhe. Wichtig ist eben zu erkennen, ob sie gerade laut kernen, oder einfach nur laut sind und sich am lernen hindern.

    Ich finde Frontalunterricht und Aufgaben auch nicht per se immer falsch. Das braucht es auch immer wieder mal. Man kann sich nicht immer alles in Gruppen erarbeiten, manche Dinge muss man auch mal der Klasse einfach erklären, manchmal ist es auch ganz angenehm nur zuzuhören, manchmal ist es unruhig und beruhigt sich, wenn ich vorne stehe, die Aufmerksamkeit auf mich ziehe und was Interessantes erzähle.


    Der Unterschied liegt in der Tat darin, wie man es begründet. "Ich denke, dass das jetzt für die Klasse das Beste ist" klingt eben ganz anders als "Mit der Klasse geht nichts anderes".



    Wenn man mit Erwachsenen frontalunterricht macht, wie du es beschreibst, kann es einfach daher kommen, dass sowohl die Teilnehmer als auch die Lehrkraft das am besten kennen und gewohnt sind. Das ist dann ein anderer schnack, weil den TN einfach ihre Rolle klar ist.. Ruhig dasitzen

    Klar, ich habe da Menschen sitzen, die einfach Unterricht als Frontalunterricht kennen.

    Ich mache das aber auch bei jedem Kurs etwas anders. Manche mögen auch gerne Spiele, und wollen immer mal wieder was witziges, andere finden das doof und Zeitverschwendung und wollen lieber klare Ansagen von vorne.

    Das ist bei Erwachsenen nicht viel anders als bei Kindern.


    Und auch Frontalunterricht kann spannend und witzig sein, und aufgebrochen werden durch Diskussionen im Kurs, Anekdoten oder ähnliches.


    Wie gesagt: Das muss man ja nicht als Strafe machen, es geht auch als eine Möglichkeit Unterricht zu gestalten.


    Ich habe während meiner Ausbildung mal bei jemandem hospitiert, der richtig klassischen Frontalunterricht gemacht hat, das aber so toll hingekriegt hat, das alle stil dasaßen und zugehört haben - ich auch. Aber der hat das auch nicht als Strafe gesehen, sondern einfach es so gemacht, dass man ihm gerne zugehört hat.

    Nur mal so nebenbei eingeschmissen:


    Laut einigen Studien prasseln auf eine Lehrkraft genauso viele Eindrücke ein wie auf Fluglotsen an großen Flughäfen...

    Nur gut, dass die Katastrophen sehr klein sind, wenn wir einen Fehler machen...

    Und gerade deswegen ist es doch vor allem im Interesse der Lehrkraft, dass es läuft. Gut läuft.

    Das muss man aber auch können .....

    Ich unterrichte ja auch Erwachsene, und natürlich ändere ich auch mal was, wenn ich merke, dass der Kurs zu unruhig wird.

    Das ist keine Strafe, das ist einfach anpassen des Unterrichtsstils an die Bedürfnisse des Kurses, Und das geht nicht immer individuell.


    Wobei bei mir gewöhnlich klare Aufgaben und Frontalunterricht Ruhe reinbringen. Ich käme aber nie auf die Idee, das als Strafe zu handhaben.


    Wenn eine ganze Gruppe laut und unruhig ist, und gewisse Dinge nicht gehen, dann sehe ich da auch noch keine Kollektivstrafe,

    Wenn ich mich allerdings vor die Klasse stelle und sie kollektiv anmotze, ist das etwas anderes, und das mache ich auch nicht. Ich lobe eher kollektiv und erzähle ihnen, was für ein toller Kurs sie sind.


    Hier geht es aber auch nicht darum, dass der Unterrichtsstil geändert wird, weils gerade nicht anders geht, oder dass der Unterricht noch 5 Minuten länger dauert, weil die Klasse so unruhig war und noch etwas Stoff untergebracht werden muss. Das sind logische Folgen.

    Es geht um eine erklärte Strafarbeit, die auf die ausgeweitet wurde, die nicht mal anwesend waren. Das finde ich nicht akzeptabel.

    Also, wenn da Strafarbeit draufsteht, dann ist das eine. Ich finde schon, dass man von Lehrer erwarten kann, so etwas korrekt zu benennen. Die sind erwachsen.

    Und da ist es sicher nicht zulässig die mit zu bestrafen, die gar nicht da waren.


    Allerdings würde ich auch erstmal mit dem Lehrer reden. Es kann sich ja als Versehen herausstellen.

    Was meinst du mit "Stevens"?

    Ich bin keine Juristin und brauche da eventuell etwas mehr Kontext.


    Ich würde davon ausgehen, dass rechtsstaatliche Grundsätze auch in der Schule gelten.

    Ich darf da ja auch nicht einfach stehlen, oder Menschen verletzen auch wenn das nicht explizit im Schulgesetz verboten wird.

    Aber woher nehmt ihr, dass Kollektivstrafen zulässig sind?


    Das geht gegen Artikel 1 des Grundgesetzes, die Würde des Menschen. Das kann doch das Schulrecht nicht einfach aushebeln.

    Echt nicht?


    Aber das ist grundlegend im Strafgesetz von Deutschland.

    Eine Strafe darf nur auf eine persönliche Schuld erfolgen.


    Da können sich Schulen rausziehen? Das finde ich krass.

    Mit Strafarbeiten kenne ich mich leider nicht aus, ich könnte mir aber vorstellen, dass es Schulen gibt, die erwarten, dass diese bei einem verpassten Termin nachgeholt werden.

    Laut Kumpel war die Klasse laut, also mussten alle eine Unterrichtszusammenfassung der 2h schreiben.

    Sohn + noch eine Schülerin waren nicht da an dem Tag, haben die Strafarbeit nicht gemacht, beide 6.

    Wenn das Kind nicht da war, hat es auch nichts getan was zu bestrafen wäre und wir sind bei Kollektivstrafen.

    Die sind schlicht und ergreifend illegal.

    Das Thema hatte ich hier auch schon, und da reichte ein klares: Wenn das nochmal vorkommt leite ich rechtliche Schritte ein.


    Ich würde einmal dem Lehrer mitteilen, dass das so nicht zulässig ist. Wenn er dann auf der 6 beharrt wäre ich beim Schulamt und würde das anzigen.


    Wenn die Schule richtig gut ist und ich echt Vertrauen hätte, gäbs noch einen Zwischenschritt bei der Schulleitung.


    Was verschwundene Tests angeht wäre wohl die Frage wann und wo sie verschwunden sind: Beim Lehrer oder hat das Kind sie verschlampt?

    Im ersten Fall ist der Lehrer verantwortlich und ich würde das handhaben wie die Kollektivstrafe.

    Zu erstmal ist die DDR nicht "der Sozialismus", zum zweiten hatten sie drumherum ein durchaus feindlich gesinntes kapitalistisches System und zum dritten haben sie die Leute auch in der Situation satt bekommen, das schafft kein kapitalistisches System.

    So riesig ist der Aufschrei nicht.
    Die Menschen machen einiges mit, wenn es eben alle machen und sie nicht alleine damit stehen, und natürlich gehört es dazu auch machbare Konzepte zu schaffen, dass das Leben weitergeht.


    Das Problem ist doch kein Aufschrei, aber schaut euch an, was Politiker machen, wenn sie nicht mehr Politiker sind, wo z.B. Gerhard Schröder jetzt zu finden ist.

    Da stecken ganz andere Einflüsse hinter, die das demokratische System sehr effektiv aushöhlen.


    Also, rein theoretisch, wäre es schon möglich entsprechende Vorgaben zu erlassen:

    Kohleabbau könnte man beenden, AKWs herunterfahren und alles durch erneuerbare Energien ersetzen,

    Öffentlichen Nahverkehr ausbauen, der auch wirklich was bringt - eben nicht nur in den Städten, und dafür auch gesetzlich das fahren von Autos einschränken, Ich wäre an manchen Orten für Fahrverbote, oder ein System von öffentliche Fahrzeugen (für, z.B. schwer Lasten), das man bei Bedarf dann nutzen kann.

    Verbot Inlandflügen, Einschränkung von Flügen. Das muss nicht teuer sein, aber man läßt eben nicht mehr unbegrenzt Flugzeuge starten. Das braucht Erlaubnis und Begründung.


    Kapitalismus ist hier nicht gesetzlich festgelegt und schon gar nicht in der Verfassung.

    Man kann da also einiges machen.


    Allerdings dürfte das einige Leute ihre Aussicht auf gute Posten nach der Regierungszeit kosten, und da liegt doch das Problem.