Beiträge von moronathon

    Ich bin überzeugt dass vielen Menschen viel Leid erspart geblieben wäre wenn Rauchen nicht lange Zeit als cool und dazugehörend dargestellt worden wäre. Ich bin wahrscheinlich das was man als militante ehemalige Raucherin bezeichnet.

    Unglücklicherweise betrifft das ja nicht nur den Raucher selbst, sondern das gesamte familiäre Umfeld, wenn jemand z.B. aufgrund COPD nicht mehr wirklich alltagstauglich ist. Da kann man sich selbstverständlich nicht entziehen als Geschwister oder Kind oder Enkelkind.


    Dass Rauchen mit Lungenkrebs und anderen Atemwegskrankheiten verquickt ist war schon Anfang(?)/Mitte der 80er Jahre bekannt - spätestens jedenfalls, seit der erste Marlboro-Mann an einem Lungenemphysem und der zweite Marlboro-Mann an Lungenkrebs gestorben ist. Ich hab' in diesem Zusammenhang eher die "so schlimm wird's doch nicht sein" und "hab' dich nicht so wegen so ein bisschen Rauch" -Einstellung persönlich erfahren.

    Und was meintest du dann mit deinem ersten Satz?

    Wir kommen vermutlich in dieser Diskussion auf keinen grünen Zweig. Das ist nicht böse gemeint, die Positionen in dieser Frage sind nur zu weit voneinander entfernt. ich finde den thread insofern gut, als dass eine Menge verwertbare Quellen und Informationen genannt wurden, aus denen sich jeder sein eigenes Urteil bilden kann.

    Ich persönlich mache es wie bisher auch: wenn sich ein Raucher oder Dampfer neben mich setzt, steh' ich auf und setz' mich woanders hin, und zwar ohne böse Blicke oder blöde Bemerkungen - mein persönlicher Weg des geringsten Widerstands.

    Wir sollten uns in 10 Jahren mal unterhalten, wenn die ersten statistisch relevanten Langzeitstudien zum Dampfen aussagekräftige Ergebnisse liefern.

    Hat nicht irgendwie alles allergisches Potential?


    Wie ich jetzt weiss, ist PG nicht atemwegreizend. Das fällt schon mal weg.

    Nein, es hat bei weitem nicht alles allergisches Potential.


    Im BfR steht zu PG Folgendes:


    Dem BfR liegen keine Informationen zum Allergiegeschehen nach Inhalation von PG-Dampf

    vor. Gemische aus PG und PG-Ethern (PGE) werden als Lösungsmittel wasserbasierter Farben verwendet. Es gibt erste Hinweise darauf, dass die chronische inhalative Exposition von

    Kindern gegenüber PG/PGE-Gemischen die Wahrscheinlichkeit erhöht, an Rhinitis oderAsthma zu erkranken (32). In dieser Studie betrug die PG/PGE Konzentration (Median)

    7,63 μg/m3, und liegt somit um einen Faktor von 14000 unter der niedrigsten gemessenen PG-Dampfkonzentration (99 mg/m3) der E-Zigarette.


    Die aktuelle Einstufung mag "nicht atemwegsreizend" sein, die berücksichtigt aber vermutlich nicht die dauerhafte Inhalation.


    Darüber, dass Dampfen nicht in der Weise gesundheitsschädlich wie Zigaretten ist, sind wir uns sicher einig. Die Gesundheitsschädigung erfolgt eben auf anderem Weg und über andere Stoffe.

    (Und ich kann nur ganz schwer nachvollziehen, wie man so selektiv lesen kann, dass man das als unrelevant abtun kann.)


    Das Dampfen als den heiligen Gral zu vermarkten, der so harmlos wie Kaugummikauen ist, halte ich deshalb für grundfalsch - gerade für Jugendliche. Die lesen nämlich nicht die Veröffentlichungen des BfR, sondern noch selektiver bei peers und im internet (und evtl. den Eltern).

    Zu spät zum editieren:


    die.lumme hat's ja jetzt schon öfter gesagt, ich wiederhol's trotzdem nochmal - auch auf die Gefahr, euch zu langweilen.


    Das Ausgangsliquid kann noch so ungiftig sein, entscheidend ist, was beim Verdampfungsvorgang mit den Inhaltsstoffen passiert. Und hier passiert sehr wohl chemisch/oxidativ etwas, sonst wären im Dampf nicht Stoffe nachgewiesen worden, die im ursprünglichen liquid gar nicht vorhanden waren.


    Propylenglykol ist z.B. bei solchen Temperaturen nicht unzersetzt verdampfbar, das kann jeder Laie selbst bei Wikipedia nachlesen:


    Propylenglycol ist mit Wasser und polaren organischen Lösemitteln mischbar. Bei hohen Temperaturen oberhalb 150 °C ist es oxidationsempfindlich.






    Zitat

    beispielsweise Propylenglycol zu Reizungen der oberen Atemwege führen und die Lungenfunktion beeinträchtigen

    auch das stimmt, ist aber auch reversibel.

    Woher weißt du das, wenn das nicht mal das BfR weiß?


    Der link zum BfR ist wirklich lesenswert, vielen Dank dafür. Besonders aufgefallen ist mir diese Stelle:


    Dem BfR liegen keine Informationen über die Menthol- oder Linalool-Konzentrationen im

    Liquid oder Dampf der E-Zigarette vor. Es ist wahrscheinlich, dass inhaliertes Menthol die

    Kälterezeptoren (TRMP8) der Lunge aktiviert und die Reizwirkung des Dampfes, ähnlich wie

    beim Tabakrauch, reduziert (20). In der Folge würden die reizenden Wirkungen des PGs,

    Formaldehyds und Acroleins reduziert und damit der Konsument kanzerogen wirkendes For-

    maldehyd und Acrolein stärker und/oder tiefer inhalieren. Auf Grund fehlender Daten ist eine

    Bewertung dieses Sachverhalts jedoch noch nicht möglich. Obwohl viele Aromastoffe im

    Lebensmittelbereich verwendet werden, sind

    die gesundheitlichen Folgen einer regelmäßi-

    gen inhalativen Aufnahme weitgehend unbekannt.

    Linalooloxid wirkt auf der Haut als Kontaktallergen (21). Das allergene Potenzial inhalativer



    Expositionen ist nicht bekannt. Die Wirkung auf den Menschen kann daher nicht einge-



    schätzt werden


    Man züchtet sich also unter Umständen eine manifeste Allergie oder Sensitivität heran - das ist nun wirklich nicht erstrebenswert.


    Alle Ezigaretten funktionieren nach dem selben Prinzip: Heizspirale, Biobaumwolle in der Spirale oder drum herum, um das ganze herum sitzt der Tank der meist mit 4 Sachen befüllt wird: Propylenglycol, Glycerin, Nikotin, Aroma.


    Die Aromen, die wir nutzen werden auch in Lebensmitteln verwendet, glaubt jemand allenernstens, daß bei namhaften Aromenherstellern gepanscht wird?



    Nein, davon muss man nicht ausgehen. Wohl aber davon, dass die Aromen ursprünglich zum Verzehr gedacht sind und nicht zur Inhalation. Wenn man auch mittlerweile sehr viel über Abbauwege und Produkte im menschlichen Verdauungssystem weiß man nicht viel darüber, was sie langfristig in Bronchien und Lunge bewirken.

    Manea ich hoffe sehr, dass Du nicht mich mit Deinem Post meinst.

    Denn ich schrieb davon, wie ich versuche, mich dem Passivrauch zu entziehen. Habe meines Wissens weder beeidigende, noch angreifende Worte verwendet. Habe niemanden angegriffen.

    nee, Heike, damit war schon ich gemeint.


    Manea

    Du kannst eine solche Argumentation natürlich lächerlich finden, ich finde sie nicht so unpausibel. Und auch wenn man beim Dampfen bleibt und nicht auf Zigaretten umsteigt, ist das in meinen Augen unnötig genug. Und ich hoffe wirklich, dass meine Töchter vernünftig genug sind, die Finger davon zu lassen (ohne Angst bzgl. Abrutschen in die Beschaffungskriminalität ;).)



    Utopia

    Es tut mir leid, dass du das als Hexenjagd empfindest. Das ist sicher von niemandem hier so gemeint. Ich kann da Wort für Wort bei Heike unterschreiben.

    Ich verstehe nicht (ganz allgemein in der Öffentlichkeit, nicht speziell hier im Forum), warum die E-Zigaretten so kritisch gesehen werden und versucht wird, das so schlecht zu machen, in dem immer wieder auf noch nicht bekannte Risiken hingewiesen wird.


    Solange die normalen Zigaretten erlaubt sind, braucht man da meiner Meinung nach nicht anzusetzen.

    Dass E-Zigaretten auf keinen Fall schädlicher sind,

    ist doch unbestritten. Und selbst wenn es Auswirkungen auf Nichtraucher gibt, sind die auf keinen Fall größer als bei herkömmlichen Zigaretten.

    Natürlich ist jeder Raucher, der seine normale Zigarette gegen eine E-Zigarette tauscht, bzgl. Passivrauchbelästigung/keine Kippen mehr etc. ein Gewinn.


    Man sollte aber auch bedenken, dass E-Zigaretten möglicherweise der "harmlose" Einstieg ins "richtige" Rauchen sein können, vor allem für Jugendliche. Ein bisschen so wie Alk-Pops. Da ist es durchaus sinnvoll, das Ganze nicht zu verharmlosen.

    (Medizinische) Statistiker und Epidemiologen aber nicht.

    Entschuldige bitte, aber eine solche "Studie " ist nicht das Papier wert, auf dem sie geschrieben ist.


    (Und dass die Ergebnisse der "Studie" direkt auf einer Lobby-Seite veröffentlicht werden hilft der Glaubwürdigkeit auch nicht direkt weiter.)

    Genauso mache ich das auch, die.lumme.

    (Und bei Dampfern mittlerweile auch.)


    Danke für die Studie, Sila. Die ist tatsächlich interessant und - da Fraunhofer m.E.- seriös. Darf ich mal den Abstract reinkopieren?

    Abstract

    Electronic cigarette consumption (‘vaping’) is marketed as an alternative to conventional tobacco smoking. Technically, a mixture of chemicals containing carrier liquids, flavors, and optionally nicotine is vaporized and inhaled. The present study aims at the determination of the release of volatile organic compounds (VOC) and (ultra)fine particles (FP/UFP) from an e‐cigarette under near‐to‐real‐use conditions in an 8‐m3 emission test chamber. Furthermore, the inhaled mixture is analyzed in small chambers. An increase in FP/UFP and VOC could be determined after the use of the e‐cigarette. Prominent components in the gas‐phase are 1,2‐propanediol, 1,2,3‐propanetriol, diacetin, flavorings, and traces of nicotine. As a consequence, ‘passive vaping’ must be expected from the consumption of e‐cigarettes. Furthermore, the inhaled aerosol undergoes changes in the human lung that is assumed to be attributed to deposition and evaporation.


    Seit 2012 ist auf dem E-Zigarettenmarkt einiges passiert - mittlerweile gibt's ja unterschiedlich Techniken, den Dampf zu erzeugen. Aber so ganz grundsätzlich gelten die Ergebnisse sicher noch.

    Mich stört das Dampfen viel viel weniger als das Rauchen, daher käme ich nicht auf die Idee, einen Dampfenden auf dem Bahnhof anzusprechen.

    Mir geht's da genauso, allerdings würgt's mich bei manchen Duftmischungen regelrecht (genauso wie bei klassischen Zigarettenrauchern) und ich gehe dann halt einfach ein paar Meter weiter.

    Dass das Dampfen grundsätzlich nicht so gesundheitsschädlich ist wie herkömmliches Rauchen liegt auf der Hand - es fehlen die cancerogenen Verbrennungsprodukte etc.. Welche Auswirkungen die Aromastoffe in hoher Konzentration auf lange Sicht auf Allergiesensibilität/Asthma etc. haben ist meines Wissens nach noch ziemlich unklar. Auf Dauer ist das aber sicher nicht empfehlenswert.

    edit: die.lumme hat's inzwischen auch schon gesagt.


    Nur so interessehalber: sprecht ihr jemanden an, der sich neben euch auf eine Parkbank setzt und eine Zigarette anzündet? Macht das einen Unterschied für euch, wenn das ein Dampfer ist?


    Die Fertigmischungen gibt es alle in verschiedenen Stärken, eine davon immer Nikotinfrei.

    Und es gibt mindestens einen Hersteller der ausschließlich nikotinfrei anbietet.

    Das weiß ich. Das bedeutet aber, dass eben 75% der liquids auf dem Markt Nikotin enthalten (die liquids gibt's ja meist in 3 Nikotinkonzentrationen, wenn ich das richtig in Erinnerung habe). Ich kenne nur wenige, die ohne Nikotin dampfen - und das sind diejenigen, die die E-Zigarette nur als Station zur völligen Entwöhnung vom Rauchen sehen.

    Nach einer Stunde Dampfen in einem geschlossenen Raum (siehe YT Video) ist keine Nikotinerhöhung der Raumluft festzustellen.

    Das kommt auf die Meßmethode und deren Nachweisempfindlichkeit an. Einem selbsterklärten Verfechter der E-Zigarette die Glaubwürdigkeit seiner Studie/Metaanalyse abzunehmen fällt mir persönlich echt schwer, das mag aber Berufskrankheit sein und ich bin ich schon zu lange im Analytiksektor tätig. (Und wenn ich das so auf den ersten Blick richtig sehe, ist der gute Herr Mayer nicht ganz unumstritten in der Mediziner-Community.)


    Um die Raumluftkonzentration ging's vorhin ja gar nicht, sondern die direkte örtliche Nähe. Wenn neben dir jemand dampft, wirst du nämlich sehr wohl Nikotin mit einatmen.


    Auberginen, Blumenkohl und Kartoffeln enthalten ebenfalls Nikotin!

    #rolleyes Mit dem winzigkleinen Unterschied, dass zwischen dem Nikotingehalt einer Zigarette und dem Nikotingehalt eines Kilos Aubergine der Faktor 10 000 liegt - und ich das Kilo Aubergine nicht auf einmal inhaliere :D.

    Stimmt, Aoide, die Ausgangsfrage war eine andere.


    Ich wollte nur nochmal konkret und eindringlich vor der Entfärbung mit CoulorB4 warnen, diesmal nicht so kryptisch wie vorher. Der Stoff, der für die Zerstörung des Farbstoffs zuständig ist (namentlich das Natriumsalz der Hydroxymethansulfonsäure) spaltet unter bestimmten (u.a. Wärme etc.) Bedingungen Formaldeyd ab, das bekanntlich krebserregend ist.

    Ob und wieviel Formaldehyd beim Entfärbeprozess entsteht ist unbekannt - mir persönlich wäre es das Risiko aber nicht wert.


    Dann lieber Entfärben mit Wasserstoffperoxid, das ist zumindest nix außer "ätzend". Und das ist über die Konzentration der Lösung kalkulier- und steuerbar.


    Ah, und noch ein Positivbeispiel zum Übergang grau mit Strähnchen. Die Praxisassistenz unseres Augenarztes hat das offenbar auch gemacht und das sieht wirklich gut aus. Ihre Ausgangshaarfarbe war (wie meine) ein hell/mittelbraun und jetzt hat sie sehr helle blonde Strähnchen, gemischt mit einigen sehr hellen grauen und hauptsächlich fast weißen Strähnen. Das macht null alt und sieht sehr gepflegt aus. So ungefähr stelle ich mir das vor ....

    So ein freundliches Pumuckl-rot kriegst du nur über Peroxidation raus (so wie in deinem Bild dargestellt aufhellen bis zum Blond)- das sagt zumindest meine Friseurin. Mit einem Toner kannst du nicht so stark am Farbton schrauben, dass das den Grundton aufhebt. (Ich gebe hier nur mein Gespräch von neulich wieder).


    Ansonsten: hast du dir mal die Inhaltsstoffe von dem Zeug angeschaut? Dagegen ist Blondieren und ein Toner drauf direkt öko. Never ever würde ich mir das auf die Kopfhaut pinseln.

    Es gibt auch Farbentferner (z.B. Colour B4), die deutlich schonender sind als Blondieren. Vielleicht wär das was für Dich? Und danach zum Friseur zum Farbabgleich mit dem Nachwuchs.

    Das würde ich auf gar keinen Fall in Eigenregie mit gefärbten Haaren machen - da ist man dann nämlich evtl. Pumuckl-orange oder Shrek-grün. Und diesen Farbton kriegt man dann wirklich nur durch heftiges Blondieren wieder raus.

    Mal sehen, ob ich mich traue. Aber gerade heute wurde mir 2x gesagt, dass mich das Färben so viel jünger aussehen lässt. Da fällt es mir schon schwer...

    Bei solchen Aussagen muss man einfach auf Durchzug schalten.

    Ich finde ja mittlerweile, was einen wirklich alt ausehen lässt, ist dieser 4/5- Wochen-Ansatz. Optimal sieht es ja nur bis 2 Wochen nach dem Färben aus, dann hat man irgendwann diesen Skunk-Streifen auf dem Kopf....

    Was ganz wichtig ist: mit anderer Haarfarbe (egal ob grau oder blondiert) muss man mal seine Schminkroutine überprüfen und evtl. nachjustieren.


    (Echt, mir fällt das auch schwer. Aber ein Jahr Perücke tragen wie Birgit Schrowange ist auch keine Option :D. )