Beiträge von Aomame

    Die Erbse ist offenbar über den größten Hunger hinweg und vollführt mit ihren Nudeln Kunststücke. Ich mosere: "Magst du noch was essen oder matschst du nur noch? Das mag ich nämlich nicht, dann stell ich jetzt den Teller weg." Erbse, indigniert: "Ich hab keine Zeit zu matschen."

    An uns zieht eine lange Kolonne Feuerwehrautos im Einsatz vorbei. Die Erbse verkündet: "Da sitze ich drin!" Ich frage nach: "Bist du ein Feuerwehrmann?", ertappe mich bei blöden Gendervorurteilen und schiebe gleich nach: "oder eine Feuerwehrfrau?"
    Die Erbse: "Nein, eine Feuerwehroma!" #top


    (und dann: "ich fahr den Müll weg!" -- die Konzepte sind da wohl noch nicht so ganz trennscharf gespeichert...)

    Der Erbsenpapa schneidet sich beim Rasieren, was ziemlich blutet.
    Die Erbse schaut sich das interessiert an und fragt nach: "Papa, ist da Marmelade drin?"

    Hallo,


    ich würde mich hier gerne mit dem selben Ticker und dem selben Problem dranhängen... Würdet ihr mir den auch für die Signatur passend machen? Bitte? Danke schön!!


    Wir schmücken gemeinsam den Weihnachtsbaum ab und ich verrate der Erbse, dass da Schokolade dran hängt (was wir die ganze Zeit zu verheimlichen wussten), und sie darf eine Kugel essen. Dann trägt der Erbsenpapa den Weihnachtsbaum aus der Wohnung, und die Erbse und ich saugen die etlichen abgefallenen Nadeln auf. Plötzlich sagt die Erbse, mit selig-strahlendem Gesicht: "Mama, das ist das Schönste, wenn Weihnachten vorbei ist!"


    -- naja, dann weiß man immerhin, wofür man sich vorher die Arbeit macht... #augen

    Die Erbse hat Helme Heines Schöpfungsgeschichte geschenkt bekommen und hört sie zum ersten Mal. Sinngemäß etwa: "am Anfang gab es gar nichts, keine Welt, keinen Himmel, keine Menschen, noch nichtmal das Atom. Am Anfang gab es nur Gott."
    Erbse, begeistert: "Mama, am Anfang gab es nur Rotz!!!"



    (hm, und jetzt weiß ich auch, woran mich das erinnert:

    Ob meine Tochter im letzten Leben auf Viltwodl VI gelebt hat??)

    Die Erbse ist zur Zeit sehr häufig ein ganz kleines Baby, sie kann dann nicht mehr laufen, muss viel weinen und kann auch nicht mehr reden. Beim Abendessen:


    Erbse streckt beide Hände über den Tisch und wimmert: "njieh, njieh, njieh!" (unverschriftbare Babygeräusche)
    Ich, schon leicht genervt: "Du bist doch schon groß, du kannst doch einfach sagen was du willst!"
    Erbse: "ich will njieh njieh njieh".

    Ich habe in einer ähnlichen Situation mal mit Peer-Reviews gearbeitet, allerdings ging es da nur um Bestanden/Nicht-Bestanden. Die Aufgabe war zweigeteilt: erst musste jeder (etwa um die Mitte des Semesters herum) ein Konzept erarbeiten. Ich hab mir die alle angeschaut (etwa 120), aber nur nach 'Thema nicht verfehlt' und 'formal angemessen'. Dann habe ich jedem zwei der eingereichten Konzepte zugeteilt, mit der Aufgabe, hierzu Reviews zu schreiben (inklusive Verbesserungsvorschläge und/oder weiterführender Literatur). Auch die hab ich mir grob angeschaut, ob die vorher kommunizierten Feedback-Regeln eingehalten wurden etc. Danach habe ich sie an die Autor/innen weitergeleitet. Außerdem habe ich angeboten, dass ich für persönliches Feedback auf die Konzepte oder Einschätzung der Reviews zur Verfügung stehe, wenn Bedarf besteht.


    Das hat eigentlich ziemlich gut funktioniert, es kamen gute Ideen und die Review-Aufgabe ist fast rundum sehr ernst genommen worden. Mein Feedback wurde nur wenig eingefordert. Vom Aufwand her habe ich etwa drei Tage investiert, das war deutlich weniger als vorher, wo ich bei einer ähnlichen Aufgabe alle Texte selbst durchgesehen habe...


    Wie man das Ganze allerdings fair und ohne Riesenaufwand benotet, wüsste ich jetzt auch nicht. Aber vielleicht kannst du mit dem Ansatz ja was anfangen und dir was draus basteln?


    Edit, weil mir grade nochwas eingefallen ist: Bei uns muss in einer Gruppenarbeit deutlich erkennbar sein, wer welchen Teil verfasst hat. Vielleicht wäre das schon eine Möglichkeit, um individuelle Noten zu vergeben? Faktisch wird es bei uns trotzdem fast immer eine Gesamtnote, aber ich glaube, so eine Vorgabe hilft auch den Studierenden, weil es so schwieriger ist, dass sich jemand einfach mitschleifen lässt. Und falls es dramatische Unterschiede gibt, hat man halt eine Handhabe, sodass nicht der fleißigere Part alles ausbügeln muss.

    Die Erbse springt mir auf den Schoß und sagt "ich bin geflogen! Ich hab Flügel!"
    Dann greift sie sich mit nachdenklichem Blick auf den Rücken: "äääähm ... ja. Ich hab Flügel."

    Ich übe mich momentan ununterbrochen in Geduld und Gelassenheit. Es passt nichts, ich soll nichts, die Erbse will nicht, die Erbse will doch, die Erbse will anders. Manchmal hilft nur noch atmen und weghören. Und dann plötzlich ist der nächste Grund für die Toberei so himmelschreiend komisch, dass ich (am besten nur inwendig) heftig kichern muss und sich für mich die ganze Situation entspannt. So aus dem Ärmel:


    Gestern hat sich die Erbse verkleidet. Handtuch als Rock, Baumwolltuch über den Kopf. Und dann sollte die Wickelunterlage eine Hose sein. Die hat aber leider keine Hosenbeine. Egal, die Erbse wollte sie trotzdem anziehen. Als Hose. Gab fünfminütiges Getöse, weil die Unmöglichkeit des Unterfangens einfach nicht einzusehen war.


    Und neulich spielt sie friedlich in der Küche, sortiert Sachen auf dem Küchenstuhl. Plötzlich ein gellender Schrei: "geh da weg!!!!! ich war da grade!!!!" Der Wutausbruch galt ihrer Hand, die auf dem Stuhl lag.


    Vielleicht sind diese Dinge nur in der Situation witzig. Aber vielleicht kennt ihr auch diese kurzen Momente, in denen ihr das Ganze einfach grade nicht mehr ernst nehmen könnt, und mögt mit sammeln? zum Ins-Gedächtnis-Rufen, wenn die ganze Autonomie einen mal wieder an die eigenen Grenzen bringt... ich bin gespannt!

    Die Erbse spielt intensiv mit ihrer Puppe. Sie schaut unvermittelt auf und fragt "Mama, was ist denn JETZT passiert?". Ich schaue mich etwas ratlos um, keine Ahnung, was ihre Aufmerksamkeit erregt haben könnte, und frage nach: "was ist denn jetzt passiert?" Erbse: "ist gar nix passiert" und spielt weiter.

    Hm, ich weiß nicht, welchen Vorlauf dein Abschied hat, aber vielleicht könntest du es langfristiger vorbereiten? Wenn ihr hingeht, schon erklären: "wir gehen jetzt in die Kita, dann spielen wir ein bisschen zusammen, dann gehe ich wieder und du kannst mit der Meike und den Kindern spielen, und später hole ich dich dann ab". Und in der Kita, nach einem bisschen spielen: "okay, jetzt lesen wir noch das Buch, und dann gehe ich und du bleibst bei der Meike. Und später hole ich dich wieder". Und beim Gehen: "So, jetzt sag ich dann gleich tschüss, und dann kannst du mit der Meike einen Turm bauen". Und dann erst tschüss sagen.


    Bei der Erbse ist es jedenfalls so, dass sie sich dann sehr schwer trennt, wenn es sie unvorbereitet trifft. Wenn ich es ihr frühzeitig sage und ihr auch einen Zeitpunkt gebe, an dem sie wieder mit mir rechnen kann (und vielleicht auch schon sage, was wir dann machen), geht es meistens leichter. Und gut ist es auch immer, wenn sie dann schon weiß, was sie macht, wenn ich weg bin. Sonst ist ja nicht nur Mama weg, sondern sie weiß auch gar nicht, wie es weitergeht.

    oh weia, so viel Stress...


    Mir geht es auch so, dass ich viel von dem wiedererkenne, was ihr so schreibt... aber manches davon ist glaube ich nicht wirklich überflüssig, sondern kaum vermeidbar. Wahrscheinlich sind die Grenzen je nach Grundkonsititution und Kontext fließend.


    Was mich auch noch total stresst: hungrig nach einem Ort zu suchen, an dem man was essen kann. Plötzlich passt nix mehr, ich kann mich nicht entscheiden, weiß nicht mehr, worauf ich Lust habe, laufe von Option a zu b und wieder zurück und werde immer hungriger. Am besten zu zweit, dann kann man sich wunderbar zoffen.

    Wir haben irgendwann festgestellt, dass man die Erbse (ähnliches Alter) in diesen Situtionen tatsächlich gut alleine lassen konnte. Ich hatte immer den Eindruck, sie musste irgendwie noch den Tag verarbeiten und jeder Versuch unsererseits, sie zum Schlafen zu bewegen, war eigentlich überflüssig oder hat sie vom Wesentlichen abgehalten. Wir sind dann rausgegangen, haben gute Nacht gesagt, und sie hat das völlig unaufgeregt zur Kenntnis genommen. Hat dann noch eine Viertelstunde erzählt und gesungen und sich dann irgendwann hingelegt und ist eingeschlafen. Dann sind wir nochmal rein und haben sie zugedeckt.


    Allerdings: wir haben auch ein Gitterbett, da ist der Handlungsradius eingeschränkter als im Familienbett (was sie aber nicht stört, glaube ich; sie will auch immer, dass die rausnehmbaren Stäbe abends wieder reinkommen). Und: zur Zeit geht das überhaupt nicht, sondern sie braucht ganz dringend jemanden, der neben ihr bleibt (wir hatten gerade eine Phase, wo mehrere Sachen zusammengekommen ist und sie extrem schlecht geschlafen hat; seitdem ist sie was das Schlafen angeht wieder sehr anhänglich). Aber gleichzeitig hat sich auch das Rumgeturne wieder gegeben, sie legt sich (nach dem Bettgehritual) jetzt hin und versucht zu schlafen. Meist klappt es innerhalb von 15 Minuten.


    Ich drücke jedenfalls die Daumen, dass ihr bald eine Lösung für euch findet, diese Phasen empfinde ich auch immer als wahnsinnig anstrengend, und dieses Jack-in-the-Box-wieder-voll-da-Sein hat mir auch verschiedentlich den letzten Nerv geraubt...


    Edit: wir machen es übrigens auch so, ins Bett kommt sie erst zum Einschlafen, alles andere passiert in einem Sessel daneben.

    Ich werde immer völlig sinnlos gestresst, wenn ich Leute in meiner Wohnung habe. Dabei mag ich Besuch. Aber Menschen, die über einen längeren Zeitraum (also auch schon zwei Stunden) die ganze Zeit in meiner Verantwortung sind, spannen mich immer an, auch wenn es die nettesten Leute sind, die man sich vorstellen kann, und sie nichts von mir wollen als ein bisschen quatschen. Häufig merke ich erst, wenn sie wieder weg sind, wie sehr mich das angestrengt hat. Wenn ich es währenddessen merke, verschwinde ich mal für fünf Minuten im Badezimmer und überlasse sie sich selbst, meistens hilft das schon. -- und dann komme ich mir reichlich albern vor, weil wie gesagt, ich mag Besuch :)


    Kennt ihr das, dass ihr in eigentlich völlig harmlosen Situation
    regelmäßig in völlig übertriebenen Stress verfallt? in welchen? und was tut
    ihr dagegen?

    Ich hab heute nacht im Traum eine To-Do-Liste geschrieben mit viel ausgedachtem Quatsch drauf, der oberste Eintrag war aber "Krankschreibung fürs Kind mitnehmen". Die Liste ist mir eben in der Dusche (völlig plastisch) wieder eingefallen, so dass ich sie kurz suchen gegangen bin, um zu schauen, was ich noch alles tun muss. Da es sie aber in Wirklichkeit nicht gibt, beschränke ich mich darauf, den Krankschreibungswisch mitzunehmen und mein Unterbewusstes ganz schön praktisch zu finden... 8-)

    Die 12 durch das BMBF geförderten Begabtenförderungswerke:


    allgemeine Begabtenförderung:
    Studienstiftung des Deutschen Volkes http://www.studienstiftung.de/



    parteinah (da sollte man sich jeweils mit den politischen Grundüberzeugungen der Parteien identifizieren können; es ist nicht ratsam, sich bei mehreren dieser Stiftungen gleichzeitig zu bewerben, das wirkt unseriös; meistens wird gesellschaftliches Engagement vorausgesetzt):


    Friedrich-Ebert-Stiftung (SPD-nah) http://www.fes.de/


    Konrad-Adenauer-Stiftung (CDU-nah) http://www.kas.de/


    Hanns-Seidel-Stiftung (CSU-nah) http://www.hss.de/


    Heinrich-Böll-Stiftung (Grünen-nah) http://www.boell.de/studienwerk


    Rosa-Luxemburg-Stiftung (Linken-nah) http://www.rosalux.de/


    Friedrich-Naumann-Stiftung (FDP-nah) http://www.freiheit.org/



    konfessionell (da wird im Allgemeinen Kirchenzugehörigkeit und gesellschaftliches Engagement vorausgesetzt):


    Evangelisches Studienwerk Villigst (ev.) http://www.evstudienwerk.de/


    Cusanuswerk (kath.) http://www.cusanuswerk.de/


    Ernst-Ludwig-Ehrlich-Studienwerk (jüd.) http://www.eles-studienwerk.de/



    andere gesellschaftliche Akteure


    Habs-Böckler-Stiftung (gewerkschaftsnah) http://www.boeckler.de/


    Stiftung der deutschen Wirtschaft (arbeitgebernah) http://www.sdw.org/



    Die Begabtenförderungswerke sind die größten Förderer und sicherlich der beste Anfangspunkt, wenn man nach einem Stipendium sucht (insbesondere, wenn man halbwegs in Regelstudienzeit studiert und jung ist -- ist aber je nach Stiftung unterschiedlich stringent geregelt). Mindestens jenseits der 30 empfiehlt es sich durchaus, auch bei privaten Förderern zu suchen und sich beispielsweise durch diese Datenbank zu kämpfen:


    http://www.e-fellows.net/STUDI…/Stipendium-suchen-finden


    Für Stipendien für Auslandsstudium oder Auslandssemester ist der DAAD erster Anlaufpunkt (https://www.daad.de/de/index.html).



    Unis bieten aber oft auch studentische oder universitäre Beratung in diesen Fragen an, es macht immer Sinn, sich auch da schlau zu machen, vor allem, weil es häufig auch regionale Förderer/Förderprogramme geben kann.