Beiträge von Soorma

    Sonja37 das frage ich mich regelmäßig. Aber nur Blase ist für mich keine Option. Ich denke, das muss ich aushalten und wahrnehmen. Üben, etwas dazu zu sagen. Aber das fällt mir hier ja schon schwer.

    Es geht um Greta selber.

    Und da mache ich mir meine Gedanken zu.

    Auch im Zusammenhang mit anderen Jugendlichen, die so bei FFF mitmachen und wie sie reden.

    Du hast gesagt wir würden über Greta reden. Ich möchte darauf hinweisen, das die Überschrift "Gretas Rede" heisst.


    Also nein. Und ich finde das sollten wir auch nicht. Denn ich empfinde das als ungeheuren Schlag in ihr Gesicht!


    Da steht eine junge Frau, die verstanden hat, das es hier um Ihr Leben, das Ihrer Schwester und ihrer ungeborenen Kinder geht. Und wir bilden uns ein, es wäre angemessen, uns Gedanken zu machen, ob sie aus der Nummer wieder raus kommt? Ernsthaft?


    Das ist meiner Meinung nach "Geschwubbel" um mal WIEDER vom Thema abzulenken.

    Es ist schwer. Wir sind die letzte Woche noch mal schön zusammen gewachsen, haben viel geredet. Das freut mich ganz, ganz sehr. Aber es macht den Abschied auch schwieriger.


    Dazu kommt, das er meiner Meinung nach sehr abbaut. Er verschwindet wieder, täglich ein bischen mehr. Ich habe nix gesagt, er will so sehr heim morgen. Gibt sich solche Mühe und ich will sein Vertrauen nicht misbrauchen. Er hat gesagt, ich soll den Schwindel nicht melden, dass sei eh der Menière. Im KH würde er ganz schnell verkümmern, habe ich den Eindruck - weiss ich. Und ich hoffe, das er sich zuhause noch mal ein bischen berappelt. Aber ich glaube es nicht.


    Meinem Mann habe ich das nicht gesagt. Wir können es nicht ändern, nur begleiten. Und er soll die Tage mit den Kindern nochmal geniesen. Die nächsten Wochen werden hart genug.


    Ich weiss nicht, ob wie den ganzen Kram da noch brauchen werden. Ich versuche einfach, so gut es geht vorzubereiten, was ich kann.

    Mist. Da ist was schief gegangen. Ich schreibe es nochmal rein:


    Hallo zusammen,


    ich wollte mal melden, was ich erreicht habe.



    Ich war beim sozialen Dienst. Da wird jetzt erstmal die Reha als Anschlussheilbehandlung angekurbelt. Dann habe ich mit dem Arzt gesprochen und dafür gesorgt, das der dem Dienst alles zukommen ließ, was der dafür braucht. Und kontrolliert das das geklappt hat. Da bin ich mal gespannt. Kleine Anekdote am Rande. Ich habe seit dem ersten Kontakt mit diesem KH gefragt, was mit Reha oder weiterem Verlauf nach der Bestrahlung ist. Ich hatte da schon im Krankenhaus, in dem mein Schwiegervater operiert wurde, Erfahrung gesammelt... Ich wurde beschwichtigt, da würden sie sich schon kümmern. Nix ist bis heute passiert. Aber immerhin sind sie weiter zusrändig, auch wenn er ambulant kommt.



    Pflegegrad wird beantragt, sobald die Genehmigung für die Reha durch ist, den Papierkram habe ich auch schon. Sonst gibts unter Umständen keine Reha. Und die würde ich im Moment nicht ganz schlecht finden. Das wird eine onkologische Reha.


    Der Sozialdienst hat mich dann auch noch zur Krankenkasse geschickt wegen des Fahrgeldes. Das müsste vorher beantragt werden. Nein, das wird hinterher abgerechnet, Vorkasse ist das Zauberwort. Immerhin habe ich auch Zeug zum ausfüllen bekommen, für den Fall, das ich ihn fahre. Für die Taxifahrten benötigt man eine "Verordnung über Krankenbeförderung". Die Dame sagte, die könnte ich mir schon geben lassen.


    Also ab zum Strahlentherapiezentrum. Dort wurde mir gesagt, das ich die auf Station bekomme. Dort angekommen wurde ich zurück zum Zentrum geschickt. Aber die bekommt er erst, wenn er das das erste Mal ambulat kommt. Wie in Asterix...



    Ich weiss nicht mal, wie das mit Taxifahrten gehen wird, geschweige denn, das mein Schwiegervater an Papierkram denken kann. Er vergisst immer wieder wo er grad hin wollte. Er erinnert sich dann auch gleich dran, aber wer sagt mir, das das so bleibt?


    Wie soll das ein Patient wie mein Schwiegervater schaffen soll, wenn er allein ist? Er hätte schon längst aufgegeben. Allein das Gespräch mit dem Sozialdienst hätte ihm den Rest gegeben.



    Nun ja, jetzt schauen wir mal, das wir diese Woche hinbekommen, dann folgt die nächste. Ich nehme noch Wetten an, ob irgendetwas wie geplant funktionieren wird...

    Schit, klar! Der soziale Dienst im KH, die muss ich nochmal nerven.


    Er ist bis Donnerstag im KH und dann weiter ambulant zur Bestrahlung. Das bereitet mir zwar auch Sorgen, ich denke aber, es ist besser für ihn, heim zu kommen. Da kann er sich besser berappeln, da ist im Moment noch viel Potential. In dem KH wird man ja auch depressiv irgendwann. Die Leute da raffen halt auch alle nicht, das er kaum noch was hört, das frustriert ihn sehr. Heute war eine von den grünen Damen da und hat ihn ohne Punkt und Koma zugetextet. Er wusste gar nicht was das jetzt soll. Und ist irgendwann total zusammen gesunken.


    Komunikation funktioniert zwischen uns beiden grade sehr gut und ich bin total dankbar für die Woche hier. (zur Erklärung: wir hatten Urlaub geplant, eigentlich mit meinem Schwiegervater. Und ich habe meinen Mann mit den Kindern allein los geschickt.)


    Ich habe das Gefühl, es ist auch gut jetzt hier zu schreiben. Wir werden noch viel Kraft brauchen, fürchte ich.


    Danke für eure Ratschläge. Das hilft mir wirklich sehr.

    Den Pauschalbetrag hat er wohl schon. Soviel hab ich bisher verstanden.

    Der Rechner von MaidenMotherCrone spuckt Pflegegrad 2 aus. Heute. Ich weiss nicht wie es morgen ist.


    Er hatte eine OP, vorher war vom "Bemerken der 1. Anzeichen" zu "Keinen Satz mehr rausbringen" 10 Tage... Er ist ein sehr ruhiger Mensch der keine Umstände machen will, nimmt sich total zurück und würde nie Klagen. Ich muss ihn genau beobachten um Veränderungen zu bemerken, wobei ich nicht weiss was er überhaupt selbst bemerkt.


    Ich will ihn halt auch nicht übergehen. Und er blendet diesen ganzen Scheiß aus. Immerhin haben wir inzwischen Vollmachten.


    Vielen Dank für Eure Hilfe. Ich fürchte, ich muss in naher Zukunft noch mehr fragen. Ich rufe morgen nach Rücksprache nochmal den Stützpunkt an,

    Danke euch schonmal. Ich bin halt auch sehr überfahren.


    Den Pflegestützpunkt hatte ich schonmal am Telefon, das fand ich wenig hilfreich. Dann muss ich das noch mal erfragen. Im Moment haben wir noch keinen Bedarf an Pflege von aussen. Daher hab ich das auf die lange Bank geschoben. Ist einfach auch für mich eine Frage von Aufwand und Nutzen. Das geht alles so schnell. Und er will das alles nicht.

    Hallo zusammen,


    Ich brauche Rat. Mein Schwiegervater leidet seit vielen Jahren unter der Menière-Krankheit. Daher hat er einen Behindertengrad von 80%. Jetzt ist er an einem Hirntumor erkrankt und die Frage ist ob wir uns um eine neue Einstufung kümmern sollten. Im Moment kommt er noch ganz gut zurecht, aber es wird schnell Richtung Pflege und laut Prognose nach Hospitz gehen. Ich bin grad etwas ratlos. Die Zuzahlungen sind halt heftig und er sagt, er kann das alles nicht absetzen, da das mit einer Pauschale abgegolten ist. Ich habe keine Ahnung und das ist grad alles irre viel.


    Hat jemand Rat für mich?


    Viele Grüße

    Soorma

    Danke für den Thread. Das dachte ich auch. Ich finde das wirklich unbegreiflich für mich. Meine Tochter sagt bei solchen Sachen gern: Das ist in meinem Universum aber anders.


    Ja, mich hat das Feuer auch geschockt und ich bin froh, das das es Gebäude wohl überstehen wird. Aber die Vergleiche. Schrecklich.

    Ich musste meine Mädels auch spontan mit ca 12 Monaten abstillen. Sie haben dann einfach gegessen, ich hab mir da keine Gedanken machen können. Aber mit Milchflasche da noch anzufangen, würde ich vermeiden. Wenn sie sich umgewöhnen muss, ist es m.M.n. egal wohin. Danach habe ich auch nicht wieder angefangen zu stillen. Ich war einfach am Ende meiner Kräfte. Das hat sich dann alles einfach ergeben.


    Ich wünsche dir gute Besserung und viel Kraft.

    Hm, ich unterstütze die Proteste meines Kindes. Nach Kräften. Weil es für uns alle wichtig ist. Aber nicht ICH gebe den Ton an, das sollen die Schüler, die das organisieren. Ich darf darüber nachdenken, was mir gefällt und was nicht, ich darf kritisieren. Aber ich glaube, ich bin nicht in der Position, das Ruder zu übernehmen und den Ton anzugeben. Ich finde es gut, das das Schülerproteste sind. Das sollen sie bleiben.


    Verstehst du was ich meine?

    Ich hab das nicht deutlich genug geschrieben. TEIL der Bewegung - ja sicher! Doch hier, bei der Demo die ich erlebt habe, war in den Sprechchören fast ausschließlich Kohle und RWE Thema. Das ist mir zu einseitig. Bei der Hambi Demo war ich auch, aber das ist meiner Meinung nach halt nur ein Teil.

    Hallo,


    ich bin natürlich nicht so involviert und weiss auch nicht, was alles hinter den Kulissen läuft. Allesdings habe ich hier in Trier bei der Demo auch das Gefühl gehabt, das der Fokus der Parolen und Gesänge fast ausschliesslich auf dem Hambi lang. Klar, die Organisatorinnen der Demo sind hier regelmässig im Hambi und haben das da gelernt.


    Doch ich finde, F4F sollte mehr sein. Das war in Trier kaum zu hören, das fand ich wirklich schade. Ja, was da passiert ist schlimm und ich will das Hambi und die Dörfer bleiben, das Kohleabbau gestopt wird, sofort. Das Thema gehört sicherlich dazu. Es ist aber halt nicht das einzige, wenn in der Stadt jeder Baum, der etwas schief steht, gefällt wird. Und zur Beschattung lieber riesige Plastik-Sonnensegel aufgebaut werden, als einen Baum zu pflanzen. Weil der ja Blätter abwirft, die einer weg machen muss.:stupid:


    Super fand ich hingegen, die Forderungen an den Bürgermeister vor Ort. Da tut sich, meiner Wahrnehmung nach, auch was. Es wurde ein Aktionsplan beschlossen und veröffentlicht, jetzt müssen wir halt dran bleiben und die vielen kleinen Schritte ausbauen.


    Mein Eindruck, ich weiss nicht, wie hifreich.