Beiträge von Aomame

    Das Zuckerschötchen experimentiert seit einer Weile mit der besten Methode, darauf hinzuweisen, dass sie sehr gerne etwas hätte, bitte.
    Es fing an mit "da!"
    Darauf folgte "mehr!", unabhängig davon, ob sie schon etwas davon hatte oder nicht.
    Noch vielversprechender schien dann "Mama!" zu sein, das hat sie eine ganze Weile beibehalten.
    Zu einem vorläufigen Abschluss kommt aber die Versuchsreihe nun scheinbar mit dem Erfolgsgaranten: "Haaallooooo!" :wacko::D

    Ich hab den Abendessensreis farblich ein bisschen mit Kurkuma aufgepeppt, was die Erbse tief begeistert hat.
    Später sagt sie: "du bist die allerbeste Mama von der ganzen Welt!"
    ich freu mich und frage nach: "warum? weil ich gelben Reis kochen kann?"
    Erbse: "Ja! und weil das sonst nieeeemand kann."
    nachdenkliche Pause.
    "Und ich mochte dich vorher auch schon ganz gern".

    Du hast sie diesmal nicht in eine Kiste geräumt, sondern dein Ordnungssystem verändert und sie in eine Schublade gesteckt?
    Sie hängen noch an der Garderobe, unter vielem anderen Zeugs?
    Du hast die Sachen woanders gewaschen?
    verliehen?

    Die Erbse versucht mich zu überzeugen, dass ich sie kurz vor dem Abendessen noch als Prinzessin schminke. Ich habe meine Bedenken, dass es beim Abschminken Theater gibt, die Erbse verspricht hoch und heilig, dass sie sich ganz ruhig abschminken lässt. Ich, schon halb überzeugt, frage nach:


    "und was, wenn du doch Theater machst?"
    Erbse: "dann gibts eine Strafe"
    ich, etwas erstaunt: "ah, und was heißt das dann?"
    Erbse: "na.... da basteln wir dann zusammen eine Strafe und die krieg ich dann."




    Im Übrigen hat mich die Erbse neulich, als ich mal wieder so eine ellenlange Erklärung über Gott und die Welt vom Stapel gelassen habe, etwas genervt unterbrochen mit den Worten: "Man muss mir nix mehr erklären, Mama, ich weiß jetzt schon alles."
    Ich beschränke meinen Informationsoutput jetzt weitestgehend auf die Beantwortung von Fragen...

    Heute morgen im Radio, in einem Beitrag über Frankreich im Rahmen einer Serie über Famlienförderungsmodelle in Euorpa (sinngemäß):


    "In den letzten Jahren lässt sich beobachten, dass immer mehr Frauen mit ihren Kindern ganz zuhause bleiben. Ein Schritt zurück in die Natur."


    WTF????

    Erbse: Das gefällt der Nina bestimmt auch gut!
    ich: Wer ist denn die Nina?
    Erbse: Das ist eine Pikante aus der Kita.


    Ach so. :D

    Das Zuckerschötchen möchte an den Gewürzen aus dem Gewürzregal riechen. Ich halte ihr Basilikum hin, sie schnuppert interessiert, schiebt dann höflich meine Hand weg und sagt "nai". Ich halte ihr das nächste hin (Zimt), die gleiche Reaktion. Das Gewürzregal hindurch, Paprika, Kumin, Koriander, Oregano, immer ein freundliches, aber entschiedenes "nai". Jeder Versuch wegzugehen wird aber mit großem Protest quittiert.


    Schließlich halte ich ihr Salbei hin. Das Zuckerschötchen schnuppert, reißt meine Hand zu sich hin und -- beißt beherzt in die Gewürzdose. :D

    Erbse: Mama, wir könnten doch mal einen Regenwurm basteln! Da nehmen wir einfach Papier, malen das in ganz vielen bunten Farben an, und dann malen wir noch Augen drauf, dann ist es ein Regenwurm.
    Ich: #confused #stirn Ja, können wir machen, aber Regenwürmer haben mit Regenbögen gar nichts zu tun. Die sind braun.
    Erbse: Naaheinnn, die sehen aus wie ein Regenbogen! Ich hab nämlich Zauberaugen, und da muss ich nur die Augen zu machen und was denken, und dann sehe ich das, und dann ist das so. Und ich hab die bunten Regenwürmer genau gesehen!!


    (also, sollte euch beim nächsten Regenguss ein quietschbunter Wurm auffallen: das war meine Tochter.)

    Das Zuckerschötchen hatte schon zwei und ich glaube, da wächst grade ein drittes. Sahen fies aus, haben sie überhaupt nicht gestört und sind wieder weggegangen. :)


    (Edit: ganz so groß waren sie allerdings nicht. Ich glaube, an die eine im Rachen bin ich aus Versehen drangekommen (Fingernagel? weiß nicht mehr genau) und sie hat danach angefangen, sich aufzulösen, vielleicht hab ich ein Häutchen verletzt. Was nicht heißt, dass ich dazu raten würde, dran rumzukratzen oder so).

    Ich bin bei Tortellini und Kysyra.


    Es ist natürlich für den Großen eine verdammt harte Zeit, und es braucht seine Weile, bis sich das Familiengefüge neu zurechtgeruckelt hat, und das geht auch nicht ohne Kränkungen (unter Umständen bei allen Beteiligten) ab. Aber ich finde es wichtig, das Zurechtruckeln auch zuzulassen und positiv zu unterstützen. Und für mich gehört dazu, dass auch das Baby seinen Platz im Familiengefüge erhält. Und dafür müssen die anderen halt ein wenig rutschen.


    Das Bedürfnis des Babys, nicht aus dem Nichts heraus gepiesackt zu werden, ist größer, als das des Großkindes auf Exklusivzeiten, das sehe ich genauso. Und vielleicht tust du dem zukünftigen Verhältnis der beiden auch keinen Gefallen, wenn das Baby lernt, dass der Bruder potentiell gefährlich ist, und das Großkind lernt, dass er im Prinzip alles mit dem Kleinen machen kann, und ein Anrecht darauf hat, es zu bespielen. Ich finde wichtig, hier Respekt zu vermitteln, auch weil später eine Zeit kommt, in der dem Baby Respekt vor dem Großen abverlangt werden wird (nicht kratzen; nicht an den Haaren ziehen; nicht das Legohaus auseinandernehmen; etc.). Sie müssen eine Beziehung zueinander eingehen, und das müssen sie lernen.


    Die Zeit, in der das Gefälle so riesig ist, ist doch wirklich kurz.

    Also, er kann das Baby total lieb haben, und gleichzeitig sehr eifersüchtig/ ängstlich sein. Und genau dieser Widerspruch kann sich in solchem groben Verhalten niederschlagen.


    Das war bei uns auch so. Die Erbse hat gerne Situationen gesucht, in denen sie dem Baby aus Versehen wehtut -- auf dem Bett in immer engeren Kreisen um das Baby rumgehüpft, bis sie hingefallen ist und das Baby getroffen hat, zum Beispiel. Wohlgemerkt wirklich hingefallen, aber eben nicht darauf geachtet, dass das nicht passiert, sondern es eher darauf angelegt, dass was passiert.


    Ich war da ziemlich rigoros, :S weil ich das schwer auszuhalten fand, und habe ihr sehr deutlich gesagt, dass das der Kleinen wehtut und dass sie aufpassen soll. Hat mit der Zeit auch dazu geführt, dass sie etwas übervorsichtig wurde. :| Ich finde es sehr schwer, da das richtige Maß zu finden, aber in dem Moment fand ich einfach das Baby schützenswerter.


    Inzwischen ist zum einen das Zuckerschötchen viel resistenter geworden und macht echt viel mit; zum anderen ist die Erbse auch sehr aufmerksam. Wenn sie ihr doch mal wehtut, so dass das Baby weint, erschrickt sie sich immer so, dass sie auch gleich schrecklich weinen muss und vor schlechtem Gewissen fast vergeht.


    Ich glaube auch, dass das vor allem eine recht überschaubare Phase ist und Baby rausnehmen (Tragehilfe etc) die konfliktfreiste Lösung ist. So richtig viel anfangen kann man mit einem Dreimonatsbaby ja eh noch nix, und die Interaktion ändert sich sowieso nochmal sehr, wenn das Baby mal ein richtiges Gegenüber ist, das alles wahnsinnig spannend findet, was das Geschwister so macht... ^^

    Ich erfahre, dass die Erbse in einen Kindergartenfreund verliebt ist, und dass dieser auch in sie verliebt ist. Ich merke an, dass mich das freut, weil es immer schöner ist, wenn der andere auch in einen verliebt ist. Und dass ich deshalb so froh bin, dass ihr Papa auch in mich verliebt ist.


    Erbse: "Ich bin auch in dich verliebt, Mama."
    Ich: "Oh, das ist schön. Ich bin auch in dich verliebt."
    Erbse, nachdenklich: "Dann hast du ja eine Fa-lieb-milie, ne?"


    #herzen

    Guten Morgen!


    Ja, ihr habt schon recht, im Prinzip. Ist aber öffentlicher Dienst, und deshalb muss es ein formales Bewerbungsverfahren sein. Und die Entscheidung trifft nicht nur die Chefin, sondern es sitzen schon ziemliche viele Leute mit im Raum, die zumindest eine Meinung haben dürfen. Nachdem ich mich beim letzten Mal nicht selbst beworben habe, durfte ich beim Auswahlverfahren mitmachen, was sehr spannend, aber auch sehr einschüchternd war; 130 topqualifizierte Bewerbungen -- da hätte man im Prinzip echt jeden nehmen können. Ich geh schon davon aus, dass ich in die engere Wahl komme -- es fällt ja die Einarbeitung weitgehend weg, ich kenne das Team und hab mich in den manchmal nicht ganz einfachen sozialen Dynamiken schon gut positioniert, ich komme sehr gut mit der Chefin aus, fachlich war ich auch gut -- aber das ist schon auch eine Stelle, die von neuen Perspektiven profitiert, und die bringe ich dann ja eher nicht mit.


    Was ich sagen will, ich glaube, die Bewerbung ist keine reine Formalie, sondern muss schon konkurrenzfähig sein, zumindest für all die anderen, die im Entscheidungsprozess involviert sind, selbst wenn meine Ex-Chefin mich gerne haben möchte.


    Ich hab übrigens grade angerufen, aber sie ist bis heute Nachmittag in einer Sitzung. #yoga

    Dank euch, ich hab grad mit euren Vorschlägen nochmal angefangen, anders drüber nachzudenken. Ich versuche die Bewerbung erstmal von der Anzeige
    her zu denken, dann komme ich mir nicht ins Gehege mit meinem ganzen Zusatzwissen von früher. Und wenn dann das Gerüst steht, passe ich das
    nochmal darauf an, dass wir uns ja kennen und beide wissen, dass ich das alles ganz gut kenne.


    Und ich werde morgen mal anrufen (davor drücke ich mich schon die ganze Zeit). Dann kann ich die Motivation schonmal im persönlich Gespräch erklären. Und dann kommt eine Floskel (veränderte Lebensumstände oder so) ins Anschreiben für die Personalabteilung.


    Und jetzt geh ich schlafen, sonst hab ich da morgen keinen klaren Kopf für. Merci! #blume

    Ja, anrufen sollte ich auf jeden Fall, das entspricht auch sehr den Kommunikationspräferenzen der Chefin (meinen leider nicht so).


    Leider habe ich, seit ich aus dem Job raus bin, nicht viel herzeigbares gemacht, im Prinzip nur Elternzeit. Und alle relevante Erfahrung habe ich dort erworben. Das Internet sagt mir, in dem Fall soll ich mich da nicht bewerben, weil es lebenslauftechnisch ein Rückschritt wäre. :| Aber ich hätte grundsätzlich erstmal gerne wieder einen Fuß in der Tür, über Fortschritt und Weiterentwicklung kann ich dann immer noch nachdenken...

    Passend zum Ende meiner Elternzeit ist eine Stelle ausgeschrieben, die ich mal ein Jahr lang vertretungsweise innehatte. Unter der gleichen Vorgesetzten war ich vorher drei Jahre lang in einem anderen Zusammenhang, aber mit ähnlichen, etwas niedriger gehängten Aufgaben beschäftigt. Ich möchte mich dort jetzt wieder bewerben, komme aber grade kein bisschen weiter. Meine Probleme:

    • mein letztes Zeugnis ist von dieser Vorgesetzten geschrieben und unfasst eine umfangreiche Beschreibung meiner Tätigkeiten dieser vier Jahre. Was soll ich denn in das Anschreiben packen? Ich kann ihr ja schlecht all das nochmal erzählen...
    • Nach der Vertretung wurde ich gefragt, ob ich Interesse daran habe, mich auf die Stelle zu bewerben, da die ursprüngliche Inhaberin nicht zurückgekehrt ist. Ich habe damals abgelehnt, weil ich andere Pläne hatte, die sich aber aus verschiedenen Gründen nicht verwirklicht haben. Diese Entscheidung hat meine Chefin damals auch in das Zeugnis geschrieben. Sollte ich auf den Sinneswandel eingehen oder erst im Vorstellungsgespräch, falls es dazu kommt (wovon ich ausgehe)?
    • Soll ich das von ihr geschriebene Zeugnis anhängen? ja oder? es lesen ja noch andere Leute die Bewerbung...

    Ich hab grade ein fettes Brett vor dem Kopf und freue mich über jeden Input von außen... danke!