Beiträge von Lametta

    Wir fahren Auto, das Bärchen gähnt herzhaft. Ich frage, ob er müde sei. „Nein, Mama, das bedeutet, ich bin fuchsteufelswach!“.

    Bärchen gähnt ausgiebig und herzhaft, ich kommentiere: „ oha, du bist aber ganz schön müde“. Antwort: „nein, Mama, mein Gähnen bedeutet, ich bin fuchsteufelswach!“.

    patrick*star , ja, es ist klar ein Dilemma, aber was könnte die Lösung sein? Was das Laufen angeht, da gibt es für den Breitensport auch reine Frauenläufe. Die heißen dann women‘s run oder ähnlich und erfüllen alle Genderkackeklisches par excellence (rosa oder pinke Teilnehmershirts, Avon als Sponsor, goodiebags mit Schminkprodukten etc.). Da muss ich dann schon vorher brechen, sodass ich gar nicht mehr laufen könnte, selbst wenn ich denn wollen würde...


    Beispiellink, Layout der Seite reicht schon völlig

    Ja, beim Laufen spielen neben der Beinlänge andere Dinge wie Muskelaufbau und die Fähigkeit des Körpers, Sauerstoff in den Muskeln zur Verfügung zu stellen, eine Rolle. Und da haben Männer die bessere Ausgangsposition. Es gibt da auch unterschiedliche Bewertungsmaßstäbe, z.B. beim VO2max (ein Maß für die maximale Sauerstoffaufnahme unter maximaler Belastung). Der reine Wert ist überall gleich, also ich kann das gleiche Ergebnis haben wie ein männlicher Trainingskollege; je nach Alter und auch Geschlecht hat er aber eine andere Aussagekraft. So gehört eine junge Frau mit einem Wert von knapp 50 schon zu den obersten 5%, also zur diesbezüglichen Elite, ein Mann gleichen Alters erst bei über 55. (natürlich sagt der Wert allein nix darüber aus, wie schnell man wirklich ist. Aber es ist ein Faktor und da erreichen Männer eben qua Geschlecht die besseren Ergebnisse).


    Ich bin mir auch immer sehr unsicher, ob es genderkacke ist zu denken "ja, es ist eben ein Mann, klar ist er schneller" oder einfach Anerkennung der biologischen/genetischen/whatever Gegebenheiten.


    Und bei "gemischten" Veranstaltungen wie etwa bei Marathonläufen ist es dann auch manchmal so, dass - wie letztens beim NY Marathon - die schnellsten Frauen 30 min. vor den Männern starten dürfen. Damit soll wohl sicher gestellt sein, dass dann auch eine Frau als erstes ins Ziel kommt und auch entsprechend bei der Übertragung in den Medien ein Fokus auf den Damen liegt. Einerseits ja ganz nett, andererseits starten halt sonst alle nach der avisierten Zielzeit in Blöcken sortiert und nur Athleten, die gehandicappt sind und z.B. ein Handbike nutzen, nochmal extra. Das rückt gefühlsmäßig für mich dann schnelle Frau schon recht nah an die Kategorie eingeschränkte Person. Und das stört mich irgendwie...

    Das mit der Auto-Genderkacke geht noch 'ne Spur härter: ich hab im Januar unternehmens- und abteilungsintern eine andere Stelle übernommen, an der auch ein Dienstwagen hängt. Das war für einige meiner Kollegen schon ein rotes Tuch, denn der "tolle BMW" würde ihnen natürlich viel besser "stehen" als mir. Die hätten mir eher das doppelte Gehalt gegönnt als so ein - in ihren Augen, nicht in meinen! - Statussymbol.


    Dann ist jetzt kürzlich jemand zu nah am parkenden Auto entlang gefahren und hat den Spiegel erwischt. Ich war nichtmal in der Nähe, der Wagen ordnungsgemäß geparkt. Keine große Sache, aber ich musste trotzdem eine Unfallanzeige einreichen. Und höre dann über den Flurfunk, dass ich schon den Dienstwagen verbeult habe. Es könnte sein, dass ich demnächst mal Gas und Bremse verwechsele, wenn mir der liebe Kollege über den Weg läuft - so als dumme, blonde Frau, die eh nicht fahren kann... (Disclaimer: das ist natürlich nur meine schwarze Phantasie).

    Bärchen, knapp fünf, seufzend und mit sehnsuchtsvoller Stimme beim Abendessen: "Das waren noch schöne Zeiten, früher... Da habe ich noch bei Dir geschlafen...".


    (Er lässt sich eigentlich jede Nacht irgendwann in unser Bett tragen)

    Bärchen fragt: „Mama, ist die neue CD vom Merkur?“. Es hat kurz gedauert, bis ich geschnallt habe, dass er auf den Ort des Erwerbs hinaus wollte - ein Elektronikgeschäft mit „Planetennamen“.


    Und neulich zum Papa, als ich unterwegs war und er wissen wollte, wann ich nach Hause komme: „Wann kommen denn die drei?“. Mein Mann: „Hm?! Welche drei?!“. Bärchen: „Na, Mama und ihre Brüste“.

    Eine kritische Auseinandersetzung (auch mit Studien etc.) gibt es auf den Internetseiten des "Informationsnetzwerk Homöopathie". Ich persönlich mag das dort geäußerte "Fazit"; es entspricht meiner persönlichen Meinung: Globuli haben keine wissenschaftlich belegte Wirkung. Dass sie scheinbar doch oft helfen, liegt an anderen Dingen, die man in der "klassischen Medizin" oft zu wenig berücksichtigt: der Homöopath nimmt sich viel Zeit für den Patienten, sieht den ganzen Menschen, nicht nur das Symptom. Placeboeffekte wirken nachgewiesenermaßen...


    Ich lasse Dir mal den Link da: Homöopathiekritik

    Sowas hört man doch gerne, Utopia ;-). Das Bärchen wollte letztens von mir etwas von einer Dienstreise mitgebracht bekommen: "Mama, egal was, Hauptsache was schönes, was mich an dich erinnert, wenn du tot bist".

    Ich stehe im Bad und warte auf's Bärchen, weil Zähneputzen auf dem Plan steht. Auf meine gerufene Aufforderung, jetzt bitte zu kommen, antwortet er: "Mama, ich komme gleich, ich habe heute etwas Verspätung".


    Und eben beim Ponyreiten gähnt er herzhaft. Ich frage, ob er müde ist; Antwort: "nein, ich will nur die frische Luft in mich reinlassen". Klar, Müdigkeit zugeben geht natürlich auf gar keinen Fall;-).

    Bärchen zu mir, während ich Lippenpflegestift auftrage: "bitte gib mir den Stift auch mal, meine Lippen müssen auch lackiert werden".

    Das wäre mal sehr praktisch, Mel:-).


    Ich habe heute schon zwei SMS von Kindergartenmüttern bekommen, die irritiert nachgefragt haben, was wir denn über Pfingsten machen. Das Bärchen erzählt nämlich jedem, wir fahren über's Wochenende nach Syrien und er sei schon so aufgeregt...


    Thüringen wird es werden. Und vielleicht sollten wir mal zum HNO, das Gehör testen lassen (klingt ja schon ähnlich).

    Wir - also mein Freund und ich - sind tendenziell faul und waren es satt, immer eimerweise heißes Wasser schleppen zu müssen, damit das Planschbecken wohl temperiert ist. Also haben wir, total clever, einen Adapter gekauft, mit dem wir den laaaaangen Gartenschlauch ans Waschbecken im Abstellraum (welcher sich hinter der Küche befindet) anschließen können:


    Walle! walle

    manche Strecke

    dass, zum Zwecke

    (lauwarmes)

    Wasser fließe

    und mit reichem, vollem Schwalle

    zu dem Bade sich ergieße

    ...


    Na ja, mein Freund hat nach Vollendung des Werks den Schlauch vom Adapter gezogen und ihn einfach auf den Boden geworfen. Tja, der laaaange Schlauch war aber natürlich noch voll Wasser und was passierte natürlich?


    O du Ausgeburt der Hölle

    (der Schlauch des Grauens...)

    soll das ganze Haus ersaufen?

    Seh ich über jede Schwelle

    doch schon Wasserströme laufen

    ...


    Gut, die Küche musste eh mal gewischt werden und wir haben die Fluten zum Glück bemerkt, kurz bevor sie auf's Wohnzimmerparkett geschwappt sind. Der Putzeimer, in den wir die Wischlappen ausgewrungen haben, war danach fast voll.

    Bärchen (4,5) überlegt heute Mittag, was er am Nachmittag alles machen möchte. Ich gebe zu bedenken, dass wir auch noch ein bisschen Hausarbeit erledigen müssen (am Vormittag gab es schon eine 3-stündige Waldindianer-Aktion). Bärchen: "ach, das kann doch alles der Papa erledigen!". Ich: "na ja, kann er schon, aber es ist doch ziemlich unfair, wenn er alles alleine machen muss. Zusammen geht es doch viel schneller...". Bärchen, ganz emotionslos: "ach, wir versklaven den Papa einfach!".


    Ich hab dann mal kurz drüber nachgedacht, ob das eine geeignete Lösung ist;-).

    Und hier die Empfehlung von Bärchen zur heutigen NRW-Wahl: "Ihr sollt die wählen, die die Kraftwerke (Braunkohlekraftwerke, bei uns in der Gegend gibt es mehrere) abschalten wollen. Und die dafür sorgen, dass der Kindergarten kostenlos wird. Und die, von denen ich den Luftballon bekommen habe!"

    Das Bärchen hat Stress, weil er unbedingt vor mir geheim halten will, was er mir morgen zum Muttertag schenkt (ich schwöre, ich hab damit nix zu tun, ich finde dieses Getue um diesen Tag ziemlich ätzend). Beim Einschlafen grad bricht es dann aus ihm heraus: "Mama! Ich kann's nicht mehr aushalten! Ich muss gleich rausknattern, was ich dir schenke!".


    Er hat dann aber doch heldenhaft an sich gehalten:-).