Beiträge von Jono

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    "Mama, ich liebe deinen Bauch, und ich liebe deinen Kopf, und deine Arme, aber nicht deine Füße, die mag ich nicht"

    Pause

    "Ich mag nur das obere von deinen Füßen"


    Habe offenbar furchtbare Fußsohlen... #taetschel

    Aber das gesellschaftliche Klima ist doch da? Fast 75% der deutschen halten Klimaschutz für sehr wichtig. Klar die wählen jetzt nicht alle grün oder links, aber die grundsätzliche Wichtigkeit des Themas steht für die meisten außer Frage.


    Nur kommt es in den politischen Entscheidungen nicht an, da spielt eben nicht unbedingt der Bürgerwille eine Rolle sondern Lobbyarbeit und finanzielle Interessen.


    Vor ein paar Tagen mussten die Staaten des Pariser Klimaabkommens ihre Pläne zum Erreichen des 1,5°C Ziels einreichen. Um das zu erreichen, müssten 45% des CO2 Ausstoß reduziert werden. Und, was meint ihr zu wieviel sich die Länder insgesamt verpflichtet haben? 1%.


    Keine Pointe.

    Wir haben ja vorletztes Jahr ein Haus in der Innenstadt gekauft, da war für uns durchaus ein Pluspunkt, dass es so aufgeteilt ist, dass wir langfristig dort eine ebenerdige Zweizimmerwohnung beziehen können und unsere derzeitige Wohnung im Haus vermieten können.


    Das ist finanziell und bezüglich des Aufwandes im Alter für uns eine tolle Perspektive, zumal wir in "unserer" Nachbarschaft bleiben können.


    Ich denke, solche Szenarien sollten beim Bau von Häusern mit in Betracht gezogen werden. Ich kann nämlich auch gut verstehen, wenn ältere Leute nur ungern aus ihren Häusern ausziehen und ihr soziales Netz verlieren.

    Das ist natürlich richtig PaulaGreen dennoch will ich als Verbraucher nicht diese Verantwortung tragen müssen. Ich will diese Abwägungen und Entscheidungen nicht immer und immer wieder treffen müssen. Das muss Aufgabe der Hersteller sein, die dafür Personal und Know-how aufbauen müssen. Und tatsächlich ist ja gerade bei den energieintensiven Industrien viel an Subventionen geflossen (Stichwort Strompreis) was energieeffiziente Anpassungen extrem unattraktiv gemacht hat. Und das war und ist schlechte Politik

    Es stimmt schon, alle werden sich deutlich eingeschränken müssen, um der Klimakrise Herr zu werden.


    Dennoch bin ich keine Freundin davon, dass vielfach medial und auch in Diskussionen die Verantwortung der Verbraucher besonders groß geschrieben ist, während bei den wirklich großen Emittenten wie Kohleindustrie, Stahlindustrie, Fleischproduktion oft das Schweigen im Walde herrscht.


    Außerdem bin ich der Meinung es dürfte eigentlich einfach nicht mehr eine Frage der (teureren) Wahl sein, ob ich das klimafreundlichere Produkt Wähle, ein Produkt mit absurdem CO2 Abdruck dürfte einfach nicht direkt daneben im Regal stehen, und wenn dann müsste es sehr sehr teuer sein.


    Klimafreundlicher Konsum könnte genauso subventioniert sein wie andere Dinge auch. Das ist Verantwortung der Politik, es darf nicht Aufgabe des Verbrauchers sein, das bei jeder kleinen Kaufentscheidung zu tun, zumal das ja oft gar nicht möglich ist.

    Wir sind ja inzwischen fraglos mittendrin im globalen Klimawandel und die Prognosen sind ja klar, dass sich nun alle damit assoziierten Phänomene beschleunigen werden.


    Die Wetterkapriolen der letzten Wochen machen das ja auch gut erlebbar. Wasda passiert ist und warum das in Zukunft wohl häufiger vorkommen wird, ist in diesem Artikel gut erklärt


    Zitat

    "Die arktische Erwärmung, das zeigen viele Studien, lässt den Jetstream schwächer werden", so Handorf. Der Windstrom beginne, "auszufransen" - zu mäandern, wie es in der Wissenschaft heißt. Das könne in der Folge immer häufiger zu den beschriebenen Dellen führen, deren Auswirkungen wir derzeit in Deutschland spüren.

    Danke PaulaGreen für die beiden Artikel. Die ja beide sehr heiße Eisen behandeln. Besonders das Thema Häuschen im Grünen geht ja schon sehr an die individuelle Entscheidung und Lebensführung heran. Da liegen natürlich auch viele Widerstände.


    Andererseits sind hier ja auch wieder viele Themen eng miteinander verknüpft: ohne Autos wären Städte deutlich lebenswerter, es wäre mehr Platz für Grünflächen und Wohnraum. Ich finde das hier ganz gut illustriert:

    Eu6g-LQ-XMAAAoz.jpg


    Autos und Individualverkehr wird so viel Raum geopfert und, wie im zweiten Artikel dargestellt auch unglaublich viele Steuergelder. Ich denke eine klimafreundliche Regierung muss sich an der Abschaffung dieser klimafeindlichen Subventionen messen lassen, denn solange sie existieren, kann keiner behaupten, Klimaschutz wäre eine Maxime staatlichen Handelns. Das Thema ist ja auch im UN Report, über den ich vorher was verlinkt habe als wichtiges Instrument beschrieben.

    Ein aktueller UN Report nimmt die Klimakrise gemeinsam mit dem Verlust der Biodiversität und Umweltverschmutzung als eine der drei drängendsten Probleme der Menschheit war und empfielt das BIP gegen einen Index, der die Umwelt mitbemisst, zu ersetzen und Subventionen für Umweltzerstörung abzuschaffen und das Geld in grüne Lösungen umzuleiten. Zwei Ansätze die ich auch extrem sinnvoll finde


    Artikel im Guardian dazu

    Hier mal zur Abwechslung gute Nachrichten (und ein gutes Argument)


    https://twitter.com/klimareport/status/1361323893617786892?s=20

    Ich verstehe das dass das sehr cool sein kann so Geld zu scheffeln wie Heidi Klum und so... aber dann muss ich bitte auch mit den Konsequenzen leben


    Was ich damit sagen will , ich finde dieses Phänomen auch schrecklich, das hat aber nur wenig mit genderkacke zu tun, sondern mit boulevardjournalismus, durch das Internet kann da jetzt jeder mitmischen

    Ich sehe das anders. Ja, es ist Teil dieses Jobs, in der Öffentlichkeit zu stehen, aber Menschen dürfen aufgrund ihrer Berufswahl nicht zu Zielscheiben werden, mit denen jede Art von Umgang erlaubt ist.

    Ich frage mich dann immer, ob all die verantwortlichen Menschen keine Kinder haben. Aber vermutlich ist es die übliche Kurzsichtigkeit und das Ich bzw. Wir kleine Gruppe zuerst. Die Rechnung wird auf Dauer nicht aufgehen.

    Des Gedanken habe ich auch oft und es macht mich so wütend.

    Das Mädchen war 16 (!), als sie bei GNTM mitgemacht hat. Und dieser Influencer-Scheißdreck ist schon auch sehr verlockend, weil man da, ohne auch nur irgendwas zu können oder zu leisten, an Kohle kommen kann. Es ist da irgendwie schon auch auch an den Eltern, diesen jungen Leuten klarzumachen, dass das alles großer Mist ist.

    Sie hat sich umgebracht, am 6. Geburtstag ihres Sohnes.

    Ja, das ist victim blaming. Und geschmacklos.

    Sorry.

    Ich kann hier jedes Wort unterschreiben. Außer dass ich nicht glaube, dass Eltern ab einem gewissen Grad noch viel dagegen tun können. Und viele Eltern durchschauen diesen Komplex auch selbst nicht.


    Da sehr ich ganz klar jene in der Verantwortung, die damit professionell befasst sind: Journalist:innen, Produzent:innen, Manager:innen etc.

    Ach ja, ganz nebenbei ist Luftverschmutzung u.a. aus der Verbrennung fossiler Energieträger auch für jeden 5. Todesfall weltweit verantwortlich.


    Die meisten in Asien, aber auch in Europa immerhin jeder 10. Tote


    Quelle: Guardian