Beiträge von Wattwurm

    Stimmt. Das neue Baby musste ich dann nach der Geburt auch immer mitnehmen. Es hätte ja Hunger bekommen können ...


    Aber bei vaginalen Untersuchungen hatte ich die Kleinkinder nicht mit dabei, glaube ich. Aber genau kann ich mich nicht daran erinnern. Der Arzt macht das aber dann auch nicht auf dem Stuhl, sondern auf der Liege. Und die "großen" wären ggf. nur etwas über 1 Jahr gewesen. Da ginge das schon noch - notfalls.


    Bei normalen Vorsorgeuntersuchungen etc. würde ich ein Kind auch nicht mitnehmen.

    Ich habe in 2 Schwangerschaften jeweils das Kleinkind fast immer mit dabei gehabt. Auch beim CTG schreiben etc. Das hat eigentlich immer ganz gut geklappt. Und meine Kinder sind sicher nicht die, die leicht ruhig zu halten sind. Am Anfang musste sich ein Kind auch erst mal an den Arzt gewöhnen und hat ziemlich geschimpft, bis es verstanden hat, dass es wirklich nur um mich geht und nicht um sie. Ich hab das Kind z. B. mit einem Buch auf meinen Beinen oder am Ende der Liege sitzen gehabt und der Arzt hat zusätzlich aufgepasst, dass es nicht von der Liege fällt. #haare


    Oder das Kind hat sich mit einem Spielzeug (neu, interessant) und Müslikeksen oder Hirseklingel etc. am Stuhl beschäftigt, der beim Schreibtisch des Arztes steht. Ich hab dann versucht, das Kind möglichst gut im Auge zu behalten.


    Mein Mann konnte auch kaum mal zu einer Untersuchung mit. Bei der dritten Schwangerschaft war er nur einmal mit dabei, glaube ich. Und bei der Oma konnte ich die Kinder jeweils auch nicht immer lassen.

    Ich finde es überhaupt nicht übertrieben, ins KH zu fahren, wenn du dir Sorgen machst. Ggf. würde ich auch nochmal versuchen, die Hebamme telefonisch zu erreichen. Aber wenn mich das zu sehr stressen würde, dass ich bei der Hebamme nachhaken muss, wenn ich ihr schon eine SMS geschrieben habe wegen der Sorgen, dann würde ich ins KH fahren. Ich weiß, dass das oft eine große Überwindung ist. Aber die sind eh da. Und genau auf dafür. Du kannst ja sagen, dass die Gyn-Vertretung auch keine Zeit hat. Die im KH werden bestimmt für so eine unaufwändige Sache kurz Zeit haben. Du kannst ja vorher anrufen und fragen, ob es gerade passt oder lieber in einer Stunde z. B.

    Was mir noch eingefallen ist (ich hab immer noch nicht alle Beiträge gelesen, deshalb - sorry, falls es schon genannt wurde): Ich habe meine großen immer auch noch Baby sein lassen und mache das heute noch so. "Wie als Baby" sagt auch die 6jährige noch, wenn sie zu müde ist, um sich alleine anzuziehen z. B. Ich weiß ja, dass sie es kann. Das reicht mir. Ich möchte aber nicht, dass meine großen dann ständig groß und vernünftig sein müssen, sobald ein kleines da ist, auf das sie natürlich auch mal Rücksicht nehmen müssen. Ich nehme sie also auch oft noch auf den Arm und sage zu ihnen "mein Baby" und lasse sie mal kurz wieder so richtig klein sein. Das genießen sie sehr. Wir Erwachsenen genießen es ja auch, wenn uns der Partner einen Kaffee bringt und uns mal umsorgt, auch wenn wir das alles selbst machen könnten.

    Ich konnte nicht alle Beiträge genau lesen.


    Wir hatten jeweils auch diesen Abstand. Und wir haben nur einen, der manchmal eifersüchtig ist. Und das ist das jüngste Kind. Aber das ist einfach noch zu klein, zum Teilen und braucht immer dringend Mamamilch, wenn eines der anderen auf meinem Schoß sitzt.


    Aber sie haben sich alle jeweils von Anfang an heiß und innig geliebt und sind bis auf die üblichen Streitereien ein tolles Team, zu zweit und zu dritt.


    Was mir wichtig war: Wir hatten auch gerade beim ersten Kind das Problem, dass sie sich nur von mir hat ins Bett bringen lassen. Ich habe durchweg totale Mama-Kinder, was nur langsam besser wurde und wird. Wir wollten auch, dass das Insbettbringen durch den Papa deutlich vor der Geburt des zweiten Kindes klappt. Aber da habt ihr ja auch noch viel Zeit. Zu diesem Zeitpunkt wäre das bei uns auch noch nicht möglich gewesen. In dem Alter kann das alles aber in ganz wenigen Monaten schon ganz anders aussehen.


    Ich habe aber auch bald nach den Geburten dann jeweils zwei bzw. drei Kinder gleichzeitig ins Bett gebracht. Oft ging das einfach auch wegen Terminen meines Mannes nicht anders. Aber ich hab jeweils ein Kind gestillt und das andere Kind hatte ich im anderen Arm, oder es hat sich an mich gekuschelt oder ich hatte das dritte Kind in der Trage, auf dem Arm oder an der Brust und hab bei den anderen gesessen, gelesen, gesungen, streichelt. Das ging alles irgendwie. Ich war oft erstaunt, dass sie selbst dann einschlafen konnten, wenn das kleine geschrien hat.


    War mir noch wichtig war: Wir haben den großen jeweils immer gesagt, wie toll die kleinen sie finden werden und finden, was die alles von ihnen lernen können, wie froh die sein können, so tolle große Geschwister zu haben, was eben sonst noch so toll daran ist, Geschwister zu haben. Wir haben immer betont, worin ihre Privilegien bestehen, was sie ja schon alles tun und essen dürfen und die kleinen nicht (natürlich nur ganz am Anfang, solange die kleinen noch gar nicht verstehen).


    Mir war wichtig, dass der Alltag der großen möglichst schnell möglichst so weitergeht, wie er vorher war. Dass die Termine wie Krabbelgruppe, Musikkurs, Kindergarten etc. nicht durch das neue Kind beeinträchtigt werden. Das neue Kind braucht oft ja erst mal nur Nähe und Milch. Beim Stillen hab ich dann vorgelesen. Ansonsten hat gerade am Anfang das kleine viel in der Trage oder im Laufgitter geschlafen. Die großen haben manchmal gefragt, wo das kleine gerade ist. Sie haben nicht bemerkt, dass es in der Trage ist oder mitten im Raum schläft. Das ist alles natürlich nur unter relativ idealen Bedingungen möglich, das ist mir klar.


    Die großen haben jeweils ein Geschenk von uns bekommen, als das jeweils kleine geboren wurde. Und auch der Besuch sollte sich jeweils erst mal um die großen kümmern und auch eher für die ein Geschenk mitbringen. Die kleinen brauchen ja meistens nichts, bzw. sind das ja eh immer Geschenke für die Eltern.


    Wie gesagt: Eifersucht hatten wir quasi nie. Erst jetzt - mit 6 - äußert die große hin und wieder den Wunsch nach Exklusivzeit. Aber ich glaube, den Floh habe ich ihr ins Ohr gesetzt. Wenn ich sie also mal mit zum Einkaufen nehme z. B., dann reicht ihr das aber auch schon.

    Wenn die großen Kinder das Gute-Nacht-Lied noch gut finden, ist das doch wunderbar! Ich stelle mir das total schön vor! Auch für die späteren Erinnerungen der Kinder an solche Rituale, die sie dann sicher gerne ihrerseits weitergeben.


    Mein 2jähriger besteht derzeit immer noch auf Einschlafstillen. Die 6jährige kann immer noch nicht alleine einschlafen. Die 4jährige nicht mehr und möchte auch wieder einschlafbegleitet werden. Ich lese also allen etwas vor und dann schlafen gerade alle drei im Familienbett ein.


    Ich finde gerade, wenn die großen schon selbst lesen und nicht mehr vorgelesen haben brauchen oder möchten, ein Schlaflied eine wunderbare, kurze und liebevolle Alternative. Das tut sicher auch Kindern in diesem Alter noch richtig gut. Wenn sie keine Lust mehr drauf haben, dann merkt man das schon und kann es ja weglassen und einfach noch etwas reden und dann gute Nacht sagen.

    Hm, ich glaube, ich würde gerne darüber diskutieren, dass es wichtig wäre, dass die oben genannten "negativen" Themen in der "bedürfnisorientierten Literatur" (also auch in Blogs, Social Media-Accounts, etc.) einen selbstverständlichen und größeren Raum einnehmen sollten.

    Angenommen die meisten Raben stimmen mit Dir überein (wovon ich ausgehe), dass diese "dunklen Seiten" präsenter sein sollten, dann frage ich mal weiter: Und wie wollen wir das erreichen?

    Indem wir davon erzählen und zwar einfach im direkten Umfeld.


    Indem man nicht nur erzählt, wie toll und super und klasse alles ist, sondern auch sagt, dass grad alles total blöd läuft.

    Ja! Ja! Und ja!


    Ich finde das total wichtig! In meinem Umfeld versuche ich das so oft wie möglich zu tun! Gerade in der Krabbelgruppe, in der viele Erstlingseltern sind, die oft sehr dankbar dafür sind, wenn wir ihnen sagen, dass nicht alles so und so perfekt laufen muss und es bei uns (wegen der größeren Kinder und der größeren Anzahl an Kindern) auch nicht immer perfekt läuft.

    So, und nun meine eigentliche Idee dazu: Gefühlt kommt mir das Thema "Bedürfnisorientiertheit ist keine Einbahnstraße" zu kurz. Also, ich würde mir wünschen, dass so "unschöne" Themen wie Überforderung, Abweichen vom bedürfnisorientierten Ideal aufgrund von eigener Bedürfnisse, postpartale Depressionen, Erschöpfung, Nutzen des Partners als Prellbocks für die eigenen Emotionen, Partnerschaftspflege bei bedürfnisstarkem Kind (also, anders als "das ist halt eine schwierige Zeit, da muss man durch") einen größeren Raum einnähmen.

    (Als jetzt z.B. Diskussionen um Barfußschuhe bei Kleinkindern oder die perfekte plastikfreie Trinkflasche....)


    Vielen Dank für den Thread, liebe conundrum !


    Ich glaube, ich verstehe genau, was du meinst! Ich mache mir darüber (auch aktuell wieder) immer wieder Gedanken. Leider habe ich gerade keine Zeit, all das zu schreiben, was ich gerade dazu schreiben möchte, weil ich gleich los muss. Aber ich hoffe, ich komme später oder heute Abend noch dazu.


    (Wäre es bedürfnisorientiert, wenn ich etwas zum Thema Perfektionismus und Bedürfnisorientierheit schreibe, während meine Kinder ihr Bedürfnis nach der Maus-App stillen und ich meinem Bedürfnis nach Austausch nachgehe? Oder geht das nicht, weil das gegen den Perfektionismus spricht? ;) )

    Bei uns ist das kleinste Bier, das es gibt, ca 0,25l. Und das heißt hier Schnitt. Aber das trinkt man eigentlich nur, wenn man eigentlich schon gehen will. "Machst mir noch an Schnitt!"

    Ansonsten gibt's a Halbe oder a Maß.

    Genau so!

    Außer, dass es bei uns Seidla statt Halbe heißt.


    Und zu 0,2 sagen wir Schandmaß. #zwinker

    Meine Erfahrungen sind schon was älter, aber bei mir wurde es nicht geschossen. Evtl. hat sich das in letzter Zeit geändert?

    Bei mir hatte es eher was von Piercen, also mit dicker Nadel rein in den Arm, Hebelchen umgelegt und Nadel wieder raus. War nicht schlimmer als Blutspenden.

    So war das bei mir auch. Bei mir ist es aber auch schon länger her. Gelegt und Entfernt hat mir das mein damaliger Gyn in den linken Oberarm. Ich habe es immer fühlen können, gewandert ist es nicht. Narbe ist nur ganz klein und stört nicht.


    Das Einsetzen und Entfernen war kein Problem (ich erinnere mich jedenfalls nicht daran). Ich habe aber sofort 5 Kilo zugenommen. Mein damaliger Gyn meinte, es könne nicht davon kommen. (Und ob ca. 48/50 Kilo und 55 Kilo machte damals schon etwas aus.) Nach dem Entfernen waren aber die 5 Kilo sofort wieder weg! An weitere Nebenwirkungen kann ich mich nicht direkt erinnern. Schließe sie aber auch nicht aus.


    Mein jetziger Gyn (gleiche Praxis) legt die Stäbchen nicht! (Weil er sie nicht empfehlen kann, sagt er.) Er hat mir das mit der Gewichtszunahmen auch sofort geglaubt.

    Du darfst auch nicht vergessen, das dies dein 2. Baby ist :) Du bist viel routinierter und hast nicht mehr die rosarote Brille auf wie ein Baby so sein wird. Es wird anstrengend, ganz bestimmt, aber auch sehr schön. Du wirst wahrscheinlich einen Weg finden trotzdem mit allen raus zu gehen, zur Not läufst du auf einem Meter auf und ab, während das andere einem Bagger zusieht. Das wird schon :)


    Damit hat Sommerwind sehr recht! Es ist ein riesiger Unterschied, ob man schon die Erfahrung hat, wie ein Baby funktioniert. Beim ersten richtet man sich mit den Schlafenszeiten etc. noch so viel nach dem Baby. Ab dem zweiten Kind muss das zweite sich in der Regel nach den Terminen des ersten Kindes richten. Ich war mit dem zweiten Kind nach 1 1/2 Wochen auf einer größeren Veranstaltung mit dem ersten Kind, weil ich wollte, das es da eben nicht drauf verzichten muss wegen dem Baby. Ich hatte auch beim zweiten wieder einen KS, ich hab die Trage 15 vor der Abfahrt mit dem Baby getestet und wäre ggf. einfach mit Baby im Auto geblieben und Papa wäre mit dem großen Kind dann kurz zur Veranstaltung. Weitere 3 Tage später war ich mit Baby bei der Krabbelgruppe des großen Kindes, weil es seine üblichen Termine eben nicht verpassen sollte. Ebenso lief der Musikkurs mit Elternbegleitung weiter. Beim dritten Kind gab es noch mehr Termine der großen plus eben Kindergarten. Und ich hatte bei all den Terminen praktisch nie die Möglichkeit, ein Kind zuhause zu lassen.


    Beim ersten Kind hätte ich am Anfang nach dem KS weder die Trage so verwenden können, noch mir das alles im Ansatz zugetraut. Vor 11 Uhr haben wir es oft weder zum Einkaufen noch zum Spazieren geschafft. #haare

    Ohne Trage hätte ich es allerdings bei keinem meiner Kinder geschafft, was ich so schaffen musste und wollte.


    Ich erinnere mich daran, als ich beim dritten Kind spontan 10 Minuten vor dem Losfahren/Loslaufen zum Kindergarten (es war tiefer Winter) überlegt habe, ob ich bei den Temperaturen das dem noch frisch geschlüpften Baby antun soll. ICH wollte jedenfalls gerne laufen. Also habe ich - während ich mich mit der Hebamme unterhalten habe - (das Kind muss also wirklich noch klein gewesen sein, keine zwei Wochen - schätze ich) das mittlere in den Buggy und das kleine in die Trage gepackt. Ich murmle noch so vor mich hin, ob es wohl zu kalt ist draußen für das Baby. Sagt die Hebamme: Neee! Das ist doch kein Neugeborenes mehr! #blink Tja, alles eine Frage des Blickwinkels. #freu

    Ob das Kind auch wirklich satt ist, hab ich mich erst unterwegs gefragt. Ggf. wäre ich einfach schneller gelaufen und hätte es im Kindergarten nochmal gestillt.


    Das sind alles Situationen, die (unter normalen Umständen, wenn also die Kinder normal anstrengend oder nicht anstrengend sind) man beim zweiten oder bei jedem weiteren Kind ganz anders handeln kann als beim ersten. Weil man einfach weniger unsicher und viel routinierter ist.


    Klar ist es dann wieder anstrengend, wenn man die unterschiedlichen Bedürfnisse unter einen Hut packen muss. Das ist dann eben die neue Herausforderung. Damit's nicht langweilig wird. #super Das andere kann man ja schon. #zwinker