Beiträge von julbats

    ok, ich habe schon ein paar angeschrieben.

    sein vater sagte heute zu mir, für ihn wäre das auch ok. und er lächelt aber drüber (wenn er grad nicht dran verzweifelt...), weil er meint, er wäre früher als junge genauso gewesen.

    sein vater war mit 20 depressiv, heute finde ich, hat er starke asperger-züge. auf jeden fall hypersensibel auch... und mit sicherheit sehr klug. wenn auch irgendwie nicht wirklich gelandet in dieser (für ihn zu harten) welt.

    okay, ja, vielleicht habt ihr recht. das buch ist jedenfalls schon bestellt.
    ich glaube nicht so richtig an "hochbegabt" bei ihm, er ist sicher relativ weit vorne dabei, aber nicht hochbegabt in dem sinne.

    kann man einfach so zu irgendeinem kinder- und jugendpsychologen gehen? zahlt das die kasse? und sollte ich nicht erstmal alleine dort vorsprechen, bzw. was sage ich meinem kind?!? fragen über fragen...

    ihr lieben, vielen dank!


    das mit dem hb habe ich neulich auch schon gedacht. aber was nützt uns eigentlich die diagnose (wenn sie denn da ist)?!?


    ich habe irgendwie hemmungen, zum psychologen zu gehen. ich glaube, er ist ganz normal. sein vater verunsichert mich da ehrlich gesagt auch oft, der findet, ich sehe gespenster. ABER - gleichzeitig "verzweifelt" der auch regelmäßig an ihm. wir haben beide das gefühl, der sohn ist kaum erreichbar und lebt komplett in seiner welt. er hört kaum zu, im grunde nie - weil er innerlich so getrieben scheint und so hochkonzentriert auf seine innenwelt zugleich. er kann kaum mehr am essenstisch sitzenbleiben und den gesprächen folgen sowieso nicht. seine schwester ist total genervt von ihm - verständlicherweise. es gibt konflikte und das führt zu noch mehr rückzug von ihm. seit ner weile schon, kann er sich nichtmal aufs essen konzentrieren. er hat dann immer keinen hunger sagt er. und bekommt keinen bissen runter. eine halbe stunde nach den mahlzeiten ist er dann unbändig vor appetit... absurd. zugleich ist er total unbeholfen, sich zb. selbst etwas zu essen zu suchen oder zu machen. er steht in der küche und weiß nicht, wie er es anstellen soll. er scheint vor lauter gedanken nicht in die tat zu kommen. er lebt auch total in seiner blase.

    so wusste er neulich nicht, wo in unserer küche die teller stehen (!). ich glaube, er wusste es ernsthaft nicht... oder hat es vergessen, ich weiß es nicht.

    was auch schräg ist (und immer war), dass ihm sofort der appetit vergeht, sobald irgendeine gedanke ihm den hunger vertreiben kann. zum beispiel, wenn auch nur das wort "spinne" oder "schleim" ertönt. es reichen minimale impulse.


    solche minimalen impulse und gedanken sind es über den ganzen tag verteilt, die ihm bei dem, was er tut oder wo er ist, aus der bahn wirft.

    wie gesagt, hört er uns kaum zu, bzw. kann sich kaum konzentrieren. er lebt total in seiner blase.


    medienzeit verlängern kann ich schon verstehen und klingt auch logisch. aber bei einem so reizoffenen kind ist das wie gift, also es kommt mir jedenfalls so vor, als würde ihn das am ende nur NOCH hibbeliger machen. er driftet dann noch weiter ab. es dreht sich schon jetzt fast alles nur um die medienzeit, dafür lebt er durch und durch, alles andere dringt kaum zu ihm durch. das kann ja dann nicht gut sein, denke ich mir. seufz.


    ich möchte ihn ehrlich gesagt in eine waldorfschule haben - da wird konzentration auf sinnliche erlebnisse, körperlichkeit, ganzheitlichkeit ja gefördert. ich kann das zuhause kaum leisten, bin mit meinem latein am ende. er ist sehr willensstark und ich bekomme ihn nicht raus oder zum spielen, zum basteln, nix. das einzig analog ist noch eine partie tischtennis oder eben bücher.


    er hat jetzt stark angedockt an einen freund in der nachbarschaft, der sehr kreativ und temperamentvoll ist. die beiden hängen nur noch zusammen ab. mein sohn nimmt zuweilen das verhalten und die ganze art, sogar die sprache dieses jungen an. er scheint komplett von ihm aufgesogen zu werden. es ist irgendwie ja auch schön für ihn, aber zugleich finde ich es ein bisschen bedenklich... naja.


    das ist jetzt etwas durcheinander und wirr, wahrscheinlich. aber musste grad mal raus.

    danke nochmal an eure beiträge, die ich alle lese und hilfreich finde!!

    julbats

    hello zusammen,


    ich würde gerne mal eure meinung und vielleicht auch tipps einholen.

    mein sohn ist 9,5 und geht in die dritte klasse, grundschule. er ist ziemlich plietsch und kommt wirklich überall top mit.

    kognitiv quasi ein as ist er aber emotional sehr auf der hochsensiblen seite einzuordnen.

    und irgendwie hab ich grad deutlich das gefühl, dass seine ganze entwicklung gar nicht in eine so richtig gute richtung geht...


    da ist zum einen sein mega-hoher anspruch an sich selbst in der schule. er ist ja schon mit der beste schüler, ohne sehr viel anstrengung. aber er macht sich das leben total schwer, weil er sich selbst ohne not total unter druck setzt. die ganze schule scheint ihn zu stressen. er arbeitet immer unter hochdruck - jetzt zu erleben beim homeschooling - und rastet schon bei kleinigkeiten total aus. wenn er mal eine aufgabe nicht SOFORT kapiert zb. oder etwas unvorhergesehenes passiert, neuer stoff kommt oder so. auch wenn er MAL ein arbeitsblatt verliert oder verlegt hat, bricht für ihn eine welt zusammen. er weint total oft bei solchen sachen und ist wirklich ein nervenbündel. er hat total angst, etwas falsch zu machen oder nicht zu schaffen. er liegt oft abends wach und ist voller unruhe, weil er an die schule denkt. er geht auch überhaupt nicht mehr gerne hin und ist zb. sonntagsabends wirklich unglücklich und voller kummer.


    (man muss dazu sagen, dass wir eltern wirklich null druck machen. es war früh klar, dass er kaum hilfe braucht und wir haben ihn, genauso wie seine schwester, weitgehend machen lassen mit allem. wo nötig, bekommt er hilfe und wir gucken mit und unterstützen, aber im grunde ist das kaum nötig...!)


    ich gebe eine teilschuld seiner ehemaligen klassenlehrerin. eine dame kurz vor der pensionierung, die war mega-streng und hatte eine mega-kurze lunte bei schüler*innen, die nicht alles auf die kette bekamen. aus lauter angst, von ihr womöglich auch mal gemaßregelt oder kritisiert zu werden, ist unser sohn quasi hochangepasst. auch hat es ihn fertig gemacht, mitzubekommen, wenn andere kinder immer wieder schimpfe kassiert hatten, wenn sie mal einen fehler machten. diese lehrerin ist seit einem halben jahr weg (krankgeschrieben und ich bete wirklich, dass sie nicht zurückkommt...) - und immer noch weint mein sohn reflexhaft, wenn er meint, er hätte etwas falsch gemacht... es ist furchtbar. die lehrerin, die dort jetzt vertritt, weiß kaum, was sie mit ihm machen soll und ist selbst schon ganz verunsichert.


    eigentlich ist das mein thema und ob ihr eine idee habt. ich habe den eindruck, mein sohn ist richtig traumatisiert von der lehrerin. und ich frage mich, was ich tun kann, um ihm zu helfen.


    das andere thema - es hängt vielleicht mit dran: er ist, wie viele jungs in seinem alter, total wild auf computerzeit wir maßregeln das ziemlich (halbe std./tag, er spielt vor allem minecraft und guckt sich youtube-videos von minecraftern an; darüber hinaus darf er seit weihnachten selbst videos schneiden). aber den ganzen tag drehen sich seine gedanken darum. er ist hibbelig und unruhig und weiß - ohne seine freunde in der nähe - nichts mehr mit sich anzufangen und ist sehr unleidlich. alle vorschläge von uns oder mit uns was zu machen, sind ihm zu öde und zu doof... und ich meine wirklich ALLE. um das bild von ihm rundzumachen vielleicht noch: er ist ne echte leseratte. er hat alle lucky lukes verschlungen und neulich innerhalb von 2 wochen alle asterix-bände... wir können gar nciht soviel lesestoff nachliefern, wie er braucht...


    ich frage mich auch, ob die themen zusammenhängen.


    viel geworden. vielleicht hat jemand eine idee dazu. ob und was man tun muss - vor allem in dieser schulsache.

    DANKE vorab schonmal

    sagt

    julbats

    ich wollte nochmal danke sagen - für eure vielfältigen eindrücke und gedanken und meinungen dazu. alles sehr hilfreich. in beide richtungen.

    ich habe heute mit dem leiter des seminar gesprochen und auch sehr offen die altersfrage diskutiert. tja. ich geh mal nen schritt weiter und bewerbe mich für nen aufnahmetag.

    mich kribbelts ziemlich bei dem gedanken, nochmal richtig viel zu lernen - und eben genau das. ich denke auch, dass es richtig hart wird und nicht leicht. andererseits fühlt es sich so an, als wäre ich nochmal 25 und das ganze leben liegt plötzlich vor mir. mal sehen, wie weit ich komme, mit diesem schwung.

    hallo zusammen,


    ich bin ende 40 (huch!). die kinder sind 9 und fast 14. ich lebe im wechselmodell. und ich bin beruflich irgendwie in einer sackgasse. und ich habe auch immer weniger lust, in dem bereich weiterzuarbeiten, in dem ich jetzt bin (pr und marketing). der spirit in der freien wirtschaft ist mir irgendwie fremd und gegen die neue generation, die mit master-studiengängen, hochspezialisiert, von den unis auf die jobs strömen, komme ich gar nicht mehr an, bzw. nicht mehr mit.


    ich überlege jetzt, ob ich nicht nochmal ganz von vorne was ganz anderes anfange, wo erfahrung und menschlichkeit etc. im vordergrund steht und gebraucht wird. also wo ich auch irgendwie noch einen sinn drin erkennen kann.

    superviele optionen gibts da gefühlt nicht.

    meine große ist auf einer waldorfschule und ich habe gestern eine infoveranstaltung besucht zum thema "waldorf-lehrerin" werden.

    das hört sich irgendwie super an. was sinnvolles, ich werde ziemlich sicher eine anstellung finden, kann es mind. bis zur verrentung noch machen, vielleicht sogar drüber hinaus.

    die ausbildung ist spannend - sehr künstlerisch orientiert.


    aber - ich frage mich schon - ob ich nicht zu alt bin, eigentlich.

    also ob ich das alles - soviel neues lernen - auch energetisch "noch" schaffe.

    wenn ich dann loslegen würde, als lehrerin, wäre ich ca. 52/53.

    jungejunge. die oma vor den lütten!


    gerne her mit euren meinungen. auch gerne best-practise, am besten was zur er/aufmunterung. ;)


    danke! julbats

    danke für euren input!


    @mi-ka-do also zwingen kann ich die kinder gar nicht. ich wüsste gerne, wie ihr das überhaupt macht? ich kann schimpfen, drohen, erpressen, säuseln, bitten, betteln, bestechen, überreden ... NIX tut sich. sie sind mega-stur, beide. waren sie schon immer. ich habe das vielleicht ein paarmal hinbekommen und sie sind mit los, aber zunehmend wird dann verzögert, geschmollt, genölt, gemotzt, getrödelt und ein langes gesicht gemacht - da hab ich immer weniger lust und energie zu ehrlich gesagt. resigniert kann man auch sagen.


    die große ist 13 und bewegt sich derzeit wirklich fast gar nicht... das ist aber schon pubertät. #hmpf


    es geht mir eigentlich um alle wochenenden - also nicht nur zu corona-zeiten. und ja, sie sind beide - zusammen oder allein - schon länger immer mal gelegentlich allein. da geh ich fix einkaufen oder zu schulzeiten bin ich halt noch nicht zurück, wenn sie es schon sind. das ist kein problem für sie. aber ich mein, an den gemeinsamen wochenenden (ich habe sie immer eine woche im wechsel) : ich würde gerne für länger raus, grad wenn das wetter so herrlich ist! ich war dann heute 5-6 kilometer entfernt mit dem rad unterwegs, 2-3 stunden. telefonisch erreichbar, ja logisch. aber eben nicht ganz um die ecke.


    und ja, wir machen drinnen was zusammen. aber es fühlt sich so an, als würden wir die zeit am wochenende überhaupt nicht richtig zusammen qualitativ nutzen. naja. seufz.

    hey ihr,

    ich habe zwei kinder, mädchen 13, boy 8.

    es sind beides schon immer wahnsinnige stubenhocker gewesen.

    am wochenende will ich aber raus und in die sonne, in den wald, in den park, egal. wir wohnen in der stadt, haben keinen privaten garten oder so. ich sitz die ganze woche im büro und drinnen!

    die zeiten, in denen man sie packen und in den kinderwagen setzen konnte, sind vorbei...


    und jetzt verweigern sie sich komplett! ich bin (teilzeit)-ae und mich käst das richtig an. ich möchte gerne vor die tür - und kann nicht.

    heute war es wieder besonders heftig. strahlender sonnenschein und ich fühle mich, wie im kinderknast!


    beide wollen zb. auch nicht fahrradfahren. was ich richtig absurd finde! bewegen ist für sie anstrengung und discomfort. beim spazierengehen tun dem kleinen angeblich "die füße weh". ich denke alle überredungstaktiken, tricks, verlockungen etc. habe ich schon durch. und ja, beim vater isses genauso. der ist auch genauso angenervt.


    am liebsten wollen sie nur abhängen, hörspiele hören, lesen. manchmal sogar den ganzen tag im pyjama bleiben.

    boah. war ich heute genervt!


    ich habe es heute nicht mehr ausgehalten - corona-zeiten tun ihr übrigens - ich bin einfach aufs rad und habe sie alleingelassen. hat sie auch nicht weiter gestört. aber darf ich das? ich hatte ein schlechtes gewissen. die tochter ist zu den nachbarn gegangen, dort zu ner freundin. dadurch war der kleine allein, hat dann aber auch mit nachbarskinder im hof gespielt.

    und was ist mit meiner aufsichtspflicht? wie seht ihr das?? das würde mich mal interessieren.

    vielleicht will ich auch mal hören, ob hier nochjemand so "komische" kinder hat... #angst und ob es irgendwann vorbei ist (wobei sie dann wahrscheinlich zu ihren teenyfreunden fahren). ich frage mich - was ist denn das für ein familienleben?! bin ich nur noch zum essenkochen und für die mahlzeiten gut - denn in der woche ist die gemeinsame erlebnis-zeit ja (idr) auch sehr eingeschränkt. hm.


    danke fürs zulesen schonmal und eure impulse

    und liebe grüße,

    von julbats

    huhu, heute ist die stahlkrone wieder draufgekommen. wir haben eine andere praxis gefunden, sehr nette ärzte, haben sich alle super um sohni gekümmert. der zahn unter der krone ist komplett abgeschliffen und da war nix anderes mehr möglich (als die krone wieder druff).


    zugerichtet hat sie ihn! echt heftig.


    wir haben eine beschwerde bei der zahnärztekammer vorgenommen, dh. die dame hat jetzt zwei wochen zeit, um stellung zu beziehen zu dem fall.


    der "neue" zahnarzt hat mit ihr telefoniert, um zu erfragen, warum sie keine füllungen erwogen hätte (wie mit uns besprochen). da hat sie ihm gegenüber urplötzich behauptet, die zähne seien demineralisiert gewesen. was ziemlich abstrus ist, denn davon hat sie ja vorher keinen piep uns gegenüber erzählt. das war uns gegenüber auch keine begründung. der sohn war ja auch zur prophylaxe vorher in der praxis und da wurden seine zähne vom putzstatus her und so angschaut und auch eher gelobt.


    die dame hat auf diversen portalen von uns ne entsprechende bewertung bekommen und auch beim kieferorthopäden habe ich sie gemeldet - die empfehlen sie wohl erstmal nciht unbedingt weiter.


    mehr können wir nicht machen.

    darf ich mal fragen, was in diesem aufklärungsbogen so drinsteht? also infos über die füllungen oder wie?

    wie gesagt - zur narkose gabs den (üblichen) bogen.


    ich mache mir solche vorwürfe, dass ich vor der op nicht ne zweite meinung eingeholt habe. sowohl ich als auch der vaterhatten das eigentlich vor. haben es aber einfach nicht geschafft. ich hatte auch gleich son komisches bauchgefühl bei der klinik. aber wir haben einfach den für uns angeblich "bequemsten" weg genommen. und gehofft bzw. darauf vertraut, dass die schon wissen, was sie tun.

    huhu, wir haben übrigens GAR KEINEN aufklärungsbogen zum material bekommen oder gar unterschrieben. außer den zur narkose.


    und beraten hat uns wegen des materials auch gar nicht die ärztin, sondern ihre kollegin. die haben da sone strenge arbeitsteilung. von daher behauptet die ärztin nun auch, das wir über dinge gewusst haben müssten, die ihre kollegin so gar nicht gesagt hat.

    danke für eure antworten.

    er hat furchtbar geheult beim abendessen, weil es sich alles so komisch für ihn anfühlt, er meint, er kann vorne die zähne nicht mehr so zusammenbeißen wie sonst. außerdem hat er panik, dass die anderen jungs in der schule ihn hänseln.


    mir ist eingefallen, dass die ärztin selbst die zähne NIE angeguckt hat, sondern rein nach röntgenbild diagnostiziert hat. und bis zum schluss auch meinte, das sie das alles erst richtig während der op angucken könne.

    das ist doch absurd oder?


    die frau in der praxis, die die reinigung - auch zur gewöhnung - vorgenommen hat, hat es so liebevoll und geduldig gemacht, dass mein sohn eigentlich gar nicht mehr sooo ängstlich war. davon wollte die chefin/ärztin aber gar nix mehr hören.


    ich bin mittlerweile auch zu dem entschluss gekommen, dass das ziel von vornherein eine narkose war - und dass diese praxis damit kohle scheffelt. kinder im akkord sanieren, ohne langes blabla.


    die hinteren zähne sind nicht betroffen. ist das gut?

    liebe rab*innen,


    heute war ein furchtbarer tag. mein sohn (8) hatte eine zahn-op. schon länger geplant. er hatte ein riesenloch in einem backenzahn, das auch schon wehtat. da sollte lt. ärztin eine stahlkrone drauf.


    weil er ein angstpatient ist, und wir schon echt viel huzzle mit ihm hatten, wurde uns zur narkosebehandlung geraten. auch weil dann auf den röntgenbildern noch weitere 6 mini-löcher zwischen fast allen anderen backenzähnen gefunden wurde. alles in einem rutsch war die empfehlung der kinderzahnärztin.


    dann war die diskussion, welche füllung für die minilöcher. wir haben uns gegen kunststoff entschieden, weil da eine füllung 70 euro kosten sollte - isja nicht wenig bei 6 löchern.


    uns wurde auch gesagt, dass zement nicht so hochwertig sei etc. pp. aber das wird eben von der kasse bezahlt. und ich habe extra noch gefragt, ob diese füllungen denn - da auch zwsichen den zähnen - die prodzedur mit zahnseide täglich überstehen würden. es hieß ja, kein problem. so schlimm sei es auch nicht.


    als die ärztin uns nach der op zum gespräch bat, dann das grausame erwachen: sie habe nun ÜBERALL (auch auf die 6 zähne mit den minilöchern) stahlkronen draufgemacht. kommentar und begründung der ärztin: wir hätten ja kein kunststoff gewollt und sie könne es nicht verantworten, dass die billigen zementfüllungen im schlimmsten fall nach 2 wochen rausfallen, zumal der sohn ja nur narkotisiert behandelt werden könne und da sei zement einfach nicht gegangen.


    wir waren sprachlos und meinten, von dieser option war NIE die rede. der vater und ich saßen ja beide im vorgespräch (ich sogar in zwei vorgesprächen!) und wir sind ja nicht doof, sondern waren uns sicher (zumal wir eine solche lösung bestimmt nicht gewollt hätten und bei der gefahr wahrscheinlich auch zur sicherheit die teuren kunststoffüllungen genommen hätten... ).

    weil wir so am staunen und nachfragen waren und meinten das wäre uns null gesagt worden und nicht bewusst gewesen, wurde die ärztin sogar pissig (!) und meinte, das aufklärungsgespräch hätte unter zeugen stattgefunden (sie verwies auf ihre kollegin) und sie würde diese gespräche 5-6mal am tag durchführen und das könne gar nicht sein.


    ich finde das einfach nur furchtbar. wie man uns behandelt hat, dass er diese dinger jetzt drin hat, dass ich nicht weiß, was das überhaupt mit seinem biss macht - er meint, er könne gar nicht richtig aufeinanderbeißen wie sonst. klar - die werden ja auch nur draufgepappt und nicht geschliffen und an den drüberliegenden zahn angepasst etc. das ist doch nicht EGAL oder?? es sieht natürlich auch furchtbar aus... und er muss sie jetzt tragen, bis die zähne rausfallen, irgendwann mit 11 oder 12!!


    bitte mal eure meinung dazu. zu den vielen stahlkronen, dem vorgang generell, einfach was euch dazu einfällt, und, falls jemand ne idee oder gar erfahrungen hat - was wir tun können.


    wir haben gleich ein protokoll angefertigt zuhause, von allen gesprächen, an die wir uns erinnern. wir möchten diese frau wegen körperverletzung anzeigen, ehrlich gesagt. leider haben wir keine rechtschutzversicherung.


    seufz.


    lg julbats

    Bis auf das Stubenhocken hört es sich nach meinem Sohn an :-)

    Mir fällt auf, dass das Wochenende und Ferien anfällig sind. Ich tippe, dass ihm da der geistige Input fehlt. Diesen Urlaub habe ich Knobelhefte undSudokus mitgenommen und ihm oft angeboten. Und das hat ihm gut getan.

    Kopftechnisch ist er den Gleichaltrigen voraus, Frustrationsgrententechnisch aber eben nicht. Er kann spannende Dinge kaum, bzw nicht aushalten, während sein 3 Jahre jüngeres Geschwister das mit links schafft. Beispiel : bei Frozen erträgt er den Konflikt bei der Krönungsszene zwischen Anna und Elsa nicht. Lego friends ist ihmoft zu spannend.

    Er ist gerade 7 geworden.

    stimmt, passt hier alles.

    unser wechselmodell ist sicher eine belastung für sein ohnehin etwas zartes gemüt. allerdings isses ziemlich harmonisch. fast wie ne familie nur in zwei wohnungen. mit gemeinsamen unternehmungen etc. und auch noch tür an tür.

    und ja, wochenenden und ferien sind auch besonders schwierig. ich glaube, ihm fehlt dann auch die feste tagesstruktur!


    habt nochmal dank

    hey, danke schonmal!

    ich habe auch gedacht: zahnlückenpubertät. "wackeln die zähne, wackelt die seele"??


    also von seiner schwester (12) kennen wir das so irgendwie NICHT, bzw wenn, dann war es viel früher. mit fünf oder sechs VOR der schulzeit. aber er ist in seiner entwicklung insgesamt ja einiges langsamer.


    sein päckchen ist vielleicht, dass er in zwei wohnungen wohnt. also teil des wechselmodells ist. vielleicht entspricht das eigentlich so gar nicht seinem eigentlichem naturell (sicherheitsbedürftig) und kostet ihn natürlich auch kraft. er lebt aber schon so, seit er 3 ist.

    Liebe Rab*innen,


    unser Sohn ist grad acht geworden. Und hat grad wieder eine Phase, in der wir ziemlich an unsere Grenzen kommen:


    - er hat ne total kurze Lunte, flippt mind. fünf bis sechsmal am Tag richtig aus, und zwar wegen Kleinigkeiten - immer dann, wenn es nicht nach seinem Gusto läuft. Z.B. braucht er was zu schreiben und muss erst laufen, um einen Kuli zu holen. Die Butter liegt nicht richtig auf dem Brot. Oder die Nudelsorte ist die Falsche. Er tickt dann adhoc RICHTIG aus, heult und tobt von einer Minute auf die andere; schreit uns an und wird auch körperlich übergriffig. Boxt uns und schlägt Türen zu. Furchtbar ist das. Er ist dann einfach RICHTIG verzweifelt, wie in einem Käfig. Es ist schwer, das zu sehen.


    Er hatte die Tendenzen schon immer so - mal mehr, mal weniger schlimm. Halt wenig Frusttolerant. Es ist also irgendwie eine Typfrage und mich würde einfach mal interessieren, wer "das" kennt, bzw. wie ihr mit sowas umgeht. Ich dachte immer, mit dem zunehmenden Alter wird es besser. Die letzen 2 Wochen lassen mich daran etwas zweifeln...


    Insgesamt ist er eher ein zart besaiteter Typ. Eher introvertiert, schüchtern. Aufgeweckt, ehrgeizig, leicht perfektionistisch, "schlau" aber auch sehr empfindlich. Sehr körperlich/schmusig und ziemlich verkopft, macht sich wirklich zuviele Gedanken. Eher ängstlich Neuem gegenüber. Hat lange fürs schwimmen lernen zB. gebraucht. Lesen ging ratzfatz - er will seiner Lehrerin aber auch alles recht machen. Eigenlich ist er da schon zu perfektionistisch und zu verkrampft fast...


    Er tobt auch total gerne und mag sich spüren - laufen, Fußball etc. - ist aber ist kaum rauszubewegen - ohne seine Freunde: no way! Er ist etwas rastlos und dummerweise eher son hartnäckiger Stubenhocker. Liebt Hörspiele, starke Suchttendenzen zum Tablet-Spielen (darf täglich 30 Minuten was daddeln, guckt derweil Ninjago-Lego-Filmchen auf YT-Kids... seine Spielzeit ist für IHN sein Schönstes, eigentlich scheint mir, ist er viel zu "zart" dafür, aber ihm es gänzlich vorzuenthalten geht irgendwie auch nicht mehr...), Lego-Nerd (!). Langweilt sich aber auch schnell...


    Zur aktuellen Situation: Nunja, es waren jetzt lange Ferien. Ich denke, ihm fehlen auch die festen Strukturen, daher die kurzen Nerven - Struktur und Sicherheit braucht er schon sehr! Es war alles zu durcheinander im Alltag und das "unberechenbare" ist auch gar nix für sein "zartes" Gemüt.


    Lang geworden... Danke für Eure Gedanken und Ideen dazu, wie man ihm helfen kann - oder was Euch so einfällt.

    julbats