Beiträge von FrauMahlzahn

    Also... Ich war ja hier sehr erfreut über die zwei zusätzlichen Ferientage, v.a. weil ich am 21./22. ohnehin schon Urlaub habe.

    Aber noch zwei oder Tage extra, neben hibbelnden Kindern 7 Stunden am Tag immerhin im Home Office arbeite?

    Danach oder zwischendrin Kinder lüften (und sich vorher streiten müssen deswegen) und nebenbei noch Weihnachtsvorbereitungen?


    Also, wenn es nach mir geht, nein danke.

    Trotzdem würden wir die Kinder wohl auch nicht in eine Betreuung stecken. Oder vielleicht doch? Schwierig. Abwarten, was sie morgen entscheiden.

    Bei uns hat die vierte Klasse ein Martinsspiel aufgeführt. Das haben sie dann gefilmt und die anderen Klassen haben es "im Fernseher" gesehen.

    Besonders gut kamen die Martinstüten mit Weckmann (vom Martinsverein) und Süßkram (vom Karnevalsverein) an.

    Tischlaternen gabs auch, ein großes Martinsbild wurde gemalt und eine Dankeschönbrief an die vierte Klasse verfasst.


    Insgesamt war es für die Kinder wohl toll.


    Es hängt also auch ein bisschen von der Fantasie der Beteiligten und dem gute Willen ab, ob man ein schönes Fest hat.

    Stimmt, FrauMahlzahn - wenn man die Vorquarantäne umsetzen will.

    Mehr ist das ja auch nicht. Es gibt den Menschen, die wollen die Möglichkeit die Vorquarantäne umzusetzen. Sind keine Ferien zwingt man den Schülerinnen und Schülern Kontakte auf und verhindert eine sinnvolle Vorquarantäne. Bzw. Erzwingt, dass der Familienbesuch (in kleiner Runde) nicht am 1. oder 2. Weihnachtstag stattfinden kann, sondern erst Silvester.


    Ich hätte ein solches Szenario auch als eine Bestrafung derjenigen verstanden, die die ganze Zeit vernünftig sind und Großeltern eben nicht sehen. Oder anders herum ist eine Belohnung für die Vernünftigen.


    Auf Bevölkerungsebene ist es infektionstechnisch - glaube ich - Jacke wie Hose wann Ferien sind. Aber nicht für eine wie auch immer große Gruppe von vernünftigen Menschen, die Weihnachten wenigstens einen kleinen Teil der Familie dennoch sehen wollen.

    Nur kurz: Bei uns in NRW gibt es durchaus Diktate. Die heißen bloß Lernwörtertests.

    Relativ früh in dee ersten Klasse gab es die ersten Lehnwörter, die wurden geübt und nach drei oder vier Wochen abgeprüft, dann kamen die nächsten.


    Das ist alles gut geübt (im Unterricht und als Hausaufgaben) und vorhersehbar und 1-2 Wochen vorher angekündigt. Aber Ziel ist ja auch, dass alle die Lernwörter können und nicht Kinder rauszuprüfen.


    Ich wollte es nur nicht so stehen lassen, dass es keine Diktate mehr gibt.

    Nach der Logik die Stätten zu schließen, die für die meisten Infektionen sorgen.


    Aber nein, ich will nicht ernsthaft Altenheime schließen.

    Aber wenn man nur den Infektionsschutz und den Schutz der Risikogruppen vor Corona (und sonst nix) bedenkt, wäre es eine gute Idee die Bewohner auf die Haushalte der Umgebung aufzuteilen.



    Tatsächlich wäre es aber wirklich eine gute Idee die Flüchtlinge in eigene Wohnungen ziehen zu lassen. Das würde tatsächlich etliche Infektionen verhindern.

    Ah, danke, genau das hatte ich nicht mehr in meinen Zitaten.


    Warum Schnappatmung? Ich sehe hier keine Schnappatmung. Warum wird so etwas geschrieben? Ich mach mal einen Thread dazu auf...

    Da ich nicht in den anderen Thread wandern will, und in dem Fall ja ich diejenige qar, mag ich einfach hier antworten:


    Ich hatte - als ich das geschrieben habe - den Eindruck es kam seitenweise (und tatsächlich hatte ich mich schon drei Seitenlänge mich bemüht nichts derartiges zu schreiben und zu argumentieren) "Wie kann der Laschet nur?" - "Dann können die Kinder ja keine Filme gucken" - "Schon wieder eine Schnappsidee" - "Dann gehen bestimmt alle shoppen" - "Das führt nur dazu, dass im Januar die Zahlen explodieren" - "Die zwei Tage bringen doch eh nichts"


    1.) bin ich natürlich nicht dieser Meinung, sondern hingegen sehr froh über diese Regelung, weil es uns hilft sich vorsichtiger verhalten zu können.

    2.) Hatte ich saß Gefühl, dass egal was ich schreibe es nicht gelesen wird

    3.) Hatte ich das Gefühl "alleine gegen alle zu sein "

    4.) und das hat dann das Faß zum überlaufen gebracht, war dann die häufig geäußerte Befürchtung, dass die Regelung zu erheblich erhöhten Infektionsgeschehen im Januar führt. Dann müsste man ja im Umkehrschluss den neun Bundesländern, deren Ferien sowieso am 21. beginnen, die Ferien auf den 23. zu verschieben.


    Trotzdem war meine Reaktion nicht angemessen

    Das tut mir leid.

    Fiawin Aber für alle vielleicht interessant: Ein Rechner zum Abschätzen des Infektionsrisikos einer speziellen Veranstaltung im Innenraum

    https://www.mpic.de/4747361/risk-calculator


    Das ist zwar natürlich nicht genau, gibt einem aber eine recht gute Idee davon an welchen Stellschrauben man drehen kann.


    Zur Ergänzung: Besucht eine infizierte Person mehrere Veranstaltungen hintereinander addieren sich die infizierten Personen.

    Für die Grundschulen ja. Für eine Haupt- oder Realschule 1/3 aller Klassenlehrer, also max. 1/3 des Kollegiums.

    Es kann sein, dass man für Verwandtschaft etwas lockert, vielleicht die Personenanzahl.... aber da glaub ich noch nicht dran.

    Und genau das war mein Gedanke: Sowas würde für Verwandtschaft gelockert... und das ist im Grunde sehr einseitig.

    Meine Herzensmenschen sind nicht verwandt.

    Ich glaube, so kam dieser Gedanke in mir auch auf, wegen genau dem.

    Ich glaube nicht dran, dass sich die Menschen Weihnachten mit Herzenmenschen (schönes Wort Runa) verbieten lassen. Viele werden es anders gestalten oder vielleicht kleiner feiern, weil sie es für sinnvoll halten. Aber niemand kann so viele Menschen kontrollieren. Und ein Verbot wird für sehr schlechte Stimmung sorgen und auch die Akzeptanz der Maßnahmen sinken lassen.

    Klar gibt es auch etliche Menschen, die mit Weihnachten nichts anfangen können. Aber 80% finden es doch wichtig.

    Fiawin Doch klar, wenn Du 5•4 (hintereinander) Personen siehst, dann hast Du 20 Personen gesehen. Es ist also zu 20 zusätzlichen Begegnungen gekommen.


    Wenn jetzt Du und diese 20 Personen im Raum sind gibt es für jede andere Person 16 zusätzliche Begegnungen, also 20*16+20 insgesamt. Das ist eine erhebliche Menge mehr. Denn die anderen Familien hätten sich ja sonst nicht getroffen.

    Fiawin Nuja, es ist eben nur eine relative Sicherheit, keine absolute. Nehmen wir der Einfachheit halber an man kann sich beim Lebensmitteleinkaufen nicht anstecken. Dann können Ansteckungen ja nur bis einschließlich Freitag dem 18. passiert sein.

    Gehen wir von den RKI-Quarantänezeiten aus, dann können wir sicher sein, dass eine Ansteckung eines Haushaltsmitglieder vor dem 10. Dezember in jedem Fall zu einer Symptomentwicklung geführt hätten - selbst wenn dieses in der Familie noch jemanden angesteckt hätte.

    Das heißt wir können uns nicht sicher sein ob wir eine Ansteckung zwischen dem 10. und dem 18. Dezember bemerken würden, soweit klar? Aber wir sind sicher, dass wir eine Ansteckung vor dem 10. gesehen hätten.

    Jetzt gehen wir im zweiten Schritt von den typischen Zeiten aus bei denen Symptome auftreten. Das sind 5-6 Tage nach Ansteckung. Genau genommen ist das der Median 50% der Infizierten entwickeln vorher Symptome, 50% danach.

    Typischerweise dauert es auch zwischen Erkrankungsbeginn 1. Fall der Familie bis zur Erkrankung des 2. Falls 3-4 Tage. Heißt also, gehe ich davon aus, dass Fall 1 asymptomatisch ist und erst Fall 2 Symptome zeigt. Bin ich mit zehn Tagen Vorquarantäne auf der sicheren Seite. Also ab dem 14.12.

    Bleiben übrig als "kritische Tage" der 13.-18.12 an denen sich jemand aus dem Haushalt ansteckt, der asymptomatisch ist und erst der 2. was anzeigt.

    Wenn der erste Fall schon symptomatisch ist, dann bleiben der 17. und der 18. übrig, an denen eine Ansteckung passieren kann, ohne dass diese bemerkt wird. Zu bemerken ist, dass das nur auf 50% der Ansteckungen an diesen beiden Tagen zutrifft, die anderen werden nämlich bis dahin symptomatisch.


    Spielen wir es mal anders durch: Letzter Schultag 22.12.


    Kritische Tage mit asymptomatischer Person zuerst auch ab dem 13. , Insgesamt damit 7 Tage (oder 5, wenn man das Wochenende mit Isolation abzieht), Kritische Tage mit Symptomatischer Person zuerst 6 (oder vier, wenn man das Wochenende abzieht)


    Berücksichtigt man noch, dass man typischerweise 3-5 Tage nach Infektion bereits ansteckend ist, sieht man dass wenn man all diese Faktoren aufsummiert, doch das Ansteckungsrisiko doch erheblich senken kann durch die zwei freien Tage. Und noch mal mehr, wenn man sich erst am 25. trifft. Trifft man sich erst am 26. ist in diesem Szenario nur ein nennenswertes Risiko in der Variante 1. Person ist asymptomatisch zu sehen und 2. Person (die sich ja auch erstmal anstecken muss) ist noch nicht symptomatisch.


    Also nein, das Risiko ist nicht Null, und große Party und Kuschelrunde ist auch nicht angesagt. Lüften und Masken und a das auch wichtig. Aber es ist eben ein guter, zusätzlicher Baustein. Der das Risiko doch um 50% oder mehr senken kann.

    PaulaGreen In dem einen Fall (NRW) entscheidet das Land, im anderen Fall (BW) wird den Schulen aufgebürdet den Konflikt auszutragen (lieber früher Weihnachten oder lieber Faschingsferien?). Ich finde da wird unnötig Unruhe und Konfliktpotential in die Schulen rein getragen (also noch mehr als es ohnehin schon gibt). Abgesehen davon ist das "Wir streichen dafür zwei andere Tage" in NRW auch noch lange nicht durch.


    Fiawin Es sind mindestens fünf Tage (Heiligabend ist der Donnerstag) und wenn man sich erst am 1. Feiertag trifft und Heiligabend in der Kleinfamilie feiert, dann sind es sogar sechs Tage.

    Klar darf man darüber sprechen. Aber die Lösung in BW ist doch deutlich anders als in NRW und die BW Lösung finde ich ... suboptimal.

    Ebenso wie eine Losung ohne Betreuungsangebot.


    Aber Probleme der Kontaktbeschränkungsdefinition sehe ich unabhängig von der Feriengeschichte.


    Nur Blutsverwandte und nicht Freunde oder Wahlfamilie ist einfach mies, egal ob mit früheren Ferien oder ohne.

    Da reden wir jetzt aber über ein Szenario, dass mit NRW hat früher Ferien nur noch am Rande zu tun hat.


    Ganz ehrlich, die alleinerziehende einsame Mutter wird auch einsam sein, wenn die Ferien zwei Tage später anfangen. Im übrigen ist für NRW (über das wir hier reden) eine Betreuung wohl geplant

    Damit wird sie nu auch nicht einsamer sein, als mit Schule. Leute, die zu Familienbesuchen fahren und sich isolieren wollen, werden zum großen Teil sowieso fahren - entweder mit oder ohne Schulkontakte - und mit Schule nicht noch zusätzlich andere Menschen am Wochenende vorher treffen.


    2. Problem Kontaktbeschränkungen: Das wäre wohl besser diese in BW entsprechend anzupassen anstatt am 21./22. Schule zu machen.