Ach, es ist doch echt ätzend, dass am Ende doch immer auf den gleichen Gruppen rumgehackt wird. Denn meistens sind es ja vermutlich die Frauen.
Und ehrlich, dieses ganze Gelaber von wegen „können ja dann doch auch endlich mal arbeiten gehen“ und wenn nicht sollen die bitte ganz penibel Nachweise erbringen, damit die ja nicht zu Unrecht faul zu Hause rumsitzen und sich von der Gesellschaft bezahlen lassen - es ist so ein typisch bürokratie-deutscher missgünstiger Scheiß! Es macht mich so unglaublich wütend. Wozu?!
Ich bin nämlich der Ansicht, dass die meisten Menschen, die dazu in der Lage sind, ganz freiwillig in irgendeiner Form arbeiten wollen. Und dass „nicht in der Lage sein“ eben nicht immer einfach so nachgewiesen werden kann. Und dass diejenigen, die wirklich einfach kein Bock haben, eine Minderheit sind und das können wir dann als Gesellschaft auch mittragen, wenn wir milliardenschwere Steuerhinterziehungen und Maskendeals mittragen.
Das gilt für mich auch für die Bürgergeldempfängerinnen. Ich glaube die wenigsten wollen das freiwillig, das sind die RTL2-Märchen von den faulen Schmarotzern, die sich auf Staatskosten ein geiles Leben machen. Vermutlich wird nämlich in vielen dieser Fälle auch etwas dahinterstecken, unerkannte psychische Erkrankungen zb.
Oder wie oft liest man auch hier im Forum von Kindern, die einfach deutlich zeitintensiver sind als andere, aber trotzdem keine Diagnose haben und keinen PG oder SBA. Oder Frauen, die einfach von all der Organisation so erschöpft sind, dass sie nicht noch 30 Stunden arbeiten können, obwohl sie weder ihre Kinder noch ihre Eltern offiziell pflegen. Oder schaut mal hier, wie schwer es Leuten mit zb ME gemacht wird, das anerkannt zu bekommen. Es ist nicht immer so einfach, für alles einen Nachweis zu erbringen.
Aber es könnte ja jemand zu Unrecht Vorteile haben und das wäre das allerschlimmste überhaupt, daher machen wir es lieber für alle schwerer. Hauptsache nicht dort ansetzen, wo es wirklich was bringen würde.