Beiträge von FrauMahlzahn

    Die Überlegung dahintter ist weniger speziell das zu Bett bringen, als viel mehr eine generelle Überlegung, wo es okay ist, Wunsch von Bedürfnis zu trennen und - zur Entlastung einer anderen erwachsenen Person - zu sagen, okay, du brauchst xyz, das macht Papa.

    Gerade das zu Bett bringen will ich den beiden im Augenblick auch definitiv lassen, weil es eben so eine lange aufgebaute exklusive Mama-Sache ist und ihm Sicherheit gibt.

    Ich kenne Herrn Juul nur aus einigen Interviews. Seine Bücher nicht.


    Ganz grundsätzlich ist doch "rabige" Erziehung bedürfnisorientiert und nicht wunschorientiert.


    Und klar erfülle ich Wünsche. Aber nicht alle. Und nein, manchmal ist es nicht gut den Wunsch zu erfüllen.

    Offensichtliches Beispiel von gestern Abend: Kind schläft schon beim Malen fast ein. Will aber nicht ins Bett "Ist nicht müde", ergo auch nicht Zähne putzen. Haben doch Zähne geputzt und Kind ist drei Minuten später auf dem Arm eingeschlafen.


    Wie oft wollen Kinder nicht in die Schule oder dem roten Ball auf die Straße hinterher laufen oder den 3. Riesenteddy haben?

    Nein, man kann nicht alle Wünsche erfüllen und wäre man wunschlos glücklich hätte man auch keinen Antrieb zu wachsen. Dennoch darf und sollte man vielleicht auch viele erfüllbare Wünsche erfüllen. Unerfüllbare Wünsche gibt es im Leben genug.


    Bedürfnisse hingegen muss man - so gut es denn geht - erfüllen. Immer geht es auch nicht.

    Nein, nein... Ist sie nicht.

    Behälter es im Auge.

    Wir haben einen sehr netten Kinderarzt, der hat einen nicht sprechenden Sohn. Das fand ich immer beruhigend.


    Natürlich gibt es auch selektiven Mutismus, aber ein dreijähriges Kind, das mit Familie und engen Freunden spricht, ist einfach normal. Irgendwann wird sie auch im Kindergarten sprechen. Dann beim Bäcker Brötchen bestellen und vielleicht sogar mal dem Kinderarzt die Hand geben (so weit sind wir dann doch nicht. Also mit dem Kinderarzt)

    Warte ab. Gib ihr Zeit und sprich mit den Erzieherinnen in einem Jahr nochmal, was sie für einen Eindruck haben. Vergiss auch nicht, es braucht ca. 6 Monate bis die Kinder ganz richtig im Kindergarten angekommen sind. Bis es für sie nicht nur Alltag, sondern auch ein Stück weit "zu Hause" ist. So wie bei uns auch, wenn wir einen neuen Job haben.


    Es wird, trau Ihr zu es im Kindergarten zu schaffen und vergiss das sprechen. Sie wird irgendwann anfangen irgendwie zu kommunizieren. Ihr gefällt der Kindergarten und sie lässt sich auf gemeinsame Aktionen ein. Alles wirklich gut.

    Klingt alles sehr gut.


    Nur Mut, sie wird reden, aber es wird dauern. In unserem Fall mehrere Wochen bis sie mit den Gruppenerzieherinnen gesprochen hat, ca. Ein halbes Jahr bis sie angefangen hat mit den anderen Erzieherinnen zu sprechen und ein Jahr bis sie (manchmal) mit den anderen Kindern gesprochen hat.


    Jetzt sind wir 2,5 Jahre später grade auf Kur und sie spricht an Tag 2 zumindest ein bisschen mit den Erzieherinnen und den anderen Kindern.


    Also, alles gut. Einfach Zeit geben, nix erwarten.

    Du kannst gehen bevor sie im Kindergarten spricht. Wenn Du nicht dabei bist, wird sie sogar vermutlich eher sprechen.

    die, die wirklich einfach fair beurteilen

    Hier OT, aber fair beurteilen bei mündlichen Prüfungen ist eine Illusion. Das kann keiner.


    Es gibt sicher Prüfer/innen, die sich nicht von der Kleidung oder Figur beeindrucken lassen, es mag sogar welche geben, die Frauen für die gleiche Leistung nicht schlechter beurteilen als Männer, aber irgendwelche Punkte, wo es mit der Fairness dann doch hakt, hat jeder.

    Ich war etliche Male Beisitzerin bei mündlichen Diplomprüfungen. Tatsächlich war ich überrascht wie gut man die einzelnen Kandidatinnen und Kandidaten einordnen konnte.

    Allerdings war es so, dass der Stoffumfang recht überschaubar war (ca. 1 Semester Vorlesung + Seminar). die Prüfung war auch anhand alter Prüfunhsprotokolle recht gut vorzubereiten. Wer zugehört hat, den ein oder anderen der die Prüfung schon gemacht hatte mal gefragt hat und sich nicht allzu dämlich angestellt hat, der ist da mit einer 1- raus.

    Die Kandidatinnen und Kandidaten durften sich ein Thema aussuchen mit dem sie anfangen konnten. Von dem ausgehend wurde dann weiter gefragt. Bereits in den ersten zehn Minuten mit dem vorbereiteten Thema konnte man sagen, ob die Reise eher Richtung 1 oder 2-3 oder 4-5 ging.

    Bei Prüfungen mit größerem Stoffumfang ist das sicher anders.

    Und Bewusstseinswandel:

    Damit meine ich ausdrücklich nicht alle, die hier Auto fahren, weil sie damit pro Tag eine Stunde Zeit sparen oder die Kinder nicht 1,5h auf den Bus warten lassen wollen oder oder oder


    Ein Beispiel: In Düsseldorf gibt es eine Nobeleinkaufsstraße, die Königsallee "Kö". Es gibt eine Gruppe, die möchte diese Straße autofrei gestalten. Nettes Bummelerlebnis, mehr Platz für alle... Verkehrstechnisch kein Problem, die Kö ist keine Durchgangsstraße, die irgendwo hinführt, Parkhäuser gibt es auch. U-Bahn sowieso

    Die Gruppe der dort ansäßigen Geschäftsleute ist dagegen. Sie befürchtet Umsatzeinbußen. Denn es gehöre dazu mit seinem schicken Auto auf der Kö zu cruisen und es zu zeigen.

    Da müssen also viele auf angenehmes Einkaufen verzichten, wegen ein paar Angeben?

    Ganz ehrlich. Ich würde mir wünschen die Politik zeigt denen einen Vogel und erklärt die Straße für autofrei.

    In London gibt es seit 15 Jahren die „Stau-Gebühr“, also eine City-Maut. Die Effekte waren bis vor kurzem sehr, sehr positiv. In den vergangenen beiden Jahren haben allerdings die Uber- und Minicab-Fahrten so stark zugenommen, dass das Verkehrsaufkommen wieder erhöht ist (Congestion Charge Artikel) .


    Nichtsdestotrotz ist die Londoner Innenstadt so viel viel angenehmer als noch vor 20 Jahren. Es gibt Radwege und Radler können inzwischen auch ohne Atemfilter überleben. Davon wird der innerstädtische Wohnraum nicht billiger, aber auch die Pendler freuen sich, in der Mittagspause atmen zu können :)

    Danke, das ist sehr spannend. Für Metropolen, wie Berlin, München, Frankfurt, Köln oder Düsseldorf ein spannendes Konzept.

    Ja, klar in diesem Fall ist das so. Aber es ging ja hier auch um "Ich kann mir das in der Stadt nicht leisten" und wenn man ehrlich ist, ist hier in erträglicher Pendeldistanz außerhalb nicht billiger - wenn man denn durch in der Großstadt wohnen ein Auto einsparen kann.


    Jetzt ist es bei uns so, dass meine Ersparnis, wenn es hoch käme bei 5 Minuten liegen würde. Auto vs. ÖPNV

    Bei Autokosten all in von 400-500€/Monat (davon 100€ Parkplatzmiete) vs. 73€ Ticket ist die Entscheidung klar.

    So, ich schreib jetzt was. Aber so richtig hab ich auch kein Rezept.


    Spazierengehen wird weithin unterschätzt. Ist eines der besten Dinge, die Du für Deine Gesundheit tun kannst und geht ohne anmelden, Geld, umziehen, duschen und sogar mit Baby.

    Nimm das Baby in die Trage und Lauf.


    Mach einen Nordic Walking Kurs. Baby in die Trage und los. Macht erstaunlich viel Spaß, ist ein Ganzkörpertraining und geht auch mit Baby.


    Schwierig finde ich es, wenn die Babys sich nicht mehr so mittragen lassen - dann braucht an eine Betreuung - oder wenn durchs Arbeiten keine Zeit mehr ist.

    Hier in NRW gibt es für fast jede größere Veranstaltung entsprechende ÖPNV-Tickets vom gesamten Verkehrsverbund.

    Ich glaube ein Problem ist auch, dass heute zwei Leute/Familie arbeiten. Nun kann man halt nicht gleichzeitig in der Nähe beider Arbeitsstätten wohnen.

    Ich denke, solange es darum geht, für sich als individuelle Familie alles zu optimieren kommt man ohne Pkw nicht aus, auch nicht in der Stadt. Die Berufstätigkeit beider ist da ein Problem, noch mehr, wenn beide Vollzeit arbeiten wollen oder müssen, damit Geld und oder Karriere stimmen. Die Kinder auf eine schicke Schule schicken zu wollen, beim unverpackt laden oder wochenmarkt statt beim Discounter nebenan, musikalische Frühförderung nach Job und kita,

    Dabei optimieren wir gar nichts. Wir kaufen bein Discounter um die Ecke, der Kindergarten ist 5 Erwachsenen-Fußminuten entfernt, die Schule ab Herbst 10 Erwachsenenfußminuten und die einzige außerplanmäßige Aktivität ist ein Schwimmkurs. 0815 AWO und mit ÖPNV erreichbar.

    Unser einziges "Problem" ist, dass wir gerne beide einen sicheren Job haben, der uns Spaß macht.

    patrick*star Klar, ich kann Dich verstehen. Von heute auf morgen ändern kann man nichts, jetzt werden die Weichen für in 30 Jahren gestellt. Und wenn ich neue Stadtviertel baue, muss ich dafür sorgen, dass die Infrastruktur vor Ort ist.


    Ganz ohne Auto könnten wir auch nicht. Mein Mann muss halt jeden Tag zur Arbeit fahren. Könnten wir uns kein Auto leisten, könnte auch nur einer von uns arbeiten.


    Ich fände es schon einen Fortschritt, wenn die meisten Mehr als 2 Personenhalte in der Stadt mit einem Auto auskämen.