Beiträge von Almarna

    ich bin total erstaunt, dass so viele Kerle das hinbekommen! Hand aufs Herz: Er trägt auch seinen Anteil am "mental load"? Organisiert selbstständig Geburtstagsgeschenke? Hat die Impftermine im Blick? Weiß, wann die Kids eine Klassenarbeit schreiben? Meiner ist seit 14 Jahren der "Hausmann" und bekommt das bis heute nur in lichten Momenten auf die Kette. Bullet Points auf einer Liste abhaken, Tisch abräumen, ein weinendes Kind trösten - check! Aber die Organisation? Hier nicht!

    Ihr seid zu schnell für mich, aber darauf möchte ich gerne noch antworten.


    Ja, das klappt hier prima. Mein Mann war jetzt 5,5 Jahre lang Hausmann und Papa und er hatte Kinder und orga technisch auch den Großteil des Mental Load. Ich hab die meisten Arzttermine gemacht. Hauptsächlich die, für die man telefonieren muss. Das liegt aber daran, dass er schlecht hört und sich am Telefon oft schwer tut. Kindergeburtstag (also den von unserem Kind) hat er organisiert, die Einladungen gemacht und verteilt. Es war immer nur er auf Elternabenden vom Kiga und hat mich "geschimpft", ich soll doch endlich mal das Protokoll lesen, wenn ich ihn Sachen dazu gefragt hab. ;) Wenn der Große wo eingeladen war hat er sich drum gekümmert ein Geschenk für das Geburtstagskind zu besorgen.

    Das ist hier nicht anders (kinder 5 und fast 3). Schokodoppelkekse werden grundsätzlich auseinandergebaut. Die Kinder essen das Innere und wir bekommen das Keks in die Hand gedrückt. Wenn ich darauf grad keinen Bock hab kauf ich keine solchen Kekse, ansonsten lasse ich sie.


    Wenn der Große von seinem Marmeladebrot nur die Marmelade runterschleckt und dann ein zweites Marmeladenbrot will, streich ich ihm frische Marmelade auf das alte Brot oder geb ihm einen TL Marmelade in einem kleinen Schüsselchen. Offenbar hat er da keinen Hunger, sondern will nur Naschen.


    Was ich unterbinde sind Matschereien von denen ich weiß, dass sie in verschwendeten Lebensmitteln enden. Ebenso wird das Ketchup reglementiert, denn sonst würden sich beide riesen Mengen auf den Teller tun, 3 mal ihre Würstel eintunken und der Rest trocknet dann ein.


    Allerdings habe ich auch Glück, dass wir so viel Viehzeug haben. Über angebissene Wurst freuen sich die Katzen. Angebissener Käse und abgeschleckte Butterbrote gehen an die Hühner. Das entpannt manches.


    Vollgeschmierte Haare sind mir auch relativ egal (wenn sie in der Zeit nach dem Nachhause kommen passieren), denn beide Kinder baden mit wahrer Begeisterung und stecken auch immer freiwillig die Köpfe unter Wasser, sodass normaler Dreck immer gut ausgeschwemmt wird.

    Oder ist Ende Oktober so mieses Wetter das wir da nicht rumwandern wollen?

    Ich war ja immer nur im Sommer in Edinburgh, würde aber so rein grundsätzlich sagen: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung. :D


    Wie gesagt, die Ostküste ist deutlich trockener wie die Westküste und die Gegend ist total schön zum Wandern, wenn man das denn gerne tut. Mich würde es ja wenn dann zum Meer ziehen, ich steh total auf lange Strandspaziergänge und lebe hier ja doch ein schönes Stück weit weg vom Meer.


    Ich fand es ja hier total schön. Bin aber auch der totale Wasservogelfan. Hier kannst ein bisschen was auf Deutsch dazu lesen.


    Da ich hier am Land lebe und Städte gerne mag, würde ich wohl aber die Natur Natur sein lassen und mich gleich ins Stadtleben stürzen. Aber wenn ihr gerne beides möchtet, dann ist das sicher eine gute Mögleichkeit. Offenbar ist die Gegend ja auch sehr gut öffentlich erreichbar.

    Uns wurde vor vielen Jahren, ich glaub ich war damals noch in der Volksschule, maximal Unterstufe, am Gardasee das Auto aufgebrochen. Die Kameraausrüstung meines Vaters fehlte, genauso das Autoradio.


    Seither waren wir noch oft in Italien, es ist (uns) nie wieder was passiert. Als wir aber auf Süditalienexkursion waren, wurden wir von italienischen Mitstudenten gewarnt Rucksäcke immer mit beiden Trägern zu tragen, Fotoapparate umzuhängen und nie, nie, nie Wertsachen sichtbar zu tragen. Ach ja, und auch in Kleingruppen zusammen zu bleiben. Unser Prof war dann seine Kamera los, weil er nicht aufgepasst hat.


    Sprich, das gab es schon immer und wie oben geschrieben, die nicht gerade tolle wirtschaftliche Lage wird es sicher nicht besser machen.

    Ach ja, Shopping Tips: Alles was mit Wolle zu tun hat. Ist zwar nicht grad billig, aber ich hab jetzt noch eine Jacke die ich mir vor über 15 Jahren in Schottland gekauft hab. Also in jedem Fall das Geld wert.

    Unbedingt in Pubs essen und auf jeden Fall Haggis probieren! (gibt es auch in vegetarisch, falls das für dich relevant ist). Was ich auch sehr gut fand war Cullen Sink (eine Fischsuppe) und es lohnt sich auf jeden Fall mal Kippers zum Frühstück zu probieren. Vorausgesetzt man bekommt Fisch in der Früh runter, das ist nicht jederfraus Sache. Ich habe es geliebt.


    Anschauen... ja, Castle und Camera Obscura. Ich fand es aber auch einfach schön durch die Stadt zu schlendern. Edinburgh ist sehr vielseitig. Von der Hauptstrasse runter gehen viele schmale Gässchen mit vielen Stufen. Da durchwandern und die Aussicht bewundern fand ich total schön.


    Es gibt so einen hop-on hop-off Sightseeing Bus. Der ist sicher auch nicht so übel.

    Also Kriminalitätsstatistiken, Nobelpreise und Obdachlosenzahlen sind keine biologischen, sondern soziale Phänomene. Zumindest im Blog erwähnt er die Streuung auch in diesen Bereichen und die Anwendung von mathematischen Modellen suggeriert eben, dass es eine mathematische Gegebenheit wäre statt eine sozial bedingte.

    Ja, das ist das was mich daran auch massiv stört. Er kann ja gerne Modelle Rechnen, aber wenn dann wieder soziale Faktoren reingenommen werden, kann er sich das Rechnen auch sparen, oder in seiner Freizeit machen. Denn all diese Dinge da oben haben meiner Meinung nach echt 0,0 mit dem Geschlecht zu tun, sondern 100% mit der Sozialisation.

    Ich kann mich ja auch an die Zeitdifferenz in einer anderen Zeitzone gewöhnen (und ja, ich hab schon länger als einen Urlaub in einer anderen Zeitzone verbracht, ich weiß also, wovon ich spreche)

    Das schon, aber in der Zeit der entsprechenden Zeitzone entspricht ja dann die Zeit wieder (zumindest größtenteils) dem dortigen Sonnenstand und passt somit insich wieder zum Biorhythmus, sobald man den Jetlag überwunden hat.


    Während permanente Sommerzeit eben für (sehr) viele Leute total konträr zum Biorhythmus wäre und man sich nicht mal mehr auf die Rückstellung im Herbst freuen kann.


    Das klingt jetzt kompliziert, aber ich kriegs nicht besser formuliert.

    Es gibt auch Leute, die gerne früh ins Bett gehen und früh aufstehen und deshalb ganz bewusst für die Sommerzeit gestimmt haben.

    Ehrlich gestanden glaube ich aber dass diese Leute eine kleine Minderheit darstellen.


    EDIT sagt, wenn man gern früh ins Bett geht, dann hat man aber eh auch nix von den langen Abenden, weil man einfach ins Bett geht wenns draußen noch hell ist. Was bringt dann also die Sommerzeit?

    Wenn es nur ein kurztrip sein soll, würde ich einfach nach Edinburgh fliegen und über ein verlängertes Wochenende da bleiben. Edinburgh ist einfach nur #love#love#love, das Wetter meistens besser als an der Westküste und man kommt mit dem Bus zu allen wichtigen Sehenswürdigkeiten. Spannend wäre auch der Felsen wo die Tölpel wohnen, ich weiß aber nicht ob der ohne Auto gut erreichbar ist.


    Ach ja, und unbedingt vegetarischen haggis essen! #zwinker