Beiträge von Aomame

    Wir haben auch kein Auto, sondern eine Kombination von Carsharing für kleinere Sachen und Mietwagen für längere Familien-/Freundebesuche/Urlaube (so dreiviermal im Jahr; sobald man über Nacht weg ist, rechnet sich das Carsharing gegenüber dem Mietauto nicht mehr, unserer Erfahrung nach). Der Vorteil daran ist, finde ich, dass man dann für die langen Fahrten auch wirklich auf so ein Riesenteil zurückgreifen kann mit Platz für alles und jeden, das hätten wir so sicher nicht, wenn wir doch mal ein Auto kaufen würden. Die Carsharing-Autos sind dagegen hier aber oft echt klein, so dass man sich schon ziemlich quetschen muss. Da unterscheiden sich die Anbieter in den Städten ziemlich, auch was Standorte und Buchmodalitäten angeht.


    Das allermeiste machen wir mit öffentlichen Verkehrsmitteln, wir sind es gewohnt, aber es schränkt schon echt auch ein. Die Wegzeiten werden deutlich länger und der Radius verkleinert sich.

    Liebe Schlehe, ich freu mich, dass du bleibst! -- und lächerlich finde ich keine dieser Denkbewegungen, das Forum ist komplex, die Frage ist komplex, und du selbst neigst zum komplexen Denken. Schön, dass es dich letztlich an diesen Punkt geführt hat.

    Das Zuckerschötchen steht an der Wohnungstür und verabschiedet sich von der Oma: "Tschü-üs! viele Zei-eit! bis heute Wochenende!"

    Wenn er es früher schon an derselben Stelle hatte, reibt vielleicht die Jeans an der Stelle und reizt die Haut? aber manchmal hat man einfach anfällige Stellen, glaube ich. Ich kratze mir um diese Jahreszeit immer einmal das Schienbein blutig, bis ich ans Cremen denke #augen

    Die Zuckerschote hält mir stolz ein Papier mit überlappenden Strichen unter die Nase: "Ich hab einen Buchstaben geschrieben!"

    Ich: "oh ja, ich seh's! welchen Buchstaben denn?"

    Zuckerschote: "Kaffee!"


    (Es sollte natürlich ... ein T sein)

    Zuckerschote beim Essen:

    "Mama, isst du das mal für mich?"

    "Ich soll das essen? willst du es nicht?"

    "Nein! du sollst das in meinen Bauch rein essen!"

    "??? wenn ich das esse, dann geht das auch in meinen Bauch. In deinen Bauch rein essen kann ich das doch gar nicht!"

    "#rolleyes#rolleyes#rolleyes neinnnn, in meinen Mund! Du sollst das in meinen Mund reinessen!"

    "ach, ich soll dich füttern?"

    "Füttern. Genau."

    Dialog mit der Zuckerschote:


    "So, wir müssen heute ganz gründlich Zähneputzen, du hast heute ganz viel Süßes gegessen."

    "Dann esse ich nie wieder Süßes, dann muss ich keine Zähne putzen."

    "Hm, wenn man was isst, kommen immer auch Bakterien, da muss man trotzdem immer Zähne putzen."

    "Und wenn ich Mama esse?"

    "Äh, bitte nicht Mama essen! Aber wenn du mich essen würdest, wären da trotzdem Bakterien, dann müsstest du trotzdem Zähne putzen."

    "Aber wenn ich Mama esse, dann sagt keiner mehr, dass ich Zähneputzen muss!"

    (q.e.d.)

    Unser Kinderarzt hat bei unserer damals Dreijährigen gesagt, wenn es stört, reicht einmal waschen mit ausgewiesenem Schuppenshampoo, ansonsten kann man das auch einfach in Ruhe lassen. Ich fand es mit der Zeit zu schmerig, weil die Haare auch dicht und lang waren und sich der Schorf nicht auskämmen ließ, und nach einmal Schuppenshampoo (wir hatten das von Sebamed) war das Thema tatsächlich durch. Hilft natürlich nur, wenn das Kind grundsätzlich zum Haarewaschen bereit ist. Wir haben jetzt das gleiche Phänomen wieder bei der Kleinen, aber da kann ich schon froh sein, wenn die sich ausnahmsweise mal beim Baden die Haare nass machen lässt, da würde ich das mit dem Shampoo nur bei äußerstem Leidensdruck wagen.

    Ich bin immer schon stille Vielleserin mit wechselnden Spezialbereichen. In der zweiten Schwangerschaft hab ich vor allem im Monatsthread geschrieben, dann eine Zeitlang in der Reading Challenge mitgemacht, was ich leider zeitlich nicht mehr schaffe, und zur Zeit hab ich Spaß am Poetry Slam. Wenn zwischendrin mal ein Thema kommt, zu dem ich was sagen mag, tue ich das, aber das bleibt sehr unregelmäßig. Ich habe aber auch schon sehr hilfreiche Unterstützung bekommen, wenn ich mal eine Frage hatte und ein Thema eröffnet habe.


    Wenn dann auf mich reagiert wird, stelle ich fest, dass mich das ziemlich fordert, weil plötzlich die eher passive Konsumentenhaltung zu einer sozialen Interaktion geworden ist und ich mir plötzlich diese ganzen Fragen stelle, die ja jetzt hier verschiedentlich ventiliert werden -- wie komme ich an, hab ich mich blöd ausgedrückt, bin ich jemandem auf den Schlips getreten etc. Ich finde solche Fragen schon im RL sehr anstrengend und ziehe mich meistens recht schnell wieder aufs Lesen zurück, wenn ich merke, dass mich diese Ebene zu sehr beschäftigt. Dadurch, dass ich viel mehr lese als ich schreibe, ist mir auch klar, dass ich über manche andere viel mehr weiß als sie über mich, ich finde das bringt eine etwas schwierige Asymmetrie rein, die im RL selten so vorkommt. An sich bin ich froh, dass ich fast ausschließlich über mein uraltes Handy reingehe, das mir das Schreiben beinahe verunmöglicht. Würde ich ernsthaft anfangen zu schreiben, hätte ich Angst, dass ich gar nicht mehr aus dem Forum rauskäme, und mir viel zu sehr zu Herzen nähme.


    Insgesamt fühle ich mich zugehörig -- dem Dorf oder Netzwerk, wie oben geschrieben wurde. Ich nehme keinen festen Kern wahr, höchstens einen öffentlichen Marktplatz, auf dem wechselnde Leute viel Zeit verbringen und dadurch, dass man sie so viel zusammenstehen und klönen sieht, auffälliger sind, auf dem man sich aber jederzeit dazustellen kann und zuschauen, oder mitquatschen, wenn einem danach ist. Und ich bin froh, dass es so einen Marktplatz gibt, weil er viel dazu beiträgt, die Grundstimmung zu definieren und aus dem Forum eben mehr zu machen als eine Datenbank. Ich fühle mich zugehörig, ich glaube nicht, dass irgendwer an mich denkt, wenn sie ans Forum denkt; und ich bin es total zufrieden. Ich mag es sehr gern hier.

    Die Erbse ruft aus der Küche: "Mamaaa? Erklärst du mir mal wie der Marmeladenknacker funktioniert?"


    Gemeint war der Korkenzieher.

    Die Erbse muss innerhalb von zwanzig Minuten das dritte Mal aufs Klo. Ich, auf Ursachensuche: "Hast du denn heute so viel getrunken?" Sie: "nein, eigentlich hab ich gar nicht viel getrunken. Nur vorhin ein bisschen gesoffen." #prost

    Die Erbse sieht unsere große Luftmatratzenpumpe und ruft begeistert: "komm schnell, Schötchen, damit können wir melken spielen!" Die Zuckerschote, ähnlich enthusiastisch: "jaaa! und ich bin die Milch!"

    Die Zuckerschote und ich haben nachmittags über die Unterschiede zwischen Fröschen und Schildkröten diskutiert, und sind nicht einig geworden. Kurz vorm Einschlafen setzt sie sich nochmal auf und teilt mit "Mama, Frosch und Schildkröte sind doch das gleiche. Beide sind grün, und beide sind cool." Sprach's, legte sich zurück und schlief ein.