Beiträge von Fiawin

    Ihr Könnt aber nur in eine Richtung gehen und nicht hin und her laufen. Essen gibt es nur zum Mitnehmen, das Zoo-Restaurant hat zu. Der Zooshop hat auf, aber mit Maske und Abstandsregeln. Es gibt Reservierungen für 9 Uhr und für 12 Uhr, es wird aber gebeten, dann nicht Punkt 9 / 12 Uhr da zu sein, damit es sich nicht knuddelt. Nur Haupteingang.

    Du hast aber gesehen, dass Du vorher reservieren musst? Ich nehme an, dass es nicht so schwierig sein wird mit dem Parken, da der Zutritt auf eine bestimmte Besucherzahl begrenzt ist.

    Vielleicht ist es eine Heuschnecke? Eine Heuschnecke mag kein Heupferdchen sein. Hat sie denn einen Bodenanker?

    Keine Figur aus einem Buch, aber ein Lied:


    Bob Dylan: Shelter from the Storm


    Aus dem Text:

    "Try imagining a place where it's always safe and warm.

    'Come in', she said, 'I'll give you a shelter from the storm.' "


    Text im Spoiler, weil so lang:



    Ich finde es auch wichtig, dass es immer Menschen gibt, die zweifeln und dagegen sind. Einfach, weil es wichtig ist für die Masse.

    Es gibt halt Leute, die sehen überall Verschwörungen.

    Und ich denke, da liegt ein wichtiger Unterschied. Die Grenzen sind fließend und individuell. Da kann man nicht allgemeingültig scharf abgrenzen.

    Ich denke, es hilft zur Unterscheidung nicht, einfache Skepsis mit dem zu verwechseln, was Verschwörungstheorien und dem Ihnen Anhängen innewohnt.

    Natürlich gibt es auch Schnittmengen von VTs und Tatsachen. Die Frage ist, wo ich in meinem Umgang damit die Grenze ziehe.

    Und ich denke, ein wichtiger Punkt bei der Unterscheidung zwischen breitgefächerter Skepsis und dem Anhängen von Verschwörungstheorien ist, ob ich noch in der Lage bin, die Schlüssigkeiten meiner Gedanken zu überprüfen und ggf. bei einem Lückenschluss, der zu anderen Schlüssen führt, meine Schlüsse zu revidieren. Sind meine Gedanken und Schlüsse logisch? Sind die Schlüsse, zu denen ich komme, Ergebnis meiner Gedankengänge, Ergebnis von Fakten und logischer Argumentation? Oder sind meine Gedankengänge, die Fakten, die ich für meine Argumentation zulasse und präsentiere, Ergebnis der Schlüsse, zu denen sie führen sollen?

    Vielleicht kann man sich so annähern und für sich selbst die Frage beantworten, wo man selbst steht.

    Aber Du merkst schon, dass das etwas anderes ist, als einer Verschwörungstheorie anzuhängen?


    Ich finde den Unterschied zwischen VT und gesunder Skepsis eigentlich ziemlich eindeutig, aber ich habe den Eindruck, dass das nicht allgemein so ist...?

    Ich habe Zeifel daran, dass es bei dem woran Menschen glauben oder nicht glauben immer darum geht, dass es ihnen gut dabei geht.


    Das sagt auch kein Mensch.


    Und hier direkt die nächste Unterstellung:


    Nimm doch nicht immer alles gleich als Angriff


    Dein Beitrag ist unterstellend, aggressiv, und ja, da reagiere ich dann auch entsprechend.





    Schau Dir mal an, was ich geschrieben habe: Verhältst Du Dich so? Nein, oder? Hast Du schon mal mit einem Menschen zu tun gehabt, der sich so verhält. Das ist anstrengend, das ist furchtbar, und ja, der Mensch, von dem ich rede, leidet darunter, und zwar nicht so, wie man darunter leidet, weil irgendwas mal unangenehm ist. Das ist anders als gesunde Skepsis, die dazu führt, dass man Fakten sucht und prüft und wachsam bleibt. Da stehen ganz andere Sache mit drin, die ich auch oben beschrieben habe. Das runterzubrechen auf:


    Hängt bei euch wirklich was ihr für wahrscheinlich haltet und was nicht, davon ab, wie gut es euch damit geht?

    ist, freundlich gesagt, eine sehr kreative Interpretation dessen, was vorher geschrieben wurde.

    Shevek Nö. und Nö.


    Lese ich auch nirgends so. Aber schön, dass Du alle auf einen Schlag ansprichst, so weiß niemand, wer gemeint ist, alle sind in einem Sack, und immer feste drauf.


    Ich werde den Thread verlassen. Ich dachte, es wäre möglich, hier über sensible Themen gut zu reden, jetzt bedauere ich, mich so geöffnet zu haben.

    Ich habe Kontakt mit einer Person, die sich gerade in VTs verliert, weil sie das Gefühl der Kontrolle zurückgeben, glaube ich. Wenn ich niemandem traue, immer ein bisschen mehr weiß als die Masse, dann bin ich überlegen und habe somit die Kontrolle zurück, denn ich habe es ja gleich gesagt. Niemand kann mich mehr betrügen, ich falle auf niemanden mehr hinein und bin deshalb nicht mehr so ausgeliefert. Ich bin nicht klein, sondern groß, größer als die, die einfach blind vertrauen in ihrer Unwissenheit und Dummheit und Naivität.


    Das steckt bei dieser Person dahinter.


    Und ja, anstatt das eigentliche Problem anzugehen, die Angst vor Kontrollverlust, das Aushalten des Kontrollverlusts, die Gefahr aushalten, dass, wenn ich mich auf etwas einlasse, ich mich irren könnte oder belogen werde, wird die Welt böse, unsicher, bedrohlich, alles geht den Bach runter, es ist alles dunkel und schwarz. (Wie gut, dass man selbst als helles Licht überlegen dem Untergang zuschauen und sagen kann: Ich hab es ja gleich gesagt).


    Die Theorien wechseln, es wird immer geglaubt, was gerade passt, auch wenn sich das widerspricht. Teilweise sind es gar keine konkreten Theorien, sondern ein diffuses Die machen irgendwas im Verborgenen aus Bösen Gründen.


    Interessant ist, wenn man es von außen beobachtet, dass es irgendwie anders ist, als bestimmte "psychopathische" Vorgänge, aber man kann mit der Person nicht mehr vernünftig reden, es sei denn, wettert mit, wobei man dann genau die Theorie in genau der Version kennen muss, um die es gerade geht, oder man stimmt halt einfach nur grundsätzlich zu.

    Auf Verständnisfragen, die sich nicht beantworten lassen oder Widersprüche oder Unklarheiten, wird absolut Aggressiv reagiert.


    Jeder Mensch geht halt anders mit seinen Ängsten und dem Gefühl des Ausgeliefert-Seins um.


    Es macht aber traurig, da zuzusehen, denn die Person leidet letzten Endes an mangelndem Vertrauen, an Einsamkeit, an der Unmöglichkeit, etwas Positivem und Konstruktivem zuzustimmen, an der Unfähigkeit, etwas zuzulassen, das nicht 100%ig ist, das heißt, es kann gar nichts zugelassen werden, als die 100%ige Vorstellung, dass "die" und täuschen und irgendwelche schlechten Ziele verfolgen, denn sonst gibt es nichts, das 100%ig perfekt wäre.


    Naja, vielleicht ist meine Antwort gerade etwas sehr breit um Deine Frage herumgefächert. Ich lasse es trotzdem mal stehen. Es bildet auch nur das ab, was ich bei dieser einen Person mitbekomme.


    Interessant finde ich aber auch, dass nicht das gesamte Handeln davon geprägt ist, dass die Person sich selbst widerspricht, indem sie hm... ein Beispiel, als sie Herrn Wodarg folgte, hielt sie sich gleichzeitig an die Maßnahmen zur Hygiene und des social distancing.


    Ich denke also, den normalen VT anhänger trennt z.B. von einem Menschen in Psychose, dass ein Teil des Ichs immernoch einen gewissen Realitätscheck macht, der durchaus mit den Theorien kollidieren und zu den Theorien widersprechendem Handeln führen kann. Ich denke, dass das wesentlich dazu beiträgt, die innere Gesundheit zu erhalten, auch wenn ein Teil an VT erkrankt. Also Widerspruch, Widerspruch, Widerspruch, aber ohne diesen zuzugeben.