Beiträge von Frau Frosch

    Falls die OP als Bauchspiegelung gemacht wird (häufigste Variante), dann mach Dir keinen Kopf, wenn Du nachher ein Gefühl wie Muskelkater in den Schultern hast. Völlig normal. Bei der Bauchspiegelung kommt ein Gas in den Bauch. Die Lunge kann sich dann nicht mehr so gut nach unten ausdehnen, sondern geht mehr zu den Seiten und nach oben und dehnt dabei die Schultermuskulatur. Und dadurch fühlen sich viele Patienten nachher, als ob sie stundenlang geschwommen wären. Harmlos, aber vielleicht beunruhigend, wenn man nicht weiß, warum.

    Ich wünsche Dir das allerbeste!

    annielu:

    Das kann man auch anders sehen. Ich hatte auch so eine Infektion. Bei den ersten auffälligen Abstrichen habe ich nach einiger Zeit eine Laserbehandlung machen lassen, aber nach wenigen Jahren gab es wieder Auffälligkeiten. Ich hab mich letztlich konisieren lassen. Die Gynäkologin hat auf meinen Wunsch hin sehr schonend operiert, so dass eine erneute OP notwendig wurde. (Das trage ich ihr nicht nach, ich wusste um das Risiko und habe trotzdem um möglichst knappe OP gebeten). Das ganze hin und her mit auffälligem Test, Kolposkopie, Biopsieentnahme, OP, Kontrollen... hat mich ziemlich fertig gemacht. Gerade die Gedanken in der Wartezeit nach der OP auf das histologische Ergebnis, das wünsche ich keinem. Wenn ich eine Tochter hätte, würde ich ihr das ersparen wollen.

    Und auch einer möglichen Partnerin meines Sohnes würde ich das ersparen wollen. Deshalb werde ich in einigen Jahren meinem Sohn die Impfung empfehlen. Gegen seinen Willen würde ich das nicht tun, aber ihm empfehlen halt.

    Behandle Dein Kind mit dem gleichen Respekt, mit dem Du Erwachsene behandelst.


    Ich habe (angeregt durch das Buch: Erziehen ohne Frust und Tränen von E. Pantley) früh angefangen, dem Fröschlein anzusagen, dass wir in fünf... drei... einer Minute(n) etwas tun, zum Beispiel vom Spielplatz heimgehen oder den Schlafanzug anziehen. So kann er noch etwas beenden, was ihm wichtig ist, und er wird nicht überraschend herausgerissen. Ich würde auch nicht wollen, dass, wenn ich lese, mein Mann mir das Buch zuklappt und sagt: wir fahren jetzt zum Einkaufen.


    Nebenbei bemerkt "funktioniert" dieser respektvolle Umgang auch noch hervorragend, auch wenn das nicht die Hauptsache ist. Einmal antwortete Fröschlein auf dem Spielplatz auf die fünf- und drei-Minuten-Ansage mit "ja, gut". Bei der Ansage "eine Minute" fing er an zu weinen. Und ging dabei los Richtung zuhause. Für ihn war völlig klar, dass es heim geht. Er hat sich nicht gewehrt, keine Ausflüchte gesucht, sondern ging sogar eine Minute früher los. Aber er hat geäußert, dass er das doof findet. Ich habe ihn in den Arm genommen und ihm gesagt, dass ich verstehe, dass er traurig ist, dass der schöne Nachmittag vorbei ist. Und dass wir jetzt nach Hause gehen, um zusammen das Abendessen vorzubereiten. Dann sind wir einträchtig Hand in Hand nach Hause gegangen. Hat sich für mich - trotz weinendem Kind - gut angefühlt.

    Die Wahrscheinlichkeit, dass er außerhalb der Lunge noch Tumorzellen hat (selbst wenn man die nicht finden kann), ist recht hoch. Nach einer Transplantation würde er Immunsuppressiva bekommen, die seine Abwehr auch gegen den Krebs schwächt.


    Meines Wissens ist die einzige Krebserkrankung, mit der man möglicherweise ein Spenderorgan bekommt, ein Leberzellkarzinom. Aber auch nur dann, wenn es noch nicht gestreut hat.


    Ich wünsch Dir, Deiner Freundin, ihrem Sohn und der ganzen Familie viel Kraft!

    Wenn Du das Nest weg haben möchtest, solltest Du die Stiche bei Deinem Kind auf jeden Fall erwähnen. Das ist durchaus ein Argument, dass eine Umsiedlung jetzt nötig ist und nicht erst im Winter.

    Bei der Diskussion um Druckschrift vor Schreibschrift fühle ich mich immer ein wenig an das Thema Schreiben nach Gehör erinnert.

    Sind beides moderne Entwicklungen, die sicher einige sinnvolle Aspekte haben. Wenn man das aber zu dogmatisch umsetzen will, und vor allem zu lange bei der Druckschrift bzw. beim Schreiben nach Gehör bleibt, können die Kinder Probleme bekommen. Im einen Fall mit der Schreibschrift, im anderen Fall mit der Rechtschreibung.

    Ich hoffe mal, das Fröschleins LehrerIn da bei beiden Themen einen pragmatischen Ansatz verfolgem wird. Also mit Druckschrift und Schreiben nach Gehör "einfach" anfangen, und dann rechtzeitig, aber behutsam auch Schreibschrift einführen und auf Rechtschreibung achten.

    Und zum Thema "Definitionsmittel" noch mal kein Kindermund, sondern eine Kindertat:

    Mein Neffe, 3, hat das Down-Syndrom. Die Familie war zwei Wochen im Urlaub, in einer Ferienwohnung, aber oft essen gegangen. Nach der Rückkehr bringt der Vater etwas in den Keller und lässt das Gitter an der Treppe leicht offen stehen.

    Der Neffe geht zum Gitter, hält eine Hand unter den Riegel, drückt mit der anderen auf den Knopf darüber und reibt sich dann die Hände ein.

    Für ihn sah das Gitter mit dem Riegel wohl wie ein "Definitionsmittel"-Spender aus.

    Noch ein Votum für Notaufnahme.

    Eine Appendizitis ist ein Chamäleon. Es gibt viele, viele Fälle, die nach nicht viel aussehen, aber am Ende doch ernsthaft sein. Und auch ein niedriges CRP und normale Leukos wäre möglich. Nicht klassisch, aber möglich.

    Also: dem Mann sagen, dass Deine Gesundheit jetzt wichtiger ist. Wenn Du wegen einer verschleppten Erkrankung wochenlang im Krankenhaus sein musst, hat er noch andere Probleme, als wenn Du einige Tage ins Krankenhaus gehst. Und: jeder ist ersetzbar. Punkt. Wenn er meint, er ist unabkömmlich, frag ihn, ob die Welt untergehen würde, wenn er selbst einen Autounfall hätte und im Krankenhaus landen würde.


    Und dann am besten in ein Krankenhaus, in dem noch andere Fachdisziplinen sind. Denn vielleicht gehört das, was Du hast, auch in die Gynäkologie, die Urologie oder sogar die Orthopädie (letzteres finde ich aber unwahrscheinlicher nach Deiner Schilderung). Sag dazu, dass Du ein schlechtes Gefühl hast und umreiße kurz, wie das bei der Gallenblase war. Es gibt immer wieder Ärzte, die ein "Patient hat das Gefühl, da ist was" ernst nehmen.


    Und dann natürlich: Gute Besserung!

    Das ist ein guter Plan. Erst mal ruhig, wenn das Kind gut gedeiht. Und bei Gelegenheit mal genauer drauf schauen, dann bist Du vielleicht noch ruhiger.

    Vielleicht hast Du schon Cluster-Phasen erlebt, wo Du über Stunden gefühlt nix anderes als Stillen machst. Und am nächsten Tag will das Kind auf einmal viel weniger (ist für die Mama manchmal blöd). Beides ist ganz nomal.

    Außerdem weiß man nie, wieviel die Kiinder wirklich trinken, außer man wiegt sie direkt vor und direkt nach der Stillmahlzeit.

    Vielleicht trinkt sie inzwischen schneller und Du hast mehr Milch, so dass eine Seite jetzt reicht? War bei Fröschlein außer in Clusterphasen auch so, dass er ab einem bestimmten Moment eigentlich meist nur eine Seite wollte. Wenn sie munter ist und gut gedeiht, würde ich mir erstmal keine großen Sorgen machen.

    Hast Du eine Hebamme? Die kannst Du ja sonst auch mal fragen.

    Meine eigene Erfahrung zum Familienbett:


    Das beste, was eine Mutter für ihren Nachtschlaf tun kann (und für den aller anderen Familienmitglieder).


    Oder:

    Ich war als junge Mutter auch mal übernächtigt. Wenn ich zu spät ins Bett gegangen bin.


    Oder:

    Wenn man weiß, dass man nachts Durst haben wird, stellt man sich ein Glas Wasser ans Bett. Wenn man ein Stillkind hat, nimmt man es von Anfang an mit ins Bett.

    Auch bei solcher Höhe würde ich rückwärts rauskrabbeln üben. Immer an der gleichen Stelle, z. B. Fußende. So viele Seiten des Betts wie möglich an die Wand stellen, die verbliebenen offenen Seiten abpolstern, am meisten die bevorzugte Ausstiegsstelle, z. B. mit einer Matratze oder sogar zwei.


    Und dann stell Dir vor, was passiert, wenn Dein Kind rückwärts mit den Füßen voran auf die gepolsterte Fläche fällt, und vergleiche damit, was passiert, wenn es irgendwo mit dem Kopf voran aus dem Bett steigt, und wenn gerade an dieser Stelle der Boden nicht oder kaum gepolstert ist. Die Rückwärts-aufs-Polster-Methode ist sicher viel ungefährlicher, selbst wenn es in einem unbeobachteten Moment auf die Weise 20 cm "fällt".


    Such also einen Weg, dass Dein Kind an zumindest einer Stelle sicher aus dem Bett kommt. Und dann bring ihm bei, dass und wie es da aussteigen kann. Es wird aus dem Bett steigen. Also kannst Du entweder einen Käfig um das Bett bauen, die Matratze auf den Boden legen oder eben für eine sichere Ausstiegsmöglichkeit sorgen.

    Bei uns war die Kita "treibende Kraft". Die baten bei knapp über 2 Jahren, zweiteilige Unterwäsche statt Bodys und zweiteilige Schlafanzüge anzuziehen bzw. mitzubringen, ab da wurden die Kiddies auch regelmäßig auf die Töpfchen gesetzt. Bei Fröschlein kam immer nur durch Zufall was. Zuhause hab ich entsprechende Bilderbücher vorgelesen, das Töpfchen immer mal angeboten, aber keinen Druck gemacht.

    Mit knapp 2,5 Jahren meinte die Erzieherin, sie wollte jetzt stundenweise in der Kita die Windel weglassen. Ich hab bei mir gedacht, dass das nicht funktionieren wird, da er noch nicht gezeigt hattte, dass er auf Kommando pieseln kann, aber mal machen lassen. Ich habe mir vorgenommen, dass ich zwei Wochen abwarte, wenn es aber ständig Unfälle gibt, mein Veto einlege. Am ersten Tag gab es direkt einen Unfall. Am Nachmittag im Garten, da hat er gemerkt, dass er muss, aber es nicht mehr bis zum Topf geschafft. Und dann gab es nur noch sehr, sehr wenige Unfälle. Er ist sofort immer zum Topf gedüst, wenn er musste. Da war ich echt baff. Und Fröschlein riesig stolz, dass das so gut klappte. Vorher hatte ich einen Stapel Unterhosen genäht, in Größe 74. Zu der Zeit trug er sonst 92. Aber die Unterhosen in der Größe passten nur mit Windeln drunter (er trägt sie jetzt, mit 6 und Größe 110/116).

    Anfangs hab ich ihm, wenn wir zuhause waren, direkt wieder eine Windel angeboten, die er gerne genommen hat. Einfach, damit er auch an dem Punkt Feierabend hat. Oft blieb diese Windel dann trocken und ich hab sie über Nacht gelassen. Da war die Nachtwindel schon viele Monate morgens meist trocken, er wollte aber nicht direkt pieseln gehen, sondern noch eine Weile mit Windel herum laufen, bis die dann irgendwann voll war.

    Letzten Endes hatte ich mit etwas über 3,5 Jahren den Eindruck, dass er über Nacht verlässlich trocken war, aber keine Anstalten machte, die Nachtwindel los werden zu wollen. Da hab ich ihn schlichtweg "bestochen". Ich hab ihm vom Windelfutsch erzählt, der bei Kindern, die keine Windeln mehr brauchen, die Windeln abholt und ein Spielzeug da lässt. Er hat dann irgendwann entschieden, dass er es mal nachts probiert. Und einige Tage später stand im Bad an der Stelle, wo vorher die Windeln waren, ein Bagger. Und dabei ein Brief vom Windelfutsch. Wieder war der Kerl stolz wie Bolle, dass er das doch schon kann.


    Der Weg ist sicher nichts für alle, vielleicht noch nicht mal für die meisten. Aber mein Fröschlein braucht an manchen Stellen liebevolle Stupser, um etwas, was er eigentlich schon kann, auch zu machen. Für ihn war das richtig. Ihn bestärken, dass er das schon kann, dass man ihm das zutraut. Und ihm dann vielleicht aufzuzeigen, dass er das doch eigentlich auch selber will.

    Je öfter man "Ja" sagt, und je seltener "Nein", umso besser funktioniert das "Nein".


    Weniger erziehen, mehr vorleben. Dann sind die Kinder am Ende "besser erzogen".


    Eine Kinderbetreuerin im Familienhotel, bei der wir einen Schwimmkurs für Fröschlein hatten: Coole Eltern haben coole Kinder.


    Ich setze meinem Kind nur da Grenzen, wo es entweder gefährlich wird oder es an meine oder die von anderen stößt.


    Wenn man zuerst "Nein" denkt, findet man mit ein wenig Nachdenken oft auch einen Weg, "Ja" zu sagen, oder zumindest "Ja, aber".

    (Fröschlein darf sich mit Kuli bemalen. Aber nur die Haut, nicht die Klamotten. Und nur sonntags vor dem Baden. Reicht ihm völlig aus, muss er auch nur alle paar Monate machen).

    Helicobacter macht sehr häufig eine chronische Magenschleimhautentzündung. Daraus kann es immer wieder bluten, und das kann die Anämie erklären, zumindest als eine Teilursache neben Mens und Ernährung.

    Frag nach einer Zweitmeinung, auch zur Art der Therapie. Schulmedizinisch geht das nur mit Antibiotika, aber es gibt verschiedene Schemata, die möglich sind. Und es gibt viele Menschen, die so eine Therapie auch gut vertragen. Meine Mutter zum Beispiel, die hatte kaum Probleme.

    Solltest Du Dich für eine antibiotische Behandlung entscheiden, besorg Dir Kapseln mit Milchsäurebakterien. Nicht nur Milchsäure, es müssen Bakterien sein. Die nimmst Du in den letzten Tagen der Helicobacter-Therapie und dann darüber hinaus noch eine Woche. Und für die Blase Preiselbeersaft oder getrocknete Preiselbeeren zur Vorbeugung.

    Gute Besserung!

    Fosfomycin dürfte gehen. Es wird sehr schnell aus dem Blut in den Urin ausgeschieden. Sollte halt möglichst lange einwirken können. Also am besten heute Abend vor dem zu Bett gehen stillen, auf die Toilette gehen und danach einnehmen. Dann dürfte bei der nächsten Stillmahlzeit kaum noch etwas in Deinem Blut sein und in der Milch auch nicht viel.

    Den Quantiferontest (mit Blutentnahme) gibt es erst seit 2005, vorher konnte man bei positivem Stempeltest (Tine-Test) nicht sagen, ob aufgrund einer Impfung oder einer Infektion.


    Zur Blutentnahmepanik: Es gibt Pflaster, welche die Haut betäuben. Die müssen einige Zeit vorher auf die Stelle geklebt werden, die sind rezeptfrei (ein Handelsname ist "emla"). Wäre das im Fall des Falles eine Lösung?