Beiträge von Lhea

    Zu dem Schnupfen-Thema fällt mir aber nun noch was genderkackiges ein - oder doch nicht? Ist euch schon mal eine Frau begegnet, die als Radlerin vor euch in die Gegend schnupft (also Nase zur Seite und Rotz raus) und ihr dahinter bekommt es fast ab? Mir auch nicht. Dafür aber schon bestimmt fünf Männer. Zwei davon im letzten Monat. Ich schreie entsetzt „Igitt“, deren Erklärung - unabhängig voneinander!!: „Tschuldigung, aber ich habe so einen Schnupfen. Und Taschentücher machen meine Nase blutig.“

    Na dann #blink

    Luxa-Rosenburg schrieb doch, dass das mit dem Baby-nur-zum-Stillen-bringen geklappt hat, ihr aber das Herz brach, weil Baby noch so klein. Deshalb meine Überlegung, das jede zweite Nacht so zu machen. Mit dem gedanklichen Hintergrund, dass eine Dreijährige sich auch bei Papa wohlfühlen kann und es für das Baby offenbar aktuell ok wäre.

    (Was ich über das Weinen geschrieben habe, war bei uns die Dreijährige, die am Anfang nicht akzeptiert hat, dass sich jede zweite Nacht auch der Papa kümmern wollte. Mit meinen Stillkindern habe ich jeweils in einem Bett geschlafen, bis sie nicht mehr gestillt wurden. Hätten die aber als Babys auch beim Papa weiter geschlafen nach dem Stillen, hätte ich das jede zweite Nacht mit meinem heutigen Wissen versucht, ja, und fände das auch nicht zu hart?)

    Ich würde das abwechseln. Eine Nacht schläft dein Mann mit der Großen in einem anderen Zimmer und eine Nacht du mit der Großen und dein Baby wird nur zum Stillen gebracht. Wir machen das heute noch so mit der Dreijährigen und hätte ich bei meinem ersten Kind gewusst, was Schlafmangel über die Jahre aus mir macht, hätte ich das auch schon beim ersten Kind erzwungen. Ich finde, ohne nicht wenigstens jede zweite Nacht etwas Schlaf (ist ja dennoch denkbar wenig durchs Stillen) ist der Weg zu einer dauerbrüllenden, ausgelaugten Mutter (ich meine nur mich!) vorgezeichnet.

    Und dann im eigenen Kopf noch einmal ein wenig Abrücken von der Vorstellung, der Großen durchs Geschwisterkind „etwas angetan“ zu haben. Das hat mich auch über Monate beschäftigt und in so eine Rechtfertigungsposition begeben. Ich finde, das macht, dass man viel mehr über seine eigenen Machbarkeitsgrenzen geht.

    Jede zweite Nacht, in der mein Mann die Kleine nahm, wurde mit Geschrei eingeleitet. Über viele Wochen. Aber das wurde kürzer. Papa macht das genau so gut. Bei Papa bist du in genau so guten Händen.

    Haltet gut durch!

    Dass Männer auch lästern und werten (Aussehen, Gewicht, berufliche Position...) bekomme ich auch mit. Ich meinte eher, dass nicht die Erziehungs- oder Freizeitgestaltungsmethoden bewertet werden. Aber na klar, gibt es auch, wie ich jetzt lese :)

    Ist das jetzt „Genderkacke“ oder mein Eindruck richtig, dass insgesamt mehr Frauen über andere Menschen urteilen als Männer? Ich finde es nämlich nicht nett, Frauen, die mit „3 Kilo Sandsachen und Essen bewaffnet wie für eine Mission“ zu beschreiben und als irre zu bezeichnen. Sollen sie doch. Was geht es den/die Beobachter/in was an? Habe aber zu 99 Prozent erlebt, dass sich FRAUEN über sowas austauschen und Männer das nicht bemerken oder nicht bewerten.

    Ich glaube auch, dass so ein Automatismus schnell befördert wird! Aber ich denke, dass man nicht darauf vertrauen kann, dass sich das jeder einzelne dieser Berufsträger selbst bewusst macht (wie denn auch? Wann denn auch? Bei zig Überstunden und mangelnden Informationen oder mangelndem Informationswillen), sondern dass das von Anbeginn - schon in der Ausbildung/Studium vom Staat organisiert werden muss. Verpflichtender Schulungen und Coaching. Aber dazu müsste man sich ja offiziell eingestehen, dass es diese Probleme gibt und Geld dafür in die Hand nehmen.

    Wie macht man das denn bei Bewerber*innen?

    Und wie spricht man Menschen an, die sich als diverse bezeichnen/fühlen? außer mit ihrem vollen Namen? Ich hab bei der Internetsuche nichts gefunden und echte Wissenslücken.

    Ich glaube auch eher, dass es kein Ausdruck von unsozialem Verhalten ist, sondern zwischen 3 und 4 das „ich mache alles allein“ so bestimmend ist, dass Bitten a la „räum bitte das und das weg“ mit der Selbstbestimmung kollidieren. Denn im Kindergarten machen ja die meisten 3jährigen genau das, was sein plötzlich zu Hause „nicht mehr können“.

    Ich finde das Wissen, dass das meist zwischen 3. und 4. Geburtstag seinen Höhepunkt hat, bei meinem zweiten Kind wirklich hilfreich. Da kann ich die Antwort auf mein „warum geht das jetzt nicht“ - „weil das so ist“ auch einfach nur mal komisch finden. Und auch wenn es vielleicht hier keinen Konsens findet: ich würde die Jacke liegen lassen und bei der nächsten Bitte Deiner Tochter sagen „gern, in der Zeit räumst du bitte fix deine Jacke weg.“ Auch vorher schon „wenn du die nicht weg räumst, mag ich als nächstes auch nicht lesen/Kekse auf den Tisch stellen.“ Und natürlich in allen Situationen, in denen man selbst genug Kapazitäten hat, stillschweigend wegräumen.

    Bei dem Laufradbeispiel: ich glaube, da spielt viel eigene Wohlerzogenheit mit rein. Ich möchte auch öfter eingreifen, wenn meine Kinder sehr bestimmend zu anderen sind. Aber wenn die das allein unter sich ausmachen würden, bekämen die das vermutlich gut hin und das andere Kind würde nächstes Mal einfach nicht mehr tauschen.

    Mein ehemals kratzendes, verneinendes, bestimmerisches großes Kind ist heute auch sehr „sozial“. Ab vier wird vieles anders. :)

    Danke Lhea, mir laufen nach deinem Beitrag wieder die Tränen. Ich fühle mich so falsch und in meinem Hinterkopf habe ich die Stimme, dass schließlich nur ich mich so anstelle.... ich hoffe so sehr, dass es wieder besser wird. So ist es kaum aushaltbar

    Nein nein nein. Das, was diese Schwester da mit dir gemacht hat, war falsch. Vielleicht ist auch das System da falsch. Aber du bist es ganz sicher nicht. Das war eine OP. Und ein Verlust. So geht man mit Trauernden Verwundeten Menschen und ihren Angehörigen nicht um.

    Ich denke, es wird besser. Es ist ja noch ganz frisch. Aber wenn es nicht besser wird, darfst Du Hilfe annehmen! Medizinische und seelsorgerische. Dein Mann übrigens auch! Ihr habt einen Verlust zu beklagen und Du bist dazu frisch operiert.

    Liebe Tobin. Es tut mir so leid.

    Erst einmal entschuldige ich mich dafür, dass ich hier mit schreibe, obwohl ich nicht mehr dazu gehöre. Nach einer ähnlichen Geschichte wie deiner habe ich nun doch noch zwei gesunde Kinder bekommen dürfen. Ich fühle mich ein wenig an meine Ausschabung erinnert damals. Aber so grausam ist mit mir niemand umgegangen. Das sollte auch niemandem wiederfahren. Es tut mir einfach nur wahnsinnig und aus tiefstem Herzen leid.

    An dieses leere Gefühl und dieses haltlose Weinen erinnere ich mich noch, als wäre es gestern gewesen. Es ist furchtbar. Es wird niemals wieder gut. Aber es wird besser.

    Dass du mit dieser Krankenschwester so eine furchtbare Behandlung erfahren musstest, macht mich stellvertretend für dich einfach nur unfassbar wütend.

    Du hast nichts falsch gemacht.

    Ich wünsche deinem Mann und dir von Herzen, dass Ihr Eure Trauer von diesem furchtbaren Erlebnis abkoppeln könnt. Und natürlich auch, dass irgendwann alles "gut" wird.

    Das wünsche ich allen hier.

    Es tut mir leid, wenn das ungeordnet war. Ich bin nur gerade sehr erschüttert und leide mit.

    Ihr habt auch mein Mitgefühl.

    Wir haben - neben in die Trage nehmen und auf dem Gymnastikball hüpfen - noch Folgendes gemacht: gepuckt ins Bett gelegt, ganz eng daneben und dann weißes Rauschen an. Und dann das erste Geweine ausgehalten. Auch wenn es sich untröstlich anhörte. Und dauerte. Und schwer auszuhalten war. Die Abstände, bis die Kinder dann geschlafen haben, wurden kleiner.

    Zum Schnuller: Habt ihr einen Kirschformschnuller ausprobiert? Der hilft manchmal als letztes. Und Schmerzmittel habe ich auch mal getestet, wenn es ganz schlimm war - bei unseren Kindern schossen offenbar die Zähne seit der Geburt ein...

    Halte durch!!

    Ich fürchte, so ein wenig hat die traditionelle Sitzordnung auch damit zu tun, dass die Frauen dann näher am Herd und an den hilfsbedürftigen Kindern sitzen. Beides lehne ich auch ab, habe aber dennoch meinen "Stanmplatz" genau da (klar, weil ich im Alltag für beides zuständig bin).

    Ich habe genau so wie Adrasteia gestutzt und fand es ebenfalls sehr unglücklich formuliert, so wie von gaagii erklärt. Ich weiß aber gerade auch keine bessere Formulierung, denn es ist ja klar, was er da sagen wollte.

    Ich unterschreibe bei cashew und füge noch hinzu: ich glaube, gerade am Ende eines Tages MUSS sich so ein kleiner Mensch mal entladen. Und sucht sich dann irgendeine Begebenheit, wo das geht.

    Ich würde auch klare Ansagen machen und wenn die nicht erfüllt werden, erstmal abwartend ignorieren. Bei uns hieße das: wenn du dir nicht die Hände wäschst, kannst du kein Buch mit mir angucken. Dann weg gehen.

    Unsere dürfte dann auch mit ungewaschenen Händen ins Bett, aber eben ohne Lesen.

    Allerdings ist sie auch eine kleine Schwester und hat nur die halbe Aufmerksamkeit. Das ist ja immer positiv und negativ zugleich....

    Gute Nerven!!